Krise? Aufschwung? Rhetorik!

Rhetorik bezeichnet bekanntermaßen die Kunst der Rede. Wer diese angemessen beherrscht, überzeugt. Das gilt sowohl für die mündliche Darbietung – von der klassischen Rhetorik bis hin zur modernen rhetorischen Kommunikation – als auch für die schriftliche Darstellung von Inhalten – genauer genommen: von Argumenten. Demzufolge sind spätestens seit einem Jahr

Rhetorik bezeichnet bekanntermaßen die Kunst der Rede. Wer diese angemessen beherrscht, überzeugt. Das gilt sowohl für die mündliche Darbietung – von der klassischen Rhetorik bis hin zur modernen rhetorischen Kommunikation – als auch für die schriftliche Darstellung von Inhalten – genauer genommen: von Argumenten. Demzufolge sind spätestens seit einem Jahr viele von einem überzeugt: der Krise.

Wenn man aber die Rede über die Entwicklung der Wirtschaft in der Öffentlichkeit betrachtet, hat man zurzeit die Wahl zwischen verhaltenen Äußerungen zur Trendwende oder einem optimistischen Ja zum Aufschwung.

So zitiert beispielsweise das politische Monatsmagazin “Cicero” zehn Konjunkturindikatoren herbei: von steigenden Rohstoffpreisen bis hin zum vermehrten Gebrauch des Wortes “Aufschwung” in den Massenmedien. Dennoch erlangt das Schlagwort “Krise” auf der mächtigsten Liste der Welt – Google – immer noch rund 15 Millionen Einträge. Der Begriff “Aufschwung” bringt es gerade einmal auf circa zwei Millionen Ergebnisse.

Damit sich das ändert, macht sich die Werbung das Thema “Aufschwung” zu nutze: sei es durch Kampagnen wie “Deutschland packt´s an“, die aber nicht minder kritisch betrachtet wird, da diese nur auf einem Mythos fuße: “Wenn Werbung geht, kommt die Krise – wenn Werbung wiederkommt, kommt auch der Aufschwung.”. Letztere, implizierte Hoffnung machen sich auch Unternehmen zu nutze, die mit Aktionen rund um das Thema Aufschwung, die Geschäfte beleben wollen und der Krise endgültig abschwören möchten.

Doch trotz Optimismus verbreitender Werbemaßnahmen oder positiver Meldungen des Internationalen Währungsfonds, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr um 2,5 Prozent ansteigen wird und auch die Bundesregierung laut Focus online an ein baldiges Ende der Wirtschaftskrise glaubt, bleibt die Aufschwungsrhetorik insbesondere in Bezug auf die Realwirtschaft verhalten.

Aufgrund dieses disparaten, täglich wechselnden Nachrichtenfeldes, bleibt es dann schließlich bei der Frage: Wovon bist Du überzeugt?

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  1. Nachdem die Medien jahrelang die wundervollen Wirkungen der Privatisierungs- und Deregulierungsökonomie propagiert haben, gibt es seit offizieller Verkündung der Finanz- und Wirtschaftskrise durch die Politik eine neue sehr widersprüchliche Informationspolitik der Medienzunft. Insbesonde SpOn schafft es aktuell, an einem Tag zu ein und demselben Thema zwei vollkommen entgegengesetzte Wahrheiten zu verkünden. Das verwirrt mich als Leser und hat auch mit dazu geführt, dass ich mein Abo nach sieben Jahren gekündigt habe.

    Dieser angepasste Wendehalsjournalismus ist ekelig. Mit der Taktik 90% Mitläuferpropaganda und 10% gegenteilige Nachrichten versuchen sich die Medien, die durch ihre einseitigen Desinformationskampagnen den klugen Denkern im Lande die Öffentlichkeit abgegraben haben, eine weiße Weste zu verschaffen. Dieses Vorgehen ist auch bei Politikern sehr beliebt, die jetzt plötzlich inflationär Bücher zum Thema soziale Gerechtigkeit veröffentlichen.

    Es gilt: Immer schön wachsam bleiben und den Denkapperat benutzen. Der Kopf ist nicht nur zum essen da (auch wenn es gelegentlich so aussieht).