Es wird eng für Google

Mahnend haben Experten im Nerd-Blog PPQ schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass es nur noch Jahre dauern kann, bis sich herausstellen wird, dass das Internet nicht alltagstauglich ist. Google und Yahoo werden an diesem jüngsten Tag untergehen, das ist klar, denn die Menschen werden sich wieder herkömmlichen Medien wie der

USpol.jpgMahnend haben Experten im Nerd-Blog PPQ schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass es nur noch Jahre dauern kann, bis sich herausstellen wird, dass das Internet nicht alltagstauglich ist. Google und Yahoo werden an diesem jüngsten Tag untergehen, das ist klar, denn die Menschen werden sich wieder herkömmlichen Medien wie der bewährten Einheitsagentur DPA zuwenden, weil sie gar nicht mehr wissen wollen, was wirklich los ist in der Welt.

Der Weg bis dahin aber ist nicht nur mühsam und lang, sondern auch “steinig und schwer” (Xavier Naidoo). Große Sorgen plagen Verleger wie Hubert Burda, aber neuerdings auch die Mitarbeiter der Journalistengewerkschaft DJV: Dank Google erst werden Internetseiten von Medienhäusern im Netz gefunden, leider aber verdient Google an der Suche mehr als die Zeitungen am gefunden werden.

Hubert Burda, ein von Sorgen ausgemergelter Kämpfer für die Pressefreiheit, regte als erster an, dass der Gesetzgeber Google zwingen müsse, künftig einen Obolus dafür zu bezahlen, dass es Leser auf die Seiten der Zeitungen und Fensehsender lenkt. Dem schloss sich jetzt die Journalistengewerkschaft an. “Vor dem Hintergrund der wachsenden Meinungsmacht von Google“, die offenbar daraus besteht, dass die Firma die Meinungsvielfalt auf seiner Google-News-Seite abbildet, seien “gesetzliche Regelungen dringend nötig”, fordert der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Pressefreiheit könne nur durch drastische Regulierung gewahrt werden: “Der Gesetzgeber muss der Gratis-Kultur des Internets zu Gunsten der Urheber einen wirksamen Riegel vorschieben”, schlägt der Verbandsvorsitzende vor, “und andererseits die Befugnisse des Bundeskartellamtes so ausweiten, dass die Behörde Meinungsmonopole im Internet verhindern kann.”

Betroffen wären davon vor allem die einzig wahre deutsche Staatsagentur DPA, deren Mitteilungen von 99 Prozent aller Internetportale überwiegend unbearbeitet übernommen werden. DPA aber meint Konken nicht: Google “verharmlose sein wachsendes Monopol in den Medienmärkten”, kritisierte Konken, ohne zu erklären, wie ein “Monopol”, griechisch aus “Allein” und “verkaufen”, “wachsen” kann: Mehr als allein gab es vor der – natürlich von DPA verbreiteten -DJV-Pressemitteilung nicht.

Statt vorzuschlagen, dass ja nun alle Pressehäuser, die ihre Werbeeinnahmen nicht mit Google teilen wollen, ihre Seiten einfach aus der Suche nehmen lassen, schreit der DJV nach dem Staat. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Urheber ohne Zustimmung ihre Werke Google zu dessen kommerziellen Zwecken überließen, flunkert der Gewerkschafter, der entweder nicht weiß, dass Google nur findet, was ihm zum Finden geboten wird. Oder schlicht lügt.

Jetzt bildet sich jedenfalls ein Anti-Google-Monopol aus Verlegern und Gewerkschaftern.

“Ein wirksames Vorgehen gegenüber Google setzt voraus, dass Verleger und Gewerkschaften an einem Strang ziehen”, glaubt auch Konken. Nächster Schritt dann: Hersteller von Navigationsgeräten müssen an Tankstellenbetreiber, Ladeninhaber und Autobahnmeistereien dafür bezahlen, dass sie den Weg zu ihnen weisen. Fernsehzeitungen werden beauflagt, ihre aus der Werbung rund um die Programmhinweise generierten Einnahmen mit den TV-Sendern zu teilen.

Quelle: politplatschquatsch.com

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  1. Hinzu kommt, dass die Zeitungsverleger auf EU – Ebene aktiv werden. Ziemlich
    aktiv betrieben wird dies von den Deutschen.
    Hier, nur so zum Reingucken, die Seite des BDZV, die ja auch recht aufschlussreich
    ist:
    http://www.bdzv.de/

    Hier ein Artikel zu diesen Bestrebungen in England:
    http://www.theregister.co.uk/2009/07/15/online_newspaper_publisher_protection/

    hier ein weiterer Artikel, aus dem hervorgeht, das es vornehmlich die Deutschen
    waren und sind als Betreiber:
    http://www.theregister.co.uk/2009/07/15/online_newspaper_publisher_protection/

    Gavin O’Reilly ist Vorsitzender der WAN wie auch Chef “Independent
    News and Media”, einem irish beheimateten Verlag mit weltweiten Beteiligungen.
    IN & M ist in ziemlichen finanziellen Problemen, ziemlich akut, (dies nur so zu einem ganzen
    Bild):
    http://business.timesonline.co.uk/tol/business/industry_sectors/media/article6652712.ece

    Etwas das sonst nicht erwaehnt wird ist die zunehmende Verdrossenheit
    von “business”, gross wie klein, mit den Medien. Weil ja u.a. die Medien die
    Firmen und Geschaefte gleichsam zwingen wollen so zu werben wie die Medien
    es wollen (und nicht die Konsumenten und die Werber selber auch nicht).
    Zudem disqualifizieren sie die Medien zunehmend insgesamt als Werbetraeger,
    das Gesamterlebnis “Medium”, mit aller Meinungsmacher usw. wurde ja
    fuer die Konsumenten immer nerviger, stressiger. Usw. .
    Ob da so eine Herrschaft der Medien, angefuehrt von den Deutschen, so einfach
    durchgeht ist ein echt offenes Experiment mit ungewissem Ausgang.