Schweinegrippe-Panik und Tamiflu-Schwindel Teil II

Tamiflu – Promotion auf allen Ebenen Wenn Panikstimmung erzeugt wird, fragt sich immer, wem die allgemeine Aufregung nutzt. Meist findet man dann auch den Urheber der Geschichte. Und wer anders kommt vorliegend in Betracht als der Retter aus aller Not: das Grippemittel Tamiflu des Pharmaherstellers Roche aus der Schweiz. Genau

tami.jpgTamiflu – Promotion auf allen Ebenen

Wenn Panikstimmung erzeugt wird, fragt sich immer, wem die allgemeine Aufregung nutzt. Meist findet man dann auch den Urheber der Geschichte. Und wer anders kommt vorliegend in Betracht als der Retter aus aller Not: das Grippemittel Tamiflu des Pharmaherstellers Roche aus der Schweiz. Genau genommen sind es zwei Wirkstoffe und auch zwei arzneiliche Handelsprodukte, die helfen sollen:

Zanamivir/Relenza ®, ein etwas unpraktisch einzunehmendes Inhalationspulver und eben

Oseltamivir/Tamiflu®, vorwiegend in Tablettenform.

Beide kosten für eine fünftägige Behandlung (zehn Stück) in der Apotheke 33,36 Euro. Ganz schön teuer!

Die Produkte bekämpfen aber leider gar nicht die Grippe, sie verkürzen nur ihren Verlauf um durchschnittlich einen ganzen Tag. Mehr dazu weiter unten. Diese Verkürzung der Leidenszeit sollte aber auch epidemiologisch von Wert sein. Angeblich kann so der schnellen Ausbreitung entgegen gewirkt werden.

Wie bereits in Teil I ausgeführt, ist die Schweinegrippe aber bereits so schnell unterwegs, dass es gar nicht möglich ist, mit einem solchen Mittel, das nur die Dauer der Erkrankung um einen Tag verkürzt, aufzuhalten. 1993 entdeckte der Österreicher Norbert Bischofsberger, der in die USA gezogen war, als Mitarbeiter des amerikanischen Pharmakonzerns Gilead den Wirkstoff Oseltamivir. Dass das mal ein Verkaufsschlager werden würde, ahnte Gilead damals nicht, denn er verkaufte die Rechte daran an Roche. Vorstand von Gilead und Großaktionär von 1988 bis 2001 war Donald Rumsfeld, der unter  Ford früher Verteidigungsminister der USA war und es später bei George W. Bush wieder wurde. Als er Chancen sah, Tamiflu durch die Befürchtung einer Grippe-Pandemie kräftig zu pushen, verklagte er Roche und schaffte es mit der massiven Schhützenhilfe von Bush, dass Roche Gilead nachließ, auch selbst produzieren und verkaufen zu lassen. Bald danach verkaufte Rumsfeld ein Aktienpaket für fünf Millionen Dollar. Ende 2004 hielt Rumsfeld Gilead-Aktien im Gesamtwert von 25 Millionen US-Dollar. Dieses Aktienpaket ist seither durch den steigenden Aktienkurs auf einen Gesamtwert von 50 Millionen US-Dollar angewachsen.

Die Panikmache und der politische Einfluss sorgten dafür, dass sich heute weltweit fast alle Länder mit Riesenvorräten an Tamiflu eingedeckt haben. Dieses Medikament, das nur einen ganz geringen Einfluss auf den Krankheitsverlauf nimmt, ist so zu einem der größten Renner der Pharmageschichte geworden. Selbst Viagra hat es den Rang abgelaufen. Die Gewinnmöglichkeiten mit Tamiflu – und mit nachgemachten Produkten – sind so verlockend, dass sogar SPAM-Mails, die für Tamiflu werben, inzwischen mehr vorkommen als die Viagra-SPAM-Mails.

Bekannte schädliche Nebenwirkungen von Tamiflu

Seit langem ist bekannt, dass Tamiflu gravierende schädliche Nebenwirkungen hat. Wie kann das auch anders sein, wo bekannt ist, dass dieses Arzneimittel erhebliche Zusätze von Aluminium und Quecksilber aufweist, die beide als neurotoxisch bekannt sind!

Unser Patentrecht macht es ja leider möglich, dass Erfinder berechtigt sind, Informationen über schädliche Bestandteile in Arzneimitteln, die zur Wirksamkeitsformel gehören, vor den verschreibenden Ärzten und den Patienen verborgen zu halten. Erinnern Sie sich an die Ausführungen in Teil I über die toxischen Zusätze in Impffstoffen!

Eine Reihe von Nebenwirkungen sind weltweit bekannt und werden nicht in Frage gestellt. Gastrointestinale Beschwerden sind laut Fachinformation des Herstellers die häufigsten unerwünschten Wirkungen. So treten unter Oseltamivir Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Diarrhö bei bis zu zehn Prozent der Behandelten auf. Weiterhin typisch sind Kopfschmerzen, Leberfunktionsstörungen einschließlich Hepatitis sowie schwere Hautreaktionen, zum Beispiel Stevens-Johnson-Syndrom, werden als selten beschrieben.

Es sind inzwischen aber ganz andere Risiken, die bei Tamiflu und Relenza zu beachten sind. Sehr schön zusammengefasst ist das in einem Kommentar des Imedo-blogs:

Warnungen für Grippemittel Tamiflu und Relenza!

Hallo Leute!

Hab mal wieder ne Info über inzwischen als gefährlich eingestufte Medikamente gefunden – vielleicht interessierts ja jemanden:

Die Grippemedikamente Tamiflu (Roche) und Relenza (GlaxoSmithKline ) sollen strengere Warnhinweise bekommen, so ein pädiatrisches Gutachterkomittee in den USA. Tamiflu hatte bei Kindern und Jugendlichen psychische Probleme sowie starke Verwirrungszustände ausgelöst. Bereits seit zwei Jahren wird die Sicherheit des Influenzamittels von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA beobachtet.

Fast 600 Berichte psychischer Probleme habe es im Zusammenhang mit Tamiflu gegeben, berichtet die FDA, drei Viertel davon in Japan. Fünf Kinder seien gestorben, weil sie aufgrund der Verwirrung aus dem Fenster oder vom Balkon gefallen waren oder in den Verkehr gelaufen waren. Alle Berater waren sich einig, dass es stärkere Warnungen für die Neuraminidase-Hemmer geben muss. Nach den neuen Vorgaben soll der Beipackzettel von Tamiflu den Hinweis auf Todesfälle enthalten. Bislang sei bereits angegeben, dass es während der Einnahme zu Delirium und Selbstverletzungen kommen kann.

Relenza bekommt den Zusatz, dass während der Behandlung zu Halluzinationen und Delirien auftreten können. Die FDA ist nun für die Umsetzung dieser Vorgaben verantwortlich. Eine Sprecherin von GlaxoSmithKline sagte, dass bei Relenza keine Todesfälle bekannt sind. Es seien lediglich psychische Störungen gemeldet worden. Ob die Arzneimittel auch in Europa mit zusätzlichen Warnhinweisen versehen werden, stehe bislang noch nicht fest, eine Entscheidung der europäischen Arzneimittelagentur EMEA stehe noch aus.

Gott sei Dank noch schniefnasenfreie Grüße von der Gänseblümin.

In Japan, wo Tamiflu noch weit häufiger verschrieben worden war als selbst in den USA häuften sich die Studien, die belegen, dass die Einnahme von Tamiflu und Relenza zu Verwirrungszuständen und zum Suizid führten. Auch in Japan war es nicht leicht, deswegen Warnhinweise auf die Beipackzettel zu erzwingen. Der Vorsitzende der zuständigen Kommission räumte aber ein, dass er von einem japanischen Tamiflu-Importeur rd. 58.000 Euro erhalten gehabt hätte. Inzwischen veröffentlicht die Behörde:

  1. Die Behandlung der Influenza mit dem Neuraminasehemmer Oseltamivir (TAMIFLU) birgt unkalkulierbare Rissiken einschließlich selbtgefährdender Verhaltensstörungen.
  2. Angesichts des marginalen Nutzens bei gesunden Kindern und Erwachsenen  …raten wir von Oseltamivir…ab.

Unbeschadet dieser Warnhinweise erklärte das japanische Gesundheitsministerium, dass es keinen direkten Beweis für diese Tamiflu-Wirkungen gäbe. Daran hielten sich dann auch die amerikanischen und in deren gefolge die europäischen Stellen, so dass diese Hinweise bei uns nicht eingeführt wurden.

Aber wer muss da eigentlich was beweisen?

Absehbare schwere Zellschäden durch Neuramidasehemmer

Der öffentliche Umgang mit Arzneimitteln krankt daran, dass der Öffentlichkeit kaum Gelegenheit gegeben wird, zu verstehen, warum die im Spiel befindlichen Substanzen welche Wirkungen auslösen. Da wird dann breit über einen Handelsnamen – Tamiflu – gesprochen und eimen Wirkstoff  - Oseltamivir – und villeicht erfährt man auch, dass es sich um einen Neuramidasehmmer handeln soll.

Was sind denn die Neuramidasen, die da gehemmt werden? Neuramidasen, auch Sialidasen genannt, sind eine Familie von Enzymen, also eine Art Katalysatoren, die die Sialinsäure, die sich auf Glykoproteinen befinden, von diesen abspalten und damit die Glykoproteine erst verdaubar machen. Die Neuraminidasen sind im Leben unser Billionen oder Trillionen von Körperzellen unverzichtbar (je nach Betrachtungsweisesind die Mitochondrien innerhalb der eigentlichen Körperzellen auch selbständige Zellen). Sie kommen auch vor in den diversen Zellmembranen der Körperzellen selbst und der vielen in ihr aktiven Organellen. Ohne sie können in der Zelle die Aminoglykoproteine und die Mebran-Ganglioside nicht abgebaut werden. Dies führt dann zu einem überhöhten Gehalt dieser Substanzen, was sich in Blut und Urin nachweisen lässt.

Warum nur dann setzt man die chemischen Substanzen ein, um diesen Prozess zu hemmen? Schadet das nicht den körpereigenen Zellen? Bestimmt tut es das. Dieser Frage geht aber keiner der Experten nach, so dass es dafür auch keine konkreten Nachweise gibt. Nur die Funktion ist bekannt und der Schaden ist auf dem Papier zu greifen. Ach so, warum man das macht? Weil die Viren  a u c h  Neuramidasen haben, mit denen sie die Sialinsäure von den spitz aus den Wirtszellen ragenden Glycoproteinen abspalten und sich nach der Vervielfältigung aus der infizierten Zelle befreien.

Kennt man diese Zusammenhänge, versteht man auch, dass Tamiflu und Relenza nicht die Grippe selbst beseitigen, sondern im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten nur ihre Ausbreitung etwas hemmen.

Die Kunst der Pharamkologie besteht darin, mit Toxinen Wirkungen auf störende Faktoren auszuüben und zu hoffen, dass die Toxine nicht mehr schaden als nutzen. Ob das im Ergebnis gelingt, kann man meist erst sagen, wenn das Publikum in millionenfacher Anwendung zeigt, dass man Glück hatte. Contergan war einer der ersten ganz großen Beispielsfälle, wo der Nutzen gering und der Schaden immens war. Wer weiß, wann man das auch von Tamiflu sagen wird?!

Eine Erklärung für die psychischen Störungen: Serotoninmangel

Ob die in Japan überzeugend geschilderten psychischen Störungen nach der Einnahme von Tamiflu und Relanza direkt mit der chemischen Wirkung der Neuramidasehemmer zu tun haben, ist nicht einmal zu erahnen. In dieser Richtung findet man einfach keine Hinweise auf einen Wirkzusammenhang. Die Tatsache aber, dass Jugendliche sich einfach in den Tod gestürzt haben, legt die Vermutung nahe, dass die Medikamente auf die eine oder andere Weise zu einer Unterversorgung mit dem Schlüsselhormon Serotonin geführt haben. Serotonin ist bekanntlich  d a s  Suizidkontrollhormon. Wer sich ein wenig auskennt, weiß vom Nord-Südgefälle beim Suizid. Sonnenlicht locht zerebrales Serotonin in seiner Funktion als Wachkontrollhormon. Daher leiden die Norlichter mehr unter seinem Mangel als die besser aufgegelten Mediterranier. Wem das Wohlfühlhormon Serotonin fehlt, wer nicht mit diesem Besonnenheitshormon Stresskaskaden durch die Aggressionshormone Adrenalin und Cortisol beenden kann, wer seiner Depressionen mangels Serotonin nicht Herr werden kann, kann auch aufsteigende Suizidtendenzen nicht abwehren.

Es sind zwei Momente, die annehmen lassen, dass die Neuramiasehemmer den zerebralen Serotoninhaushalt schwer beschädigen. Zum einen sind es die häufigen Darmprobleme, die die Verstoffwechslung der Bausteine von Serotonin verhindern, also von L-Tryptophan, Folsäure, Vitamin C, Vitamine B1, B6 und B 12, die Minerale und Spurenelemente Calzium, Magnesium, Mangan und Zink und auch die essenziellen Omega-3 – und Omega-6-Fettsäuren. Zum anderen machen auch geringe Mengen an toxischen Metallen wie Quecksilber und Aluminium kurzen Prozess mit den genannten Vitaminen. Es ist natürlich kein Wunder, dass ich als inzwischen langjähriger Serotoninforscher auch hier die kausale Beteiligung dieses Schlüsselhormons bzw. seines Mangels erkenne. Dem Zimmermann wird ja leicht jedes Problem zum Nagel. Andererseits hat die Verfügung über das zerebrale Serotonin eineso große Bedeutung bei praktisch allen Lebensvorgängen in Körper, Geist und Gemüt, das sein Generalangriff auf alle Körperzellen, wie ihn die umfassende Hemmung der Funktion der Neuraminidasen darstellt, zwangsläufig auch in seine Kreise hineinpfuscht. Mein Rat ist daher der, dass die Menschen, die unbedingt das fast nutzlose Tamiflu ennehmen wollen, parallel ihren zerebralen Serotoninhaushalt verbessern.

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Kommentare

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  1. It sounds good – aber bringt uns nicht weiter. Die WHO hat Tamiflu empfohlen, nicht die Pharmaunternehmen.
    Der Grund: es ist das einzige Medikament, was eben wg. der Neuraminidase-Hemmer die Auswirkungen der Mexiko-Grippe als tödliche Erkankung verhindern hilft/helfen soll. (Weiß nicht ob Relenza auch empfohlen wurde.)
    Wg. den Nebenwirkungen: Tamiflu ist eines der wenigen Arzneimittel welches die Behörden ab dem 1. Lebensjahr zugelassen haben. Kinderzulassungen sind selten.
    Und: Was wäre aber, wenn es momentan nicht die 2 Medikamente gäbe?
    Das Pharmaunternehmen hat der WHO soviele Päckchen kolo gegeben, dass sog. entstehende regionale Keime (Epidemien) versorgt werden können.
    Doch sei schon angemerkt: die Meldung an die WHO ist freiwillig, die Touristensaison am Laufen – warum sollte bsp.weise die Türkei nun Fälle melden?
    Mag sein, dass das Virus wie ein normale jedoch z.Zt, harmlose Grippe sich verhält. Aber Stichwort Mutation: in der Südhälfte des Kontinents beginnt nun der Winter…
    Den Viren ist es egal, wenn sich sich verändern. Und dann gar nix mehr hilft. Wie gut das wir hier Gilead haben.

    Danke f. d. Hinweis mit Rumsfeld/Gilead…