Die Daily Soap für Männer

Verzweifeln Sie auch bei der täglichen Dosis “Gute Zeiten, Schlechte Zeiten” Ihrer Freundin? Keine Sorge, die geschundenen Seelen des starken Geschlechts können endlich mit einem Mix aus Sex, Lügen, Intrigen und Rache zurückschlagen – dem Wrestling. Es kracht, es dröhnt, das Publikum bejubelt die Fanlieblinge (engl. “faces”) und buht und

Verzweifeln Sie auch bei der täglichen Dosis “Gute Zeiten, Schlechte Zeiten” Ihrer Freundin? Keine Sorge, die geschundenen Seelen des starken Geschlechts können endlich mit einem Mix aus Sex, Lügen, Intrigen und Rache zurückschlagen – dem Wrestling.

Es kracht, es dröhnt, das Publikum bejubelt die Fanlieblinge (engl. “faces”) und buht und pfeift die Wrestler aus, die einen bösen Charakter (engl. “heels”) verkörpern. Das ist Alltag bei einer Show von World Wrestling Entertainment (WWE), dem größten Wrestling-Unternehmen der Welt, das mit seinen Events namens Wrestlemania und Summerslam in den bekanntesten Arenen wie dem Madison Square Garden in New York gastiert. Aber was macht die Faszination Wrestling aus?

Kämpfe + Show + Freaks = Wrestling

Wrestling hat wenig mit dem olympischen Ringen zu tun. Es ist vielmehr eine Mischung aus Entertainment, Show und Sport. Die Kämpfe im Seilgeviert sind “gescripted”, das heißt der Verlauf bzw. das Ende ist den Wrestlern schon vor den Auseinandersetzungen bekannt, allerdings sind die Moves und Aktionen der Akteure im Ring real und können nur durch jahrelanges Training verletzungsfrei überstanden werden.

Neben der Action im Ring sind es vor allem die wahnwitzigen Storylines um die einzelnen Wrestler, die die Fans in ihren Bann ziehen. Wenn sich also solch illustre Charaktere wie Triple H und der Legend Killer Randy Orton wegen verletzter Familienehre gegenseitig die Rübe einschlagen oder der Undertaker (zu Deutsch: Totengräber) wieder von den Toten zurückkehrt, wird jedem Wrestlingfan warm ums Herz und ein Außenstehender fühlt sich wie bei einer Freakshow.

Die WWE erobert Deutschland

In den 80iger Jahren begann der Erfolgszug des Pro Wrestling in den Vereinigten Staaten, und seit der Jahrtausendwende versucht die WWE auch auf der anderen Seite des großen Teichs mit groß angekündigten Europa-Tourneen Fuß zu fassen. Gerade bei den beiden größten europäischen Absatzmärkten Deutschland und Großbritannien gelingt dieses Vorhaben eindrucksvoll.

Die Übertragung der wöchentlichen Shows sowie der monatlichen Pay-Par-Views durch das Deutsche Sportfernsehen (DSF) und Premiere tragen ihren Teil zur gestiegenen Beliebtheit in Deutschland bei. “Smackdown erreicht regelmäßig rund 300.000 Zuschauer, wodurch Wrestling zu den Quotenrennern auf unserem Sender zählt”, bestätigte das DSF auf Nachfrage den Popularitätsschub.

Mainstream ist NOCH wrestlingfreie Zone

Trotz des größeren Interesses ist Wrestling weiterhin eine Randsportart, die in Europa noch weit davon entfernt ist, im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen. Wolfgang Stach, deutscher Wrestling-Kommentator und Gründer des Szenemagazins Power Wrestling, kritisierte dabei im Gespräch mit “Spiegel Online” vor allem das negative Image der Prügel-Orgie in den Medien: “Wrestling wird in Deutschland von vielen Personen, vielleicht sogar den meisten, als dumpfes Gekloppe irgendwelcher hirnloser Muskelprotze wahrgenommen”, klagte Stach. Dabei sollte man laut Stach Wrestling nicht vordergründig als Sport ansehen: “Es ist eine Mischung aus Sport und Unterhaltung und letztendlich nichts anderes als eine Soap Opera wie Dallas oder Denver Clan”, erklärte er.

Steroidenmissbrauch und die Benoit-Tragödie

Die WWE hat jedoch seit geraumer Zeit mit anhaltenden negativen Schlagzeilen zu kämpfen. Ihren traurigen Höhepunkt erreichte dieses Medienecho im Juni 2007, als der kanadische Wrestler Chris Benoit seine Ehefrau sowie seine beiden Kinder umbrachte, bevor er im Alter von 40 Jahren Selbstmord beging. Der Wrestlingstar war stark abhängig von Schmerzmitteln und bei der Autopsie wurde festgestellt, dass sein Gehirn zum Zeitpunkt des Todes dem eines 85-jährigen Alzheimer-Patienten glich. Dieser Zustand war das Resultat von jahrelangen chronischen Gehirnerschütterungen, die er im Ring erlitten hat.

Um weitere Unglücke dieser Art zu vermeiden, vergrößerte der amerikanische Senat daraufhin den Druck auf die WWE im Hinblick auf den Drogen- und Steroidenmissbrauch. Unter diesen Umständen bleibt abzuwarten, ob die WWE weiter auf ihrer Erfolgswelle schwimmen kann oder Schiffbruch vermelden muss. Vor allem die Männer in den deutschen Haushalten werden auf ein Happy End hoffen, angesichts der drohenden GZSZ-Übermacht am Horizont.

Kommentare

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  1. Wer Öffentlich rechtliches Fernsehen und Privatsender, Ausnahme sind noch Arte und einige der südlichen Dritten, anschaut ist selber schuld.

    Fernsehen wird gemacht für die Einfältigen und leicht beeinflussbaren unkritischen Seelen unserer Zeit. Ich glaube aber das war schon immer so. Auffällig ist die starke feministische Ausrichtung. Heisst das FRAUEN SIND LEICHTER manipulierbar? Wer sich manche ( oder die meisten) der Werbungsendungen anschaut findet diese These bestätigt.

    Die Öffentlich rechtlichen verprassen jährlich ca. 8 Milliarden Euro, via GEZ Zwangsbesteuerung. Merkel meidet wie die Teufelin das Weihwasser die Abschaffung der GEZ. Warum? ARD und das Z weite D eutsches Z icken Fernsehen wären in wenigen Monaten pleite!