Eine richtig tolle Idee hatten sie bei Netzpolitik.org: Die Leser wurden aufgefordert, ein Wahlplakat von Bundessicherheitsminister Wolfgang Schäuble zu remixen, also mit eigenen Slogans zu verzieren. Die Ergebnisse sind überwiegend originell und um ein Vielfaches politischer als die Vorlage – allerdings wahrscheinlich nicht mehr lange zu sehen.
Die Fotografin, die Schäuble für das Original-CDU-Plakat beim Lesen eines Internet-Ausdrucks geknipst hatte, droht netzpolitik.org derzeit mit rechtlichen Konsequenzen, weil sie durch die Remix-Varianten des Plakats ihre Urheberechte verletzt sieht.
Spannend ist die Frage, ob die durch neu aufgestellte Slogans mehr verletzt werden können als durch den von der CDU ausgewählten Plakatspruch – auch den dürfte die Fotografin eher nicht letztinstanzlich abgenickt haben, sowenig wie sie nun die Remixe abnicken kann. Das Foto an sich wird durch die Neuinterpretation überhaupt nicht verändert, jedenfalls nicht mehr verändert als durch die einverständliche Nutzung des Bildes in der CDU-Kampagne.
Quelle: politplatschquatsch.com
Die Fotografin dürfte die letzte sein, die sich mit ihrem Getöse einen Gefallen tut. Lieber sollte sie ihre PR-Berater wechseln oder sich mal endlich welche leisten. Was besseres hätte ihr nicht passieren können als so viel Aufmerksamkeit zu erhalten. Doch mit ihrer Kritik macht sie den Image-Gewinn wieder zunichte.
Hans Kolpak
bloggt mit Links alles, was recht ist
und kommentiert zu recht Alles, was link ist.