Am Strand
Am Strand dort liegt die Löwin,
Ihr Katzenfell verdeckt
Nah an der Schmerzensgrenze,
Was nach Verheißung schmeckt. -
.
Versprochen ist versprochen,
So denke ich bei mir,
Ich geh auf die Terrasse
Und trinke kühles Bier.
Klaus Grunenberg
Kritik
Theodor Storm lässt grüßen (“Ans Haff nun fliegt die Möwe”) und doch ist dies hier ein ironisches Bild, ein Blick hinter die Kulisse des Urlaubs am Strand entstanden.
Liegende Leiber in der Sonne, der Versenkung hingegeben, den Blicken freiwillig oft und freizügig ausgesetzt, ganz gleich ob Alt oder Jung, dick oder dünn. Und oftmals ins Gespräch vertieft diese Schönen und minder Schönen beiderlei Geschlechts. Wer wagt schon zu entscheiden, den Preis der Schönheit auszuteilen, wer ist heute gerne Paris?
Man denkt unwillkürlich an Italien und irgendwie wird uns der dortige Präsident auf einmal sehr nahe gebracht in einer Art, wie es dort nur möglich scheint und uns immer wieder hinzieht in diesen Teil des Abendlandes, wo öffentlich und oftmals paradiesisch das Leben pulsiert.
Der Dichter hat genau hingeschaut wie es scheint, sich aber doch für versprochene Treue und kühles Bier entschieden.
Wir wollen es glauben.
Ed Moercke
Er trinkt kühles Bier, heißt es zum Schluss des Gedichtes. Ja, so sind sie, die Deutschen, immer noch tugendsam und die Treue hat bei ihnen eben noch Geltung. Spitze!
Mark Beil-Ritzi
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Photo Quelle/Copyright: Jenzig71, via pixelio.de
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