Geschichtsklitterung: Merkel Mitglied der „DDR-Opposition Demokratischer Aufbruch?“

ZDF-Heute-Nachrichten 19.00 Uhr am 19.8.2009. Ich glaube, ich höre nicht richtig. Da berichtet der Nachrichtensprecher über die Öffnung des Eisernen Vorhangs zwischen Ungarn und  Österreich und dem freien Durchlass von Hunderten von DDR-Bürgern in den Westen. Merkel ist ja zum 20-jährigen Jubiläum zum historischen Ort gefahren und hat tatsächlich den

ZDF-Heute-Nachrichten 19.00 Uhr am 19.8.2009. Ich glaube, ich höre nicht richtig. Da berichtet der Nachrichtensprecher über die Öffnung des Eisernen Vorhangs zwischen Ungarn und  Österreich und dem freien Durchlass von Hunderten von DDR-Bürgern in den Westen. Merkel ist ja zum 20-jährigen Jubiläum zum historischen Ort gefahren und hat tatsächlich den Ungarn gedankt.

Und da sagt der Nachrichtensprecher:

“Das war damals, als Kanzlerin Merkel noch im ‘Demokratischen Aufbruch’ Mitglied der DDR-Opposition war.”

Nach der Wende gründete der Stasi-Spizel und spätere Rechtsanwalt Wolfgang Schnur, der wegen Taten gegen die Menschlichkeit später vom BGH zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, den später dank Kohl mit der CDU verschmolzenen “Demokratischen Aufbruch” in den er und seine Seilschaft Merkel einbezog und von wo aus sie durch Vermittlung des vormaligen Stasi-Mitarbeiters, des DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziere “Kohls Mädchen” und Umweltministerin (man denke an Asse!) wurde.

Aber bis zum Fall der Mauer am 9.11.1989 war Merkel Kaderleiterin der FDJ und hielt dem Sohn des Systemkritkers Robert Havemanns in einem Gespräch vor, dass der Kapitalismus auch in einer Kombination mit dem historischen Sozialismus keine Alternative zur reinen kommunistischen Lehre sein könne.

Merkel war mit ihrer Familie und allen ihren persönlichen Kontakten tief verwurzelt in einem krassen Stasi-Umfeld. Leider ist ihre Akte weg wie auch das Foto, das sie mit ihr unterstellten FDJlern vor Robert Havemanns Haus zeigt, dessen Hausarrest sie dort persönlich überwachte.

Gemunkelt wird, dass sie Zugang zu ihrer Akte hatte und sie persönlich wegschaffte.

Gemunkelt wird auch, dass sie selbst das Bild, das sie vor Havemanns Haus zeigt, das allerdings zuvor viele gesehen haben, hat wegschaffen lassen.

Ob Merkel irgendwelche fachlichen Qualtäten für ihren heutigen Job mitbringt, ist heftig umstritten. Sicher ist, dass sie die Stasi-Machtspielchen tief verinnerlicht hat und auch heute noch beherrscht und praktiziert. In den Großmächtigen in Deutschland und den USA hat diese frühere glühende Anhängerin des Kommunismus und heutige Pragmatikerin die Helfer gefunden, die ihr eine allzeit gnädige Presse und öffentlich-rechtlichen Medien bescheren. Mit Demokratie und Geltung des Rechts hat das nichts mehr zu tun. Und dass jeder soziale Impetus in unserem Lande weg ist, hat sie zusammen mit Schröder eigefädelt und in der Großen Koalition vertieft. Sie bleibt im Amt solange sie der Lobby dienstbar bleibt.

Das wird sie so schnell nicht ändern. Schließlich weiß sie aus DDR-Zeiten, dass es für den Erhalt der Macht nicht auf richtig und falsch ankommt, solange man die “Dibbel-Dabbel-Dour” nur richtig beherrscht.

Vgl. zu Schnur: http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Schnur

Vgl.zu Merkel:  https://www.readers-edition.de/2008/06/05/merkels-stasi-umfeld

Solch ein Ausrutscher im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, der Merkel ganz beiläufig in eine Oppositionsrolle zum Unrechtsregime der DDR und zum Kommunismus “pur” rücken soll  – noch dazu direkt vor der anstehenden Bundestagswahl – ist doch weder eine Unwissenheit, eine Dummheit noch ein Zufall!

Was da im ZDF passiert ist, ist gezielte Geschichtsklitterung im Stil des Dritten Reiches, der Siegermächte der beiden Weltkriege und der heutigen Weltpolizei USA.

Kommentare

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  1. Welche Erleichterung! In den nachfolgenden heutigen Nachrichtensendungen wurde die ungeheuerliche Behauptung, dass Merkel Oppositionelle in der DDR gewesen wäre,
    glücklicherweise nicht mehr erwähnt. Aber es heißt ja: Wehret den Anfängen! Dass solche eine Dreistigkeit überhaupt einmal aufgeflackert ist, zeigt, wohin der Weg gehen soll.