Gruppe SPD: Vom 19. November bis 2. Dezember kann sich jeder Bayer, der das Volksbegehren zu echtem Nichtraucherschutz unterstützen will in die Listen an der Gemeinde eintragen. Mehr als 900.000 Menschen sind hierzu nötig. Die VZ-Nutzer diskutieren diesen neuerlichen Vorstoß.
Die Kommentatoren scheinen sich weitestgehend einig. Patrick sagt: “Ich wünsche dem Volksbegehren alles Gute. Es wäre ein gewaltiger Schritt nach vorne.” Frederik sieht das ähnlich und schreibt: “Rauchen tötet – auch Nicht-Raucher. Daher wünsche ich, dass das Rauchverbot über den Volksentscheid kommt.”
Marius hingegen ist der Auffassung: “Das Thema regt mich irgendwie auf, ist doch okay wie es ist, muss das wirklich ständig in die Medien.
In Kneipen darf nicht geraucht werden, außer es gibt Nichtraucher und Raucher Bereiche oder es ist eine Raucherkneipe.” Woraufhin Patrick einwedet: “Diese dämlichen Ausnahmen bestrafen aber die Gastronomen, die sich dran halten, und unterminieren das Rauchverbot somit. Da facto gibt es das garnicht.” Das Argument, dass sich jeder Wirt aussuchen könne, was für eine Bar er hat, lässt er nicht gelten und fügt hinzu: “Ja, aber die Wahl ist keine. In allen Ländern in denen das Rauchverbot eingeführt wurde, sind erstmal die Umsätze gesunken. Logisch, denn die Gastronomie ist ‘Raucherdominiert’. Das heißt da sind vornehmlich Raucher, weil viele Nichtraucher halt zuhause bleiben. Bis sich das ‘umgestellt’ hat und bis die schmollenden Raucher zurückkommen, dauert es seine Zeit, und dann ist alles wieder beim alten. Aber wenn man diese Ausnahmeregeln macht, dass wird sich das nie ‘normalisieren’. Weil kein Wirt einen Wettbewerbsnachteil eingehen will in dieser Übergangszeit udnd eswegen passiert genau das, was gerade passiert: Es gibt de facto keine Rauchfreien Kneipen.
Jeder Experte gibt dir das schwarz auf weiß: Da braucht es ein kategorisches Verbot, wenn das funktionieren soll, oder das hebelt sich selbst aus.”
“Logisch, denn die Gastronomie ist ‘Raucherdominiert’”
Richtig, was aber erstens heißt das massenweise Umsätze verlorengehen die von NR stammen, und zweitens kann ja auch eine rauchfreie Gastronomie weiterhin “raucherdominiert” sein, denn es wird ja kein Raucher gezwungen aus einer rauchfreien Kneipe fern zu bleiben.
Abgesehen davon: dort wo ein Rauchverbot gilt, sind die Kneipen voll, und der Raucheranteil liegt unter 10%, und die Wirte leben bestens davon.