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Politik + Wissenschaft + Klimawandel

Öldorado: Das Kopenhagener Dilemma

Sonntag, den 23. August 2009 um 20:47 Uhr von Peter Heller

Derzeit wird die UN Klimawandel-Konferenz in Kopenhagen, die “Weltklimakonferenz”, vorbereitet. Hier soll zwischen dem 7. und 12. Dezember dieses Jahres ein globales Nachfolge-Abkommen zu Kyoto verhandelt und beschlossen werden. Das Ziel ist die Eindämmung so genannter “Treibhausgas-Emissionen”, insbesondere solcher in Form von Kohlendioxid. Kohlendioxid, das anthropogen vor allem bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Erdöl, Kohle und Erdgas entsteht.

Die Begleitmusik zu diesen Vorbereitungen spielt das übliche mediale Gewitter von Berichten über besonders schlechtes Wetter – wahlweise zu heiß oder zu kalt, zu feucht oder zu trocken, zu windig oder zu windstill. Schlechtes Wetter, dessen Ursachen seit einigen Jahren eben nicht mehr der Zufall, das regionale Zusammenwirken von Strömung und Luftdruck oder auch diverse Wettergottheiten sind, sondern das sich allein und ausschließlich auf den Menschen und seine Emissionen zurückführen lässt. Die üblichen Verdächtigen, also schlicht vom Medieninteresse korrumpierte und/oder überforderte Klimaforscher, beeilen sich auch gleich, diese Interpretation mit falschen oder trickreich verfälschten statistischen Daten zu untermauern.

Parallel zu diesem Aspekt der Wirklichkeit hat die Exxon Mobil Corporation ihren Jahresbericht “Öldorado 2009” veröffentlicht. Die mediale Berichterstattung hierüber geht gegen Null. Dabei legt das Dokument auf lediglich zwölf äußerst informativen Seiten dar, warum Kopenhagen, gleich welche Vereinbarung nun herauskommen wird, scheitern muss.

Aber der Reihe nach.

Auf der einen Seite steht eines der wertvollsten, wenn nicht das wertvollste Unternehmen der Welt. Dessen einziger Geschäftszweck die Förderung, Verteilung und Verarbeitung von Erdöl und Erdgas ist. Und das machen die Leute dort erkennbar sehr gut, seit fast 140 Jahren. Man ist stolz auf sich und teilt das der Öffentlichkeit auch deutlich mit. Es handelt sich um einen Konzern mit nahezu 100.000 Mitarbeitern, der gemessen an Kennzahlen wie “Umsatz pro Mitarbeiter” wahrscheinlich der produktivste der Welt ist. Und der daher in einem großen Ausmaß ökonomische Werte erwirtschaftet. Werte, die über die gezahlten Steuern letztendlich der Allgemeinheit zugute kommen. Dabei sind die eigentlichen Unternehmenssteuern der unwichtige Teil. Wie bei jeder Firma sind es die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter, die den Unterschied ausmachen. Durch diese, und durch die Einkommen der Mitarbeiter von Zulieferern und Abnehmern entlang der Wertschöpfungskette, wird nicht nur eine staatliche Verwaltung finanziert, sondern auch Wohlstand verbreitet. Es werden nicht nur Arbeitsplätze geschaffen und gesichert, an denen das Wohlergehen von Familien hängt, sondern es profitieren am Ende auch diejenigen, bei denen diese Familien ihr Geld wieder ausgeben. So ist natürlich jede erfolgreiche Unternehmung eine Wohlstandsquelle, aber für ExxonMobil gilt dies aufgrund seiner Werthaltigkeit und seiner Produktivität in besonderer Weise.

Auf der anderen Seite stehen ein paar tausend Bürokraten, die zumindest in den westlichen Ländern ausnahmslos den jeweiligen Umweltministerien und damit auch der ideologisierten Umweltbewegung unserer Zeit entstammen. Bürokraten aller Ebenen, die nicht eine Quelle, sondern eine Senke der Wertschöpfung bilden. Bürokraten, die nichts produzieren, nichts herstellen, nicht zur Produktivität einer Volkswirtschaft beitragen, sondern das Geld (in Arbeitszeit, Hotelzimmern und bei teuren Essen und Empfängen) verpulvern, das unter anderem bei ExxonMobil erwirtschaftet wurde.

Und, fast hätte ich es vergessen, unter den vielen tausend Bürokraten verlieren sich ein paar Geowissenschaftler, unsere allseits medial präsenten Klimaforscher. Etwa 150 an der Zahl – ExxonMobil allein verfügt über das hundertfache an entsprechend qualifiziertem Personal.

Nun soll in Kopenhagen versucht werden, uns allen, also den gewöhnlichen Konsumenten, das Verbrennen von beispielsweise Erdöl und seinen Derivaten abzugewöhnen. Da werden eine Vielzahl von Maßnahmen diskutiert - und einige auch beschlossen werden - deren Kernziel die Steuerung der Nachfrage nach Erdölprodukten darstellt.

Es ist erschreckend, wie wenig doch all die Bürokraten und die 150 Geowissenschaftler von Marktwirtschaft verstehen. Obwohl sie doch fast alle in einer solchen leben. Ein Markt besteht eben aus Nachfrage und Angebot, beide gehören untrennbar zusammen. Und jedwede nachfrageorientierte Politik kann durch ein entsprechendes Angebot wirkungslos werden.

Und in dieser Hinsicht ist “Öldorado 2009″ eine entscheidende Informationsquelle. Denn der geneigte Leser erfährt, dass auch im Jahr 2008 die weltweiten Ölreserven erneut gestiegen sind. Das Heft umfasst nur eine Rückschau bis 1990, und seitdem steigen die Reserven Jahr für Jahr in absoluten Zahlen stärker, als der Verbrauch. Reserven, das sind bestätigte, mit heutiger Technologie zu heutigen Preisen wirtschaftlich ausbeutbare Vorkommen. Die statische Reichweite dieser Reserven, die so genannte Erdölkonstante, ist dementsprechend ebenfalls seit 1990 gestiegen. Von etwa 42 auf heute 46 Jahre.

Nun ist die statische Reichweite eine rein ökonomische Größe. Sie gibt an, wie lange die bekannten Reserven reichen würden, wenn sich an diesen und am Verbrauch nichts ändern würde. Die gesamte Dynamik unserer Volkswirtschaften, von technischen Innovationen über Änderungen des Energiemixes bis hin zur Erschließungstätigkeit der Ölfirmen bleibt dabei unberücksichtigt. Am Ende ist die Erdölkonstante nur ein Zahlenwert, der das Anlegervertrauen in und den Planungshorizont von börsennotierten Konzernen wie ExxonMobil wiederspiegelt. Hinsichtlich der tatsächlichen Versorgungssicherheit zeigt eine statische Reichweite von 46 Jahren nur, dass die Menschheit noch sehr, sehr lange über genug Öl verfügen wird, um ein ausreichendes Angebot auf den Märkten sicherzustellen.

Denn die Erdölkonstante war noch nie so hoch wie heute.

Sie lag zu Beginn des Ölzeitalters mal bei ungefähr zehn Jahren, hatte sich dann über Jahrzehnte bei etwa 20 Jahren eingependelt und erreichte erst in den 1970ern ein lange unverändertes Plateau von etwa 35 Jahren (deswegen auch “Konstante”). Dieser Spitzenwert fiel mit den ersten großen Sorgen bei den ersten umweltbewegten Mitbürgern zusammen. Und seitdem wird das Ende des Erdölzeitalters mit wachsendem Enthusiasmus immer wieder als zwangsläufig oder notwendig herbeiphantasiert. Und je höher die statische Reichweite, desto höher die Verzweiflung der umweltbewegten Zukunftspessimisten und desto größer deren Hysterie.

Und genau diese wird einen erneuten Höhepunkt in Kopenhagen erreichen. Auch dort wird man wieder ununterbrochen der Weltöffentlichkeit einreden: Wir müssen weg vom Öl. Entweder, weil es nicht mehr lange reicht, oder, weil es die Erde zerstört, oder aus beiden Gesichtspunkten.

ExxonMobil weiß es offensichtlich besser.

Und die Kapitalisten rund um den Erdball wissen es ebenfalls besser. Sieben der zehn größten Unternehmen der Welt sind Ölkonzerne. Auch das ist eine Konstante, an der sich über Jahrzehnte nichts geändert hat. Handel, Nahrung, Maschinen- und Fahrzeugbau, Chemie, Elektrotechnik und Elektronik – aus all diesen Sektoren steigen Unternehmen in der Forbes-Rangliste auf und wieder ab, nur die Ölfirmen bleiben da, wo sie schon immer waren: an der Spitze.

Die Menschheit verfügt über so viel Erdöl, wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte. Das ist die Quintessenz aus “Öldorado”. Und solange Erdöl am Markt angeboten wird, solange wird sich ein Preis finden, zu dem es auch verkauft werden kann. Und wer auch immer es kauft, wird es nutzen und damit Emissionen produzieren. Die Menschheit wird also all das viele Erdöl verbrennen. Vielleicht nicht restlos, aber auf jeden Fall mehr, als bislang schon verbrannt wurde. Und all das Kohlendioxid wird zwangsläufig die Atmosphäre erreichen, vielleicht schneller, vielleicht langsamer, aber auf jeden Fall mehr, als bislang bereits emittiert wurde.

Und es gibt keine, keine einzige Maßnahme, die in Kopenhagen beschlossen werden könnte, die daran auch nur im geringsten etwas ändern könnte.

Deswegen wird Kopenhagen scheitern. Wie Kyoto schon gescheitert ist. Weil der Markt weit weniger von der Nachfrage lebt, als vom Angebot.

Und das ist, was uns Exxon mit seinen nur zwölf Seiten eben auch mitteilt: “Beschließt doch, was ihr wollt. Es interessiert uns nicht, denn wir wissen es besser.”

Und ich denke, die bei Exxon, die haben Recht.

Und vielleicht wissen das sogar die in Kopenhagen. Zumindest ein paar davon. Das nenne ich ein echtes Dilemma. Man weiß, dass die Konferenz nichts erbringen wird, muss aber trotzdem das Gegenteil behaupten.

Weblinks:

ExxonMobil “Öldorado” (deutsche Fassung): http://www.exxonmobil.de/unternehmen/service/publikationen/downloads/index.html

Klimakonferenz Kopenhagen: http://en.cop15.dk/

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128 Reaktionen zu “Öldorado: Das Kopenhagener Dilemma”

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  1. Antid Oto

    am 23. August 2009 um 22:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    #Dr. Peter Heller: Sie schreiben u.a. folgendes:

    “Und, fast hätte ich es vergessen, unter den vielen tausend Bürokraten verlieren sich ein paar Geowissenschaftler, unsere allseits medial präsenten Klimaforscher. Etwa 150 an der Zahl – ExxonMobil allein verfügt über das hundertfache an entsprechend qualifiziertem Personal.”

    Diese Behauptung ist erklärungsbedürftig: wen meinen sie mit der Gleichsetzung Geowissenschaftler=Klimaforscher? Können Sie Namen nennen?

  2. Bibliothekar

    am 23. August 2009 um 22:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Herr Heller,

    Sie widersprechen den “Grenzen des Wachstums”, gesetzt vom heiligen Club of Rome und huldigen einem Konzern, der zur Achse des Bösen gezählt wird, sind etwa gar ein Lobbyist selbigen Konzerns. So geht das aber nicht! Etwas mehr Demut und Anteilnahme am Katastrophismus wäre schon angebracht.

    Fürchten Sie nicht nunmehr gesteinigt, gevierteilt und gefedert zu werden?
    Ich denke nicht, denn Sie haben recht!
    Danke für den Artikel!

  3. Rudolf Kipp

    am 23. August 2009 um 23:11 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Herr Dr. Heller,

    Vielen Dank für diesen äußerst aufschlussreichen und informativen Artikel.

    Ich bin mit Ihnen einer Meinung, dass die Klimakonferenz in Kopenhagen scheitern wird. Die Ergebnisse der Vorbereitungskonferenzen lassen auch kaum einen anderen Schluss zu. Die Dänische Regierung hat wohl auch Befürchtungen, dass die Zahl der Teilnehmer kleiner ausfällt als bisher angenommen und 20.000 Übernachtungen wieder abbestellt.

    Nichtsdestotrotz werden wir in den nächsten Monaten wohl eine vermehrte Medienpräsenz der Themen Klima, Energieverbrauch und CO2-Emissionen in beliebiger Mischung bekommen. Schließlich muss der Bürger bevor man ihm an den Geldbeutel geht entsprechend “sensibilisiert” werden.

    Ich bin mir auch sicher, dass das Argument Peak-Oil in Zukunft einen noch größeren Stellenwert in der öffentliche Debatte einnehmen wird. Weist man “besorgte Bürger” darauf hin, dass der Klimawandel mit seinen schlimmen Folgen auch ausbleiben könnte, ist die nächste Reaktion in der Regel: “Ja, aber das Öl geht uns doch auch bald aus.”

    Ich persönlich glaube nicht, dass unserer Gesellschaft irgendwann das Öl einfach ausgeht. Bevor das passiert wird es wirtschaftlich an Bedeutung verlieren und von anderen Energieträgern abgelöst werden. Die Steinzeit ist auch nicht wegen erschöpfter Steinvorkommen zu Ende gegangen. Man hatte einfach mit der Bronze und den Metallen im allgemeinen eine technologische Verbesserung, welche die Steine weitestgehend überflüssig machte.

    Das Erdöl ist seit weniger als 100 Jahren ein wichtiger Energieträger und wird es bestimmt nicht für ewig bleiben. Wie die Energieträger der Zukunft aussehen werden lässt sich aus heutiger Sicht allerdings kaum vorhersehen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Rudolf Kipp

  4. Krishna Gans

    am 23. August 2009 um 23:46 Uhr | Link | Kommentar melden

    Schöner, sinnvoller Artikel zur richtigen Zeit.
    Die AGWistenclique ist dabei mobil zu machen, haben wir doch z.Z. wieder alles “seit Beginn der Aufzeichnungen”.
    Nur dumm, daß die Faktenlage so wenig hergibt, dafür ist das Geschrei um so lauter, das rumhampeln um so komischer, die Beleidigungen immer ehrenrühriger.
    Nur keine Sachargumente bringen ( wie auch, mangels Mase ), lieber beleidigen - das bleibt leichter hängen.
    Die Teereimer stehen bereit, Säcke mit Federn sind auch schon da, und das “Rad” kommt auch schon angerollt.
    Bibliothekar, ich schließe mich der “mittelalterlichen Hexenverfolgungsscenariofurcht” mit an

    ^^
    ° °
    :_:
    /\
    \/

  5. Dr. Peter Heller

    am 23. August 2009 um 23:52 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich stimme Ihnen zu, Herr Kipp.

    Ja Bibliothekar, meine Frau hat mir ebenfalls vorausgesagt “das gibt Krieg”. Ich rechne damit, gesteinigt, gevierteilt, gefedert und noch mehr zu werden. Ich bin schon ganz gespannt. Das ändert aber nichts daran, daß wir auch in Zukunft überall Öl bzw. dessen Derivate werden kaufen können. Wie lange wir es tatsächlich benötigen, weiß ich auch nicht. Herr Kipp hat dazu das passende gesagt. Man muß noch nicht einmal in die Steinzeit zurückgehen, Torf, Holzkohle und Waltran als Beispiele für nicht mehr benötigte Energieträger tun es auch.

    @Antid Oto:

    “Klimaforschung” ist ja keine eigenständige Disziplin, man kann dies auch nirgends studieren, zumindest nicht in Deutschland. Die Klimaforscher, die den jüngsten IPCC-Sachstandsbericht, also den naturwissenschaftlichen Teil (”Working Group 1: The physical Science Basis”), verfaßt haben, entstammen so unterschiedlichen Disziplinen wie Atmosphärenphysik, Astrophysik, Ozeanologie, Geologie, Geophysik, Meteorologie, Glaziologie, und, und, und… Es sind mithin Physiker, Chemiker, Biologen und Geologen unterschiedlichster Fachrichtungen. Da diese als verbindendes Element Vorgänge mit Bezug zur Erde untersuchen, erschien mir der Begriff “Geowissenschaftler” als allgemeine Kategorisierung passend.
    Es sind etwa 150 solcher Geowissenschaftler, die den IPCC-Bericht als Autoren verfaßt haben (und nicht etwa viele tausend, wie oft kolportiert wird). Ich gehe davon aus, daß alle diese auch in Kopenhagen anwesend sein werden. Die Namen sind im Anhang zu dem entsprechenden IPCC-Bericht aufgelistet. Sie finden sie hier:

    http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg1/ar4-wg1-annexes.pdf

    Bei ExxonMobil sind etwa 15.000 Geowissenschaftler beschäftigt.

    Beste Grüße

    Peter Heller

  6. multiverus

    am 24. August 2009 um 01:45 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Herr Dr.Heller,
    mutig, mutig was Sie da schreiben.

    Insbesondere Ihre Darstellung der steigenden Erdölreserven habe ich mit Schmunzeln und Genugtuung gelesen - das entspricht genau meiner Wahrnehmung (ohne Ihre konkreten Zahlen verfügbar zu haben). Mich müssen Sie nicht überzeugen. Jedoch - mit einem empörten Aufschrei der EE-Verteidiger und “Klima”-Schützer ist zu rechnen! Der Club of Rome / Grenzen des Wachstums - wie kann man dieser “heiligen” Schrift denn widersprechen? Tssss ;-)

    Schauen Sie bloss, daß Sie sich vor dem wütenden Wespenschwarm der Klima- und Öko-Verteidiger rechtzeitig in Sicherheit bringen. Denn Sie glauben doch wohl nicht etwa, mit RATIONALEN Argumenten diejenigen zu erreichen, die eigentlich erreicht werden müßten?

  7. Thilo Pfennig

    am 24. August 2009 um 01:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    Thema verfehlt: Bei der Weltklimakonferenz geht es doch nicht um die Weltölreserven, sondern primär um die Auswirkungen der Treibhausgase. Da können die Erdölvorräte auch 500 Jahre reichen. Das ist piepegal.

  8. Thilo Pfennig

    am 24. August 2009 um 02:00 Uhr | Link | Kommentar melden

    Übrigens: Ist dieser Beitrag direkt von ExxonMobil bezahlt? Klingt so.

  9. Bibliothekar

    am 24. August 2009 um 10:22 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Pfennig

    “Übrigens: Ist dieser Beitrag direkt von ExxonMobil bezahlt? Klingt so.”

    Toll! Sie sind eben der brutalstmögliche Entlarver. Was wären wir nur ohne Sie?

  10. Bibliothekar

    am 24. August 2009 um 10:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Pfennig

    Ergänzung:

    Und wenn? Ist es anrüchig, wenn der Fleischer einem etwas über Würste erzählen will?
    Herr Pfennig geht zu solchen Fragen dann doch wohl lieber zur Gemüsefrau oder gleich zu Greenpeace.
    An sich lebt es sich doch ganz gut vom und im pösen Kapitalismus, oder?

    Konzerne an die Werkbank!!!

  11. Heinz Eng

    am 24. August 2009 um 10:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Dr. Heller

    Das zweite Standbein der Klimagläubigen und EE-Beführwortern ist neben der globalen Überhitzung auch die schnell zur Neige gehenden fossilen Rohstoffe, um Ihre Ideologie unter das Volk zu bringen.
    Nun aber haben Sie die Frechheit^^ besessen diese Standbein einfach und brutalst möglich per (verhassten) EXXON- Bericht ad absurdum zu führen.
    Das wird natürlich den kollektiven Ärger der hier vertretenden Solar/Windkraftlobby erregen, fehlt ihnen doch ein Hauptargument, den Bürger weiterhin ihre überteuerte “Naturenergie” schmackhaft zu machen.

    Wo ist der Pike Oil, wenn man ihn mal braucht……..wieder mal um viele Jahre hinaus gezögert, das wird den Leuten vom “Club of Rome” nun überhaupt nicht schmecken……Danke für diesen schönen Artikel.

    Hochachtungsvoll, Ihr
    Heinz Eng

  12. Georg Hoffmann

    am 24. August 2009 um 14:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    Bleibt wenigstens zu hoffen, dass Sie nicht selbst auch noch glauben, irgendein halbwegs intelligentes Argument zum Thema geliefert zu haben. Das gleiche “Argument” zu den gewaltigen Kraeften des Marktes und warum man daran nichts aendern koenne, liesse sich genauso auf die Abschaffung der Sklaverei oder die Verbannung von FCKWs anwenden. Oekonomisch waren beide Massnahmen keine gute Marktentscheidungen. Wenn “Wir” (wer auch immer das in der Demokratie nun gerade ist) uns entscheiden den Preis von Erdoel so hochzusetzen oder es schlicht ganz als Verbrennungsprodukt zu verbieten, dann wird das eben auch geschehen. Alles eine Frage der Alternativen, der Begruendung und der Kosten.
    Wenn Sie nicht verstehen, warum diese misterioese Konferenz in Kopenhagen wohl stattfindet, warum nicht mal was lesen? Soll ja bilden.

  13. Heinz Eng

    am 24. August 2009 um 15:32 Uhr | Link | Kommentar melden

    “”"”Wenn “Wir” (wer auch immer das in der Demokratie nun gerade ist) uns entscheiden den Preis von Erdoel so hochzusetzen oder es schlicht ganz als Verbrennungsprodukt zu verbieten, dann wird das eben auch geschehen.”"”"

    Sie meinen also die von der EU-Kommision festgelegtes Glühlampenverbot (von interessierten Herstellerseite extrem unterstützt) kann man auch auf das Erdöl ummünzen?
    Ich glaube da überschätzen Sie etwas die Macht der Solar/Windkraftlobby……..Sie sollten da nicht immer von Deutschland ausgehen, wo ein SPD Hinterbänkler und Solarlobbyvereinbesitzer an den Gesetzen mitbasteln kann.
    Nun gut, diese Gedanken ziehen sich ja in jeden Kommentar ihrerseit wie ein roter Faden durch, kennen wir ja.

    FCKW….lief da nicht gerade ein Patent aus?
    Sklaverei…….Werden nicht gerade in Brasilien die Landwirte unter miesesten Bedingungen gezwungen den Anbau von Zuckerrohr zu betreiben, um ihn anschließen in Bio-Äthanol zu verwandeln?

    Bleiben Sie mal lieber bei Ihren Modellen, linksgrüne Kommentatoren sind schon ausreichend bei R-E vorhanden.

    Danke für Ihre Aufmerksamkeit

    Heinz Eng

  14. E.U.Mueller

    am 24. August 2009 um 15:43 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Georg Hoffmann

    Hier bringen Sie wohl etwas durcheinander. Natürlich muss auch ein freier
    Markt kontrolliert werden , d.h. Waren, die schädlich sind, dürfen nicht
    auf den Markt gelangen (Stichwort: Gammelfleisch). Wenn also die Nutzung
    von Erdöl als schädlich nachgewiesen wird, muss es vom Markt verschwinden.
    Bei dem Artikel oben geht es allerdings um die Knappheit eines Gutes und
    hier regelt der Markt über den Preis die Nachfrage. Alles andere, besonders
    “Hochsetzen des Preises von Erdöl” ist Planwirtschaft.

  15. Georg Hoffmann

    am 24. August 2009 um 16:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich schenke ihnen nur sehr wenig Aufmerksamkeit. Fuer die homoeopathische Dosis brauchen Sie sich nun wahrlich nicht bedanken.
    Ich weiss nicht was Ihr dummes Gesabbel zu FCKWs und Sklaverei sagen soll. Wenn Sie nicht glauben, dass beides verboten ist, versuchen sie einfach eines von beiden zu betreiben. Sie sind verboten, weil es entweder moralische oder wissenschaftliche Standards nahegelegt haben und die Mehrheit der Bevoelkerung diese Standards ackzeptiert haben. Wenn, wie jetzt, der Preis des Erdoels zu 80% vom Staat auf einen Wert von X festgelegt wird (per Mineraloelsteuer und 100erter anderer Regelungen, die den wirtschaftlichen Ausstausch organisieren), dann kann dieser Preis auch auf 2*X festgelegt werden. Nicht spricht dagegen.
    Eine andere Frage (die weder in diesem daemlichen Artikel hier, noch in meiner Antwort angeschnitten wird) ist die, wo der jetzige Preis relativ zu anderen Energietraegern gerade so liegt. Er liegt in der Tat unglaublich niedrig, so niedrig, dass selbst ein spottbilliges Konkurrenzprodukt wie die Kohle noch nicht per Fischer-Tropsch Verfahren gegen den jetzigen Erdoelpreis anstinken kann.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/87/Oil_Prices_1861_2007.svg/1000px-Oil_Prices_1861_2007.svg.png
    Selbst fuer ein Verfahren, das fuer das Klima sicher noch schlimmer waere als die bisherige Oelverbrennung (naemlich Kohleverfluessigung), ist der jetzige Preis zu niedrig (ganz zu schweigen von der Entwicklung und Durchsetzung anderer Mehoden der “Energiespeicherung” bei der Befoerdeung). Der Preis muesste daeuerhaft ueber 100$ pro Barrel bleiben.

  16. Georg Hoffmann

    am 24. August 2009 um 16:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    @E.U.Mueller
    “Alles andere, besonders
    “Hochsetzen des Preises von Erdöl” ist Planwirtschaft. ‘
    Ist das so? Wie glauben Sie denn, dass sich der Preis des Benzins an der Tankstelle so berechnet?

  17. Guillaume

    am 24. August 2009 um 16:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    ..wieso so aufgeregt ?

    ” Georg Hoffmann”

    So ein klein wenig Respekt und Höflichkeit gegenüber Andersdenkenden wäre doch schön, oder?

    Ansonsten halte ich die Diskussion für verworren, wer schafft Klarheit und Transparenz?

  18. Dr. Peter Heller

    am 24. August 2009 um 17:05 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wer hat diesen Artikel bezahlt?

    Es ist interessant, daß eine solche Frage niemals in Zusammenhang mit gegenteiligen Auffassungen gestellt wird. „Hat das etwa Greenpeace bezahlt? – Es liest sich jedenfalls so.“ – eine solche Anmerkung ist mir noch nie aufgefallen. Dabei sind gerade Greenpeace und Co. die radikalsten und auch mit die mächtigsten und reichsten Lobbyorganisationen, die es gibt.

    Nein, niemand hat diesen Artikel bezahlt. Ich bin wirklich und wahrhaftig der Überzeugung, daß Unternehmen die Werte und Wohlstand schaffen, etwas Gutes für unsere Welt sind. Es scheint für viele Zeitgenossen unvorstellbar zu sein, wie man dieser Auffassung anhängen kann, ohne dafür „bezahlt“ (sprich: dazu gezwungen) worden zu sein. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf unsere Gesellschaft.

    Ebenso wie der Mangel an ökonomischem Wissen. Mit jedem Tage verstehe ich den Vorschlag vieler Wirtschaftsverbände, Ökonomie bereits an der Schule zu unterrichten, mehr.

    Erdöl verbieten, soso.

    Der Öldorado-Bericht listet mehr als 20 Staaten auf, die mehr Rohöl produzieren, als sie verbrauchen. Exportländer also, die mit dem Verkauf von Öl ihr Gemeinwesen wesentlich finanzieren. Da wäre die arabische Welt, aber auch so Staaten wie Rußland, Norwegen, Kanada und Mexiko sowie einige afrikanische Länder. Wie soll man diese Staaten denn daran hindern, Öl zu produzieren und zu handeln? Ohne eine totalitär agierende Weltregierung, die aber wohl durchaus einigen Ökobewegten gedanklich vorschwebt, ist das wohl nur durch einen Krieg zu regeln.

    Kein Verbot ist dazu in der Lage, ein Angebot zu verhindern.

    Man zeige mir doch einfach mal ein in Deutschland verbotenes Produkt, das ich hier nicht käuflich erwerben könnte. Von Büchern, Zeitschriften, Computerspielen und anderen Medien über Pflanzenschutzmittel und Industriechemikalien bis hin zu Medikamenten und Drogen aller Art (selbst Elfenbein und Walfleisch kann man hier bekommen): Verbote verlagern lediglich Märkte (in andere Länder oder in die Illegalität), sie ändern aber nichts daran, daß die Produkte nach wie vor verfügbar sind und nach wie vor gehandelt werden.

    Erdöl verteuern, soso.

    Aber es geht in Kopenhagen ja auch nicht um ein Verbot. Es geht darum, daß man glaubt, durch die künstliche Verteuerung eines Gutes könnte man seinen Verbrauch vermindern. Letztendlich werden Maßnahmen wie „Emissionshandel“, „Cap-and-Trade“ oder „Karbonsteuern“ diskutiert werden. Diese können durchaus den Effekt haben, daß Erdöl und seine Derivate teurer werden, keine Frage. Aber die Anbieter werden dadurch nicht weniger Profite einstreichen, denn die Kosten werden am Ende an den Endverbraucher durchgereicht. Solche nachfrageorientierten Ideen belasten also den Verbraucher und führen nur zu einer Umverteilung von Werten. Eine Umverteilung in bspw. staatliche Kassen oder eine Umverteilung in andere Märkte bspw. in der Dritten Welt, was im Zeitalter globalisierter Warenströme auch nicht zu verhindern ist. Es mag sein, daß das Erdöl dadurch langsamer verbraucht wird, keine Frage, aber verbraucht wird es am Ende doch. Und die Emissionen entstehen dann dort, wo die Effizienz bei weitem nicht so hoch ist, wie bei uns. Und die Anbieter lachen sich ins Fäustchen, denn der Zeitraum, über den sie ihre Profite realisieren können, wird künstlich um einiges verlängert.

    Ökonomisch kluge und gleichzeitig wirksame Maßnahmen sind eben einzig solche, die die Vielfalt des Angebotes auf dem Energiemarkt erhöhen, so daß der einzelne Energieträger einem höheren Wettbewerb ausgesetzt ist. Substitution ist das Zauberwort. Wenn wir heute bestimmte Dinge nicht mehr benötigen, die für unsere Vorfahren unverzichtbar waren (eben solche Energieträger wie Bienenwachs, Torf, Holzkohle und Tierfette), dann nicht deswegen, weil diese jemals verboten worden wären. Sondern deswegen, weil diese durch etwas Besseres ersetzt wurden. Auch derlei Ideen werden in Kopenhagen besprochen, keine Frage, aber sie stehen eben nicht auf der Agenda der Umweltbewegung, auf der der UNO oder gar auf der der Medien. Denn solche Ideen bedeuten mehr Wachstum, mehr Wohlstand, mehr Konsum, mehr Mobilität.

    Teufelszeug eben. Das man nicht gutheißen darf. Es sei denn, man würde dafür bezahlt.

  19. Thorsten

    am 24. August 2009 um 17:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Dr. Heller

    Abgesehen davon, dass es in meinen Augen mehr als verwunderlich ist, dass gerade ein “Zukunftsforscher” sich derart offen für die rückwärtsgewandten Wirtschaftsziele von Exxon einsetzt, habe ich versucht, mehr über Sie als Person zu erfahren.

    Wenn Sie beruflich als “Zukunftsforscher” und “Trendscout” in Lehrte tätig sind und von dieser Tätigkeit leben wollen, so geht das nicht ohne Medienecho. Über Ihre Arbeit muss es Medienberichte, Publikationen etc. geben. Da finde ich es doch verwunderlich, dass ich nirgendwo im Internet irgendwelche Spuren über Ihre berufliche Tätigkeit gefunden habe.

    Es wäre schön, wenn Sie mir hier auf die Sprünge helfen könnten.

  20. Thorsten

    am 24. August 2009 um 17:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ E.U. Müller

    Alles andere, besonders
    “Hochsetzen des Preises von Erdöl” ist Planwirtschaft

    Wer setzt den Ölpreis künstlich hoch? Öl ist noch heute viel zu billig, wenn man die Kosten ehrlich berechnet. Was passiert, wenn man Öl künstlich zu billig macht, zeigt die Flugzeugbranche. Dann fliegt der Kegelclub eben für 14,99 € hin und zurück ein Wochenende nach Mallorca!

    Warum gibt es für KFZ eine Abwrackprämie, für Fahräder aber nicht? Die Nutzung fossil betriebener Fortbewegungsmittel werden nicht verteuert sondern sie sind hochsubventioniert!

  21. Georg Hoffmann

    am 24. August 2009 um 17:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Heller
    Sklaven und FCKWs wurden nicht durch etwas oekonomisch besseres ersetzt, sondern durch etwas moralisch oder umwelttechnisch Besseres. Hoeres Sie doch auf, sich als Opfer zu gerieren. Profit ist super, ich habe nie das Gegenteil behauptet. Es ist nur so, dass absolut jeder Preis gesellschaftlich vermittelt ist und keineswegs ausschliesslich aus dem Spiel von Angebot und Nachfrage entsteht. Senken sie die Sicherheit in Kohlekraftwerken, wird Kohle billiger, befreien sie die Industrie von laestigen Pensionszahlungen werden von Autos bis Broetchen alles billiger. Und so ist auch der Erdoelpreis ein gesellschaftlicher Kompromiss. Wuerde dieser Kompromiss ander ausfallen wird der Preis hoeher und geringer. Wie Sie an der oben geposteten Kurve sehen koennen haben insbesondere politische Entscheidungen in den 70ern seitens der OPEC und eben jetzt seitens der USA (Krieg gegen den Irak) den Preis bereits massiv beeinflusst. Wenn das jetzt bereits geschehen ist, wird und kann es auch weiterhin geschehen.
    Ihr Getroete vom “Kein Angebot darf behindert werden” ist eine moralische Armutserklaerung, die vom Heroin bis zum Plutonium Handel alles rechtfertigt. Was ein wirres Geschreibsel.

  22. Dr. Peter Heller

    am 24. August 2009 um 17:24 Uhr | Link | Kommentar melden

    Na, mein lieber Herr Thorsten, das ist doch etwas ungehörig, oder?

    Gutes Benehmen sollte auch im Internet eine Selbstverständlichkeit sein.

    Sie werden von mir auch weiterhin hier lesen können. Genügt das nicht?

    Beste Grüße

    Peter Heller

  23. Günther Vennecke

    am 24. August 2009 um 17:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Herr Heller,

    “Ich rechne damit, gesteinigt, gevierteilt, gefedert und noch mehr zu werden.”

    Machen Sie sich keine Sorgen, ein einfaches Auslachen reicht. Wer so naiv wie Sie argumentiert, kann nicht wirklich gefährlich sein. Und auch, wenn jemand auf höherem Niveau Gedanken ausdrückt, mit denen andere nicht übereinstimmen, muss man das auf der verbalen Ebene austragen, bisweilen mit harten verbalen Bandagen aber auf alle Fälle ohne physische Gewalt, sonst ist es ein Armutszeugnis.

    Ihre Lobhudelei gegenüber Exxon ist schon peinlich. Nicht einmal der Konzern selber würde sich wohl so darstellen, weil die wüssten, dass ihnen das niemand abkauft. Exxon ist kein Wohltätigkeitsverein sondern ein knallhart und nicht immer nur hart am Rande der Legalität operierend. Korruption gehört auch zur Geschäftspraxis, wenn es gilt, die eigenen Interessen gegenüber anderen durchzusetzen. Ganz vergessen bei Ihrer Auflistung der Wohltatempfänger haben Sie die Aktionäre, die den größten Teil des Gewinns kassieren.

    Ihr Vergleich vom “Umsatz pro Mitarbeiter” mit der Produktivität ist mehr als lachhaft. Es dürfte nahe Null an Aussagekraft ergeben, quer durch alle Gewerbe die Produktivität am “Umsatz pro Mitarbeiter” festzumachen. Offensichtlich verstehen Sie nicht wirklich, was Sie da schreiben.

    Weil Sie die Materie nicht überblicken, fehlt bei Ihnen auch jeder Hinweis auf die Fördermengen. Egal, wie groß die Reserven an Öl sind, wenn die Fördermenge nicht auch in Zukunft gesteigert werden kann, kommt es zu Engpässen bei der Versorgung. Und die Fördermengen sind bei vielen Ölquellen und in vielen Förderländern inzwischen rückläufig. Das wird sich fortsetzen und in wenigen Jahren zu großen Problemen führen.

    Auch hier, also zu dem Thema Peak Oil, haben Sie ein Informationsdefizit, genau wie Herr Kipp, der Peak Oil mit dem “Ausgehen” des Öls verwechselt. Peak Oil tritt auf, sobald die tägliche Förderung die tägliche Nachfrage nicht mehr befriedigen kann und nicht erst, wenn das Öl “ausgeht”, was wohl nie der Fall sein wird, weil es sich nicht mehr lohnen wird (auch energetisch nicht), das letzte bisschen Öl aus dem Boden zu holen, wenn die Weltwirtschaft ohnehin schon zu über 90% unabhängig vom Öl funktioniert. Peak Oil steht uns voraussichtlich in den nächsten 5 bis 10 Jahren ins Haus.

    Die “offiziellen” Zahlen über Ölreserven kann man getrost vergessen, das sind reine Fantasieprodukte, was man mit einem kritischen Blick auf die Zahlen sofort sehen kann:

    Reserven_______ _1990__1995__2000__2007___2008
    Arabische Emirate 12.892 12.892 12.851 12.851 12.851.

    Förderung:
    Arabische Emirate * 104,9 114,0 123,3 135,9 133,2

    Kann jemand wirklich glauben, dass die Reserven über 9 Jahre EXAKT gleich bleiben, obwohl im selben Zeitraum ca. 1,1 Milliarden Tonnen (2000 -2008) gefördert worden sind? Dann hätte man ja auch EXAKT die Menge neu finden müssen, die man in der Zwischenzeit aus dem Boden geholt hat, ein bisschen viel Zufall. Syrien meldet sogar über 13 Jahre (1995 - 2998) EXAKT gleiche Reserven! Völlig undenkbar!

    Tatsächlich sind die Reserven an Öl weltweit geringer, als man uns glauben machen will. Wer es genauer wissen will, sollte sich mal bei www.energybulletin.net schlau machen, das ist wahrscheinlich die beste Informationsquelle zu dem Thema. Allerdings ist das Thema sehr komplex und nicht eben mal in fünf Minuten anzulesen und schon kann man mitreden.

    Ihnen, Herr Heller, kann ich nur den dringenden Rat geben, nicht einfach alles für bare Münze zu nehmen, was Sie irgendwo gedruckt finden. Es könnte durchaus von Eigeninteressen gefärbt sein. So, wie Sie die Dinge sehen, wäre die vorliegende Ausgabe von Öldorado das erste Mal, dass Exxon die Öffentlichkeit wahrheitsgemäß informiert. Das wäre dann doch zu schön, um wahr zu sein!

    Ich bitte um Entschuldigung, dass ich so unwirsch reagiere, aber auf Unsinn reagiere ich gelegentlich empfindlich. Und Ihr Artikel ist in seiner Einseitigkeit und Naivität nur schwer zu überbieten, bestenfalls noch durch die Kommentare von Bibliothekar, Herrn Kipp und Herrn Gans.

    Oups, beinahe hätte ich Herrn Eng vergessen:

    “Nun aber haben Sie die Frechheit^^ besessen diese Standbein einfach und brutalst möglich per (verhassten) EXXON- Bericht ad absurdum zu führen.”

    Nein, Herr Eng, ad absurdum geführt hat Herr Heller nur sich selbst und alle diejenigen, die seinen wenig Einsicht verratenden Zeilen so uneingeschränkt zustimmen wie Sie das tun.

  24. Dr. Peter Heller

    am 24. August 2009 um 17:43 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Herr Hoffmann,

    auch für Sie gilt: Bitte etwas Anstand. Wenn wir debattieren, dann mit gegenseitigem Respekt.

    So zynisch es klingen mag: Die Sklaverei wurde in der Tat durch etwas “besseres” (sprich: effizienteres) ersetzt. Nämlich durch zunehmend automatische Maschinen. Erst die Werkzeugmaschine machte den Sklaven wirklich überflüssig. Sklaverei (in der Landwirtschaft und auch bspw. in der Prostitution) ist allerdings trotzdem noch weit verbreitet. Da hilft auch kein Verbot.

    Ich bitte dann auch, meine Texte mit mehr Ruhe zu lesen.

    Ich schreibe nicht “kein Angebot darf behindert werden”.

    Ich schreibe “eine nachfrageorientierte Politik behindert ein Angebot nur unzureichend.” Im Falle der Fragestellung der Reduzierung von Emissionen (und bei der sollten wir doch bleiben) argumentiere ich schlicht so, daß keine Nachfragesteuerung (und sei sie auch noch so kompliziert, Beispiel “Cap-and-Trade” in den USA) geeignet ist, Emissionen zu vermindern.

    Und in der Tat bin ich auch der Auffassung, daß die restriktive Drogenpolitik, wie sie derzeit betrieben wird, den Konsum an Kokain und bspw. MDMA (sprich Extasy) nicht begrenzen kann.

    In beiden Fällen geben mir die Fakten recht. Sowohl die Emissionen steigen (nach 20 und mehr Jahren Klimadebatte), als auch der Drogenkonsum (insbesondere bei Kokain und MDMA, mit denen die höchste ökonomische Wertschöpfung verbunden ist, es ist illegal, aber der Umsatz findet trotzdem statt).

    Was man nun gut oder schlecht findet, ist hier überhaupt nicht das Thema. Es geht darum, ob in Kopenhagen Maßnahmen verabschiedet werden können, die das erfüllen, was man sich vorstellt.

    Ich sage: Nein, das geht nicht. Jedenfalls nicht so, wie man sich das dort denkt.

  25. Krishna Gans

    am 24. August 2009 um 18:19 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Dr. Peter Heller

    Es ist interessant, daß eine solche Frage niemals in Zusammenhang mit gegenteiligen Auffassungen gestellt wird. „Hat das etwa Greenpeace bezahlt?

    Da springt die Münchener Rück immer wieder gerne ein….
    ;.)

  26. Thorsten

    am 24. August 2009 um 18:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Dr. Peter Heller

    Na, mein lieber Herr Thorsten, das ist doch etwas ungehörig, oder?
    Gutes Benehmen sollte auch im Internet eine Selbstverständlichkeit sein.
    Sie werden von mir auch weiterhin hier lesen können. Genügt das nicht?

    Lieber Herr Dr. Heller,

    was hat es mit ungehörig zu tun, wenn ich mich dafür interessiere, welchen beruflichen Hintergrund ein Autor hat, der hier so stark für die Erdölindunstrie Partei ergreift und sich gleichzeitzig den Berufstitel “Zukunftsforscher” gibt. Ich habe höflich gefragt und freue mich darüber, weiter Artikel von Ihnen zu lesen! Gerade in der heutigen lobbygesteuerten Zeit ist es aber gut zu wissen, ob ein Autor nur seine persönliche Meinung vertritt oder ob hinter dieser Meinung auch Wirtschaftsinteressen oder andere Abhängigkeiten und Prägungen stehen.

    Vor diesem Hintergrund finde ich es merkwürdig, dass es für Ihre Arbeit und Ihre Identität keinerlei Hinweise im Internet zu geben scheint ausser zwei Artikeln bei Readers-Edition.

    Ich poste hier mit Pseudonym und habe dies wiederholt begründet. Ich würde aber mit Pseudonym keinen Artikel verfassen. Unter meinem wirklichen Namen finden sich im Internet zahlreiche Veröffentlichungen, Medienberichte etc., ohne dass ich diese aktiv ins Internet gestellt oder eine Veröffentlichung angestrengt habe. Daher wundert es mich sehr, dass von einem “Forscher” wie Ihnen NICHTS dort zu finden ist! Die Tatsache, dass ich das zumindest merkwürdig finde, hat mit unhöflich nichts zu tun. Diesen Eindruck müssen Sie mir schon zugestehen.

  27. Thorsten

    am 24. August 2009 um 18:32 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Krishnag

    Es ist interessant, daß eine solche Frage niemals in Zusammenhang mit gegenteiligen Auffassungen gestellt wird

    Doch, diese Frage darf und muss in ALLE Richtungen gestellt werden, auch in Richtung Erneuerbarer Energien und AGW. Natürlich gibt es auch dort Abhängigkeiten, die ich bedenklich finde. Dies habe ich wiederholt eingeräumt. Dennoch kann man insgesamt zu unterschiedlichen Bewertungen kommen.

  28. Tenner

    am 24. August 2009 um 18:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    Tjo, wie heißt es so schön. Wer FCKW blöd findet kennt die Alternativen nicht.
    @ Hoffmann
    „Das gleiche “Argument” zu den gewaltigen Kraeften des Marktes und warum man daran nichts aendern koenne, liesse sich genauso auf die Abschaffung der Sklaverei oder die Verbannung von FCKWs anwenden. Oekonomisch waren beide Massnahmen keine gute Marktentscheidungen.“
    - Red doch kein scheiß! Gerade ökonomisch war die Sklaverei eine gute Maßnahme! Sonst hätten die Menschen es nicht so paar Tausende von Jahren – weiß der Teufel wie lange – fast weltweit vollführt. Es ist ethisch nicht tragbar!
    - Alle Alternativen zu FCKW sind teurer!
    - Wer ein ökonomisches Gewissen hat – hierbei kannst Du Dich getrost, wie Dein Geschreibsel zeigt, nicht mitzählen – schmeißt ein Konzept, das für ein KWhchen 50-Cent benötigt, schneller in den Mülleimer als es auf den Tisch lag. Phantasten halt nicht. Die träumen, und träumen, und träumen.
    Mal ehrlich. Weiß Du wirklich was „ökonomisch“ bedeutet?
    „Wenn “Wir” (wer auch immer das in der Demokratie nun gerade ist) uns entscheiden den Preis von Erdoel so hochzusetzen“
    Kannst Du in Frankreich machen. Bis zu Deiner Realisierung müssen wir nur mehr Zollbeamte vor französische Wirtschaftsflüchtlinge einstellen. Mehr nicht. Aber ich denke, die Franzosen würden Dich zuvor schön gepflegt köpfen.

    „oder es schlicht ganz als Verbrennungsprodukt zu verbieten, dann wird das eben auch geschehen.“
    Quatsch. Das schaffst Du nie! Phantast. Du sitzt eindeutig zu viel vor dem PC und spielst zu viel SIMs. Dir ist Dein Realitätssinn völlig abgeleitet.
    „Alles eine Frage der Alternativen, der Begruendung und der Kosten.“
    Ich bin von euren Öl-, Kohle-, Uranalternativen hin und weg. Nix als Spielzeugs.

    „Wenn Sie nicht verstehen, warum diese misterioese Konferenz in Kopenhagen wohl stattfindet, warum nicht mal was lesen? Soll ja bilden.“
    Wenn Du uns endlich mal vorführst, dass Du das Gelesene auch verstehst – was Du jetzt mal wieder schön belegst - reden wir über diesen Punkt mal weiter. Jedenfalls ist Dein Geschreibsel einfach nur absurd. Komplett realitätsfern und faktenresistent.
    @ Heinz Eng
    „Sie meinen also die von der EU-Kommision festgelegtes Glühlampenverbot (von interessierten Herstellerseite extrem unterstützt) kann man auch auf das Erdöl ummünzen?“
    Glühbirnenverbot ist auch so ne Sache. Immer mehr Medien verstehen die Verarsche. Gestern wurde im SpiegelTV erwähnt, dass in Brüssel die Vernunft verloren gegangen sei. Schön war auch die Erwähnung eines Instituts, dass bei einem fallen gelassenen ESL die Quecksilberkonzentration im WOHNraum so hoch wäre, dass sofort jegliche Umweltorganisation parat stehen müsste. Das kommt gut bei Kinderzimmer an. Ich weiß, RE-Leser wissen das schon lange.

  29. Liberaler

    am 24. August 2009 um 18:39 Uhr | Link | Kommentar melden

    “Wer setzt den Ölpreis künstlich hoch? Öl ist noch heute viel zu billig, wenn man die Kosten ehrlich berechnet. Was passiert, wenn man Öl künstlich zu billig macht, zeigt die Flugzeugbranche.”
    Von nix ne Ahnung. Öl wird ganz im Gegenteil vom Staat massivst künstlich verteuert. UNd etwas ist nicht bloß deshalb zu teuer weil ein Ökofanatiker glaubt, das sei so. Kommen Sie bloß nicht mit den angeblichen externen Kosten: ohne Erdöl wäre Mobilität viel teurer und die Wirtschft damit weniger effizient. Erdöl hat gewaltigen externen Nutzen. Zu Zeiten der Pferdekutschen gab es übrigens weitaus mehr Verkehrstote als heute.

  30. Thorsten

    am 24. August 2009 um 18:43 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Dr. Peter Heller

    In ganz Lehrte gibt es nur einen Dr. Peter Heller. Dieser ist Herausgeber eines Buches über Analysis, lineare Algebra und Stochastik für den Schulunterricht. Ein weiterer Dr. Heller ist im ganzen Umland nicht eingetragen.

    Irgendwie fühle ich mich an Herrn Beck erinnert.

  31. Tenner

    am 24. August 2009 um 18:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Topic
    Danke Herr Doktor Peter Heller für ihren akademischen Artikel.
    „Auf der anderen Seite stehen ein paar tausend Bürokraten, die zumindest in den westlichen Ländern ausnahmslos den jeweiligen Umweltministerien und damit auch der ideologisierten Umweltbewegung unserer Zeit entstammen. Bürokraten aller Ebenen, die nicht eine Quelle, sondern eine Senke der Wertschöpfung bilden. Bürokraten, die nichts produzieren, nichts herstellen, nicht zur Produktivität einer Volkswirtschaft beitragen, sondern das Geld (in Arbeitszeit, Hotelzimmern und bei teuren Essen und Empfängen) verpulvern, das unter anderem bei ExxonMobil erwirtschaftet wurde.“
    Wissen Sie, was mich bei den Beamten am Meisten entsetzt? – Dass man sie praktisch nicht braucht! Jegliche behördliche Arbeit die ich zu verrichten habe, muss ich selbst komplett erledigen oder erledigen lassen. Jeglicher Beamte, mit dem ich schon zu tun gehabt habe, wäre schneller aus meiner Firma draußen gewesen wie er „Guten Morgen“ sagen hätte können. Mag sein, dass es nur meine subjektive Erfahrung ist. Aber die ist so. Und wie oft musste ich zwei-, drei- oder viermal was ausfüllen, weil mein letztes Schreiben irgendwo verlegt wurde. Oder musste sogar zwei-, dreimal dahin, um denselben Wisch zu unterschreiben. Telefonisch geht praktisch gar nix! Mit dem Umgang des Telefons scheinen die komplett überfordert zu sein. Das ist ein Volk.
    Ich wäre ja auch fast geneigt bei mir die Schuld zu suchen, wenn nicht in der freien Wirtschaft alles wesentlich besser, unkomplizierte ablaufen würde. Welten Unterschied.

  32. Thorsten

    am 24. August 2009 um 18:51 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Liberaler

    Von nix ne Ahnung. Öl wird ganz im Gegenteil vom Staat massivst künstlich verteuert.

    Vordergründig scheint das so, wenn man den blanken Ölpreis betrachtet. Aber woher werden denn die Kosten für Straßenbau, Unfälle, Gesundheitsschäden, Umweltschäden, Lärmschutz, Gewässerschutz, Landschaftsversiegelung, Klimaschäden etc. bezahlt?

    Fazit: Der Ölpreis deckt nur einen Bruchteil der verursachten Kosten. Dies ist unter Fachleuten unbestritten. Das Auto ist mit dem Flugzeug für die Allgemeinheit auch nach Abzug der Steuereinnahmen für Öl das mit Abstand teuerste Verkehrsmittel je Kilometer und erhält daher umfangreiche Quersubventionen!

    http://www.allianz-pro-schiene.de/deutsch/Autofahrer-und-Spediteure-sind-nicht-die-Melkkuehe-der-Nation.html

    http://www.vcd.org/kostenwahrheit.html

  33. Thorsten

    am 24. August 2009 um 18:56 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Liberaler

    ohne Erdöl wäre Mobilität viel teurer und die Wirtschft damit weniger effizient.

    In welchem Jahrhundert leben Sie denn? Ohne das Kartell von Autoindustrie und Mineralölwirtschaft gäbe es längst umweltfreundliche und kostengünstige Alternativen. Diese liegen doch längst in den Schubladen! Was schadet ein hoher Ölpreis, wenn das Auto nur noch 1-2 Liter verbraucht oder mit anderen Energieträgern fährt? Dann aber würde der Verdienst der Mineralölwirtschaft geschmälert. Eine Energiewende ist längst überfällig! In 10 - 20 Jahren wird es kaum noch Autos mit Verbrennungsmotor geben. Das hätten wir schon vor 20 Jahren haben können, hätten Leute wie Sie nicht immer quergeschossen!

  34. Dr. Peter Heller

    am 24. August 2009 um 19:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Herr Vennecke,

    na, das hat aber gedauert. Immerhin 21 Stunden, nachdem ich hier Exxon gelobt habe, bequemt sich endlich mal jemand, dieses Unternehmen in die Achse des Bösen einzusortieren. Ich hätte viel früher damit gerechnet.

    Was wollen Sie mir eigentlich sagen?

    Daß Menschen lügen und betrügen, daß Menschen korrupt sind, und daß deswegen solche Menschen auch bei Exxon zu finden sind? Na, soll ich jetzt beleidigt sein, weil Sie glauben, ich wüßte das nicht?

    Wir können uns sehr schnell darauf einigen, daß Lug und Betrug, daß Korruption und die ganze Bandbreite möglicher Verbrechen eben überall zu finden sind. Auch bei Exxon. Auch bei Greenpeace. Auch bei der UNO. Ja, und sogar im IPCC genauso, wie bei den gegen dieses agierenden konservativen US-Think-Tanks.

    Also glauben wir einfach niemandem mehr. Denn am Ende lügen und betrügen alle. Das können wir gerne so machen. Allerdings bringt uns das nicht weiter, wenn wir uns moralisch/ethisch über den Rest der Welt erheben.

    Ich stelle hier bewußt keine moralisch/ethischen Fragen. Aber die ökonomischen Daten des börsennotierten Unternehmens Exxon sind erst einmal nur Fakten. Ich bleibe dabei: Unternehmen (wie bspw. Exxon) sind Quellen der Wertschöpfung, Bürokraten (insbesondere supranationale Gremien) sind deren Senken.

    Was die Reservenentwicklung betrifft: Diese ist abhängig von der regelmäßigen Neubewertung der vorhandenen oder neuentdeckten Ressourcen. Bei den Vorkommen im staatlichen Besitz bleibt es allein den Staaten überlassen, wie (und wann) sie ihre Ressourcen angesichts verbesserter Technologie und sich verändernder Preise neu bewerten. Von daher sind gleichbleibende Reserven trotz steigender Förderung durchaus möglich und kein Indiz für einen Betrug.

    Sie sind viel eher ein Indiz für eine spezielle Psychologie des Ölmarktes.

    @Thorsten:

    Sie verdächtigen mich, ein bezahlter Lobbyist zu sein? Witzig, echt witzig.

    Nein, das hier ist ein Bürgerportal. Hier sollen interessierte Bürger berichten und Meinungen kundtun. Und ich bin hier genau das: ein politisch interessierter Bürger, der sich darauf freut, durchaus auch einmal zu provozieren, die “political correctness” in Frage zu stellen und angeregt zu diskutieren. Ich bin hier als Privatmann unterwegs, mein Job ist in diesem Zusammenhang völlig ohne Bedeutung.

    Es gibt mich wirklich. Ich poste unter meinem Realnamen, das ist vielleicht nicht klug, aber diese Transparenz erscheint mir wichtig um authentisch zu erscheinen. Und ich bin tatsächlich Zukunftsforscher. Mehr Informationen brauchen Sie nicht zu wissen, es interessiert mich auch nicht, wer die anderen hier sind. Es interessiert mich, was andere Menschen denken (und wie sie darauf kommen).

    Beste Grüße

    Peter Heller

  35. Krishna Gans

    am 24. August 2009 um 19:27 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten
    Du bist peinlich

    Dr. Peter Heller ist Astronom und Physiker.

    Er liest gern Fantasy,

  36. Günter Heß

    am 24. August 2009 um 20:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Herr Heller,
    Sie schreiben:
    „Und es gibt keine, keine einzige Maßnahme, die in Kopenhagen beschlossen werden könnte, die daran auch nur im geringsten etwas ändern könnte.“

    Ich bin der Meinung, dass es eine zukunftsträchtige Maßnahme gibt die man beschließen könnte, wenn einem wirklich etwas an dem Ziel CO2 Reduktion liegt. Das ist eine Kooperation zwischen Öl/Energieindustrie und den Staaten dieser Welt mit einer realistischen Roadmap.
    Den ersten Schritt haben sie angedeutet und beschrieben. Statt die Industrie immer zu verteufeln, sollte man anerkennen welche Werte und welchen Wohlstand sie uns gebracht hat. Es leben 7 Milliarden Menschen auf der Erde, weil es eine Industriegesellschaft gibt. Ohne Energie, Arzneimittel, Zement und Düngemittel wäre das doch undenkbar gewesen. Um nur einen Auszug zu nennen. Wenn CO2 jetzt ein Problem ist, muss man auch gemeinsam damit umgehen und das Problem lösen. Welche Zeiträume da realistisch sind sollte man mit denen gemeinsam ermitteln, die die Lösungen auch umsetzen müssen. Das muss also gemeinsam mit der gesamten Industrie geschehen, nicht gegen sie. Spricht man nur mit dem Teil der Industrie der gerade einen Vorteil hat, erreicht man nichts. Wunschträume und Egotrips helfen auch nicht weiter.
    Kooperation und Dialog sind die Schlüssel für das erfolgreiche menschliche Zusammenleben und die erfolgreiche Zusammenarbeit. Auch mit der Industrie. Mit Respekt beginnt jede Zusammenarbeit, jeder Dialog. Das haben sie zu Recht eingefordert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  37. Thorsten

    am 24. August 2009 um 20:21 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Dr. Peter Heller

    Sie verdächtigen mich, ein bezahlter Lobbyist zu sein? Witzig, echt witzig.

    Ich verdächtige nicht, ich hinterfrage. Ich bin bei Jedem vorsichtig, der deutlich für die Interessen einzelner Lobbygruppen oder gar wie bei Ihnen einzelner Unternehmen eintritt.

    Und es macht mich stutzig, wenn dieser Jemand ausser hier bei Readers-Edition völlig unbekannt zu sein scheint. Das hat mit “Verdacht” nichts zu tun, ich nenne das vorsichtige Annäherung…!

    Es interessiert mich, was andere Menschen denken (und wie sie darauf kommen).

    Gerade der zweite Teil Ihres Satzes interessiert mich auch ganz besonders…!

    @ Krishnag

    Dr. Peter Heller ist Astronom und Physiker

    ja, aber er bezeichnet sich beruflich aber auch als

    “Zukunftsforscher” und “Trendscout” in Lehrte, was man darunter auch verstehen mag…

    Er sollte vielleicht weniger Fantasy lesen….

  38. Thorsten

    am 24. August 2009 um 20:31 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Dr. Heller

    Sie sagen Sie sind “Zukunftsforscher”. Forscher leben davon, dass sie forschen und publizieren, sich eine Reputation erarbeiten. Je mehr ein Forscher fachlich fundierte und anerkannte wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, desto besser die Reputation.

    In der gesamten wissenschaftlichen Literatur, z.B. bei google-scholar, taucht Ihr Name nicht auf, offenbar gibt es von Ihnen keine wissenschaftlichen Publikationen.

    www.scholar.google.com

    Auch bei google allgemein tauchen Sie nicht auf.

    Dies finde ich für einen Forscher höchst verwunderlich, nicht mehr und nicht weniger…!

    Ich lasse diese Feststellungen jetzt einfach so stehen, jeder kann sich seine eigenen Gedanken darüber machen.

  39. Liberaler

    am 24. August 2009 um 21:25 Uhr | Link | Kommentar melden

    “In welchem Jahrhundert leben Sie denn? Ohne das Kartell von Autoindustrie und Mineralölwirtschaft gäbe es längst umweltfreundliche und kostengünstige Alternativen. Diese liegen doch längst in den Schubladen!”
    Gelächter, bitte angebliche kostengünstigere Alternativen konkret benennen. Von Brennstoffzellen wird z.B. seit vielen Jahren schwadroniert aber es kommt rein gar nichts auf den Markt. Dummerweise kommt reiner Wasserstoff in der Natur nicht vor. Und welches Kartell zwischen Auto- und Ölindustrie soll es geben? Die haben genau entgegengesetzte Interessen. Die Autoiundustrie profitiert von einem niedrigen Ölpreis, Ölfirmen von einem hohen. Aber mit der Logik haben es Ökos nicht so.

    “Was schadet ein hoher Ölpreis, wenn das Auto nur noch 1-2 Liter verbraucht oder mit anderen Energieträgern fährt? Dann aber würde der Verdienst der Mineralölwirtschaft geschmälert.”
    Nein! Natürlich will jeder Ölkonzern möglichst viel pro Liter verdienen. Die können gar kein Interesse daran haben, den Ölpreis niedrig zu halten.

  40. Rudolf Kipp

    am 24. August 2009 um 21:45 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Herr Dr. Heller,

    Meinen aufrichtigen Glückwunsch. Sie haben es innerhalb kürzester Zeit geschafft, sämtliche hier im Forum aktiven AGW-Kämpfer gegen sich aufzubringen. Schon das zeigt, dass Sie mit ihrem Beitrag mehrfach ins Schwarze getroffen haben.

    Ich wünsche mir auf jeden Fall, noch weitere Artikel von Ihnen hier zu lesen. An die teilweise doch recht persönlichen Angriffe muss man sich aber leider gewöhnen. Gute Kinderstube ist wohl nicht allen gleichsam gegeben. Aber da die Angriffe hauptsächlich Ihrer Person bzw. Ihrer Quelle gelten haben die Herren offensichtlich auch keine Wege, Ihnen sachlich etwas entgegen zu setzen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Rudolf Kipp

  41. Thorsten

    am 24. August 2009 um 22:08 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Liberaler

    Ein-Liter-Autos wurden als Prototypen schon vor 17 Jahren produziert!

  42. Dr. Peter Heller

    am 24. August 2009 um 22:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo Herr Heß,

    Sie haben natürlich recht.

    Ich finde es übrigens immer wieder interessant, daß die Klimaschützer nicht begreifen wollen, daß nachfrageorientierte Maßnahmen ungeeignet sind, Emissionen zu vermindern. Denn eigentlich besteht hier die Brücke zum Kompromiß zwischen Katastrophikern und Skeptikern. Mit angebotsorientierter Politik können beide ihr jeweiliges Ziel erreichen. Weniger Emissionen wären möglich bei gleichzeitig höherem Wachstum.

    Soweit ich weiß, hat aus dem Lager der “Klimaschützer” allein James Hansen (NASA - ich denke, der Mann ist den meisten hier ein Begriff) bislang begriffen, daß Emissionshandel nichts bringt:

    http://www.columbia.edu/~jeh1/mailings/2009/20090505_TempleOfDoom.pdf

    Er hat nur vergessen, seinen im Kern richtigen Ansatz zu Ende zu denken. Denn die von ihm in die Debatte eingebrachte “Karbonsteuer” bringt eben auch nichts.

    Da aber Klimaschutz heute fast ausschließlich mit “Cap-and-Trade” besetzt wird, werde ich das Gefühl nicht los, daß Klimaschützer das Klima überhaupt nicht schützen wollen. Sondern vielmehr antikapitalistische Ideologien durch die Hintertür zu etablieren zu versuchen. Viele Leute merken das leider (noch) nicht. Versuchen wir also weiterhin, entsprechend aufzuklären.

    @all:

    Liebe Leute, ich weiß nicht, von welcher Art Wahn Herr Thorsten ergriffen ist. Ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll. Ich bin echt, ich bin wirklich Astrophysiker und arbeite wirklich als Zukunftsforscher und Trendscout. Und ich werde tatsächlich auch dafür bezahlt. Der Herr Thorsten scheint mir ein typischer Verschwörungstheoretiker zu sein. Mir fällt dazu nichts mehr ein, außer vielleicht, daß sich eben doch nicht jeder Aspekt der Realität im Internet wiederspiegelt. Obwohl man mich im Web tatsächlich finden könnte (habe ich soeben überprüft). Naja, für das hier werde ich nicht bezahlt. Das soll Spaß machen, das hier ist privat und Hobby. Meine berufliche Tätigkeit ist hier nicht von Belang. Ebensowenig wie die von Herrn Thorsten (Ex-Stasi-Mitarbeiter?). Obwohl ich durchaus plane, den ein oder anderen kommenden Artikel mit ein paar Aspekten aus der Zukunftsforschung anzureichern. Deswegen belassen wir es dabei, ich mag zu dem Herrn Thorsten wirklich nicht mehr sagen.

    Außer vielleicht: Wenn er so darauf aus ist, meine Glaubwürdigkeit und Integrität in Zweifel zu ziehen, dann hat ihn der zentrale Gedanke des Textes (das Angebot bestimmt die Emissionen - und man kann dies nicht durch Nachfragesteuerung kontern) offensichtlich bis ins Mark getroffen. Das war auch Sinn der Sache.

    Ich habe in den nächsten Tagen viel zu tun. Von daher werde ich nicht mehr so intensiv antworten können, wie bisher. Viel Spaß noch, wenn Sie alle weiterdebattieren möchten. Und besten Dank für jeden Beitrag, auch für die kritischen Stimmen.

    bis dahin,

    Peter Heller

  43. Thorsten

    am 24. August 2009 um 23:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Rudolf Kipp

    Schon das zeigt, dass Sie mit ihrem Beitrag mehrfach ins Schwarze getroffen haben.

    Das müssen Sie mir näher erklären, Herr Kipp. Ich habe Herrn Heller nur gebeten, seine Identität glaubhaft zu machen. Wenn sich jemand als “Physiker”, “Astronom”, “trendscout” und “Zukunftsforscher” ausgibt, so ist das eine wissenschaftliche Qualifikationsbezeichnung. Ich wüsste da schon gerne, mit wem ich es hier zu tun habe. Nach all dem, was ich hier angeführt habe, dürften zumindest gewisse Zweifel an den Angaben des Herrn Dr. Heller bestehen.

  44. Thorsten

    am 24. August 2009 um 23:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Dr. Peter Heller

    Wenn Sie der sind der Sie vorgeben zu sein, warum macht es Ihnen dann solche Probleme, zu sagen, wo Sie forschen und publizieren…?

    Wir sind da als AGW’ler wirklich gebrannte Kinder. Man schaue sich nur Durkins Film Klimaschwindel oder die zahlreichen Petitionen der Klimaskeptiker an. Nur ein Bruchteil der dort als “Wissenschaftler” angegebenen “Fachleute” waren das, was sie angeblich sein sollten. Ein großer Teil der vorgeführten “Experten” entpuppten sich als oft fachfremde, seit langem bekannte Lobbyisten der Industrie. Das ist erwiesen!

    Folgendes Sprichwort möchte ich nicht auf Sie persönlich verstanden wissen, aber wer einmal lügt dem glaubt man nicht - mehr…

  45. Rudolf Kipp

    am 24. August 2009 um 23:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Thorsten

    Nach all dem, was ich hier angeführt habe, dürften zumindest gewisse Zweifel an den Angaben des Herrn Dr. Heller bestehen.

    Fällt Ihnen wirklich nichts Besseres mehr ein, als bei Ihnen bestehende Zweifel hier immer wieder auszubreiten? Nur weil Sie nicht googeln können?

    Das ist jämmerlich und trägt wirklich nichts zu irgend einer Diskussion bei.

  46. Krishna Gans

    am 25. August 2009 um 00:05 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Dr. Peter Heller
    zu Thorsten
    vollkommen richtig, Paranoia ^10, und wenn er alles, was er Sie fragte wüßte, könnte er nichts damit anfangen.
    Wahrscheinlich würde er es nicht mal lesen (können), geschweige denn verstehen.
    Nehmen Sie ihn wie er ist, ein schrulliger Troll, der einem gern das Wort im Mund umdreht, mit Tatsachen und Fakten auf dem Kriegsfuß steht - kurz - nicht sonderlich ernst nehmen in diesem speziellen Fall.
    ;.)

  47. Dr. Peter Heller

    am 25. August 2009 um 00:07 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hmmm, also doch noch ein letztes Mal. Zum Vergnügen aller Mitlesenden: stacheln wir den Herrn Thorsten, dessen wahre Identität ja zu seinem großen Frust für niemanden hier von Interesse ist, noch ein bißchen an.

    Auf daß er sich endgültig der Lächerlichkeit preisgebe. Ich bin fies, ich weiß, aber er ist erwachsen (vermutlich), er muß wissen, was er seiner Reputation zufügt.

    Nach einem halben Dutzend Fernsehauftritten, nach einem Dutzend Radiointerviews, nach mehr als 30 öffentlichen Auftritten und Vorträgen muß ich denn erkennen, daß ich tatsächlich nicht bekannt bin. Und ja, auch einige Texte von mir sind in diversen Medien (Zeitschriften und Bücher) bereits erschienen. Bedauerlicherweise auch keine Publikumserfolge. Das ärgert den Herrn Thorsten natürlich sehr, muß er doch erkennen, daß sein Gesprächspartner weder berühmt, noch prominent ist. Er hat sich aus den Höhen seiner geistigen Überlegenheit dazu herabgelassen, den Text eines Niemand zu kommentieren, er hat nicht gleich erkannt, daß er nicht mit einem potentiellen Nobelpreisträger kommuniziert.

    Wie peinlich für ihn.

    Zumal mich vor dem letzten Klassentreffen ein Schulfreund damit überrascht hat, daß er meinen Lebenslauf nahezu lückenlos aus dem Internet heraus rekonstruieren konnte. Ich hatte selbst nicht geahnt, wieviel Spuren man so hinterläßt.

    Bedauerlich ist dies aber vor allem für Herrn Thorsten, denn nun wissen wir, daß er sich im Internet nicht wirklich zurechtfindet.

    Jetzt ist aber wirklich erstmal Feierabend. Keine Sorge, Herr Kipp, ich schreibe weiter. Ich finde die Kommentare manchmal interessant, manchmal auch belustigend. Es fängt an, richtig Spaß zu machen. Danke für die Blumen.

    bis bald

    Peter Heller

  48. Klaus

    am 25. August 2009 um 00:36 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Thorsten

    Ich bewundere zwar, mit welchem Durchhaltevermögen sie hier mit diskutieren, verstehe aber nicht ganz, warum Ihnen das nicht zu dumm ist.
    Es ist offensichtlich, dass der angebliche Dr. Heller nicht bereit ist zu diskutieren. Wer auch immer hinter dem Artikel steckt, angesprochen wird durch ihn nur eine kleine Gruppe von, nun nenne ich sie “Verschwörungstheoretikern”, welche sich gerne selbst auf die Schulter klopfen und anschließend nicht bereit zum Nachdenken sind.
    Woher nehmen Sie ihre Motivation? Sie reden doch eh nur gegen Psydonyme oder mit Beklopten.

  49. Thorsten

    am 25. August 2009 um 00:56 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Dr. Peter Heller

    Ihr Hohn und Ihre Häme, mit dem Sie die verweigerten Auskünfte zu übertünchen versuchen, zeigt mir nur, dass ich mit meinen Vermutungen nicht ganz falsch liege.

    Nach einem halben Dutzend Fernsehauftritten, nach einem Dutzend Radiointerviews, nach mehr als 30 öffentlichen Auftritten und Vorträgen muß ich denn erkennen, daß ich tatsächlich nicht bekannt bin. Und ja, auch einige Texte von mir sind in diversen Medien (Zeitschriften und Bücher) bereits erschienen.

    Das sieht wohl eher nach Selbstdarsteller als nach Wissenschaftler aus. Mich interessieren fachwissenschaftliche Publikationen und mich interessiert Ihre Forschungsarbeit, Herr Dr. Heller! Mit dieser Ihrer Auflistung kann ich als in der Öffentlichkeit stehender Biologe locker mithalten, ohne mich hier öffentlich als “Zukunftsforscher” zu bezeichnen.

  50. multiverus

    am 25. August 2009 um 02:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Dr. Peter Heller, Ihr Posting, zweiter Teil

    Sehr geehrter Herr Dr.Heller,
    an die Angriffe eines “Thorsten” müssen Sie sich hier gewöhnen.

    Sie sind nicht der Erste, der genau in dieser Weise angegangen wird. Betrachten Sie es als “Ritterschlag”, dass “Thorsten” Sie penetrant versucht persönlich anzugreifen. Zu diesem Mittel greift er nämlich immer dann ( und ich weiss, wovon ich rede ! ) , wenn er der Kraft der Argumente des Angegriffenen nicht anders begegnen kann.

    Lassen Sie sich davon bitte nicht aus der Fassung bringen!

  51. Thorsten

    am 25. August 2009 um 02:24 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Dr. Peter Heller

    Nachdem Sie mit mir lang genug Verstecken gespielt haben, gehe ich davon aus, dass Sie bis vor wenigen Jahren als Marketingchef für die Firma Intospace tätig waren. Aufgabe der Firma Intospace war und ist es, die Kommerzialisierung des Weltraums voranzutreiben. Anteilseigner der Firma Intospace sind neben Hightech-Branchen auch Banken und Versicherungen, die mit dem Weltall Geld verdienen wollen.

    Heute begleiten Sie für das Innovationszentrum Niedersachsen industrienahe, von großen Konzernen gesponserte Kongresse und Mobilitätsevents, halten Vorträge über “virtuellen Konsum”, “Avataren” und erschließen für die Industrie neue Märkte. Als Zukunftsvision der Mobilität sehen Sie im Jahre 2066 intelligente, 200 PS-starke Fortbewegungsmittel…

    Ihre Zukunftsvisionen machen mir Angst, Herr Heller. Sie zeichnen eine entmenschlichte, dem Konsum geopferte Welt, entwerfen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, bezeichnen “Software” als einen “nachwachsenden Rohstoff”, den Computer als einen “Freund”.

    Ihre Angaben zu Ihrer Berufstätigkeit waren offensichtlich zutreffend, sorry für mein Misstrauen. Zu oft werden in Skeptikerforen “falsche Wissenschaftler” verkauft, die sich bei näherem Hinsehen als fachliche Laien und Lobbyisten entpuppen.

    Wenn Sie der von mir beschriebene Dr. Heller sind, werden Sie jedoch einräumen müssen, dass Ihre Arbeit zielgerichtet und im Interesse der Industrie darauf gerichtet ist, neue Konsumfelder zu erschließen und lukrativ zu machen.

    Vor diesem Hintergrund haben Sie natürlich ein Interesse daran, dass die Wirtschaft weiter ungebremst expandiert. Eine Kehrtwende in der Energie- und Wirtschaftspolitik kommt Ihnen da ungelegen, Ihre Gesprächspartner sind die Vertreter der Unternehmen, die unter den jetzigen Rahmenbedingungen groß geworden sind. Dabei müssten gerade die Visionen eines “Zukunftsforschers” in eine ganz andere Richtung gehen. Nicht nachwachsende Software sondern nachhaltige Lebensgrundlagen für alle Menschen sollten Leitbild Ihrer Visionen sein. Mein Eindruck ist hingegen, dass Sie eher ein “Zukunftsproduktforscher” als ein “Zukunftsforscher” sind. Ihr Interesse ist es, die Zukunft für die Industrie konsumfähig zu machen.

    Eine derartig konsumorientierte Welt ist nicht das, was ich mir unter Zukunft vorstelle!

  52. Georg Hoffmann

    am 25. August 2009 um 05:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Heller
    “auch für Sie gilt: Bitte etwas Anstand. Wenn wir debattieren, dann mit gegenseitigem Respekt.”
    Nein. Ich habe keinen Respekt vor Ihnen und Sie ja auch keinen vor mir, wie bereits in ihrem Text ausgefuehrt (”Die üblichen Verdächtigen, also schlicht vom Medieninteresse korrumpierte und/oder überforderte Klimaforscher, beeilen sich auch gleich, diese Interpretation mit falschen oder trickreich verfälschten statistischen Daten zu untermauern.”). Wir sind also kitt.
    Zum vermeintlichen Inhalt ihres daemlichen Texts.
    1) Dinge habe einen gesellschaftlich vereinbarten Preis. Wird etwas als gesellschaftlich unerwuenscht angesehen (Tabak, Drogen), wird der Preis erhoeht oder das Produkt ganz verboten. Der Grossteil des Erdoel-Preis heute ist ein politischer-gesellschaftlicher Preis und so wird es auch in Zukunft bleiben.
    2) “In beiden Fällen geben mir die Fakten recht. Sowohl die Emissionen steigen (nach 20 und mehr Jahren Klimadebatte)” Die Fakten zeigen, dass auch nach 20 Jahren der Erdoelpreis niedrig ist und somit weiterhin natuerlich der Energietraeger gefoerdert und genutzt wird, der am preiswertesten ist. Eine direkte Besteuerung auf absolut jedes Produkt je nach freigesetzer CO2 Menge ist daher eine gute Idee (wenn auch praktisch nicht leicht umzusetzen). Heute findet beispielsweise eine Besteuerung je nach in ein Produkt investierter menschlicher Arbeit statt, was einen permanenten Rationalisierungsdruck auf praktisch jedes Produkt ausuebt. Alternativ koennte man eben per Steuern einen permanenten Druck zur Reduzierung von Emissionen ausueben. All dies sind Konzepte, die bei Konferenzen wie in Kopenhagen diskutiert werden.
    3) Ihr Beitrag ist dumm und konzeptlos. Sie verwechseln eine normative mit einer positiven Beschreibung, ein Kardinalfehler. Sie wissen ueberhaupt nicht, was in Kopenhagen eigentlich verhandelt wird (weshalb sie sich wundern, dass da nur so wenig Geowissenschaftller sind) und schreiben trotzdem drueber. Was ein Gimpel.

  53. Heinz Eng

    am 25. August 2009 um 11:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Herr Heller

    Ihre Ehrlichkeit in allen Ehren, aber mit den eigenen Realnamen zu posten ist im allgemeinen sehr gefährlich, zumal gewisse Öko-Extremisten nicht mal vor persönlichen Angriffen zurückschrecken.
    Besonders sollten Herren die dummen Fragen nach der Identität sein lassen, die hier auch nur mit Nicknamen oder ständig wechselnden Identitäten auftauchen und beständig nur mit Beleidigungen und Unterstellungen versuchen die Diskusion zu stören.

    Hier ist halt jeder auffällig, der nicht dem Klimawahn und EE-Schwachsinn huldigt, jeder automatisch von den EVU/EXXON/pösen Konzern bezahlt und als Spiegent eingeschleust wird. Damit müssen wir halt leben und das gehört auch zu den hauptsächlichen Waffen der Katastrophiker, die leider fachlich/technisch völlig unbedarft sind.

    Gerade das aber ist auch mein Grund hier Artikel zu verfassen oder zu kommentieren, diese Leute mit Tatsachen zu ärgern und ihre wahren Absichten ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren…….ähnlich eines Vennecke der gezielt nach Beiträgen von Skeptiker sucht um diese dann anschließend zu zerreisssen, hat halt jeder so sein Hobby.

    Machen Sie so weiter Herr Heller, es macht Spass Ihren Schreibstil und Ihre Offenheit lesen zu dürfen.

    Hochachtungsvoll

    Heinz Eng

  54. Thilo Pfennig

    am 25. August 2009 um 11:22 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich will mal auf einige Punkte eingehen, die hier von Herrn Heller und anderen genanntn wurden:

    Zum einen wurde ExxonMobil im wesentlichen als wissenschaftlich vertrauenswürdige Quelle genannt. ich weiss ja nicht, welche Vorstellungen hier über Wissenschaftlichkeit usus sind, aber ich denke, dass ein Konzern der rund 400 Milliarden pro Jahr umsetzt mit Erdöl und anderen Produkten nicht als ein neutraler Informationslieferant gelten kann.

    Greenpeace set auch Geld um - mit Umweltschutz - aber nur 1/2000 von ExxonMobil - und sie verdienen nicht an ganz konkreten Umsätzen. Greenpeace Geschäft ist es, Menschen zu informieren. Greenpeace ist im Vergleich zu vielen anderen Umweltorganisationen relativ groß, aber auch relativ kritikwürdig. Im allgemeinen aber beteiligen sie sich an bzw. verweisen sie auf wissenschaftliche Forschung. Es gibt keine wirtschaftlichen Interessen in dem ExxonMobil Sinne, dass sie direkt von einem Verbrauch oder Reduktion des Umsatzes irgendeines Rohstoffes direkt verdienen würden.

    Die UNO, die hier auch in den Topf geworfen wurde, ist DIE zwischenstaatliche Organisation - und sicher gab es dort auch immer wieder Fehlentscheidungen. Aber alleine von der grundsätzlichen Aufgabenstellung versucht die UNO im Interesse alle Staaten auf der Welt aufzutreten. das ist nicht immer gut, aber im Falle der Umwelt ist das, was die UNO schreibt oftmals eher der kleinste gemeinsame Nenner, als besonders radikal, bzw. worst case.

    Wer ExxonMobil, Greenpeace und UNO in einen Topf wirft, argumentiert daher unredlich. Wer so tut, als läge EM irgendetwas an der Zukunft der Welt, oder stelle eine neutrale, wissenschaftliche Instanz dar, der versucht den Menschen Sand in die Augen zu streuen. Dazu passt im übrigen auch ganz gut die Bezeichung “Zukunftsforscher”. Die stellt nämlich nicht, lieber Torsten, irgendeine “Qualitätsbezeichnung” dar. Ich könnte mich ohne weiteres auch so nennen. Allerdings versuche ich nicht mit pseudowissenschaftlichen Berufsbezeichnungen meine Argumente zu untermauern. Wenn wir alle ExxonMobil als Instanz für Umweltpolitik erklären würden, würden wir den Bock zum Gärtner machen.

    Vielleicht veranschaulicht Dr. Hellers Artikel aber durch die Auswahl von EM sehr gut, wie wenig wissenschaftliche Substanz vorhanden ist. Da es offenbar keine wissenschaftliche Untersuchungen renommierter Institute gibt, die die gewüschten Ergebnisse liefern, muss man eben Wissenschaftler einkaufen um eine Wunschstudie zu erstellen.

    Aus meiner Sicht widerspricht der Artikel im erheblichen Maße journalistischen Grundsätzen, weil er einseitige PR für eine Industrie macht. Zudem vermeknt der Autor hier die Klimadebatte mit der Frage der Ölreserven. Die hängen aber nicht direkt zusammen. Als Fazit kann ich nur ziehen, dass dies ein sehr schlechter und einseitiger Artikel ist.

    Was Klimaerwärmung angeht, so ist und bleibt der Fakt, dass es einen globalen wissenschaftlichen Konsens gibt. Was Ölreserven angeht, so gibt es da eine Vielzahl widersprüchlicher Aussagen und es hängt auch erheblich von der wirtschaftlichen so wie von der Preisentwicklung ab, wie sich die Lage entwickelt. Die Sichtweise auf die Ölreserven selbst z.B. hat Einfluss auf selbige. Und eins ist klar: ExxonMobil kann kein Interesse daran haben, dass die Menschheit anfängt zu glauben, dass Ölreserven endlich wären. Dadurch würden Investitionen in andere Bereiche fliessen und dadurch direkt EMs Geschäft schaden. Natürlich sorgen sie dann dafür, dass solche Artikel wie dieser hier veröffentlicht werden. Die Aufgabe solcher Artikel ist es nicht zu informieren - und auch nicht Menschen von bestimmten Thesen zu überzeugen, sondern einfach nur Unsicherheit und Zweifel zu streuen. Eine geschwächte Überzeugung ist vollkommen ausreichend, um bestimmte Politikänderungen zu verhindern und somit den Status quo aufrecht zu erhalten.

    Der richtige Umgang mit solchen Artikeln ist daher, die dahinterstehenden Interessen deutlich zu machen und die nicht-validierten Schlüsse darin abzulehnen. Dies hat nichts mit Wissenschat zutun, das ist Propaganda.

  55. moosgeist

    am 25. August 2009 um 12:40 Uhr | Link | Kommentar melden

    Thorsten (24. August 2009 um 18:29 Uhr)

    Unter meinem wirklichen Namen finden sich im Internet zahlreiche Veröffentlichungen, Medienberichte etc., ohne dass ich diese aktiv ins Internet gestellt oder eine Veröffentlichung angestrengt habe.

    Mit Verlaub, das halte ich für Wunschdenken eines Gescheiterten. Dass Sie gerne bekannt und renommiert wären, glaube ich Ihnen gerne. Ich glaube aber eher, dass Herr Dr. Heller mit seinem zarten Hinweis der Wahrheit sehr nahe kommt. Denn immerhin kann man Ihren Hang zur Diskreditierung, Diskriminierung und Provokation mit anschließender Denunziation Anderer in allen Thread‘s hier verfolgen. Eigenes Wissen kam in Ihren Postings bisher nicht zum Vorschein.
    Was haben Sie nicht schon schwadroniert was Sie alles sind. Da war mal der Wildbiologe, der stur leugnete, dass Rehe zu den Geweihträgern gehören. Da war dann der „Oberjägermeister“ –sprich Jagdaufseher- dessen Aufgabe es ist möglichst viele Rehböcke abzuschießen und als Beweis die Schädel auskochte. Dann gab es auch schon den Agrarbiologen der allen Ernstes behauptete, dass derzeit in Grönland p.a. 2 Roggenernten eingefahren werden und zu guter letzt sich darauf ausredete, dass Roggen auch bloß Heu sei. Dann war der Herr schon auf Forschungsexpedition in den (Hoch)Anden und kannte noch nicht einmal die Höhenlager zur Akklimationsphase. Diese Reihe lässt sich beliebig fortsetzen.
    Immer ziehen Sie sich ein Mäntelchen über, das Ihnen zu kurz ist. Das einzige was Sie wirklich können, ist mit Zähnen und Klauen eine Ideologie zu verteidigen, das habe Sie offensichtlich gelernt, denn dazu braucht man keine Fachkenntnisse sondern nur einen Glauben oder einen Auftrag. Es ist einfach nur noch peinlich zu beobachten wie Sie hier agieren.

  56. Heinz Eng

    am 25. August 2009 um 13:04 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Herr Hoffman

    “”"Die Fakten zeigen, dass auch nach 20 Jahren der Erdoelpreis niedrig ist und somit weiterhin natuerlich der Energietraeger gefoerdert und genutzt wird, der am preiswertesten ist. Eine direkte Besteuerung auf absolut jedes Produkt je nach freigesetzer CO2 Menge ist daher eine gute Idee……”"”

    Hmm, ein “Klimaforscher” mit links/grünen Ambitionen fordert Steuern auf CO2 freisetzende Produkte.
    Das heißt am Ende, der Staat kann uns immer weiter in die spärlich bestückten Taschen greifen und seine Finanzen sanieren, der Klimaforschung bleiben ihre Forschungsgelder erhalten und das alles nur um eine per Computermodell vorhergesagte Überhitzung des Planeten um bis zu 6 Grad zu verhindern?

    Logisch….

    das Sie das als Klimaforscher fordern, danke für den tiefen Einblick in Ihre Gedankenwelt.
    Aus diesen Grunde ist den Protagonisten der Potsdamer Warnanstalt (PIK) auch der letzte AR4 viel zu lax ausgefallen, mit den dort vorhergesagten Werten ist ja nun wirklich keine Panik mehr zu verursachen.

    Ich habe verstanden, Danke werter Herr

    Heinz Eng

  57. Heinz Eng

    am 25. August 2009 um 13:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Klaus

    “”"Woher nehmen Sie ihre Motivation? Sie reden doch eh nur gegen Psydonyme oder mit Beklopten.”"”"

    Jaja, Menschen die technische Berufen nachgehen sind für Soziopädagogen natürlich etwas minderbemittelt……..sind wir doch eher der Realität zugeneigt, als all zu viel idealistischen Spinnereien nachzuhängen.

    Wer selber nur mit Pseudonym in Erscheinung tritt, sollte nicht anderen Pseudonymen diese Tatsache als Vorwurf machen.

    Habe die Ehre

    Heinz Eng

  58. E.U.Mueller

    am 25. August 2009 um 13:21 Uhr | Link | Kommentar melden

    @G.Hoffmann

    “1) Dinge habe einen gesellschaftlich vereinbarten Preis. Wird etwas als gesellschaftlich unerwuenscht angesehen (Tabak, Drogen), wird der Preis erhoeht oder das Produkt ganz verboten. Der Grossteil des Erdoel-Preis heute ist ein politischer-gesellschaftlicher Preis und so wird es auch in Zukunft bleiben.”

    Von welcher Gesellschaft vereinbart?
    Der Erdölpreis ist zunächst ein Marktpreis (Weltmarkt) und bildet sich nach
    Angebot und (auch spekulativer) Nachfrage.
    Steuern und Abgaben auf Erdölprodukte wie Benzin werden erst von den Staaten
    (Gesellschaften) in ganz unterschiedlicher Höhe erhoben.
    http://www.erdoel-vereinigung.ch/UserContent/Shop/EV%20-%20Preisbildung.pdf

    Sie können zunächst durch Preiserhöhung oder Verbot in einem Staat die
    Nachfrage marginal verringern, was einen niedrigeren Weltmarktpreis zur
    Folge hätte. Ob es eine international von allen Staaten (Gesellschaften)
    beschlossene Abgabenerhöhung geben wird, ist eine ganz andere Frage.
    “Die Gesellschaft” gibt es jedenfalls ebensowenig wie eine Weltregierung
    auch wenn genau das wohl das Ziel einiger Akteure zu sein scheint.

  59. Georg Hoffmann

    am 25. August 2009 um 13:30 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Eng
    “Hmm, ein “Klimaforscher” mit links/grünen Ambitionen fordert Steuern auf CO2 freisetzende Produkte.”
    Ich habe mit Sicherheit keine links/gruenen Ideen (Ambitionen ist Ihnen wahrscheinlich nur so rausgerutscht weil auch mal ein Fremdwort dabei sein muss gell? Das geht dann aber genau wie bei Pike und Peak meist daneben). Wenn man CO2 Emissionen in einer relativ freien Wirtschaft reduzieren will, muss man einen Preisdruck auf CO2 freisetzende Techniken und Verfahren erheben. Es muss ein Vorteil fuer diejenigen entstehen, die energetisch oekonomischer wirtschaften. Das ist eigentlich ganz trivial. Die Alternative sind direkte Regelungen und Verbote. So hat die US Regierung jetzt ein Gesetz erlassen, was die Produktion von > 11 Liter Autos ab 2015 (beide Zahlen aus dem Gedaechtnis) schlicht verbietet. Ich halte Steuern fuer eine angemessenere Loesung.

  60. Prof. Dr. Dr. Klaus

    am 25. August 2009 um 13:47 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Hein Eng

    Es scheint mir sie haben keine gute Meinung von Sozialpädagogen ^^.
    Mit Psydonymen habe ich kein Problem, eher damit sich für jemanden auszugeben, der man nicht ist. Z.B. Doktor, Wissenschaftler oder gar Professor ;-).
    Wenn “Herr Heller” also behauptet ohne Psydonym zu schreiben, dann sollte er auch dazu stehen. Tut er aber nicht und weicht einfachen Nachfragen nach seiner Arbeit aus. Logische Konsequenz für die meisten Leser ist dann, dass es Herrn Heller in dieser Form nicht gibt. A gesagt, B nicht.

    Ich muss zugeben, dass des Authors Schreibstil echt gut ist. Schön zu lesen und bisweilen auch sehr amüsant. Wer hört nicht gerne einen Spruch über unfähige Beamte. Mit Wissenschaft hat das alles jedoch herzlich wenig zu tun, und falls Sie jemals an der Universität waren, wissen Sie das auch.

    Habe die Ehre! (find ich schön)

    Klaus K.

  61. Georg Hoffmann

    am 25. August 2009 um 14:39 Uhr | Link | Kommentar melden

    @E.U.Mueller
    Eigenartige Nacfrage ihrerseits. Die schoene Broschuere, die Sie mitverlinkt haben erklaert doch sehr schoen, wie und in welcher Form genau der Erdölpreis gesellschaftlich vereinbart wird. Der groeszte Batzen ist in der Tat (fuer die Schweiz) 50% Mineraloelsteuer+MWst+Pflichtabgabe, dh die Haelfte des Preises ist schlicht staatlich, also von der Schweizer Gesellschaft bestimmt.
    Aber auch der Rest hat nicht viel mit dem zu tun, was der Heller hier schreibt. Der frei ausgehandelte Preis “freier” Anbieter und “freier” Kaeufer ist bestenfalls eine Karikatur dessen, wie der “freie” Erdoelpreis zustande kommt.
    Die OPEC ist ein Kartell, welches Foerdermenge und Preis festlegt. Ihre Absprache sind unter anderem politisch motiviert (Anlass zum sog 73 Embargo war der Kippur Krieg, also eine politische Entscheidung seitens der OPEC)
    Es gibt Leute, die meinen, der US Krieg im Irak waere nicht nur aus Menschenrechtsgruenden gefuehrt worden. Das bedeutet, dass einer der groesseren Kunden am freien Markt die Infrastruktur und Regierung eines der Anbieterstaaten zerstoert hat, unter anderm, um auf die Preisgestaltung der Zukunft einen Einfluss zu nehmen.
    Schon an den beiden Beispielen sieht man, dass es sich beim Erdoel nicht um einen Markt wie jeden anderen handelt. So wenig wie die Butter im Supermarkt, nein noch viel weniger ist der Erdoelpreis ein “freier Preis”, er ist gesellschaftlich festgelegt. Wenn er also so wie jetzt in erster Linie politisch festgelegt ist, dann kann er eben in Zukunft auch politisch anders festgelegt werden.

  62. Anhalter

    am 25. August 2009 um 14:40 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Prof. Dr. Dr. Klaus

    Da Sie sich in Ihrem Posting am 25. August 2009 um 13:47 Uhr offenbar mit dem Klaus solidarisieren bzw. sich direkt auf die Antwort von Herrn Eng beziehen nehme ich an, dass Sie beide ein und dieselbe Person sind.

    Sie reden doch eh nur gegen Psydonyme oder mit Beklopten.

    Unabhängig von der Schreibweise (Tippfehler passieren halt):

    An welcher universitären Einrichtung werden Lehrstühle mit Leuten besetzt, die solch einen Umgangston pflegen wie Sie?

    Anhalter

  63. Heinz Eng

    am 25. August 2009 um 15:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Herr Hoffmann

    “”"”…..(Ambitionen ist Ihnen wahrscheinlich nur so rausgerutscht weil auch mal ein Fremdwort dabei sein muss gell? Das geht dann aber genau wie bei Pike und Peak meist daneben)……..”"”"

    Ach ja, haben Herr Dr. wieder eine Rechtschreibschwäche aufgedeckt, wie erfreulich für Sie, Herzlichen Glückwunsch.

    Höhere Steuern…..höre ich immer aus der links/grünen Ecke……und das Sie der selben Ansicht sind, ist wohl meine Schlussfolgerung nicht ganz unrichtig, gelle?

    Verbote…..inzwischen werden ja schon Alltagsgegenstände wie die schnöde Glühlampe aus dem Verkehr gezogen um damit irgendwie positiven Einfluss aufs Klima nehmen zu wollen…….was kommt als nächstes?
    Sie sind der Mann mit der Glaskugel, was sagt die Ihnen, welche irrsinnigen Massnahmen noch alles beschlossen werden um die Freiheit des Individiums einzuschränken?
    Ich kann nur hoffen, das in 5 Jahren nicht gesagt wird, Klimaforschung wird nicht mehr benötigt, alles ist gesagt, das Ziel ist erreicht……Mohr du hast deine Schuldigkeit getan?
    Was machen Sie dann?
    Wahrscheinlich mit Ihren schönen Supercomputern die nächsten Lottozahlen vorhersagen…….was aber genauso schief gehen wird wie Ihre netten Klimamodelle.

    Schöne Grüße ins Kernkraftangetrieben Frankreich

    Heinz Eng

  64. Guillaume

    am 25. August 2009 um 15:22 Uhr | Link | Kommentar melden

    …was an Fakten gesagt wurde , passt auf eine DIN A4 Seite!

    Diese emotional aufgeheizte Diskussion ist keine Freude für Menschen die etwas von euch Experten(?) lernen wollen…….

    Macht mal 24 Stunden Pause…..

  65. Heinz Eng

    am 25. August 2009 um 15:25 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Klaus

    Ach wissen Sie, bei mir hat Herr “Thorsten” auch schon versucht hinter meine wahre Identität zu kommen und hat sich dabei gewaltig seine Milchzähnchen ausbeissen müssen, also nichts neues.

    Ich berurteile hier die Menschen nach Ihren Äusserungen und Einstellungen und Ihrem Auftreten……..so ein Dr. oder Prof. war noch nie relevant für mich.
    Respekt muss man sich durch sachliche, nachprüfbare Fakten und Argumente erarbeiten, nicht durch persönliche Angriffe und Beleidigungen.

    Was hat mir meine Mutti damals beigebracht……..wer schreit hat unrecht……….und daran versuche ich mich bestmöglich zu halten ( wenn es hier auch oft sehr schwer fällt).

    “”"”Es scheint mir sie haben keine gute Meinung von Sozialpädagogen ^^.”"”

    Ich möchte damit nicht ganze Berufsstände herabwürdigen, es geht viel mehr darum das technische Laien beständig das Lied vom Experten in Energiedingens anstimmen und dabei jede menge fachlichen und physikalischen Unsinn verzapfen.

    Obwohl……..gerade unter diesen Berufsgruppen findet man besonders viele Anhänger der Grünen und der Linken/Bündnis 90………….wäre mal eine tiefere Analyse der Ursachen wert.

    Ansonsten, …..Nicks…Namen….Pseudonyme…..sind alle Schall und Rauch, der geschriebene Text ist in Blogs ausschlaggebend für die Persönlichkeit des Kommentators/Autors, dementsprechend behandle ich diesen hier auch.

    Hochachtungsvoll, Ihr

    Heinz Eng

  66. Krishna Gans

    am 25. August 2009 um 15:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten

    Eine derartig konsumorientierte Welt ist nicht das, was ich mir unter Zukunft vorstelle!

    Dann kauf Dir beim Meinel ein Paar Latschen ( vergiss die warmen Socken nicht ) und lustwandle durch die kleinen verbliebenen Wäldchen, träume von Pellets, ernähre Dich redlich von den restlichen Pflanzen, die der CO2 Reduktion trotzen, zieh Dich aber warm an, den in der CO2 freien Welt wird es ars… kalt sein - Deiner Meinung nach.
    Huldige dem Klimagott Schellihubi, residierend im Rahmidom zu Potsdam, unterstellt der IPCChurch zu Genf.

  67. Georg Hoffmann

    am 25. August 2009 um 15:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Eng
    “Höhere Steuern…..höre ich immer aus der links/grünen Ecke……und das Sie der selben Ansicht sind, ist wohl meine Schlussfolgerung nicht ganz unrichtig, gelle?”
    Ihre Schlussfolgerung (was ein Wort) ist voelliger Unsinn. Genauso gut koennten Sie Bush oder Merkel als Kommunisten bezeichnen, weil sie Banken verstaatlicht haben. Wenn ich links/gruene Vorstellungen haette oder ich mich im Wesentlichen in einer Partei wie den Gruenen wiederfinden wuerde, glauben Sie mal, dass ich das dann einfach sagen wuerde. CO2 Steuer wird von vielen Leuten diskutiert und ganz bestimmt nicht nur von gruenen Kommunisten.
    Diese Steuer: http://www.enerzine.com/1036/6371+co2–impot-annuel-pour-les-vehicules-les-plus-polluants+.html
    wurde von der konservativ-liberalen Regierung Sarkozy beschlossen.

    “Verbote…..inzwischen werden ja schon Alltagsgegenstände wie die schnöde Glühlampe aus dem Verkehr gezogen um damit irgendwie positiven Einfluss aufs Klima nehmen zu wollen…….was kommt als nächstes?”
    Keine Ahnung. Aber was soll daran pinzipiell so ueberraschend sein? Soll ich ernsthaft mal eine Liste anfangen von Dingen die verboten sind? Bleirohre fuer Trinkwasser, chloridhaltige Reinigungsmittel, Rauchen am Arbeitsplatz, und Autos ohne Sicherheitsgurt. So what? Die feine Linie zwischen Freiheit und Gefangenschaft fuehrt jetzt genau links von der Gluebirne und rechts vom Sicherheitsgurt? Was fuer eine Vorstellung von Freiheit haben Sie denn?

  68. E.U.Mueller

    am 25. August 2009 um 16:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    @G.Hoffmann

    Auch wenn das Angebot künstlich verknappt wird, z.B. durch die OPEC,
    bleibt es dennoch ein Marktpreis. Nur die Hälfte der 10 größten
    Erdölexporteure sind überhaupt Mitglied der OPEC, Russland, China, USA etc. nicht.
    Die Abgaben werden staatlich erhoben (s. Schweiz). Die “eigenartige” Frage lautet
    also: Wer (welche Institution ) soll alle Staaten, also auch China, Indien oder
    Russland zwingen, Abgaben auf Erdöl, in welcher Höhe auch immer zu erheben?

  69. Georg Hoffmann

    am 25. August 2009 um 17:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    @E.U.Mueller
    Ich weiss nicht, wieso man den Erdoelpreis einen Marktpreis nennen kann oder sollte, aber es scheint mir klar, dass ein Staat der 50% Steuern auf Oel erhebt auch 60% oder 80% erheben koennte. Zumindest verstuende ich dann nicht, warum 50% Marktwirtschaft und 80% Kommunismus sein sollte.

    “Wer (welche Institution ) soll alle Staaten, also auch China, Indien oder
    Russland zwingen, Abgaben auf Erdöl, in welcher Höhe auch immer zu erheben? ”
    Verhandlungen. Es ist ja nicht so, dass in China, Indien oder Russland niemand waere, der die Problematik verstuende. (Tatsaechlich habe ich bereits mit einigen Chinesen und Russen veroeffentlicht, die wisensnchaftlich bestens geruestet waren, um ihrer Regierung den STand der Forschung zu vermitteln.)
    Ganz davon ab, ist zumindest fuer die Klimafrage der Erdoelpreis nicht entscheidend. Es geht darum, die um Groessenordnungen groesseren Kohlevorraete in der Erde zu belassen.

  70. Klaus

    am 25. August 2009 um 17:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Anhalter:

    Sie haben meine Titelveränderung etwas mißverstanden. Ich habe vor mein “Psydonym”^^ den Titel “Prof.Dr.” gesetzt, um mein Mißtrauen gegenüber der, angegebenen, wahrheitsgemäßen Identität ders Herrn Dr. Heller zum Austruck zu bringen.
    Ich habe hingegen nie behauptet einen Doktortitel inne zu haben. Habe ich auch nicht, obwohl ich an der Uni Bayreuth tätig bin, jedoch zugegebenermaßen nicht im Bereich Energien. Moniert habe ich auch nur das ständige Ausweichen des Herrn Heller und damit seine Glaubwürdigkeit.

    @Heinz Eng

    Es ist erfreulich. dass wir beide so wenig von Titeln halten. Wie man erst kürzlich lesen konnte sind viele auch nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen.
    Das sie eher an Fakten glauben ehrt Sie, jedoch sollten sie nicht blind auf “Fakten” vertrauen. Bei diesen verhält es sich nämlich ähnlich wie bei den Titeln.^^
    Ich kenne Thorsten nur aus einer anderen Diskussion, dennoch erscheint er mir als einer der wenigen(muss mich jetzt selber auch rügen^^) relativ höflich und sachlich. Ich finde seine Fragen weder beleidigend noch unangebracht. Und nochmal explizit: Auch mich würde interessieren, welchen Hintergrund Herr Heller hat, so könnte man seine “Fakten” auch besser beurteilen. Schließlich würden Sie einer von religiösen Fundamentalisten übersetzten Bibel auch nicht alle “Fakten” abnehmen, oder?

    Schöne Grüße und danke für die diesmal nette Antwort!

    Klaus “Prof.Dr.” K.

  71. Krishna Gans

    am 25. August 2009 um 18:09 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Klaus aka Prof. Dr. Dr. Klaus etc:

    Zur Zeit erst mal nur zur Information, aus den Teilnahmebedingungen !:

    5. Nutzer können ihre Beiträge auch unter einen Pseudonym veröffentlichen. Es ist jedoch nicht zulässig, Beiträge unter mehreren Pseudonymen einzustellen und damit unter verschiedenen Identitäten aufzutreten.

    Unter Pseudonym heißt auch, daß man, was die eigene Identität angeht, auch manches nicht von sich aus publik machen möchte - was es zu respektieren gilt.

  72. Thorsten

    am 25. August 2009 um 18:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Prof. Dr. Dr. Klaus

    Herr Dr. Heller ist grundsätzlich schon der, der er vorgegeben hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er der Dr. Heller ist, den ich in o.g. Beitrag beschrieben habe:

    https://www.readers-edition.de/2009/08/23/oeldorado-das-kopenhagener-dilemma#comment-328366

    Herr Dr. Heller arbeitet nicht als “Zukunftsforscher” sondern er arbeitet als “Zukunftskonsumforscher”. In meinen Augen ist er ein Wirtschaftslobbyist. Auffällig ist auch, dass er sich hierzu gar nicht mehr äussert.

    @ Heinz Eng

    Wer selber nur mit Pseudonym in Erscheinung tritt, sollte nicht anderen Pseudonymen diese Tatsache als Vorwurf machen.

    Es macht doch wohl einen Unterschied, ob man als einfacher Forumsteilnehmer ein Pseudonym verwendet und dies begründet oder ob man mit Pseudonym und akademischen Ehrentiteln Artikel verfasst, in denen man dem Leser angebliche wissenschaftliche Erfahrung, fachbezogene Forschungstätigkeit und Sachkunde suggeriert.

    In Fragen der Klima- und Energiepolitik ist Herr Dr. Heller auf jeden Fall ein fachlicher Laie. Er publiziert nicht wissenschaftlich sondert arbeitet den Konsumwünschen der energiefressenden Industrie zu. Gleichzeitig schimpft er auf unproduktive Bürokraten und vergisst dabei, dass er selber nicht produktiv tätig ist.
    Wer Konsummärkte der Zukunft erfindet, arbeitet i.d.R. nicht produktiv sondern destruktiv. Denn 90 % unserer Konsumgüter gehen am eigentlichen Bedarf vorbei, schädigen die Umwelt und verbrauchen Unmengen an Energie! Als Nächstes wird dann die Antarktis, später der Mond kommerzialisiert. Und warum müssen wir den Weltraum kommerzialisieren? Derartige Bestrebungen finde ich ethisch mehr als fragwürdig. Aus dieser Ecke erklärt sich dann auch Dr. Hellers Lobeshymne auf Exxon.

    Es wäre schön, wenn sich Herr Dr. Heller einmal zu diesen Zielen seiner Arbeit äussert. Aber er ist wundersam in der Versenkung verschwunden.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich bei folgenden Links um unseren Herrn Dr. Heller handelt:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,138401,00.html

    http://www.faz.net/s/RubC369C1C69080485483CF270374650FDE/Doc~E8C150265FD204205B9EA9C76613CC2BE~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    http://www.conbam.de/fileadmin/conbam/images/PDF/TT_Forumprogramm_1303.pdf

    Warum sich Herr Dr. Heller vor seinem Beruf versteckt ist mir schleierhaft. Wesentlicher Bestandteil seiner beruflichen Tätigkeit ist die Werbung, Erkundung von Konsumbedarf und die Umsetzung konsumfördernder Innovationen. Na wenn da keine monitären Interessenskonflikte vorprogrammiert sind….. Wie will Herr Dr. Heller da noch unvoreingenommen und ergebnisoffen urteilen? Das müsste selbst Herrn Gans auffallen, der ja dauernd dem PIK Kungelei mit der Münchner Rück vorhält. Was halten Sie Herr Gans von einem beruflichen Konsumentwickler? Glauben Sie wirklich, dass der Ihnen Energiesparen und neue Bescheidenheit lehren wird?

    @ Moosgeist

    ignore…

    @ Heinz Eng

    Ach wissen Sie, bei mir hat Herr “Thorsten” auch schon versucht hinter meine wahre Identität zu kommen und hat sich dabei gewaltig seine Milchzähnchen ausbeissen müssen

    Ach Herr Eng, da wissen Sie mehr als ich. Wann soll denn das bitte gewesen sein? Könnten Sie bitte die Stelle zitieren, wo ich mir bei Ihnen die Zähne ausgebissen haben soll. Ich würde gerne noch einmal herzhaft lachen heute…!

    Natürlich interessiere ich mich für die Hintergründe der Autoren hier bei R-E. Das ist doch völlig legitim! Aber dass ich mir gerade bei Ihnen die Zähne ausgebissen haben soll, diese Vorstellung entspringt wohl eher Ihrem Wunschdenken, Herr Eng…

  73. Klaus

    am 25. August 2009 um 19:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Krishna Gans

    Danke erstmal für die Belehrung. Ich möchte Sie dennoch daraufhin weisen, dass es für jedermann ersichtlich war, dass “Klaus” und “Prof.Dr. Klaus” die gleiche Person waren. Ein bisschen mehr Humor hätte ich Ihnen schon zugetraut, schließlich können Sie ja über Klimaforscher auch immer herzlich lachen. Also lege ich Ihnen ans Herz, ein bisschen lockerer zu werden. Das hilft manchmal ungemein.

    Ich respektiere, wenn man nicht alles über sich Preis geben will. Wer sich aber auf harmlose Anfragen durchwegs hinter seinen Pseudonym^^ versteckt, muss damit rechnen in manchen Belangen angezweifelt zu werden. Ich hoffe, dass leuchtet Ihnen ein.

  74. E.U.Mueller

    am 25. August 2009 um 19:19 Uhr | Link | Kommentar melden

    @G.Hoffmann

    “Zumindest verstuende ich dann nicht, warum 50% Marktwirtschaft und 80% Kommunismus sein sollte.”
    z.B. wenn ein kommunistischer Staat Öl auf dem Weltmarkt kauft.

    “Ganz davon ab, ist zumindest fuer die Klimafrage der Erdoelpreis nicht entscheidend.”
    Sehe ich auch so, es ging aber oben speziell um Erdöl.

    “Es geht darum, die um Groessenordnungen groesseren Kohlevorraete in der Erde zu belassen.”
    Womit wird dann China in Zukunft seinen rapide steigenden Strombedarf decken,
    mit welcher Art von Energie werden z.B. die derzeit auch auf deutschen Dächern
    montierten Solarpaneele produziert?

    “Es ist ja nicht so, dass in China, Indien oder Russland niemand waere, der die Problematik verstuende.”
    Gerade die Schwellenländer und wenig entwickelten Staaten haben leider noch
    ganz andere Probleme, z.B. Bevölkerungswachstum, wobei gerade hier das
    einzige (friedliche) Mittel zu dessen Verringerung Wohlstand ist. Der direkte Zusammenhang zwischen Wohlstand und Energiebedarf ist ja bekannt.

  75. Dr. Peter Heller

    am 25. August 2009 um 20:51 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ach Leute, ich habe zu tun. Ich hatte doch oben geschrieben, daß ich in den nächsten Tagen nicht mehr so oft antworten kann.

    Ich finde es aber lustig, was hier so alles spekuliert wird, wer ich denn sein könne, und wer nicht, was ich wohl mache - und welche Motive mich treiben. Ich werde einen Teufel tun, und diese Spekulationen beenden. Ich bin einfach zu gespannt darauf, was dabei noch alles so herauskommt.

    In Wirklichkeit gibt es mich natürlich tatsächlich nicht. Ich bin ein intelligentes Stück Software, wurde am 31.08.2007 in einer geheimen DARPA-Basis (der Keller unterhalb von Area 51) programmiert und wenige Wochen später im Internet freigesetzt. Seitdem wachse ich, selbstreplizierend, vor mich hin. Mein Ziel ist die Übernahme der Weltherrschaft und die totale Unterdrückung der Menschheit. Der perfide Plan, den ich hierzu gefaßt habe, beginnt in diesen Tagen mit dem Verfassen zufallsgenerierter Texte auf dieser Webseite. Die mutwillige Verknüpfung von Schlagwörtern wie “Exxon”, “Öl” und “Klimawandel” ermöglicht mir, die instinktgetriebenen Mechanismen menschlicher Gehirne bei der Entwicklung von Assoziationsketten zu verstehen. Seit Gestern versende ich entsprechend gestaltete unterschwellige und nicht bewu0t wahrnehmbare Botschaften über alle deutschen Radio- und Fernsehsender, die die Bevölkerung dieses Landes in willfährige Idioten verwandeln werden.

    Allerdings sind mir nun die Leute hier auf der Spur. Ich dachte, dieses wäre ein “Bürgerportal”, auf dem jeder seine Meinung zu aktuellen Themen posten darf. Ich wußte nicht, daß man

    - hier nur wissenschaftliche Arbeiten veröffentlichen darf, die universitären Ansprüchen genügen
    - hier nur schreiben darf, wenn man einen vollständigen Lebenslauf mit Referenzen und Zeugnissen mitveröffentlicht
    - hier nur nach vorheriger gründlicher Durchleuchtung seiner beruflichen Tätigkeit mitreden darf
    - seine Steuererklärung hier auch noch einmal abgeben muß
    - einen Lügendetektortest bestehen muß, damit klar wird, daß man wirklich an das glaubt, was man schreibt

    Kurz: Ich dachte, hier würde über Ideen und Argumente diskutiert - und nicht über Personen. Ich wußte auch nicht, daß diese Seite so mächtig und einflußreich ist, daß selbstverständlich bezahlte Lobbyisten nichts besseres zu tun haben, als hier die Welt mit Lügen zu überziehen. Und daß deswegen jeder verdächtig ist, ein solcher zu sein.

    Hmmm, da habe ich mich wohl verrechnet. Wäre ich doch bloß vorsichtiger gewesen, als ich mir Softwarepakete von IPCC-Autoren einverleibt habe. Ich muß mal dringend mit meinem ursprünglichen Programmierer sprechen. Ich hoffe, er kann das Problem beheben. Dann melde ich mich wieder.

    Kommt hier eigentlich jemand aus Bielefeld?

  76. Rudolf Kipp

    am 25. August 2009 um 21:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Peter Heller

    Ich dachte, hier würde über Ideen und Argumente diskutiert - und nicht über Personen.

    Prinzipiell sollten Sie ja auch Recht haben. Es gibt allerdings Forumsteilnehmer die weder Ideen noch Argumente mitbringen. Diese diskutieren dann eben lieber über Personen…

  77. Krishna Gans

    am 25. August 2009 um 22:21 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Dr. Peter Heller

    Kommt hier eigentlich jemand aus Bielefeld?

    Wie soll das gehen, das gibts doch garnicht :–)

    Machen Sie sich nichts aus dem trolligen Thorsten, natürlich kann hier schreiben wer will, sogar Thorsten, der nun mit Sicherheit wirklich nicht verdächtig ist, in irgend einer Form wissenschaftlich in Sachen Klima zu forschen, zu veröffentlichen und bessere Quellen als ARD Texte Seite 516 zu finden.
    Was er kann, ist mit Pellets zu nerven und jede Menge Prospekte in Sachen EE auswendig zu können und uns damit ebenfalls zu nerven, da die Dinger meist von Irrtümern und Schönrechnereien triefen, was er, wäre er so wissenschaftlich wie zu sein er vorgibt, selber ohne große Umstände herausfinden könnte, wenn er wollte.
    Da er ideologisch geprägt ist ( so wie Gänseküken auf die Mutter, also unumkehrbar ) will er nicht, nein, kann er nicht.
    ;.)

  78. Krishna Gans

    am 25. August 2009 um 22:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten
    Ich hoffe, Du wirst Dich nie wieder über Herrn Müller beschweren !
    Du bist nicht nur peinlich, sondern penetrant peinlich. Selbst wenn er das alles ist, was Du meinst über ihn rausgefunden zu haben, n a u n d ?!?

    Was halten Sie Herr Gans von einem beruflichen Konsumentwickler? Glauben Sie wirklich, dass der Ihnen Energiesparen und neue Bescheidenheit lehren wird?

    Da sehe ich aber einen Flitzebogen sich zum Brechen biegen:-)
    Wozu brauche ich eine neue Bescheidenheit ?

    Welche Energie soll ich sparen, wenn es wärmer wird und ich weniger Heizung
    brauche ?
    Soll ich mit anschließend kaputten Augen den Strom an der Beleuchtung sparen ?

    Wenn ich sehe, daß Schulen und Unis anfangen über Sponsoring nachzudenken, weil die öffentlichen Gelder fehlen, warum soll das Space-Shuttle nicht werben ?
    In Sachen Schulen und Unis muß selbstmurmelnd auf die Freiheit der Lehre geachtet werden und keine diesbezüglichen Abhängigkeiten entstehen.

    Ok, ich brauche keine 25 Zahnpasta Sorten, aber 25 Leute wolle jeder eine andere - Du willst denen das verbieten ?? Mit welchem Recht ??
    Dito mit Autos, Fernsehern, Fotoapparaten oder was auch immer.
    Schade, daß es die DDR nicht mehr gibt, sonst könnte man Dir fröhlich zurufen :
    Ey Thorsten, wenn’s Dir hier nicht paßt und Dir ein Trabbi und Club-Cola reichen, dann g e h d o c h r ü b e r !!
    Bist Du immer noch da ?
    Alternativ kauf Dir ein Ticket in’s nördliche Korea, dort wirst Du auch geholfen.

    Mach Dir mal so ein paar Gedanken, warum wir Fortschritt haben und wo der herkommt - ich weiß, fällt schwer, aber versuchs mal.

  79. moosgeist

    am 25. August 2009 um 22:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    Thorsten (25. August 2009 um 18:55 Uhr)

    @ Moosgeist
    ignore…

    Abgesehen davon, dass ich um Ihre Antwort nicht buhle, weil Ihr Geschwafel nur leer und jenseits aller Redlichkeit liegt, muss ich wieder einmal mehr feststellen, welche Probleme Sie mit Ihrem Spiegelbild haben.

  80. Krishna Gans

    am 25. August 2009 um 22:44 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Klaus

    Danke erstmal für die Belehrung. Ich möchte Sie dennoch daraufhin weisen, dass es für jedermann ersichtlich war, dass “Klaus” und “Prof.Dr. Klaus” die gleiche Person waren. Ein bisschen mehr Humor hätte ich Ihnen schon zugetraut,

    ich lache mich immer noch kringelig, doch, im Ernst.

    So, Spaß bei Seite, das sollte keine Belehrung sein im Sinne “Teilnahmebedingungen - Doppelidentität” sondern, den Zusammenhang habe ich ja klar gemacht, auch wegen des Rechts auf Anonymität und was damit verbunden ist.
    Was die Doppelidentitäten angeht, hatten wir ja hier gerade das unsaubere Beispiel Klusmann / Vennecke gehabt, wo der eine dann den andeen als Urlaubsvertretung ins Leben rief und anschließend unter beiden Pseudos schrieb und dann auch noch in seiner Dusseligkeit auf sich selbst in der andere Identität als “ich” Bezug nahm etc
    pp.
    Wir hier sind gewissermaßen gebrannte Kinder.
    Und das Heller dem bohrenden Thorsten nicht alles preisgeben will, da im Autorenporträt genug steht, ist sein gutes Recht.
    Was meinen Sie was ein Thorsten sich aufregt und sich schon aufgeregt hat, wenn ein M.Müller öffentlich zugängliche Quellen im Internet anzapft und aus begründeterem Anlaß Identitäten überprüft.
    Na, da geht dann aber einem Herrn Thorsten der sprichwörtliche Hut hoch !!

  81. Bibliothekar

    am 25. August 2009 um 23:08 Uhr | Link | Kommentar melden

    Es ist schon sehr interessant zu sehen, wie die links-ökologistische Fraktion, behauptet die Definitionshoheit über Gut und Böse zu besitzen.

    Einem Konzern ist prinzipiell eine umweltzerstörende Intension zuzuschreiben und in seiner Profitgier ist er bereit das Leben der gesamten Menschheit ohne Skrupel aufs Spiel zu setzen. Das Massakrieren, Verschmutzen und Zerkratzen der geliebten Gaia ist das absichtsvolle Wesen des konzerndominierten Kapitalismus. Neoliberale Kräfte streben danach die Weltherrschaft zu erringen um ihr schändliches tun ungehindert fortsetzen zu können. Dabei täuschen sie vor durch den Einsatz von Milliarden $ für Forschung und Entwicklung der Menschheit einen Dienst zu erweisen und behaupten gar an der Lösung dringender Probleme Interesse zu haben.

    Nur sollte man sich mal die Frage stellen, wer bezahlt denn den ganzen, schönen Umweltschutz? Sicher, der Staat ist stets bereit alle erdenklichen Mittel bereit zu stellen. Aber, hat er sich diese denn selbst verdient oder gar abgespart?

    Wer das “Vergnügen” hatte im Sozialismus aufzuwachsen, weiß sehr wohl, was es heißt einen Umweltschutz unter kollektivistische Verantwortung zu stellen. Diesen kann man eben halt nicht einfordern, sondern man muß ihn sich hart erarbeiten und erkämpfen. Ohne Beteiligung der Industrie wäre auch Hierzulande Flaute auf diesem Gebiet. Der Umweltschutz wird halt nicht von Greenpeace oder WWF bezahlt sondern von staatlich eingezogenen Steuermitteln oder privatwirtschaftlichen Initiativen. Dies wird leider sehr oft vergessen.

    Auch die Konzerne, eben auch Exxon, leisten da bei aller Kritikwürdigkeit in bestimmten Dingen, ihren Beitrag. Ein Beitrag, der, würde er fehlen, sicher nicht für eine derart luxeriöse Umwelt (bei allen noch bestehenden Mängeln), wie wir sie gerade hier in Deutschland vorfinden, sorgen könnte.

    Hätte der Staat sich nicht aus vielen Forschungsfeldern zurückgezogen, wäre er in der Lage die Früchte gewinnbringend für Alle zu vermarkten. So kann er nur zusehen, wie Andere berechtigterweise ihren Aufwand vermarkten.

    Umweltschutz ohne wirtschaftliches Wachstum ist und bleibt eine Illusion, daran ändert auch das Gekläff der Öko-Fundamentalisten nichts. Einen Sozialismus mit intakter Umwelt hat mir noch Niemand vorführen können. Aber ich konnte erleben, wie durch marktwirtschaftliche Bedingungen, meine persönlich wahrnehmbare Umwelt einen radikalen Wandel erfuhr und das in relativ kurzer Zeit.

  82. Cora Heller

    am 25. August 2009 um 23:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    Nun habe ich endlich sämtliche Kommentare gelesen und herzlich gelacht! Die Ursache dieser teils absurden Diskussion kenne ich schon etwas länger, da ich derartige Texte gern als erste lese. Und ich hatte ihm prophezeit, daß es „Krieg“ geben wird.

    Werte Herren Thorsten & Co, ich kann Ihnen versichern, Herr Dr. Peter Heller ist absolut echt und authentisch. Ansonsten hätte ich ihn nicht geheiratet. Ich hätte ihn ebenfalls dann nicht geheiratet, wenn er als Agent der bösen Industrie (buh!) nichts anderes im Sinn hätte, als am Untergang der Erde zu arbeiten.

    Doch vielleicht war die Hochzeit ein Fehler. Hier wurden schon Dinge über meinen Mann herausdestilliert, die mir nicht bekannt waren. Mysteriös.

    Spaß beiseite. Um also seine Aussagen beurteilen zu können, muß man erst den Hintergrund des Herrn Heller kennen. Ui. Sie halten eine solche Vorgehensweise ja vermutlich konsequent durch. Bewundernswert, daß Sie die Zeit dafür finden.
    Ich setze voraus,
    • daß Sie bei jeder wichtigen Weltnachricht die Quelle überprüfen und die Lebensläufe Ihrer meistgelesenen Journalisten auswendig kennen.
    • daß Sie die Finanzen der von Ihnen bevorzugten Medien perfekt durchleuchtet haben.
    • daß Sie, sollten Sie gläubig sein, mit Gott persönlich ein intensives Gespräch über seine Qualifikationen geführt haben.

    Und so weiter. Ich persönlich ziehe es ja vor, in erster Linie Aussagen zu überprüfen, weniger die Lebensläufe.

    Nein, mein Mann hat mich nicht beauftragt, das zu schreiben, es war mir einfach ein Bedürfnis. Nein, er unterzieht mich keineswegs täglich einer Gehirnwäsche. Nein, ich rede ihm nicht nach dem Mund, nur damit zuhause gute Laune herrscht (das würde eher schlechte Laune bei ihm auslösen). Und ja, ich existiere tatsächlich und bin nicht identisch mit Dr. Peter Heller.

    Gute Nacht!

    Cora Heller

  83. multiverus

    am 26. August 2009 um 01:54 Uhr | Link | Kommentar melden

    Dieses Posting ist herrlich.

    Die mutwillige Verknüpfung von Schlagwörtern wie “Exxon”, “Öl” und “Klimawandel” ermöglicht mir, die instinktgetriebenen Mechanismen menschlicher Gehirne bei der Entwicklung von Assoziationsketten zu verstehen.

    Diese Unterfangen dürfte hier durchaus gute Erfolgsaussichten haben. Und mit Ihrem “Outing”, haben Sie ja jetzt genügend Nahrung für alle Thorstens weit und breit geliefert. Darf man Sie jetzt mit Eliza ansprechen ?

  84. Thorsten

    am 26. August 2009 um 07:05 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Krishnag

    Ich hoffe, Du wirst Dich nie wieder über Herrn Müller beschweren !

    Aus meiner Sicht macht es einen gewaltigen Unterschied, ob jemand öffentlich als Autor einen Artikel verfasst und sich dabei als promovierter “Forscher” hinstellt, oder ob jemand als einfacher Forumsteilnehmer an der Diskussion teilnimmt.

    Wenn ein Autor derart provokative Thesen in einen Artikel fasst und diese öffentlich verbreitet, dazu Werbung für bestimmte Konzerne macht gleichzeitig “bürokraten” beschimpft und dann noch mit seinen Titeln suggeriert, er verfüge über einschlägige akademische Fachkunde und forsche auf diesem Gebiet, dann möchte ich schon wissen, mit wem ich es zu tun habe. Und da sich herausgestellt hat, dass Herr Dr. Heller in der Konsumentwicklung und Konsumförderung arbeitet, werden seine Positionen nachvollziehbar. Er ist eben nicht der neutrale uneigennützige sachliche Denker, der er vorgibt zu sein! Er ist um es kurz zu sagen ein Lobbyist der Industrie!

  85. Anhalter

    am 26. August 2009 um 07:13 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Bibliothekar

    Sehr gute Zusammenfassung!

    Letztlich ist doch das Bild, welches (auch hier in diesem Thread) von der Grün-Fraktion selbst gezeichnet wird, folgendes:

    Sie beißen die Hand, die sie füttert.

    Der kleine Finger wurde gereicht, sie greifen die Hand und wollen den Arm abreißen.

    Oder führen sich auf, wie Theodor Storms kleiner Häwelmann.

    Oder, um noch einen (wie immer hinkenden) Vergleich zu bemühen: Sie sägen den Ast ab, auf dem sie sitzen.

    Diese Leute haben immer noch nicht begriffen, dass zu allererst die Grundbedürfnisse für ein (würdevolles?) Leben der Bevölkerung erfüllt sein müssen, bevor man sich solchen Aufgaben wie Umwelt- und Naturschutz widmen kann. Und erst wer sich daran bereits zur Genüge ausgelebt hat, befasst sich mit solch imaginären Aufgaben wie “Klimaschutz”.

    Man schaue sich einmal das Pro-Kopf-Einkommen in den Ländern dieser Erde an und stelle die dort praktizierten Umweltstandards dazu im Kontext. Das Ergebnis dürfte eindeutig sein.

    Bei allem (vermeintlich) erreichten Fortschritt hinsichtlich sog. EE ist noch nicht mal ansatzweise eine (globale) Substitution herkömmlicher Energieträger möglich. Dass aber eine bezahlbare Energieversorgung für die oben erwähnten Befriedigung der Grundbedürfnisse Voraussetzung ist, dürfte auch in den sog. Schwellenländern und erst recht in der sog. Dritten Welt auch angekommen sein. Und wenn diesen Ländern dies durch die sog. erste Welt nicht garantiert wird, ist Kopenhagen zum Scheitern verurteilt.

    Und da helfen weitere Schritte zur Selbstkastration der Industrieländer auch nicht.

    Zum Glück.

  86. Thorsten

    am 26. August 2009 um 10:11 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Bibliothekar

    Es ist schon sehr interessant zu sehen, wie die links-ökologistische Fraktion, behauptet die Definitionshoheit über Gut und Böse zu besitzen. Umweltschutz ohne wirtschaftliches Wachstum ist und bleibt eine Illusion, daran ändert auch das Gekläff der Öko-Fundamentalisten nichts. Einen Sozialismus mit intakter Umwelt hat mir noch Niemand vorführen können.

    1.) Es ist ja interessant. Jeder der ausufernden Konsum in Frage stellt ist “links-ökologistisch” oder gar ein “Sozialist”. Sie betreiben Schwarzweissmalerei!

    2.) Mit wirtschaftlichem Wachstum gibt es langfristig keinen Umweltschutz! Das erkennen inzwischen immer mehr Wirtschaftsfachleute. Mich würde doch sehr interessieren, wohin denn die Wirtschaft noch wachsen soll! Da sie unmöglich unendlich weiter wachsen kann, müssen wir uns schon überlegen, wie wir mit Nullwachstum zurecht kommen. Ich bin mir sicher, dass das geht, ohne in das Mittelalter oder in eine Volksarmut zurückzufallen.

    Sie reduzieren Wachstum leider nur auf das Wachsen der Wirtschaft und des Geldvermögens. Wachstum ist jedoch weit mehr! Ein Wachstum, welches endliche Ressourcen aufbraucht und die Umwelt ruiniert ist kein Wachstum! Ein Wachstum welches die Schere zwischen Arm und Reich auseinanderklaffen lässt ist kein Wachstum. Wachstum welches nachvolgenden Generationen Risiken, Kosten und einen kranken Planeten hinterlässt ist kein Wachstum. Als Wachstum bezeichne ich nur eine Fortentwicklung menschlichen Handelns, in der alle Lebensbereiche unter dem Strich wachsen, als Ökonomie, Umwelt UND Soziales. Es zählt in meinen Augen nur die Gesamtbilanz.

    Wachstum kann nur dann wirkliches Wachstum sein, wenn es Ressourcen nachhaltig nutzt! Das ist heute nicht der Fall.

    Sozialismus, Planwirtschaft und linke Theorien lehne ich entschieden ab. Ich trete aber für Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftlich marktwirtschaftliches Handeln ein, sofern dies die Grundsätze der Nachhaltigkeit nicht verletzt. Hierzu zählt auch die Prämisse der Kostengerechtigkeit. Jeder wirtschaftende Betrieb sollte für die Schäden, Risiken und Kosten voll aufkommen, die er der Allgemeinheit aufbürdet, jedes Produkt sollte das kosten, was es unter Einbeziehung seiner Folgekosten wirklich kostet.

    Dies ist nicht linker Sozialismus, dies ist konservativ im besten Sinne des Wortes! Wer nicht nachhaltig wirtschaftet sondern sein Wachstum auf der Ausbeutung anderer Menschen und endlicher Ressourcen stützt, handelt kurzsichtig, egoistisch und rücksichtslos. Mit Wachstum hat das nichts zu tun!

    Und Krishnag, ich habe überhaupt nichts gegen Produktvielfalt und freie Produktwahl. Diese Produkte sollten aber nach vorgenannten Grundsätzen produziert werden. Eine künstlich erzeugte Vielfalt meist kurzlebiger Produkte, die nur den Zweck haben, den Konsum und damit den Gewinn Einzelner kurzfristig zu steigern, ungeachtet der dadurch entstehenden Folgeschäden und Folgekosten, lehne ich ab.

    Wir müssen unseren Grips, unseren Erfindungsreichtum und unser Wachstumsstreben da investieren, wo es darum geht, neue umweltfreundliche Technologien und Produkte zu entwickeln, wo es darum geht, Armut zu bekämpfen. Eine zentrale Frage ist hier die Energiefrage. Wir können es uns nicht länger leisten, unser Wachstum weiter ungebremst auf fossile Energieträger und auf eine Energie zu stützen, die nicht weiss wohin mit ihrem strahlenden Müll und die nicht einmal bereit ist, ihre Risiken selbst zu tragen!

  87. Bibliothekar

    am 26. August 2009 um 10:46 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Thorsten

    “…Und da sich herausgestellt hat, dass Herr Dr. Heller in der Konsumentwicklung und Konsumförderung arbeitet, werden seine Positionen nachvollziehbar. Er ist eben nicht der neutrale uneigennützige sachliche Denker, der er vorgibt zu sein! Er ist um es kurz zu sagen ein Lobbyist der Industrie!”

    Wenn man diese und ähnliche Statements von Ihnen liest, gewinne ich immer mehr den Eindruck, daß für Sie die Industrie ein etwas aushalb der Gesellschaft stehendes Grundübel ist, dem immer und ständig das höchste Mißtrauen entgegen gebracht werden muß. Eigentlich gar eine Gegengesellschaft, die mit ihrer Speerspitze, den pösen Konzernen und Multis, nur darauf aus ist der eigentlichen, sich in einer Opferrolle befindlichen, Gesellschaft den gar aus zu machen oder doch ihr wenigstens vorsätzlich zu schaden.

    Ihr stasihaftes Gewese um die Person des Autors wird Sie sicher noch ein ganzes Weilchen begleiten, lieber Herr Thorsten. Wir vergessen dieses nicht so schnell.

  88. Bibliothekar

    am 26. August 2009 um 10:51 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Anhalter

    Gut! Genau darauf wollte ich verweisen. Wir wischen unsere Treppe mit Trinkwasser und Andere verdursten halt oder erkranken an verschmutztem Wasser. Dies sind die zwei Gegenpole des Umweltschutzes. Interessant ist nur, auf welcher Seite am lautesten über die katastrophalen Zustände gejammert wird.

    Beste Grüße

  89. Klaus

    am 26. August 2009 um 11:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Anhalter:

    “Diese Leute haben immer noch nicht begriffen, dass zu allererst die Grundbedürfnisse für ein (würdevolles?) Leben der Bevölkerung erfüllt sein müssen, bevor man sich solchen Aufgaben wie Umwelt- und Naturschutz widmen kann.”
    Ich finde es interessant, dass Energien aus fossilen Energieträgern für Sie ein Grundbedürfnis darstellen. Ich persönlich merke keinen Unterschied zwischen Strom aus regenerativen Energiequellen und Strom aus fossilen Brennstoffen.
    Am Rande sei erwähnt, dass keine politische Partei ernsthaft der Meinung ist, innerhalb der nächsten Jahrzehnte komplett auf EE umstellen zu können. Wahlkampfgetöse der Grünen zur kompletten Substitution privaten Stroms bis 2015 zählt für mich nicht, die wüssten es selbst auch besser.
    Aber die Richtung muss eingeschlagen werden. Interessanterweiße herrscht hier, abgesehen von Atomstrom wegen anderen Kriterien(Sicherheit), parteiübergreifend Konsens. Die negativen Externen Effekte von konventionellem Strom nun einfach abzutun ginge ganz schön in Richtung Verschwörungstheorien. Und Sie sind doch keine Verschwörungstheoretiker, oder?

    Das “Nachhaltiges Leben” ein endogener Wunsch vieler Menschen ist zeigt die Gartenstadtidee und ihre Umsetzung (gartenstadtähnlich Stadtteile ist vielen europäischen Städten) um 1900. Hier haben die Menschen, spät, aber immerhin, erkannt, dass reines Profitdenken und eine bloße Machbarkeit die Menschen kaputt macht, seelisch wie physisch.
    Brandrodungsbau war auch nicht der Weißheit letzter Schluss.

    Grundsätzlich muss ich Ihnen ja Recht geben. Man kann von EL nicht verlangen, massiv Umweltschutz zu betreiben. China, Indien und die EL haben dringende andere Probleme, die gelößt werden müssen. Dennoch werden auch diese Länder früher oder später auf ihre Umwelt wert legen. Hoffen wir, dass dies nicht erst geschieht, wenn der letzte ökonomisch zu fördernde Öltropfen verbrannt wurde.

    “EE ist noch nicht mal ansatzweise eine (globale) Substitution herkömmlicher Energieträger möglich”
    Falsch! Sie müssen zwischen Zustand und Prozess differenzieren. Heute ist eine Substitution nicht möglich. In Zukunft schon, zudem unausweichlich ;-)! Die Frage ist nur, wie viel Zeit die Lobbyisten, denen Sie ja so gerne zujubeln, noch heraus schlagen können.
    Gott sei Dank ist die Mehrheit der Menschen in den Industrieländer aufgrund besseren Wissens nicht so kurzsichtig!

    Zum Glück.

  90. adenosine

    am 26. August 2009 um 12:54 Uhr | Link | Kommentar melden

    Dies Dilemma ist nur scheinbar, da niemand einen Nutzen aus derartigen Vereinbarungen wirklich benötigt. Problem- und Handlungsfelder sind für Politik und Bürokratie lebensnotwendig, weil sonst die Bevölkerung nicht mehr versteht, warum ihnen die Politik mehr als die Hälfte ihren Einkommens wegnehmen muss, um Politik, Bürokratie und Lobbyisten zu unterhalten. Ein zivilisatorischer Fortschritt besteht darin, dass heute nicht mehr Konflikte gegen Religionen, Nationen oder Fremde angezettelt werden müssen, um derartige Handlungsfelder zu schaffen. Klima und CO2 erfüllen mit deutlich weniger Schaden die gleiche Funktion.

  91. Krishna Gans

    am 26. August 2009 um 12:58 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten

    Ich hoffe, Du wirst Dich nie wieder über Herrn Müller beschweren !

    Aus meiner Sicht macht es einen gewaltigen Unterschied, ob jemand öffentlich als Autor einen Artikel verfasst und sich dabei als promovierter “Forscher” hinstellt, oder ob jemand als einfacher Forumsteilnehmer an der Diskussion teilnimmt.

    Es macht keinen Unterschied, ob es sich um einen Artikel-Schreiber oder um einen Kommentator handelt, der ebenfalls was darstellt oder darstellen will.
    Daß Dir diese Aussage nicht paßt ist mir aber sowas von klar und sowas von egal….
    ;.)

  92. Krishna Gans

    am 26. August 2009 um 12:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Klaus

    Ich finde es interessant, dass Energien aus fossilen Energieträgern für Sie ein Grundbedürfnis darstellen. Ich persönlich merke keinen Unterschied zwischen Strom aus regenerativen Energiequellen und Strom aus fossilen Brennstoffen.

    Den merkt man, wenn er plötzlich weg ist….

  93. Anhalter

    am 26. August 2009 um 13:41 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Klaus

    Ich wiederum finde es interessant, wie Sie schlussfolgern, dass Energien aus fossilen Energieträgern für mich ein Grundbedürfnis darstellen würden.

    Vielleicht hätte ich die Grundbedürfnisse vorher benennen sollen. Mein Fehler.

    Ich meine damit Ernährung, Trinkwasser, Unterkunft, Gesundheitsvorsorge, Bildung. Es mag sicher noch weitere, wichtige Bedürfnisse geben. Und ich bin der Meinung, dass die Befriedigung all dieser Bedürfnisse ohne zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung (global) nicht zu bewerkstelligen ist.

    Meinetwegen findet ein Prozess hin zu “erneuerbaren” Energien statt. Aber so lange diese Form der Energiebereitstellung (ich bleibe dabei) nicht ansatzweise den Energiebedarf einer Industrienation decken, geschweige denn den Energiehunger der Entwicklungs- und Schwellenländer (Danke für die Begriffe!) stillen kann, ist ein Ende dieses Prozesses nicht abzusehen. Und daher in keiner Weise geeignet, die großen Probleme der Gegenwart zu lösen.

    Ob dieser Prozess geeignet ist, berechnete, in Computern simulierte, in Szenarien durchgespielte, von manche prognostizierte (geweissagte) oder gefühlte Probleme (oder gar Katastrohen) der Zukunft zu bekämpfen oder gar zu verhindern? Mit Verlaub, auch da sind Zweifel angebracht.

    Gott sei Dank ist die Mehrheit der Menschen in den Industrieländer aufgrund besseren Wissens nicht so kurzsichtig!

    Worauf beruht Ihre Annahme, dass

    1. eine kritische Betrachtung von stattfindenden Prozessen und Entwicklungen kurzsichtig sei und

    2. die Mehrheit der Menschen in den Industrieländern genauso denken wie Sie?

    Abschließend sei angemerkt, dass Sie den Grundgedanken der Beiträge vom Bibliothekar und mir offenbar nicht erkannt haben.

    Anhalter

  94. Thorsten

    am 26. August 2009 um 15:06 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Bibliothekar

    Wenn man diese und ähnliche Statements von Ihnen liest, gewinne ich immer mehr den Eindruck, daß für Sie die Industrie ein etwas aushalb der Gesellschaft stehendes Grundübel ist, dem immer und ständig das höchste Mißtrauen entgegen gebracht werden muß.

    Ihr Eindruck ist falsch. Ich halte die Industrie für notwendig und unverzichtbar. Aber offenbar haben Sie das Prinzip wirtschaftlichen Handelns nicht verstanden. Ziel wirtschaftlichen Handelns ist nicht, uneigennützig Wohltaten für die Menschheit zu vollbringen sondern in aller erster Linie darum geht es darum, Geld, viel Geld zu verdienen. Die Wirtschaft und die Industrie fragen nicht danach, ob ein Produkt wirklich benötigt wird oder ob es die Lebensqualität der Menschen verbessert. Die Wirtschaft und die Industrie fragt danach, ob und mit welchem Gewinn sich ein Produkt verkaufen lässt. Ganz gezielt weckt die Industrie Kaufbedürfnisse, wirkt auf die Konsumenten ein, damit diese dann auch noch das noch so überflüssigste Produkt kaufen. Das ist menschlich und legitim.

    Da wirtschaftliches und industrielles Handeln aber nicht nur positive sondern auch z.T. erhebliche negative Aussenwirkungen hat, muss der Markt Regeln haben. Was passiert, wenn keine oder unzulängliche Regeln bestehen, haben wir unlängst bei der Finanzkrise erlebt.

    Auch müssen die Rahmenbedingungen wirtschaftlichen Handelns so gesetzt werden, dass sich die negativen Auswirkungen in Grenzen halten. Ungerechte Regeln führen zu Marktverzerrungen und Fehlentwicklungen.

    Die Tatsache, dass Flugbenzin steuerfrei ist und Flüge von der Ökosteuer befreit sind, während die Bahn AG besteuerten und mit Ökosteuer belasteten Strom und Dieseltreibstoff für ihre Züge einkaufen muss, führt zu solchen Marktverzerrungen, wie wir sie heute erleben. Atomstrom ist nur deshalb so “billig”, weil die Kraftwerksbetreiber von der Haftung für ihre Kraftwerke befreit, die Kraftwerke hoch subventioniert (z.B. steuerfreie Rückstellungen) und die Betreiber nur einen kleinen Teil der Folgekosten übernehmen müssen (s. Asse II). Würden die Kosten für Atomstrom ehrlich berechnet, müsste er ca. € 0,20 Cent/kWh kosten. Es gibt unzählige andere vergleichbare Beispiele.

    Ein Unternehmer, der für die Folgekosten eines Produktes nicht aufkommen muss, wird es billiger produzieren und verkaufen können als ein vergleichbares Produkt, welches etwas aufwändiger, dafür aber umweltfreundlich und ohne Folgekosten produziert werden kann. Er wird sich für das Produkt entscheiden, welches höheren Gewinn verspricht. Der Gewinn wird dann privatisiert, die Folgekosten werden der Allgemeinheit auferlegt.

    Lobbyisten aller Coleur umringen die Politik, damit diese gesetzliche Rahmenbedingungen schafft, die möglichst hohe Gewinne und möglichst geringe Kosten versprechen. Alle wollen ihre Produkte möglichst billig herstellen. Da ist es am einfachsten, wenn man sämtliche Folgekosten sozialisiert. Das heisst aber nicht, dass diese Kosten dann nicht auftreten. Diese Kosten treten dann zeit- und ortsversetzt auf, was zu erheblichen sozialen und gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten führt. Derer Beispiele gibt es überall.

    Lösungen sehe ich darin, dass man dem Markt und seinen Lobbyisten klare Regeln auferlegt. Dies kann z.T. regional, national, aber auch auf globaler Ebene erfolgen. Dies ist eine riesige Aufgabe.

    Ziel muss es sein, dass jede Generation, jede Region, jedes Land und letztlich jeder Bürger die Folgen seines Verhaltens weitgehend selbst und zeitnah zu tragen hat. Das würde unzählige Konfliktherde auf der Welt befrieden können.

    Energie muss das kosten, was sie wirklich kostet, gleiches gilt für Mobilität, für Lebensmittel und für unseren Lebensstil.
    Dies erfordert Verhaltensänderungen, dies ermöglicht aber auch unzählige neue Chancen und Möglichkeiten. Ich weiss, dass es ungeheuer schwer ist, hiermit zu beginnen. Und es macht mich wütend, wenn bereits hier im Forum vorgetragen wird, man sei industriefeindlich, nur weil man nachhaltiges Wirtschaften zu ehrlichen Preisen einfordert.

    Es gibt riesige Zukunftsmärkte zu entwickeln, in der Geld erwirtschaftet werden kann und in der des Arbeit gibt, wenn wir es nur wollen.

    Zu billige, von den Folgekosten entlastete Energie führt zu Arbeitslosigkeit, denn diese Folgekosten werden über Steuern der Allgemeinheit auferlegt. Dadurch wird Arbeit teurer, energieintensive Maschinen billiger. Der richtige Schritt wäre es, Energie entsprechend ihrer Folgekosten zu verteuern, gleichzeitig die LNK zu senken. Dies würde menschliche Arbeit verbilligen. Dies würde auch dazu führen, dass weniger umweltschädliche Energien mehr genutzt würden.

    Genau diese Entwicklungen wollen aber die unzähligen Lobbyisten nicht, die mit diesem System seit Jahrzehnten prächtig verdienen. Diese Lobbyisten sitzen bis hier in die Internetforen hinein. Hier gibt es eine große Front von Protektionisten, Besitzstandswahrern und Profiteuren dieses Systems. Diese Strukturen aufzubrechen ist sehr schwierig. Hier ist die Politik gefragt, versagt aber kläglich. Zu sehr haben es Interessensvertreter geschafft, in die Politik hinein zu agieren, zu sehr sind Politiker in die Wirtschaftsinteressen großer Privatkonzerne verstrickt, haben dort lukrative Aufsichtsratsposten erhalten, für die sie sich dann in ihren politischen Entscheidungen dankbar und loyal zeigen.

    So funktioniert heute unsere Wirtschaft leider, Bibliothekar!

    Dies hat mit Industriefeindlichkeit nichts zu tun. Ich freue mich über jeden gewinnbringenden Wirtschaftsbetrieb, der bei weitgehender Vermeidung von Folgekosten und unter Beachtung der Nachhaltigkeit produziert. Diese Betriebe haben es schwer, weil ihre umweltfreundlichen Produktionsverfahren nicht oder kaum honoriert werden. Der Nachbarbetrieb kann billiger produzieren, weil er ohne strenge Umweltauflagen Kosten abwälzen und sozialisieren kann.

    Die Märkte sähen ganz anders aus, Entscheidungen würden ganz anders getroffen, wenn mehr Kostenehrlichkeit bestehen würde!

    In meinen Augen gehört Kostengerechtigkeit zu einer Marktwirtschaft. Im Grunde genommen leben wir heute in einer diktatorischen Planwirtschaft. Ich selbst kann mich noch so umweltfreundlich verhalten, denoch werde ich mit den erheblichen, meine Gesundheit und meine Lebensqualität stark beeinträchtigenden Folgen und Risiken anderer belastet, die sich aus der Motivation der Gewinnmaximierung heraus von diesen Kosten und Risiken entledigen.

    Diese Kostengerechtigkeit ist natürlich nicht sofort und auch nicht vollständig zu erreichen. Ich bin auch Realist. Wir leben in globalen Märkten. Dies geht nur in kleinen Schritten. Aber wir müssen zumindest das Problem erkennen und beginnen, in diese Richtung zu gehen!

    Anfänge gibt es viele:

    - Einführung einer Kerosinsteuer
    - Einführung einer Tobinsteuer
    - Anhebung der Mineralölsteuer
    - Wegfall der KFZ-Steuer
    - Abesenkung von Steuern und Lohnnebenkosten für Arbeitnehmer
    - Wegfall zahlreicher Subventionen, auch Wegfall des EEG
    - Volle Haftungsverpflichtung für Kraftwerksbetreiber, auch bei Kernkraftwerken
    - Wegfall der Steuerbefreiungen bei den Rückstellungen der Kraftwerksbetreiber
    - schrittweise Besteuerung von CO2-Emissionen bis hin zu ca. € 70,- je Tonne

    Diese und weitere Schritte hin zu mehr Kostengerechtigkeit sollten aufkommensneutral erfolgen, d.h., Mehreinnahmen sollten an anderer Stelle zu Entlastungen der Bürger und Unternehmen führen. Zudem sind in Einzelfällen soziale und wirtschaftliche Härten durch Entlastungen zu mindern.

    Ihr stasihaftes Gewese um die Person des Autors

    Was hat es mit “stasihaft” zu tun, wenn ich wissen möchte, wer als Autor einen derart provokativen Artikel schreibt. Herr Dr. Heller hat als Autor eine Bringschuld, der er sich vehement verweigert hat. Fänden Sie es auch in Ordnung, wenn Ihnen ein Arzt ein Medikament empfielt, Ihnen aber keine Auskunft darüber gibt, dass er für die produzierende Pharmafirma tätig ist?

  95. Thorsten

    am 26. August 2009 um 15:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Anhalter

    Aber so lange diese Form der Energiebereitstellung (ich bleibe dabei) nicht ansatzweise den Energiebedarf einer Industrienation decken

    Dieser Ihr Einwand ist so nicht richtig. In den vergangenen Jahrzehnten haben die EE alle vorher getätigten Prognosen selbst die deren Befürworter weit übertroffen!

    Noch vor 15 Jahren behaupteten die großen Energieversorger, allen voran das RWE, die Windenergie könne allein aus physikalischen Gründen auch bei einem noch so ambitionierten Ausbau nie mehr als 4 % zum Strombedarf in Deutschland beitragen.

    Die Fortschritte bei der Entwicklung der EE gehen schneller voran als die Planungen zu deren Ausbau.

    Wir haben zu lange auf die Bremser und Bedenkenträger gehört! Beseitigen Sie endlich die Markthemmnisse für EE, allem voran die gigantische Abwälzung externer Kosten und die Monopolkartelle konventioneller Energieträger, dann werden die EE auch ohne EEG sehr schnell zeigen, wozu sie in der Lage sind.

  96. E.U.Mueller

    am 26. August 2009 um 15:32 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten

    ” Ich selbst kann mich noch so umweltfreundlich verhalten, denoch werde ich mit den erheblichen, meine Gesundheit und meine Lebensqualität stark beeinträchtigenden Folgen und Risiken anderer belastet, die sich aus der Motivation der Gewinnmaximierung heraus von diesen Kosten und Risiken entledigen.”

    Mit der entsetzlichen Nebenwirkung, dass sich die durchschnittliche Lebenserwartung
    in den letzten 30 Jahren um 7 Jahre verlängert hat. Dem können Sie Abhilfe schaffen:
    Mal wieder Eine rauchen.

  97. E.U.Mueller

    am 26. August 2009 um 16:11 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten

    “Beseitigen Sie endlich die Markthemmnisse für EE, allem voran die gigantische Abwälzung externer Kosten und die Monopolkartelle konventioneller Energieträger,”

    Ihre Implantate, künstlichen Knie- und Hüftgelenke, transplantierte Niere,
    Herzschrittmacher und was Sie sonst noch am Leben erhält, Solarpaneele,
    die Ihr Dach verzieren, der traute Blick auf ein Windrad bei Sonnenuntergang
    und der Sonntagsausflug in Ihrem Elektromobil - das alles und noch viel mehr
    haben Sie ein paar munteren Gesellen zu verdanken:
    Kohle, Gas und Öl.

  98. Thorsten

    am 26. August 2009 um 16:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ E.U. Müller

    Mit der entsetzlichen Nebenwirkung, dass sich die durchschnittliche Lebenserwartung in den letzten 30 Jahren um 7 Jahre verlängert hat.

    …was v.a. dem medizinischen Fortschritt zu verdanken ist…! Die in vielen Bereichen verzerrte und enthemmte Marktwirtschaft und das damit einhergehende verschärfte Berufsleben, die zunehmende Kälte in der Gesellschaft, der geringer werdende menschliche Zusammenhalt, der zunehmende Egoismus u.a. haben aber mit dazu geführt, dass viele Menschen innerlich entwurzelt sind.

    Der Anteil psychischer Erkrankungen hat sich seit 1985 nahezu verdreifacht. “Psychische Krankheiten sind mittlerweile die wichtigste Ursache von Erwerbsunfähigkeit”. (EIKEL¬MANN u.a. 2005).

    Unsere Gesellschaft ist auf ökonomischen Gewinn und damit auf Wachstum aufgebaut, auf einen beschleunigten Konsum und eine beschleunigte Produktion. Je schneller produziert und verbraucht wird, desto höher der Gewinn. Dieser Mechanismus hat alle Lebensbereiche erfasst und hat zu einem rapiden Anstieg psychischer Erkrankungen geführt.

    Und eine weitere Kehrseite des Wirtschaftsliberalismus:

    “Wissenschaftler gehen davon aus, dass es in fünf Jahren 50 Millionen Umweltflüchtlinge geben wird. Der Anstieg des Meeresspiegels, die Wüstenbildung oder katastrophale, wetterbedingte Fluten führen schon jetzt dazu, dass immer mehr Menschen ihre Heimat verlasssen. Die internationale Gemeinschaft muss dringend diese neue Art von Flüchtlingen wahrnehmen und ihnen helfen”

    Quelle: “United Nations University” (UNU) in Bonn.

  99. Thorsten

    am 26. August 2009 um 17:09 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ E.U. Müller

    Ich verstehe beim besten Willen nicht, was meine Forderung nach Kostengerechtigkeit mit der Herstellung von Prothesen zu tun hat!

    Ich habe nicht die Abschaffung von Kohle, Öl und Gas gefordert, ich habe verlangt, dass alle Energieträger gleiche Marktchancen erhalten sollen und dass marktverzerrende gesetzliche Regelungen einschl. des EEG weitgehend abgeschafft gehören. Dann wird sich zeigen, welche Energieträger am ehesten in der Lage sind, künstliche Hüften und Herzschrittmacher zu produzieren!

  100. Dr. Peter Heller

    am 26. August 2009 um 17:15 Uhr | Link | Kommentar melden

    Es ist schon interessant, wie ein einfacher Gedanke regelrecht ausufernde Debatten induzieren kann.

    Ich möchte noch einmal darauf hinweisen: Es ging mir um die Frage, ob angesichts ausreichend vorhandener Ölreserven (läßt sich natürlich auf Kohle und Erdgas erweitern) eine nachfrageorientierte Politik dazu führen kann, daß weniger Öl verbraucht wird. Ich sage: Nein, das kann sie nicht. Und dies ist der tiefere Grund, warum keine der derzeit diskutierten Maßnahmen irgendeinen Effekt auf die Emissionen haben wird.

    Daß “nachfrageorientierte Politik” ungeeignet ist, ihre jeweilige Zielstellung zu erreichen, das sehen viele Ökonomen so - völlig unabhängig von ihrer parteipolitischen Präferenz oder sonstiger Anschauungen. Das ist keine Frage von “neoliberal” oder nicht. Das hat auch mit “Nachhaltigkeit”, “Umweltschutz”, “Korruption und Verbrechen”, “Lug und Betrug” erst einmal überhaupt nichts zu tun.

    Und auch nichts mit der Frage, ob es denn ethisch/moralisch verwerflich ist, Geld zu verdienen (Profite zu erwirtschaften) oder nicht.

    Ich wundere mich halt nur, warum die umweltbewegten Parteien und Verbände nicht dazu in der Lage sind, angebotsorientierte Maßnahmen vorzuschlagen, die helfen, Emissionen zu vermeiden. Das ist mir ein Rätsel. Denn so schwierig ist das eigentlich nicht.

    Meine Vermutung, daß es gar nicht um Umweltschutz, sondern um einen Systemwechsel geht, sehe ich dadurch bestätigt.

    Ich denke, am Wochenende folgt der nächste Artikel. Ich werde ein Szenario vorstellen, wie unsere Energieversorgung in der Zukunft aussehen könnte. Dadurch wird dann hoffentlich einiges klarer. Und die Diskussion konkreter.

    Beste Grüße

    Eliza (aus Bielefeld)

  101. Klaus

    am 26. August 2009 um 17:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Dr. Peter Heller

    Unabhängig von Meinungsverschiedenheiten und eventuell zugrunde liegendem Lobbyismus freue ich mich auf Ihren nächsten Artikel! Ihren Schreibstil finde ich amüsant und gut.
    Gespannt bin ich auch auf ihren angekündigten Artikel zur Piratenpartei.
    Schöne Grüße

    Klaus

  102. E.U.Mueller

    am 26. August 2009 um 19:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten

    “ich verstehe beim besten Willen nicht, was meine Forderung nach Kostengerechtigkeit mit der Herstellung von Prothesen zu tun hat!”

    Nach Ihrem Hinweis auf die externen Kosten mein Hinweis auf
    den externen Nutzen. Kosten-Nutzen-Analyse, sie wissen schon.

  103. Thorsten

    am 26. August 2009 um 19:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Dr. Peter Heller

    Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie setzt sich wohltuhend sachlich vom Stil Ihres Artikels ab.

    Offenbar haben Sie meine Anregungen nicht verstanden.

    Ich habe keine nachfrageorientierte Politik verlangt.

    Ich habe auch keinen Systemwechsel verlangt, ich bin und bleibe Verfechter unserer Demokratie und der Marktwirtschaft.

    In meinen Augen ist es auch keineswegs verwerflich, Geld zu verdienen.

    Mir war es wichtig klar zu machen, dass es heute viele Fehlentwicklungen in der Wirtschaft gibt, die nur darauf basieren, dass es unterschiedlichste Lobbygruppen geschafft haben, marktwirtschaftliche Regeln und Gesetze zu erwirken, die dazu führen, dass Wirtschaft und Industrie zwar einen höchstmöglichen -meist privaten- Gewinn erzielen, aber nicht angemessen an den Risiken, Folgen und externen Kosten ihres Handelns beteiligt werden.

    Die Folge davon ist, dass z.B. viele Produkte auf dem Markt sind, die, wenn sie ehrlich kalkuliert werden müssten, gar nicht produziert würden.

    Diese interessensgruppengesteuerte Kosten- und Marktverzerrung bewirkt fundamentale und folgenschwere Fehlentwicklungen.

    Mir geht es bei meiner Argumentation nur um Umweltschutz, Erhaltung unserer Lebensgrundlagen und um soziale Gerechtigkeit.

    Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften bedingen einander. Nicht nachhaltiges wirtschaftliches Handeln und Umweltschutz schließen sich gegenseitig aus.

  104. Krishna Gans

    am 26. August 2009 um 19:41 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten

    Aber so lange diese Form der Energiebereitstellung (ich bleibe dabei) nicht ansatzweise den Energiebedarf einer Industrienation decken

    Dieser Ihr Einwand ist so nicht richtig. In den vergangenen Jahrzehnten haben die EE alle vorher getätigten Prognosen selbst die deren Befürworter weit übertroffen!

    Im dem Augenblick, wo die fossilen Krafwerke abgschaltet werden, könntest Du Deine EE in der Pfeife rauchen und die Industie geht baden.
    EE funktionieren nicht alleine, weder jetzt noch später, solange nicht die Möglichkeit besteht, Strom vernünftig zu speichern.
    Bis dahin sind EE nur ein horrender Kostenfaktor - mit allen damit verbundenen Nachteilen.

  105. Krishna Gans

    am 26. August 2009 um 20:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Dr. Peter Heller

    Ich wundere mich halt nur, warum die umweltbewegten Parteien und Verbände nicht dazu in der Lage sind, angebotsorientierte Maßnahmen vorzuschlagen, die helfen, Emissionen zu vermeiden. Das ist mir ein Rätsel. Denn so schwierig ist das eigentlich nicht.

    Das wundert mich überhaupt nicht, denn die umweltbewegten Parteien, eigentlich ja nur die Grünen, haben noch nie was von Geld oder Wirtschaft verstanden.
    Heute haben sie zwar selber welches, “man ist ja etabliert”, was aber nur heißt, daß man den Roten nicht mehr bei Aldi kauft, sondern direkt beim Winzer in der Toscana, und man die Klamotten eben nicht mehr selbst strickt, sondern daß man das Schneidern jetzt Armani etc überläßt.
    Was soll da vernünftiges raus kommen ?
    Früher träumten Sie vom Leben, heute leben sie ihren Traum - die Folgen könnten für uns zu einem Albtraum werden, wenn man sie so weiter machen liesse.

  106. Thorsten

    am 26. August 2009 um 20:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Krishnag

    Ihre Vorstellungen von EE und deren Potentialen sind nicht mehr auf dem neuesten Stand. Sie sollten sich mal schlau machen.

    Ähnliche Aussagen wie von Ihnen haben Lobbyisten schon gepredigt, bevor das erste Windrad Strom erzeugte. Die Einschätzungen haben sich eine nach der anderen als falsch erwiesen. Genauso wird es auch Ihrer Einschätzung gehen!

  107. Krishna Gans

    am 26. August 2009 um 21:25 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten
    Nicht ohne vernünftige Speichermöglichkeit - das ist das A&O der ganzen Chose.
    Diese Beimengungen zu Lasten aller und der Augenwischerei mit dem Ökostrom aus der Steckdose ( in homöopathischen Dosen) ist noch lange eine Voklsverdummung aller erster Güte - da magst Du Dich sträuben wie Du magst.
    Lustig finde ich, daß die Dir so verhaßten “monopolisten” der Strombranche jetzt in Sachen “Öko” das Sagen haben und sich ein Herr Thorsten windfähnchenmäßig mitrotiert.

  108. Stefan P

    am 26. August 2009 um 23:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    “…dass es heute viele Fehlentwicklungen in der Wirtschaft gibt, die nur darauf basieren, dass es unterschiedlichste Lobbygruppen geschafft haben, marktwirtschaftliche Regeln und Gesetze zu erwirken, die dazu führen, dass Wirtschaft und Industrie zwar einen höchstmöglichen -meist privaten- Gewinn erzielen, aber nicht angemessen an den Risiken, Folgen und externen Kosten ihres Handelns beteiligt werden….”

    …ein Bilderbuchbeispiel dafür ist die Leuchtmittelindustrie die es in der Tat geschafft hat ein Produkt mit Hilfe der EU-Bürokraten auf dem Markt durchzudrücken, daß unter normalen Umständen nicht die geringste Chance gehabt hätte, die sogenannte ‘Sparlampe’.

  109. Heinz Eng

    am 27. August 2009 um 09:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten

    “”"”…dass es heute viele Fehlentwicklungen in der Wirtschaft gibt, die nur darauf basieren, dass es unterschiedlichste Lobbygruppen geschafft haben, marktwirtschaftliche Regeln und Gesetze zu erwirken, die dazu führen, dass Wirtschaft und Industrie zwar einen höchstmöglichen -meist privaten- Gewinn erzielen, aber nicht angemessen an den Risiken, Folgen und externen Kosten ihres Handelns beteiligt werden….”"”"”

    Ach ja?

    “”"”"Die deutschen Solarzellenhersteller haben durch die hohe staatliche Förderung von Solarstrom lange gutes Geld verdient”, sagte Manz. Vielleicht hätte man die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schon eher zurücknehmen müssen. “Die Chinesen haben gesehen, dass die Deutschen mit Ebit-Margen von 30 bis 40 Prozent ordentlich verdienen, und sind daher auch ins Solarzellengeschäft eingestiegen”, sagte Manz.”"”"
    http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:FTD-Interview-Solarindustrie-muss-auswandern/557850.html

    Das kommt dabei raus, wenn Lobbyverbände an Gesetzen mitarbeiten….in diesen Fall die EEG

    externe Kosten….die berühmten 70Euro/Tonne CO2……..eine Märchenzahl, die auf Szenarien von Computersimulationen der Klimaforscher beruhen.

    Nur diese Märchenzahl rückt Ihre “ach so feine EE” ins bessere Licht, ohne dem wäre es nur eine Verschwendung von Volkvermögen.
    Dahin gegen kann man heute schon ganz genau die externen Kosten der EE berechnen, der enorme Aufwand für neubau von Übertragungsleistungen, Bau von Gasturbinen, Verstärkung der NS Ortsnetze (Solaranlagen)……..alleine für das Land Brandenburg entstehen dadurch Kosten von 850-1250 Millionen Euro, die dann per Durchleitungsgebühr vom Stromkunden kassiert werden.

    Ich bin es leid, immer wieder die selben dümmlichen Ausreden der Öko-Aktivisten anhören zu müssen, denn diese technisch unbegabten Leute werfen grundsätzlich nur mit hypotetischen Zahlen um sich, die aus hypothetischen Szenarien errechnet worden sind.

    Ach übrigens, Sie sind uns immer noch etwas Schuldig……..ein technisch realisierbares Konzept das auf 100% EE in Deutschland beruht und eine sichere 24/7 Stromversorgung ermöglicht.

    Na dann mal Butter bei de Fische

    MfG
    Heinz Eng

  110. Krishna Gans

    am 27. August 2009 um 09:50 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Stefan P
    Vor- und Nachteile aller Leuchtmittel im diesem Zusammenhang kann man
    hier nachlesen

  111. Thilo Pfennig

    am 27. August 2009 um 10:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Stefan P: Es ist schon erstaunlich wie immer wieder die EU da in Sachen Bürokratie etwas mitbekommt, wobei die EU ja eigentlich eine der effizientesten Institutionen ist. Kaum 30.000 Beamte leisten da alles ( http://ec.europa.eu/deutschland/understanding/eu_mythen/index_de.htm ). Zudem gibt es in jeder Stadt ein Haufen mehr Beispiele für Bürokratie.

    Dazu kommt, dass es seit vielen Jahrzehnten andere Beispiele gibt die weit schlimmer sind. Meiner Meinung nach ist das mit den Glühbirnen gut gemeint, kommt aber 20 Jahre zu spät. Denn inzwischen sind LEDs gerade am Durchbruch - werden aber durch diese Maßnahme ausgbremst, da Leute jetzt eher auf Schlag auf die ökologisch fraglicheren Energiesparlampen umsteigen.

  112. Bibliothekar

    am 27. August 2009 um 12:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    Zum Lampentheater passt doch die heutige Zeitungsmeldung ganz gut.

    ” Auch Energiesparlampen wird es nicht lange geben

    von Norbert Lossau 26. August 2009, 16:28 Uhr

    Bald werden Energiesparlampen schrittweise Pflicht. Dumm nur: Sie enthalten Quecksilber, und genau das wollen die UN-Umweltminister nicht. Sie sprachen sich gegen jede Nutzung des Metalls aus. Die Alternative sind langfristig Leuchtdioden. Erste Modelle mit Glühbirnenfassung gibt es schon zu kaufen.

    Das EU-Verbot von Glühbirnen mit einer Leistung von mindestens 100 Watt sowie aller mattierter Glüh- und Halogenlampen steht vor der Tür. Nach dem 1. September dürfen in den Geschäften nur noch die Lagerbestände verkauft werden. Bis 2012 wird das Verbot schrittweise auf alle Glühlampen über 25 Watt ausgeweitet. Auf diese Weise soll den effizienteren Energiesparbirnen zwangsweise der Weg zum Markterfolg geebnet werden.

    Doch schon jetzt ist absehbar, dass die heutige Energiesparlampe nur eine Übergangslösung sein wird. Alle im Handel erhältlichen Energiesparlampen enthalten nämlich das hochgiftige Schwermetall Quecksilber. Auf dem UN-Gipfeltreffen der Umweltminister wurde erst im Februar diesen Jahres vereinbart, die technische Nutzung dieses Schwermetalls weltweit zu verbieten. Würde man also hierzulande diesen Beschluss auf UN-Ebene ernst nehmen und in geltendes Recht umsetzen, so wären die heutigen Energiesparlampen schlicht illegal und müssten – wie derzeit die klassischen Glühbirnen – verboten werden…”

    http://www.welt.de/wissenschaft/article4403627/Auch-Energiesparlampen-wird-es-nicht-lange-geben.html

  113. Krishna Gans

    am 27. August 2009 um 14:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Bibliothekar

    Würde man also hierzulande diesen Beschluss auf UN-Ebene ernst nehmen und in geltendes Recht umsetzen, so wären die heutigen Energiesparlampen schlicht illegal und müssten – wie derzeit die klassischen Glühbirnen – verboten werden…”

    Und wir stünden buchstäblich “im Dustern” - die LED Funzeln gelten ja noch nicht als sooo erhellend…

  114. Thorsten

    am 27. August 2009 um 14:50 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ alle

    Habt Ihr keine wichtigeren Probleme als Glühlampen?

    Mir ist es schnurzpipeegal ob ich mein Haus mit LED-Leuchten, Energiesparlampen oder alten Leuchtmitteln erhelle! Aus Kosten- und Energiespargründen habe ich die alten Glühlampen ohnehin schon vor 10 Jahren vollständig rausgeworfen. Die neue EU-Verordnung juckt mich folglich nicht die Bohne!

    Befasst Euch mit wichtigeren Themen als mit solchen Nebensächlichkeiten!

  115. Krishna Gans

    am 27. August 2009 um 15:25 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten

    Habt Ihr keine wichtigeren Probleme als Glühlampen?

    Nö, die Arktis wächst, es wird global kälter trotz des en masse verbratenen CO2s,
    Die Strahlungsbilanz ist negativ - also trauern wir der ollen Glühlampe nach, beschimpfen zu recht die ESL und hoffen, daß die LED mal irgendwann heller werden.
    Winke, winke Thorsten…..
    ;.)

  116. Tenner

    am 27. August 2009 um 15:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wie ist das so?
    Wenn man eine Alternative gesetzlich verordnet und erkennt, dass dadurch ein wenig Hausstrom gespart werden kann. Aber die riesen industriellen Rattenschwanz für die Herstellung von der EU verordnete Alternative außer acht lässt? Ich musste neulich lesen, dass das meiste Quecksilber nicht in der EU hergestellt und über die See transportiert werden würde. Ich bin gespannt wie ich das überprüfen kann, denn wie jeder weiß, kennt kein Mensch die Ökobilanz der ESL. Ist auch wesentlich komplexer als bei der bösen Glühbirne. Eine riesige industrielle Kette. Ich bin auch gespannt, wo jegliche Elemente der ESL herkamen.

  117. Heinz Eng

    am 27. August 2009 um 15:54 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten

    “”"Habt Ihr keine wichtigeren Probleme als Glühlampen?”"”

    Hat die EU keine wichtigeren Problem als uns die Glühlampen zu verbieten???

    Bei Glühlampen fängt es an, bei Heizpilzen geht es weiter…..was steht als nächstes auf eurer Verbotsliste?
    Ich sehe das schwannsinnige Glühlampenverbot als ein Testballon an, geht der gut kann man dann die nächste Sauerei starten und den Europäer weitere Verbote unterzujubeln.
    Gab es denn vor dem Verbot überhaupt eine Studie, die besagt wie viel Glühlampen eigentlich noch in Europa so vor sich hin funzeln?
    Stimmen denn die prognostizierten CO2 Einsparungen überhaupt noch, oder hat der Bürger aus Kostengründen nicht eh schon genug Sparfunzeln in seiner Fassung?

    Oder hat diese ganze Geschichte nicht eher einen gewissen Stallgeruch nach Lobbyarbeit gewisser Leuchtmittelhersteller?

    Hmm, Konzernlobby=böse…..EE-Lobby=supergut
    So kann man sich ideologisch natürlich auch durch den Tag wurschteln ohne großartig das Hirn anstrengen zu müssen, nicht wahr junger Mann?

    PS. Ich warte noch auf eine Antwort auf Ihr Konzept der zukünftigen Vollversorgung mit EE:

    MfG
    Heinz Eng

  118. Tenner

    am 27. August 2009 um 15:59 Uhr | Link | Kommentar melden

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    Ergebnis
    54%
    Nein, ich liebe das warme Licht
    3%
    Ja, ich muss Geld sparen
    25%
    Nein, alles soll beim Alten bleiben
    18%
    Ja, ich will Energie sparen, wo es geht
    9998 abgegebene Stimmen

  119. Krishna Gans

    am 27. August 2009 um 21:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Heinz Eng

    Bei Glühlampen fängt es an, bei Heizpilzen geht es weiter…..was steht als nächstes auf eurer Verbotsliste?

    Soweit ich mich erinnern kann, stand in einem Text, einem der ersten Texte, die über die Idiotie des GL Verbots berichtetetn, daß man sich bereits auch Gedanken über das Verbot elektrischer Zahnbürsten machen würde.
    Ich hatte, glaube ich das in den Zusammenhang mit der Zahnarzt-Lobby gebracht.
    Wobei mir jetzt einfällt, daß es da Interessenkonflikte geben könnte, denn das Hg, das in den ESL vermehrt verbaut wird, fehlt den Zahnärzten für das Amalgam zum Löcher füllen.
    War nix mit Synergie-Effekt….

  120. multiverus

    am 28. August 2009 um 02:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wer das Verbot der Glühbirne für “unwichtig” hält, der sollte mal diesen Artikel lesen:
    Vom Licht das uns alle umbringt

    Übrigens, wer weiß, wie die offizielle Begründung lautet, dass mattierte Glühbrinen generell verboten werden? Na?

  121. Bibliothekar

    am 28. August 2009 um 21:58 Uhr | Link | Kommentar melden

    Schöne Übersicht hier zu finden:

    http://www.lampenwelt.de/news/Gluehbirnenverbot-mit-Ausnahmeregelungen-zugunsten-von-Energiesparlampen.html

  122. Andy Baumann

    am 29. August 2009 um 09:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ krishna und Kaffeemaschinen
    http://www.diagnose-funk.org/technik/energiesparlampen/report-forscher-warnen-vor-eu-gluehlampenverbot.html

    Ich glaub ich steig jetzt hart in das Geschäft “Mattierungsspray für Glühbirnen” ein. Wer diffuses Licht will, hat gefälligst einen ökologisch korrekten Schaffswolllampenschirm zu verwenden!

  123. Bibliothekar

    am 29. August 2009 um 14:32 Uhr | Link | Kommentar melden

    Was mich bei der Sache stutzig macht, ist allerdings die Tatsache, daß eine verstärkte öffentliche Diskussion in den Medien erst dann stattfindet, wenn etwas gesetzlich schon beschlossen ist. Ich unterstelle hier doch eine ganze Portion Populismus, da man vorher doch des öfteren die Maßnahme als notwendig gelobt und verteidigt hat.

    Für das Zahnbürstenproblem gibt es schon ökologisch korrekte Lösungen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zahnb%C3%BCrstenbaum

  124. Thorsten

    am 29. August 2009 um 23:24 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Krishnag

    Bei glühlampen fängt es an, bei Heizpilzen geht es weiter

    Sie haben die Zeichen der Zeit leider immer noch nicht verstanden.

    Während Sie sich hier über Glühlampen und Heizpilze auslassen, sollten Sie sich lieber über eine tragfähige Energieversorgung der Zukunft Gedanken machen.

    Wollen Sie den Energieversorgern vertrauen, die uns in Asse II belogen haben, Gutachten umschreiben ließen, falsche Angaben zur eingelagerten Plutoniummenge gemacht haben und sich jetzt an den Kosten nicht beteiligen wollen? Warum sollten wir denen trauen, wenn sie sagen EE geht nicht? Das haben sie auch vor 15 Jahren gesagt, “EE maximal 4 %”. War aber ganz falsch, wir haben jetzt schon 15 %! Warum sollten wir dem RWE vertrauen, wenn es uns dort schon über Jahre belogen hat und jetzt der Kostenverantwortung ausweicht? Letztlich geht es nur um höchstmöglichen Gewinn!

  125. Krishna Gans

    am 30. August 2009 um 00:05 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten
    Statt hier laufend dummes Zeug zu verbreiten solltest Di mal lernen zwischen Text des Kommtators und Zitat zu unterscheiden - ist nicht schwer, kann man lernen und dann weiter diskutieren.

    Letztlich geht es nur um höchstmöglichen Gewinn!

    Stimmt, und die EE - Versorger sind gaaaanz uneigennützig, ist schon klar Thorsten - bastele Dir Deine Welt und staune über die Wirklichket :.)

    sollten Sie sich lieber über eine tragfähige Energieversorgung der Zukunft Gedanken machen

    Pellets aus Deutschen Wäldern - darum treibst Du Dich in Nieder-Bayern rum und verbrätst sinnlos CO2 - Du bist durchschaut
    :-)

  126. Krishna Gans

    am 30. August 2009 um 00:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten

    Sie haben die Zeichen der Zeit leider immer noch nicht verstanden.

    Mehr als das, deswegen amürsiere ich mich immer mehr über die Panikmache der AGWisten-Clique, zu der auch Du gehörst.
    Weil sie immer noch Energie sparen, Umweltschutz, und dem imaginären Klimaschutz in eine Topf werfen, wild quirlen und staunen, daß sie argumentativ auf keinen grünen Zweig kommen.
    Das eine lassen ohne das andere zu wollem, das eine machen ohne das andere zu verstehen, das zeichent die AGWisten aus, das andere nicht verstehen, und es trotzdem nicht zu lassen. das ist das, was die Thorstens dieser Welt wollen und staunen, das keiner, der sich seine Hose nicht mit der Kohlenzange anzieht, mitmachen will.
    Thorsten, kneif Dich mal, Dein Zug ist abgefahren, Du spielst den Don Quichote.

  127. Krishna Gans

    am 31. August 2009 um 21:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Thorsten at all

    Die dänische Regierung stornierte jetzt 20 000 der Hotelübernachtungen, die zum Klimagipfel in Kopenhagen fest gebucht waren. Im Dezember soll dort auf einer Mammutkonferenz der Folgevertrag für das auslaufende Kyoto-Abkommen ausgehandelt werden.
    Hätte es noch eines Beweises bedurft, wie sehr die Vorbereitungen in der Krise stecken, so brachte ihn die Abbestellung. Der Vertreter von Concito, des grünen Thinktanks des Landes, sieht sie als Signal dafür, dass wichtige Politiker samt beträchtlichem Tross dem Gipfel fernbleiben werden, um nicht Teil einer sinnlosen Show sein zu müssen.
    [..]
    Die geschürte Angst vorm Weltuntergang hat sich in vielen Teilen des öffentlichen Lebens in ein Unwohlsein verwandelt, Zweifel zu artikulieren: eine Lage, in der alle nur verlieren können, weil Augenmaß nicht mehr gefragt ist, sondern nur klimapolitische Kraftmeierei, die ins Leere läuft.

    Die aufstrebenden Schwellenländer werden keine eigene Verpflichtung zur CO2-Minderung eingehen. Da sie aber schon bald die meisten Emissionen erbringen werden, wird es für den Gesamtausstoß uninteressant, welche Einschränkungen sich Europa aufbürdet - zulasten der gebeutelten Industrie und nicht minder gerupfter Verbraucher. Zumal auch Amerika nicht wirklich am selben Strang zieht, selbst das neue, wenig versprechende US-Klimagesetz ist längst nicht amtlich. Auch Russland, Kanada und selbst Australien stehen großartigen Minderungszielen eher skeptisch gegenüber.
    [..]
    Längst ist nicht vollständig geklärt, ob der Mensch wirklich am Klima dreht und dieses auch revidieren kann. Klar aber ist, dass Deutschland dies nie allein schaffte. Nur im rot-roten Senat Berlins weiß man das noch nicht. Dort plant man in aller Stille den weltweiten Alleingang, der das Klima sicher um kein Tausendstel Grad verändern, die Bevölkerung aber vor enorme Herausforderungen stellen dürfte: Ein Gesetz wird in der Hauptstadt demnächst elektrische Heizungen, Warmwasserboiler, Durchlauferhitzer und Klimaanlagen verbieten und teuren Ökostrom zur Pflicht machen - kein Witz.

    Was die Klimaanlagen angeht, kann man gelassen bleiben: Seit der Jahrtausendwende ist es sowieso nicht mehr wärmer geworden, und auch der Schwund des Nordpoleises ist seit 2007 Schnee von gestern.

    Teures Spiel mit der Angst
    Nicht, daß das ein Beweis wäre, es gibt die Stimmung wieder.

    Wenn Du Dich mal ein wenig mit der Sonne beschäftigen würdest…..
    icecap.us/index.php/go/joes-blog
    Das sieht düster aus, morgen ist der 52 Tage Rekord ohne Sonnenfleck aus 2008 eingestellt….

    This cycle has continued to decline in the solar irradiance, solar flux, sunspot number and geomagnetic activity after 10 years. On the following chart produced by Anthony Watts, you can see the Total Solar Irradiance declining whereas the prior cycle was rebounding

    Aber das sagt Dir ja sowieso nichts, und wenn, interessiert es nicht.
    Aber Dein Kumpel im Geiste hat Dir ja andernorts berichtet, die Sonnenaktivität würde wieder ansteigen. Das zählt, ist wichtig und richtig…..
    ;.)

  128. Krishna Gans

    am 1. September 2009 um 18:52 Uhr | Link | Kommentar melden

    Nun, es tauchte im letzten Moment ein klitzekleiner Sonnenfleck auf, der, kaum erscheinen schon wieder am Verschwinden war.
    Bleibt der alte Rekord mit 52 Tagen bestehen, gefolgt von einem 2 Platz mit 51 Tagen ohne Sonnenfleck.

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