Gruppe Die Linke: Seit zwei Tagen rumort es durch die Medien. Ein “Stillhalteabkommen” zwischen Wirtschaftsbossen und der Politik verhindert derzeit einen massiven Stellenabbau in der Bundesrepublik Deutschland. Die VZ-Nutzer sind in Aufruhr.
So sagt ein Kommentator: “Mit Recht kann man behaupten, der Wählerwille wird durch den Einfluss der Wirtschaft betrübt. Eine anstehende Massenarbeitslosigkeit wird durch das ‘stille Abkommen’ so lange hinaus gezögert, bis die Wahl vorüber ist. Die Bürger sollen schließlich die ‘richtige Partei’ die im Sinne der Industrie wählen… (…) eigentlich Betrug an dem Volk, weil die Firmen sich jetzt durch die Konjunkturpakete erholen und lassen später die Belegschaft die jetzt ja auch schon verzicht übt dafür weiterbluten.” Auch andere sehen das problematisch. Gerade in Bezug auf die Kurzarbeit sind sie sich sicher: “Bis zur Wahl muss es reichen, danach können sie alle zur ARGE rennen und die Arbeitslosenstatistik verpfuschen, aber bloß nicht im Wahlkampf.” Ein weiterer fügt hinzu: “Sagen wir so: Die Regierung schafft sich ihre eigene Zeitbombe. Verschleppt sie das Problem bis nach der Wahl durch tatsächliche Absprachen, dann wird es bei der übernächsten Wahl erst recht schwer. Das Schlimme ist ja noch nicht mal der Umgang mit der Wahrheit. Das ist man von Politikern jedweder Couleur gewohnt. Das Schlimme ist, daß offenbar genug Leute darauf reinfallen….”
Mit Grauen blicken einige Diskutanten in die Zukunft. Unsicherheit steht im Raum: “Was will denn die Linke nun gegen die angeblichen Überproduktionen im Automobilsektor tun? – da steht nichts im linken Wahlprogramm dazu. Auch nicht zum Stellenabbau bei Schlecker – auch nicht zu den Negativwirkungen der Abwrackprämie und auch nicht gegen das Arbeitslosigkeitspotential, welches derzeit in der Kurzarbeit gebunden sein soll. Also bitte – was ist der Plan der Linken?” Hierauf wird entgegnet: “Egal welche Regierung kommen würde, die Misstände kann man so schnell nicht mehr ausbügeln. Egal ob CDU, SPD oder Linke. Die Regierung hat es ab September sehr schwer. Weil der Missmut der Bevölkerung wächst. Man kann nunmal keine Arbeitsplätze aus dem nichts erschaffen.”
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