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Politik + Wirtschaft

Von Mietmäulern und Huren.Verkommene Gesundheitswerbung.

Mittwoch, den 26. August 2009 um 12:34 Uhr von Rolf Ehlers

Ernste Mahnungen eines großen Rechtsgelehrten

Professor Dr. Dr. Erich Fechner aus Tübingen, einer der wahrhaft großen Juristen Nachkriegsdeutschlands, äußerte sich in der “feinen” Juristenzeitung im Jahre 1967 (JZ 1987, Heft 15/16, S. 457 – 463) in einem damals schon weithin beachteten Aufsatz zu den Misständen im Staat und besonders im Gesundheitswesen. Die Überschrift des viel zitierten Aufsatzes lautet:

“Wirtschaftliche Interessen und das Recht der freien Meinungsäußerung zugunsten des Allgemeinwohls (insbesondere in Fragen der Volksgesundheit). Eine rechtssoziologische Betrachtung zugleich auch über den Einfluss wirtschaftlicher Interessen auf wissenschaftliche Meinungsbildung.”

Die mahnenden Worte haben heute noch an Bedeutung gewonnen, nachdem jetzt das Gesundheitsystem unter seinen fundamentalen Systemfehlern und der unmäßigen Verschleuderung von Geldern für die fast ausschließliche “Behandlung” der Symptome gesundheitlicher Störungen unter Verzicht auf die dringend gebotene umfassende Prävention von Krankheiten kurz vor dem Zusammenbruch steht.

Von Fechners mahnenden Worten greife ich hier nur einige heraus:

1. Es gibt Übertreibungen und Auswüchse … der Ökonomisierung und Kommerzialisierung unseres Daseins …, die … Verfalls- und Krankheitssymptome darstellen.

2. Angelpunkt… ist die Tatsache, dass die klassischen politischen Gewalten: Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung in wachsendem Maße dem Einfluss wirtschaftlicher Interessengruppen ausgesetzt sind.

3. Die Vorgänge … betreffend die sog. Lobby… sind … mit dem Namen bekannter Firmen verbunden. [Sie] erstrecken sich bis in den Bereich des Kriminellen.

4. Die Machtkonzentration in Verbänden, Konzernen und großen Unternehmen ist längst zu einem politischen Problem und zu einer unmittelbaren Bedrohung der Demokratie und der demokratischen Freiheiten geworden.

5. Die rücksichslose Ausnutzung wirtschaftlicher Macht auf Kosten der Gesamtheit [bestimmt] heute weitgehend den Stil wirtschaftlichen Verhaltens… . Die “smarten” Methoden zählen zum Üblichen.

6. Weiter ist festzustellen, dass wirtschaftliche Unmoral in vielen Branchen üblich ist, dass sie jedoch nirgendwo so bedenkliche Folgen nach sich zieht wie dort, wo die menschliche Gesundheit beeinträchtigt wird.

7. Die Situation wird erschwert durch die Unsicherheit der wissenschaftlichen Erkenntnisse in dem verwickelten Bereich der menschlichen Natur und durch die Schwierigkeit einer eigenen zutreffenden Meinungsbildung auf Seiten des Verbrauchers, der zahllose, nach ihm unbekannten Produktionsmethoden hergestellte Konsumartikel selbst in keiner Weise an gültige Maßstäben zu qualifizieren in der Lage ist.

8. Die Desorientierung des Verbrauchers und dessen über die Massenmedien installierte Verführung durch die moderne Werbung kulminiert in weithin sichtbaren Beispiele nackter Skrupellosigkeit (Zigarettenreklame, insbesondere soweit sie sich  an Jugendliche wendet!).

Fechner geißelt unter anderem auch die “Maßnahmen, die es versuchen, auf dem Wege über die öffentliche Meinung durch Pressesubventionen, Propaganda und Reklame zum Ziel zu gelangen.” Dies und die obigen Sätze 5 und 8 haben ganz konkreten Bezug zu meinem vorliegenden Beitrag über die Seuche der Mietmäuler und Huren in der Gesundheitswerbung.

Was sind Mietmäuler und Huren in der Werbung?

Mietmäuler vermieten ihr Maul. Das bildhafte Wort sagt es deutlich. Nicht jeder kann eine Miete dafür kriegen, dass er sein Maul aufmacht. Der Mieter muss sich etwas davon versprechen, dass der Vermieter in seinem Sinne spricht. Mietmäuler sind daher immer Experten, die dem Verkäufer einer Ware dienlich sind, indem sie sich gegen Bezahlung öffentlich für seine Produkte aussprechen. In der Gesundheitsbranche sind besonders promovierte Ärzte als Mietmäuler gefragt, weil das unbelehrbare Publikum eine hohe Neigung hat, jedem Arzt blind zu vertrauen. Gerade in der Gesundheitsbranche gibt es besonders skrupellose Mietmäuler, denen es gleich ist, ob sie für eine gute oder eine schlechte Sache werben, wenn nur die Bezahlung stimmt. Diese nennen die Branchenkenner “Huren”.

Jeder kennt das aus Frauenzeitschriften, aus Apothekenzeitungen, Rätselmagazinen, populärwissenschaftlichen Zeitschriften und Beilagen in den Tageszeitungen und selbst aus anerkannten Fachblättern: Bekannte und unbekannte Ärzte informieren über oft recht interessante Aspekte gesundheitlicher Störungen. Am Ende kommt dann aber ganz offen oder versteckt der Hinweis auf dieses oder jenes Produkt, das hilfreich sein soll. Der Leser wird nicht so informiert, dass er eine Chance hätte, die Gründe für die Empfehlung nachzuvollziehen, ihm wird einfach eine nicht zutreffende Begründung mitgeteilt. Wenn Ärzte bewusst so vorgehen, ist das natürlich standeswidrig.

Gerade erst habe ich hier einmal beispielhaft eine solche Praxis aus der Frauenzeitung “frau aktuell” aufgezeigt, wobei ich nicht einmal sagen kann, ob die objektiv unrichtigen Ratschläge des “Fernseharztes” Dr. Gerhard wirklich nur auf Unwissen beruhen oder auf der Absicht, die Leser(innen) zur Nutzung der von ihm genannten Medizinprodukte zu verführen. Ob er für seine werbliche Unterstützung überhaupt Geld bekommt, ist nicht zu erkennen. Dass er sich da als Mietmaul ausnutzen oder gar sich für Medizinprodukte prostituiert hätte, kann ich nicht sagen. Wenn ihm die inhaltlichen Fehler seiner Rede bei der Fertigung dieses Beitrages bewusst gewesen wären, hätte er aber ohne Frage “wenigstens” standeswidrig gehandelt.

Meine eigene Berührung mit dem Thema als Beispiel

Wie Professor Fechner ausführte, sind wir Bürger in einem korrupten System, in dem der Staat in den wichtigen Fragen eher mit den Akteuren verbandelt ist als dass er eingriffe, aufgerufen den Mund aufzumachen und politischen Widerstand zu leisten. Ich schildere daher einmal am eigenen Erleben, wie schnell man heute in der Werbung für Gesundheitsprodukte an die Grenzen der Moral und der Gesetze stößt. Als ich vor einigen Jahren nach der Entdeckung bis dahin unbekannter physiologischer Wirkzusammenhänge zwischen der richtigen Ernährung und dem Aufbau einer ausgewogenen zentralnervösen Hormonlage aus einfachen natürlichen Zutaten ein Lebensmittel geschaffen hatte, das nach meiner Überzeugung bedeutende Vorteile zum Zwecke der Erhaltung und der Erneuerung der körperlichen und mentalen Gesundheit hat, stellte ich fest, dass der Gesetzgeber es fast ohne Ausnahme jedem Hersteller und auch dem Vertreiber von Lebensmitteln verbietet, in der Allgemeinheit Werbung für bestimmte gesunheitliche Wirkungen seiner Produkte zu machen. Die Unterrichtung von Angehörigen der Heilberufe indessen ist erlaubt. Das Gesetz verbietet es dem Hersteller und Vertreiber aber auch, in seiner Werbung auf Ärzte zu verweisen, die den Wert seiner Produkte preisen. Gleichermaßen ist es dem Arzt gesetzlich verboten, sich mit dem Hersteller und Vertreiber zu verbünden und in seinem Interesse für seine Produkte zu werben.

Ich konnte den im deutschsprachigen Raum sehr bekannten, wenn auch recht esoterisch angehauchten österreichischen Ganzheitsmediziner Dr. Ruediger Dahlke im Gespräch überzeugen, dass es sich lohnen sollte, einmal meine Produkte am eigenen Leibe auszuprobieren. Als er das ausgiebig getan hatte, als er dann die Wirkungen deutlich spürte und keinen Fehler in meiner ausführlichen Darlegung der naturwissenschaftlichen Gründe für den Eintritt der Wirkungen fand, erklärte er, dass er in allen seinen Publikationen und in seinen Seminaren darüber berichten wollte. Er tat das indessen nicht umsonst. Zwei Jahre lang erhielt er auf Grund einer mit ihm getroffenen schriftlichen Vereinbarung eine monatliche Provision in Höhe von durchschnittlich 3.500,00 €. Dann kam es zum Bruch zwischen uns, weil er auch ein erst in der Planung begriffenes Konkurrenzprodukt bewerben wollte. Er war mit den Verkaufserfolgen, die er durch die Aktivierung seiner Gefolgsleute - am wirkungsvollsten über seinen Newsletter mit 12.000 Adressaten - deutlich verbessert hatte, nicht zufrieden. Er wollte, dass das von mir entdeckte Prinzip viel besser verbreitet würde. Und er wollte wohl auch mehr Geld. Ich weiß, dass er sich von dem Konkurrenten, der auf meine Entdeckung und die von mir geschaffenen Produkte aufsetzte, auch Provisionen versprechen ließ. Zwar gaben beide später kund, dass sie (angeblich) davon Abstand genommen hätten, aber das muss ja nicht stimmen.

Ich hatte die Vereinbarung mit Dr. Dahlke so formuliert, dass der Arzt unter keinen Umständen verpflichtet sein sollte, für meine Produkte zu werben und dass beide Seiten sich einig waren, dass er nicht weiter für meine Produkte gut sagen sollte, wenn er nicht mehr uneingeschränkt an ihren Wert glaubte. Solange er mit gutem Gewissen für meine Produkte gut sagte, sollte er aber die zugesagte Provision erhalten. Selbst eine Rente war für ihn vorgesehen. Ich fühlte mich seinerzeit nicht im Unrecht, besonders weil ich überzeugt war und bin, dass die Umstellung auf mein Ernährungskonzept unendlich vielen Menschen ein besseres Leben ermöglicht. Dr. Dahlke sah das damals auch nicht anders.

Wie ich jetzt nach gründlicherer Betrachtung der Sache weiß, war das eine Selbsttäuschung. Das Gesetz macht bei seinen Verboten keinen Unterschied, ob ein Produkt, das auf unzulässige Weise beworben wird, tatsächlich die angepriesenen guten Wirkungen hat oder nicht. So wie die ständige Rechtsprechung das beurteilt, ist es nicht einmal Sache des Gerichts, die Richtigkeit der Wirkaussagen zu prüfen. Die Gerichte heben darauf ab, dass das Gesetz Wirkaussagen nur zulässt, wenn diese “hinreichend wissenschaftlich gesichert” sind. Um das festzustellen, reicht nicht die Aussage eines oder mehrerer “einfacher” Ärzte. Erst wenn die “große Wissenschaft” sich des Themas angenommen hat und die Wirkungen bestätigt, darf über die Wirkungen geredet werden. Haben die renommierten Experten kein Interesse am Thema – wenn sie eine Konkurrenzsituation mit Produkten von Geldgebern wie insbesondere der Pharmaindustrie sehen, schalten sie auf stumm – kommt es nicht dazu, dass über die Wirkungen ein Wort verloren werden darf.

Der Hersteller kann alternativ durch anerkannte Fachleute groß angelegte Studien anfertigen lassen. Praktisch kommt das aber nicht vor, weil das viel zu teuer ist.

Schon eine vertrackte Situation! Wer hätte da schon ein moralisches Urteil über den Hersteller und Verteiber eines Lebenmittelproduktes und den Arzt gefällt, die sich abgesprochen hatten, dass der Arzt positiv gut über das nach allem verfügbaren Wissen wirklich hervorragende Produkt reden sollte?!

Mit der Forderung meines Zugeständnisses dazu, dass er auch ein noch gar nicht existentes Konkurrenzprrodukt, das allein von der Nutzung meiner Entdeckung lebt und der unwahren heutigen Behauptung von Dr. Dahlke, dass das neue Produkt “besser” sei, hat sich in meinen Augen die Beurteilung der Verstrickung von Dr. Dahlke in die Werbung für Lebensmittelprodukte wesentlich verändert. Es liegt aber nicht an mir, sein früheres und sein heutiges Verhalten weiter zu werten. Das könnte theoretisch ja am Ende zu einer Formalbeleidigung führen, der ich mich nicht schuldig machen möchte.

Das volle Ausmaß der Korruption in der Gesunheitswerbung

Wie dargestellt haben wir in Europa strenge, teils sogar viel zu strenge Gesetze, die verhindern sollen, dass die Verbraucher mit irreführenden oder auch nur ungesicherten Werbeaussagen über Lebensmittel überflutet werden. Die Geschäfte sind voll von Produkten, für die schon auf dem Etikett solche unerlaubten Aussagen gemacht werden. Die Zeitungen borden über mit solchen Vorgängen. Insbesondere werden einfache Lebensmittel mit Gesundheitsversprechen mit Vitaminen oder Bakterien angereichert. Noch krasser ist die Situation in der Bewerbung von Arzneimitteln. Da wird sicheres Abnehmen versprochen, weil ein Produkt ein Drittel der in der Nahrung enthaltenen Fette bindet. Produkte, die nicht mehr leisten als den Hunger zu begrenzen, werden als Abnehmmittel gepriesen – das noch mit der Billigung der großen halboffiziellen Gesundheitsgesellschaften. Es wird versprochen, dass ein Kraut gleich 100 Millionen Gehirnzellen zu besserer Leistung anspornt oder ein Wurzelextrakt soll alle Schmerzen beseitigen.

Wettbewerbsverbände beschäftigen oft freie Mitarbeiter, die systematisch die Zeitungen und das Internet nach Wettbewerbsverstößen durchsuchen. Ohne die Arbeit der Verbände würden gewiss nur Bruchteile der heute abgemahnten Verstöße auffallen. In der Gesundheitswerbung ist das anders. Die Verbraucherschutzämter werden in der Praxis allerdings meist nur dann tätig, wenn jemand ein fragliches Verhalten – etwa das eines Konkurrenten – zur Anzeige bringt. Da ist eine Verbesserung der Aufklärung angezeigt. Spezifisch zu der unerlaubten Produktwerbung durch Ärzte sind aber insbesondere die Ärztekammern gefragt, ihren Kammermitgliedern, die sich standeswidrig oder gar unter Verstoß gegen geltendes staatliches Recht in die Werbung für Produkte verstricken, zurückzupfeifen. Wenn ich nur an Dr. Dahlke denke, der neben der Propagierung seiner extrem esoterischen Ansichten wie der “Reinkarnationstherapie”, seiner selbstgestrickten “Archetypischen Medizin”, angeblichen “Resonanzgesetzen, Gesetzen der Polarität, dem Gesetz des Anfangs, dem Gesetzvom Teil und vom Ganzen sowie dem Gesetz von Mikrokosmos und Makrokosmos” Jahr für Jahr durch den gesamten deutschsprachigen Raum in Europa tourt, heftig Produktwerbung betreibt und sogar (mit besonderem Händlerrabatt) bei seinen Veranstaltungen industrielle Produkte verkauft, frage ich mich schon, wo da die Selbstkontrolle der Ärzteschaft bleibt. Denn ein solcher Jahrmarkt kann den zuständigen Gremien doch nicht entgangen sein!

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10 Reaktionen zu “Von Mietmäulern und Huren.Verkommene Gesundheitswerbung.”

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  1. Guillaume

    am 27. August 2009 um 12:33 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich würde in der Anpreisung unterscheiden zwischen Werbung ( Produktinformation ) und Propaganda ( der gezielten Täuschung des Konsumenten ). Über echte technische Neuerungen und Produktverbesserungen möchte ich schon informiert werden; über probeionische (?) Joghurt Kulturen und das weisseste Weiss aller Zeiten eher nicht.

    Dafür wären auch nur ungefähr 5-10 Prozent des derzeitigen Werbe Budgets notwendig, das wer bezahlt? Die Verbraucher!

    In der Werbung ( eigentlich Industrie Propaganda) geht es aber, versteckt natürlich, um Politik und damit um Ideologien.

    Ideologien dienen denen die das ” System” beherrschen, den “Systemlords”.

    Die haben über “Werbung”, durch indirekte Beeinflussung unsere Gesellschaft, mehr verändert, als den meisten von uns bewusst/ lieb ist.

    Da Menschen zunehmend auf die gezielte Verblödung durch Werbung reagieren, wird Werbung auch immer aggressiver.

    In Hamburg hat der tolle Herr von Beust ( Ole ohne Kohle) an allen öffentlichen Strassen/ Kreuzungen zusätzliche, animierte Werbeflächen durchgesetzt.

    Wo kämen wir denn da hin, wenn die Bürger die Werbung einfach wegzappen!

  2. Hildegard von Bingen

    am 27. August 2009 um 15:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Herr Ehlers

    “Wenn ich nur an Dr. Dahlke denke, der neben der Propagierung seiner extrem esoterischen Ansichten wie der “Reinkarnationstherapie”, seiner selbstgestrickten “Archetypischen Medizin”, angeblichen “Resonanzgesetzen, Gesetzen der Polarität, dem Gesetz des Anfangs, dem Gesetzvom Teil und vom Ganzen sowie dem Gesetz von Mikrokosmos und Makrokosmos”

    Das hermetische Weltbild des Herrn Dr. R. Dahlke hat Sie doch vorher nicht gestört. Warum tretten Sie dann nach?

    Der Text von DR.DR. Fechner ist dafür ausserordentlich erhellend in diesen Zeiten.
    Vielen Dank dafür!

  3. Rolf Ehlers

    am 27. August 2009 um 17:54 Uhr | Link | Kommentar melden

    Liebe Frau von Bingen,

    das in meinen Augen sehr eigenwillige Wetbild von Herrn Dr. Dahlke hat mich bis dahin wenig gestört, weil es für mich keine Relevanz hatte und lange auch nicht das Verständnis meiner eigenen Entdeckungen störte. Aber so viel schlichte Behauptung, Leichtgläugigkeit und Besserwisserei wie ich sie in der extremen Esoterikszene sehe, empfinde ich schon als störend.

    Ich trete nicht nach, sondern wehre mich gegen die falsche Parteinahme on Dr.Dahlke für ein nachgemachtes Produkt. Dass er gesetzwidrig hadelt und bewusst meine Arbeit untergraben will, kann ich doch nicht hinnehmen. Wenn er mit seinem standeswidrigen und gesetzlosen Verhalten nicht einhält, werde ich ihn auch gerichtlich in Anspruch nehmen. Ich habe keinen Streit mit ihm gesucht,
    habe vielmehr mein Unbehagen an seinen seltenen Theorien nicht vor mir her getragen.

    Aber soll man nicht auch mal erwähnen, dass es seltsam anmutet, wenn Dr. Dahlke im Talk bei Beckmann erklärt, angewachsene Ohrläppchen seien ein Zeichen von Intelligenz. Oder wenn er erklärt, dass man in diesem Leben Krebs
    kriegt, wenn man in einem früheren Leben zuviel gehasst hat!?

  4. Hildegard von Bingen

    am 28. August 2009 um 09:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Herr Ehlers

    Die menschliche Nothdurft des Herrn Dahlke seine persönlichen Gewissheiten als ein hermetisches Axiom darzustellen ist nun wahrlich ordinär. Die Wahl der Partnerschaft gerade im Geschäftsleben gehört nicht zu den einfachen Entscheidungen.
    Doch sehe ich überhaupt den Text am Anfang nicht wirklich verbunden. Herr DR. Dr. Fechner spricht hier Dinge an, die im Grunde uns erklären warum wir als Staatsbürger hinters Licht geführt werden. Zusätzlich findet 40 Jahre nach dem erscheinen des Artikels in der besagten deutschen Juristenzeitung, in diesem Land ein allgemeiner Raubzug statt. Alles zur Unterstützung der Finanzwirtschaft. Das sind die Auswirkungen wenn die Gedanken und Worte eines wichtigen Rechtgelehrten nichts mehr wert sind. Diese Demokratie taumelt gerade und alle tun so, als ob keine Veränderung nötig wäre!
    Kohorten von mietgemaulten Blödmachern in allen Medien streichen ihren Profit dadurch ein. Vom Charakter der geistigen Prostitution in vielen Bereichen des öffenlichen Lebens will ich gar nicht reden.
    Von wegen Hass- und Krebs, sowie esotrischen Taschenspielertricks und Großmäuligkeiten, von Herren wie Dr. Dalhke oder Thorwald Dethleffsen.

    Vielen Dank für Ihre Zeilen, Herr Ehlers.

    Liebe Grüße
    Hildegard

  5. Rolf Ehlers

    am 4. September 2009 um 07:22 Uhr | Link | Kommentar melden

    Im Nachhinein erfahre ich, dass Herr Dr. Dahlke, der in “Heilkunde-Instituten” in Deutschland und Österreich seine esoterischen Lehren von Wiedergeburt und eigener Schuld der Menschen an ihren Krankheiten verbreitet und therapeutisch umzusetzen versucht, zwar gelernter Arzt ist, aber - entgegen den gesetzlichen Bestimmungen - nirgendwo Mitglied einer Ärztekammer ist.

    Gravierender ist aber seine Kollusion mit einem industrielle Hersteller und seine einseitige Begünstigung eines Produktes, an dessen Umsatz er beteiligt ist. Das ist zum einen ein klarer Verstoß gegen das Lebensmittelrecht, aber auch ein Verrat an seinen “Jüngern.” Was mich besonders abgestoßen hat ist, dass er sich schon begierig zeigte, das neue Produkt öffentlich zu bewerben, als es noch in der Planung war und niemand es beurteilen konnte.

  6. Bruno Peters

    am 18. September 2009 um 11:44 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Herr Ehlers,

    ich bin über eine Empfehlung von Dr.Rüdiger Dahlke zu Kunden ihrer Produkte geworden und habe mich dann über weitergehende Nahrungsergänzung und Vitalstoffe erkundigt.Ergebnis war das sich ein unüberschaubarer Markt auftat,den ich als gelernter Krankenpfleger skeptisch gegenüberstand.Da ich selbst erkrankt war und keine Heilung bei der Schulmedizin fand,stieß ich zunächst auf Herrn Dr.Dahlke und danach durch ihn auf Aminas.Ich fand dann bei meinen Recherchen die Lösung für alle seriösen Anbieter,die Qualität anbieten.Wenn Sie sich ebenfalls als solcher sehen und von Ihrer Qualität überzeugt sind, dann machen Sie es doch einfach so,wie es die Firma macht ,von der ich nun meine Produkte erhalte.Geben Sie eine Geld Zurückgarantie auch für verzehrte Produkte, wenn die Kunden unzufrieden sind.Sie erreichen mich unter brunopet@web.de.
    Diese Art des Empfehlungsmarketings ist unabhängig von eingekauften Fachleuten,funktioniert aber nur mit Spitzenprodukten,weil ansonsten jeder das Produkt zurück schickt.
    Das heißt ich konnte mich in aller Ruhe von dem Produkt durch konsumieren überzeugen,hätte es aber mit 100 % Geld zurück Garantie zurückschicken können.Eine tolle, Unabhängigkeit verschaffende und jedem gerecht werdende Marketinglösung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Bruno Peters

  7. Sandra Spohr

    am 19. September 2009 um 07:05 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Herr Ehlers,

    wozu die ganze Aufregung? Die Qualität eines Produktes spricht schliesslich für sich…und da teilen sich bei Aminas und Abon Vital die Geister.
    Menschen, die sowohl Ihr als auch das Konkurrenzprodukt über längeren Zeitraum ausprobiert haben, entscheiden sich ganz individuell nach eigenem Geschmack und den jeweiligen Auswirkungen auf jeden Einzelnen für eines der beiden Produkte. Bitte gestehen Sie uns zahlenden Konsumenten doch soviel eigenes Urteilsvermögen und Mündigkeit zu, dass wir uns nicht manipulieren lassen von Für- oder Gegensprechern.
    Ihre öffentlichen Äusserungen über Herrn Dahlke könnten den Eindruck entstehen lassen, dass Ihnen augenblicklich Negativ-Werbung lieber ist, als gar keine Werbung…
    Am Ende wird sich das bessere Produkt durchsetzen.

    Mit bestem Gruß
    Sandra Spohr

  8. Rolf Ehlers

    am 22. September 2009 um 12:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Liebe Frau Spohr,

    Sie sehen nicht, dass der Angreifer der Arzt Dr. Dahlke ist, der mit unzulässigen Mitteln und auch mit der Unwahrheit (Reizung der Därme!) einseitig ein Produkt empfiehlt, dessen Hersteller ihm dafür eine hohe Bezahlung (mindestens 3.500,00 € im Monat) versprochen hat. Das ist sittenwidriger Wettbewerb. Ich bin es aber leid, teure Prozesse gegen hemmungslos das Recht missachtende Wettbewerber führen zu müssen. Soll Dr. Dahlke seine kollusive Zusammenarbeit mit dem Wettbewerber aufgeben und der ungestörte Wettbewerb ist für die Interessenten und die Wettbewerber nur von Vorteil. Macht er so weiter, muss ich mich mit seiner Person und seinen mir wirklich sehr obskur vorkommenden Lehren weiter befassen.

    Ich habe doch gar nichts dagegen, dass es viele Anbieter von Lebensmitteln gibt, die versuchen die geeigneten Produkte für die praktische Umsetzung des von mir
    und niemand anderem entdeckten AMINAS-Prinzips der Lockung des zerebralen
    Serotonins durch den Verzehr einer kleinen Portion vitalstoffhaltiger Pflanzenkost
    zu finden. Das Prinzip mit seinen segensreichen Wirkungen für die Menschen, die sich darauf einlassen,ist wichtig, nicht die Produkte, die wenn man nicht viel falsch macht, alle funktionieren. Konkurrenz bei den Produkten kann nur das Wissen über das Prinzip verbessern - aber nicht, wenn Dr. Dahlke und seine seltsamen neuen
    Freunde uns den Krieg erklären!

    Wir würden sämtlich niemals am zerebralen Serotonin defizitär sein, wenn wir nur
    regelmäßig vitalstoffreich äßen, insbesondere vor der mindestens alle zwei Tage notwendigen gründlichen körperlichen Ausarbeitung durch Ausdauertraining oder auch Gartenarbeit. Dann nämlich kämen alle für die Synthese von Serotonin benötigten Ausgangsstoffe ins Gehirn, insbesondere aber auch ihr sonst so kritischer Hauptbaustein, die essenzielle Aminosäure L-Tryptophan. Denn dann würden die fünf anderen mit Tryptophan um die Beetzung ein und desselben Transportsystems durch die Blut-Hirn-Schranke in das Hirnwasser, die eine hierfür günstigere Molekularstruktur haben, von den Mitochondrien in den Körperzellen
    (nach den Kohlenhydraten) zum Energieaufbau (Glukose, ATP) verbraucht. Tryptophan, das nicht in das Aufnahmemuster der Verbrennungskammern unseres Körpers passt, hat dann eine Einzelstellung. Der nötige Lockruf, den nach dem AMINAS-Prinzip der durch die feinen Mehle der Mischung ausgelöste Verdauungsreiz auf diesen Stoff in seiner Funktion als Esskontrollhormon auslöst, wird dann über den Gesichtssinn ausgeübt, indem Serotonin darüber in seiner weiteren Funktion als Wachkontrollhormon gerufen wird!

    Also: esen Sie gut und fordern Sie Ihren Körper immer wieder mal und Sie brauchen keines der konkurrierenden Produkte, um ihr hormonell-mentales Gleichgewicht zu finden.

    Ich bin fasziniert von den physiologischen Wirkzusammenhängen, die ich gefunden habe. Daher arbeite ich intensiv an der Schärfung des Profils “meines”AMINAS-Prinzips. Mein Interesse ist es, dass die zentrale Rolle des Schlüselhormons Serotonin endlich allgemein bekannt wird, weil ich sicher bin, dass dies einen mächtigen Schub zur Verbeserung unseres gesamten Gesundheitssystems auslösen wird. Es ist doch allseits bekannt, dass Defizite an diesem zentralen Steuerstoff eine Hauptverantwortung, wenn nicht mehr für die meisten psychischen und viele neurologische Störungen und für das allgemeine Wohlbefinden haben.
    Wenn solche Persepktiven nicht wären, würde ich mich mit meiner kleinen, aer ausreichenden Rente aus dem Arbeitsleben zurückziehen. Ich sehe aber, dass ich da noch viel leiten kann, weil selbst die Wettbewerber n i c h t s tun für das bessere Verständnis der Grundlagen der Wirkung unserer Produkte. Sie hängen sich sicherlich auch künftig einfach an an das, was ich ermittelt habe und weiter
    pflege.

    Dr. Dahlke hat diese Zusammenhänge nicht gefunden und hat kaum etwas getan für ihr beseres Verständnis oder die Summe der Wirkungen. Er ist nur der erste Mediziner, der darüber berichtet hat. Er hat allerdings die große Potenzialität des
    AMINAS-Prinzips gesehen und hat geglaubt, dass er mit diesem Hebel das ganz große Geld machen könnte. Darum hat er, als der Progress nur langsam lief, sich
    ausbedingen wollen, von uns und von dem erst im Aufbau begriffenen Wettbewerber Provisionen kassieren zu dürfen - in einem Zeitpunkt, an dem die
    “Gegenseite” noch nicht ein Gramm ihrer Mischung vorliegen hatte. Das über den
    Wert solcher Enpfehlungen generell und über den erschreckenden Verlust an Moral in der Werbung für Gesundheitsprodukte.

  9. Readers Edition » Design Write. Verseuchte medizinische Forschung.

    am 23. September 2009 um 03:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Nachdem ich hier in der Readers Edition “Von Mietmäulern und Huren in der Gesundheitswerbung” geschrieben hatte, bekam ich von einer befreundeten Ärztin den Hinweis darauf, dass die Unmoral in der Werbung nicht nur in den niederen Bereichen der Gesundheitswerbung, wie ich sie beschrieben habe, weit verbreitet ist, sondern sogar in den hoch gerühmten international von aller Fachwelt anerkannten Zeitschriften. […]

  10. Readers Edition » Jahrmarkt Dr. Ruediger Dahlke

    am 15. Dezember 2009 um 13:40 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Wie ich auf RE vor einigen Monaten im Beitrag über Mietmäuler und Huren in der Gesundheitswerbung mitteilte, ist Dahlke entgegen seinen ständigen Beteuerungen immer wieder heftig engagiert bei Geschäften mit der Gesundheit. Mir erklärte er wahrheitswidrig, dass er in seinem Leben noch nie für ein Produkt gut gesagt hätte. Dabei hörte ich danach immer mehr davon, von seinen bezahlten Empfehlungen von obskuren Diagnose-Geräten, schwingenden Betten und Nahrungsergänzungsmitteln, selbst von einer Verstrickungen im Multi-Level-Marketing. […]

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