Für die vier Berliner Jungs von “Poolstar” ist es morgen, am 28. August, wieder einmal soweit: denn dannwerden sie ihr brandneues, drittes Album mit dem etwas paradox klingenden Namen “4″ der Welt offenbaren. In schierer Blitzgeschwindigkeit haben sie die Platte mit Rodrigo González, Mitglied der Punkrockband “Die Ärzte”, als Produzent aufgenommen und nur einen Monat später ihre Singleauskopplung “Something in your eyes (reloaded)” veröffentlicht. Fans und Musikliebhaber dürfen also gespannt sein auf ganze 13 Songs zwischen Punk, Rock, Britpop und Psychedelic.
Die Bandhistorie rund um Sänger Töff Malstroem, Gitarrist Felix Kinniro und Schlagzeuger HouZa nahm bereits ab dem Jahre 2003 ihren Lauf. Obwohl sie zu dieser Zeit nur zu Dritt unterwegs waren, ließen sie sich nicht entmutigen und ersetzten den fehlenden Bassisten gekonnt durch eine Groove-Box namens Ming-Li. Während eines gemeinsamen Pool-Ins beschloss die Band schließlich, sich in Gedenken an den Mitbegründer der “Rolling Stones”, Brian Jones, der 1969 in seinem Swimmingpool zu Tode kam, zu benennen – “Poolstar” war geboren. Es folgten die Veröffentlichung von zwei Alben, Auftritte mit “SEEED”, “Beatsteaks” und “The Boss Hoss” sowie zahlreiche Auszeichnungen. Im Frühjahr 2007 entschlossen sich die Drei jedoch, Ming-Li gegen einen Bassisten aus Fleisch und Blut einzutauschen: Mit Aalbert von Spree am Bass wurde “Poolstar” endlich vollzählig und die Karriere ging weiterhin steil bergauf. Als Support-Band der deutschen Punkrockband “Die Ärzte” spielte der selbsternannte “Hauptstadtvierer” vor insgesamt mehr als 80.000 Menschen. Doch nicht nur die zeigten sich begeistert: Auch Rodrigo Gonzáles, seit 1993 Mitglied bei “Die Ärzte”, fand Gefallen an der Truppe aus Kreuzberg und stand ihnen ab sofort als Produzent ihres dritten Albums “4″ zur Seite.
Eine gewaltige Portion Rock verbindet sich mit rotzigen Punksounds
“Good morning, I killed someone inside of me. No disaster for it was necessary”, hallt es nach dem Einlegen der brandneuen Platte aus dem CD-Player. Mit dem Opener “I killed someone” macht “Poolstar” also schon klare Ansagen, besonders aber auf musikalischer Ebene. Druckvoll quietschende Gitarrenklänge treffen auf zügige Schlagzeugbeats und machen keinen Hehl aus der gewaltigen Portion Rock, die sich mit rotzigen Punksounds verbindet – oder wie es die Band selber nennt “RockPunkRock”. An dritter Stelle dürfte den Fans jedoch etwas auffallen: Ja, hier handelt es sich um eine neuaufbereitete Version des Songs “Something in your eyes” von dem 2004 erschienen Album “Losing Gravity”. Und siehe da, Rodrigo González konnte noch einiges rausholen, denn “Something in your eyes (reloaded)” erscheint härter und knalliger, nicht mehr ganz so poppig. Trotzdem kann die zu flache und abgeklärt wirkende Neuauflage, die gleichzeitig auch als Singleauskopplung von “4″ erschienen ist, im Vergleich zu den restlichen Stücken nicht ganz mithalten.
Tracks wie “Schicksal?” und “Get me out of here” dagegen überzeugen durch eingängige Gesangslinien und weisen in ihrem Klang fetzige Einflüsse aus dem Britpop auf. Doch mit “My Rapture” beweist die Berliner Truppe, dass sie auch ruhiger kann und verstreut fast schon psychedelisch anmutende Melodien. Insgesamt präsentiert “Poolstar” also eine Platte, die kracht und reinhaut – und das voll auf die “4″.
Passend zum Release stehen dann ab September eine ganze Reihe von Gigs rund um Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Rostock und Kiel an. Gelegenheit, sich von den Live-Qualitäten der Jungs zu überzeugen, besteht also mehr als genug.
Die Singleauskopplung “Something in your eyes (reloaded)” zur brandneuen Scheibe könnt ihr hier begutachten:
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