Gruppe Piratenpartei: Ein VZ-Nutzer macht sich Gedanken über das Wahlprogramm der Piraten. Er schlägt vor, dass sie sich grundsätzlich gegen Gängelei und Bevormundung einsetzen sollten. Sein Argument: “Bis jetzt sind die Ziele der Partei ja sehr eng. Deshalb werden viele sie nicht wählen.” Die Kommentatoren nehmen seinen Vorschlag unter die Lupe.
Die Intention des Ideengebers ist wie folgt: “Ich finde, die Flut von Gesetzen, Vorschriften, Durchführungsbestimmungen, Formularen usw. muss endlich gestoppt werden. Wir brauchen statt dessen wieder mehr Eigenverantwortung. Staatliche Gängelei zerstört Eigenverantwortung.” Hierbei denkt er an das Glühlampenverbot, Vorschriften zur Gleichberechtigung der deutschen Sprache oder die flächendeckende Radarüberwachung in Europa.
Einige Diskutanten sind der Meinung, dass sich nun erst einmal auf den Wahlkampf konzentriert werden sollte. Andere reflektieren ihr eigenes Verhalten in bestimmten Situationen. Manch einer gesteht ein, dass er bei liberalerer Handhabung wahrscheinlich noch öfter über die Strenge schlagen würde. Und wiederum weitere Nutzer stimmen ihm grundsätzlich zu. Sie halten einige Verbote für absolut unsinnig. Schränken aber ein: “(…) um dem Bürger Verantwortung zu geben, muss man ihn erst mündig machen. Man sieht doch an allen Ecken und Enden, dass das noch nicht klappt. (…) Aufklärungskampagnen und Freiheiten müssen Hand in Hand gehen.” Ein Mitdiskutant ergänzt: “Das in Deutschland bereits eine Lobby- und Alibipoltik besteht steht außer Frage. Aber generell wird man durch das willkürliche Aussetzen von Regeln keine Freiheit erreichen. Sondern man bekommt z.B. eine Finanzkrise. Abzocke ist eine Seite, viele der fest montierten Blitzer stehen aber zu Beispiel an Unfallstellen. Das sieht der mündige” Bürger aber nur, wenn er bei der Polizei mal die Statistik aufmacht. Das Glühlampenchaos ist natürlich eine andere Sache. Aber eigentlich sind das nur Nebenkriegsschauplätze. Wir haben viel größere Probleme. Milliardenkonzerne die kaum Steuern zahlen etc. Ein System das total hinkt und sich rotz steigender Beitträge nicht mehr tragen kann. Dagegen ist ein Schild zuviel eher nebensächlich.”
Ein anderen Gedanken bringt ein weiterer StudiVZler ein. Er schreibt: “Ich betrachte Gesetze und Vorschriften eh als Beleidigung unser Intelligenz. Die meisten die ich kenne fahren bei Nässe nicht langsam weil da n Schild steht, sondern weil sie wissen: Gummi auf Wasser – das rutscht. Das man mit weniger Vorschriften nicht untergeht beweisen Frankreich & co. Mehr Dellen ja, mehr Unfalltote nein. Und auch in Holland leben erstaunlich wenig lebensunfähige Volljunkies. Allerdings würd ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen das das in D genauso klappt. Wir sind die Bevormundung mittlerweile einfach so sehr gewohnt das viele mit dem selber denken Probleme hätten..”
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