Fast die richtige Frage

Nicht einmal 24 Stunden hat es gedauert, und mit Telepolis macht das erste Mainstream-Medium Anstalten, dem abgängigen Kinderpornokampf-Helden Peter Vogt nicht nur Heldentum hinterherzurufen und ihm Kränze als erfolgreicher Kinderpornofahnder zu winden, wie das der offenbar einmal mehr bewusstlose “Focus” tut, sondern sein vor allem ja immer mediales Schaffen ähnlich

Nicht einmal 24 Stunden hat es gedauert, und mit Telepolis macht das erste Mainstream-Medium Anstalten, dem abgängigen Kinderpornokampf-Helden Peter Vogt nicht nur Heldentum hinterherzurufen und ihm Kränze als erfolgreicher Kinderpornofahnder zu winden, wie das der offenbar einmal mehr bewusstlose “Focus” tut, sondern sein vor allem ja immer mediales Schaffen ähnlich ganzheitlich zu beleuchten wie das unser fröhliches Kreditkartennutzer-Blog PPQ direkt nach der Demission des Pornoringsprengers getan hat.

Telepolis stellt auch fast die richtigen Fragen, aber fast ist eben auch vorbei.

Autorin Bettina Winsemann ist nahe dran, schafft es aber schließlich nicht, zum Knackpunkt vorzudringen, der da heißt: Wie viele der von Vogt seit 2004 präsentierten mehr als 37.000 “Täter” (“Der Spiegel”) waren in Wirklichkeit nur Tatverdächtige? Bei wie vielen bestätigte sich der Verdacht nicht? Wie viele Anklagen hat der Starstrafverfolger denn tatsächlich erhoben? Und wie viele Urteile waren Lohn seiner aufopferungsvollen Tätigkeit zur Rasterfahndung in 20 Millionen Kreditkartendaten und Ausspionierung von abertausenden Microsoft-Nutzerdaten? Telepolis, das hätten wir doch gern noch gewusst.

Quelle: politplatschquatsch.com

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