Guatemala ruft den Hungernotstand aus

400.000 Familien vom Hunger betroffen – Staatspräsident Colom sucht Hilfe 24.000 Familien litten bereits unter Hunger. Weitere 400.000 seien von Hunger bedroht. Ursache der Krise ist eine Dürre in sieben der insgesamt 22 Departments des mittelamerikanischen Landes. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat bereits mit der Verteilung von Lebensmitteln begonnen.

fhgsdafsd.jpg400.000 Familien vom Hunger betroffen – Staatspräsident Colom sucht Hilfe

24.000 Familien litten bereits unter Hunger. Weitere 400.000 seien von Hunger bedroht. Ursache der Krise ist eine Dürre in sieben der insgesamt 22 Departments des mittelamerikanischen Landes. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat bereits mit der Verteilung von Lebensmitteln begonnen.

Der Präsident von Guatemala, Alvaro Colom hat in einer Fernsehansprache am Dienstagabend die Weltgemeinschaft angesichts einer drohenden Hungersnot um Lebensmittelhilfe gebeten.

Zudem hat er mit folgenden Worten den Notstand über sein Land erklärt: “žDie Erklärung des Notstands erlaubt es uns, internationale Hilfe in Anspruch zu nehmen und auch in unserem eigenen Haushalt schnell Mittel frei zu machen, es gibt genügend Lebensmittel, aber die Betroffenen haben nicht das Geld, um sie zu kaufen. Die Situation ist beschämend für das Land. Guatemala lebt seit Jahrzehnten mit hohen und beschämenden Zahlen der Armut, der extremen Armut und der Unternährung. Diese lange Geschichte sozialer Ungerechtigkeit ist die Ursache unserer aktuellen Ernährungskrise”, sagte Colom in einer Radio- und Fernsehansprache. Verelendung, Nahrungsmangel, keine Perspektiven, das sei die Realität vieler Familien im Bergland Guatemalas, so der Präsident weiter. Diese lange Geschichte der sozialen Ungerechtigkeit sei der Grund der aktuellen Ernährungskrise.

Dürre und Naturkatastrophen

Kein anderes Land in Lateinamerika hat einen höheren Anteil an Unterernährten. Zum strukturellen Problem kam in diesem Jahr eine durch das Klimaphänomen “žEl Niño” ausgelöste Dürre im Osten des Landes dazu, die große Teile der Mais- und Bohnenernte der Subsistenzbauern

Armut und Ungerechtigkeit

Das lateinamerikanische Land leidet seit längerem unter der Armut und unter der aktuellen Weltwirtschaftskrise. Ein Uno-Vertreter machte die ungleiche Verteilung des Reichtums unter den 13 Millionen Einwohnern des lateinamerikanischen Landes für fehlende Erfolge im Kampf gegen den Hunger verantwortlich.

Photo: withonef via flickr.com, Lizenz: creative commons, Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*