Ist das traditionelle Familienbild überholt?

VZ Lautsprecher: Neue Runde, neues Thema im VZ Lautsprecher. Diesmal diskutieren Prominente wie Ulrich Wickert, die No Angels, Max Herre, Culcha Candela, Nina Bott, Patrice und Florian Schröder mit der FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über die Homo-Ehe. Aufhänger: “Gleichgeschlechtlichen Paaren ist in Deutschland bislang nur die eingetragene Lebensgemeinschaft erlaubt. Ist das

VZ Lautsprecher: Neue Runde, neues Thema im VZ Lautsprecher. Diesmal diskutieren Prominente wie Ulrich Wickert, die No Angels, Max Herre, Culcha Candela, Nina Bott, Patrice und Florian Schröder mit der FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über die Homo-Ehe.

Aufhänger: “Gleichgeschlechtlichen Paaren ist in Deutschland bislang nur die eingetragene Lebensgemeinschaft erlaubt. Ist das richtig so?”

In der dazugehörigen Gruppe ist die Diskussion schon in vollem Gange. Sie steht unter folgender Fragestellung: “Sollte Homosexuellen die Eheschließung mit den gleichen Rechten und Pflichten wie für heterosexuelle Paare gestattet werden? Und wie sieht es mit dem Adoptionsrecht für homosexuelle Paare aus? Ist es schädlich für Kinder, von zwei Elternteilen gleichen Geschlechts aufgezogen zu werden? Zerstört das die traditionelle Familie oder gibt es diese schon lange gar nicht mehr?”

Die VZ-Nutzer sind sich weitestgehend einig. Sie sind für die Homo-Ehe und fordern: “gleiches Recht für alle”. So ist zu lesen: “Es sollte egal sein, ob man Mann oder Frau liebt, wichtig ist doch, dass man überhaupt liebt. In Deutschland sollten gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht anders bewertet werden als traditionelle.” Eine weitere Nutzerin merkt an: “(…) ich  finde es nicht gut, dass man als Homosexueller immer nur Nachteile hat! Alle wollen se immer so tolerant sein – man merkts! Entweder gleiches Recht für alle oder gar kein Recht!”

Es werden allerdings auch konservative Stimmen laut. So sagt ein Diskutant: “Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Grundgestzes. Die eingetragenen Partnerschaft ist völlig ausreichend. Die Begrifflichkeit Ehe sollte aufgrund der sybolischen Wirkung nur auf traditionelle Verbindungen zwischen Mann und Frau angewandt werden auch wenn bestimmte rechtliche Rahmenbedingungen (z.B. bezüglich des Unterhaltsrechts) durchaus sinnvoll auch auf eingetragene Lebenspartnerschaften übertragen werden können. Eine Gleichstellung bezüglich des Adoptionsrechts halte ich aber für unverantwortlich. Eine solche Forderung ist wieder ein Beispiel für den Werteverfall in unserem Land.” Dem wird entgegnet: “Ich bin nicht der Überzeugung, dass es schlecht für die Kinder ist, die in einer homosexuellen Partnerschaft aufwachsen, denn es kommt bestimmt nicht drauf an, von wem sie erzogen und groß gezogen werden, sondern darauf wie viel Liebe und Respekt man ihnen entgegenbringt. (…) Und jetzt mal ehrlich, wie viele Kinder wachsen in einer “normalen” Ehe auf, in denen von Liebe, Respekt, Achtung, Wertschätzung, Akzeptanz, Toleranz nicht mal die Rede ist?”

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  1. Der jetzige rechtliche Status, der gleigeschlechtlichen Partnerschaften zugestanden wird ist völlig ausreichend. Trotz allen Protestgeschreies beibt es nun mal Tatsache,
    daß die konventionelle Familie über Jahrtausende hinweg natürlich gewachsen ist. Wer die Naturgesetze verbiegen will, wird Schiffbruch erleiden. Natürlich passieren auch der Natur hin und wieder Fehler, aber diese Fehler bestätigen ja den Regelfall. Was gleichgeschlechtliche Paare intim veranstalten, ist absolute Privatsache und geht niemanden etwas an. Wenn aber Kinder in solchen Partneschaften aufwachsen sollen, wenn sie gerade in ihrem prägenden Entwicklungsstadium auf eine nicht familiengerechte und ihrer persönlichen Veranlagung zuwiderlaufende Lebensform festgelegt werden sollen, halte ich das mit Blick auf die Zukunft dieser Kinder für unverantwortlich. Toleranz ja, Idiotie nein.