Polizei-Brutalität bei “Freiheit-Statt-Angst Demo” 2009

Gruppe Piratenpartei: Ein Video, das von einem Youtube-User mittlerweile moniert wurde, macht derzeit im Internet die Runde. Es zeigt prügelnde Polizisten auf der am vergangenen Samstag stattgefundenen Demo “Freiheit statt Angst” in Berlin. In der Gruppe der Piratenpartei herrscht helle Aufregung. Bis zum heutigen Mittag gab es rund 150 Wortmeldungen.

Gruppe Piratenpartei: Ein Video, das von einem Youtube-User mittlerweile moniert wurde, macht derzeit im Internet die Runde. Es zeigt prügelnde Polizisten auf der am vergangenen Samstag stattgefundenen Demo “Freiheit statt Angst” in Berlin. In der Gruppe der Piratenpartei herrscht helle Aufregung. Bis zum heutigen Mittag gab es rund 150 Wortmeldungen.

(Zu finden die Szenen auch hier oder hier. An dieser Stelle gibt es die Polizeiversion.)

Der Diskussionseröffner fordert: “bitte video verbreiten. ich weiß ja nicht wie es euch dabei geht aber mich macht das ziemlich aggressiv. irgendein vollidiot hat das geflagt.”

Stimmen, die der Polizei ein korrektes Verhalten zuschreiben, teilen viele Kommentatoren nicht. Sie sind der Meinung, die Situation sei eindeutig und so ist zu lesen: “Eine Mehrheit der Leute hat eben absolut blindes Gottvertrauen in die Polizei. Wenn die durchgreift, muss definitionsgemäss immer was gewesen sein.” Es wird geschildert: “(…) der eine polizist führt den im blauen t-shirt zurück, und der andere schlägt ihm einfach mit der faust wiederholt ins gesicht. wie man da auch nur ansatzweise verständnis für die polizisten aufbringen kann, ist mir ein rätsel.” Ein anderer hofft: “Wenn es an die Presse geht, wird man der Form halber ein Disziplinarverfahren gegen Unbekannt eröffnen, das selbstverständlich ohne Ergebnis bleibt. Der Typ mit dem Fahrrad hat Glück gehabt, wärs nicht gefilmt worden, hätte er noch mit ner Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte rechnen können.” Ein weiterer VZ-Nutzer fürchtet jedoch: “Wetten der Polizist kann aus unerfindlichen Gründen nicht identifiziert werden, obwohl sein Gesicht hochauflösend im Netz steht?” Hierzu wird ergänzt: “Ich hab nen bekannten beim Unterstützungskommando, der hat schon berichtet das dort immer wieder Videos verschwinden, da sich Kollegen auf dem Material strafbar gemacht hätten. Der Demonstrant der sich dann auf dem Video auch strafbar gemacht hätte, ist dann aus dem Grund nochmal davon gekommen. Das ist auch kein Problem, da die Aufnahmen immer in den Händen der aufnehmenden Einheit bleiben und erst nach Sichtung evtl. an die Staatsanwaltschaft weiter gegeben werden.” Und weiter: “mich würde aber auch nicht wundern, wenn dieser vorfall bei der nächsten FSA-Demo als Grund für eine Ablehnung hergenommen wird! Wegen der Gefahr von Ausschreitungen abgelehnt!”

Ein Diskutant fasst heute zusammen: “Dieses Video zeigt deutlich, wie weit sich Deutschland bereits vom Rechtsstaat entfernt hat. Immer mehr nähern wir uns dem Überwachungsstaat in dem freie Meinungsäußerung und Bürgerrechte mit Füßen getreten werden. Wir müssen diesen Trend stoppen, sonst kennen unsere Kinder den Begriff ‘Freiheit’ nur noch aus Büchern.”

Nun gibt es einen Aufruf der Jungen Piraten zu einer Mahnwache. Heute, 14.09. um 18.00 Uhr am LKA Tempelhof – Platz der Luftbrücke.

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