Aus der Kajüte der Piraten

Gruppe Piratenpartei: Sie sollen die Bundestagswahl aus ihrer eigenen Sicht betrachten und diese mit spannenden Themen beleuchten. Seit fast drei Wochen gibt es auf StudiVZ die Wahlreporter 2009. 20 junge Leute sind mittlerweile aktiv. Eine von ihnen möchte jetzt in die Kajüte der Piraten schauen, um mehr über diese Partei

Gruppe Piratenpartei: Sie sollen die Bundestagswahl aus ihrer eigenen Sicht betrachten und diese mit spannenden Themen beleuchten. Seit fast drei Wochen gibt es auf StudiVZ die Wahlreporter 2009. 20 junge Leute sind mittlerweile aktiv. Eine von ihnen möchte jetzt in die Kajüte der Piraten schauen, um mehr über diese Partei zu erfahren.

“Was brennt euch grad so richtig unter den Nägeln? Was findet ihr unbedingt erwähnenswert? Was nervt euch an den anderen Parteien?”, will die Jung-Reporterin wissen und erhält sogleich zahlreiche Antworten.

So schreibt ein StudiVZler, ihn nerve am meisten die Bevormundung des arglosen Bürgers “und wie die Medienmafia den arglosen Bürger abzockt, um ihn in den Ruin zu treiben.” Ein anderer sorgt sich um die “fortschreitende Aushöhlung unserer demokratischen Werte”. Er schreibt: “Die etablierten Parteien denken viel zu kurzfristig, was sich zum Beispiel im Bereich der Inneren Sicherheit deutlich macht. Anstatt man sich z.B. Gedanken macht, warum es Probleme gibt, warum die Hemmschwelle der Menschen zunehmend sinkt, versucht man dies mit härteren Gesetzen zu beheben, womit man aber nur Symptombehandlung betreit, statt wirklicher Ursachenbekämpfung.” Er ist überzeugt: Hier werde leichtfertig der Weg in den Überwachungstaat beschritten, obwohl es in den lezten 100 Jahren drei Überwachungsstaaten gegeben habe. Das Fazit: “Eine gesellschaft,die sich aber gegenseitig bespitzelt und mißtraut, und in den Mitmenschen terroristen,Amokläufer und Kinderschänder sieht,
eine solche gesellschaft macht sich das leben unnötig gegenseitig schwer.”

Andere sorgt die Entwicklung der Großkonzerne, die den Nahrungsmittelmarkt der Welt unter sich aufteilen würden, wissentliche Missachtungen des Grundgesetzes oder, dass der liberale Gedanke in der Politik zu kurz kommen würde. Auch um das Image der Piratenpartei wird sich gesorgt: , Der Satz ‘Die Piratenpartei will illegale Downloads’ ist falsch.”

Der Vorstoß der Jungautorin, direkt in einer StudiVZ-Gruppe nachzufragen wird in großen Teilen positiv aufgenommen, da der “offene Dialog” durchaus gewollt ist. Einige zweifeln jedoch an dieser Taktik und verweisen auf die offizielle Internetseite der Partei. Es wird jedoch zu bedenken gegeben, was letztendlich für alle Gruppen innerhalb des Netzwerkes gilt: “Diese Gruppe hat zwar einige Parteimitglieder aber nicht alle Meinungen die User posten gehen konform mit der offizielen Parteimeinung.”

Kommentare

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  1. Eines ist offenbar allen Befürwortern der Piratenpartei gemein: sie whren sich gegen die von den etablierten Politikern und den korrupten Medien pausenlos betriebene Verblödung der Menschen. Na klar wird es in den Überwachungsstaat gehen, wenn man die Mischpoke, die sich da oben festgesetzt hat, weiter machen lässt!