Hat man aus Winnenden gelernt?

Gruppe Bündnis 90/Die Grünen: Der Amoklauf, der sich heute morgen im fränkischen Ansbach ereignete, macht nun auch auf StudiVZ die Runde. Die Nutzer machen sich ihre Gedanken, wie die Medien diesmal damit umgehen. So schreibt ein Kommentator: “Zum Glueck ist keiner gestorben, das Ganze war ja mehr ein Anschlag denn

Gruppe Bündnis 90/Die Grünen: Der Amoklauf, der sich heute morgen im fränkischen Ansbach ereignete, macht nun auch auf StudiVZ die Runde. Die Nutzer machen sich ihre Gedanken, wie die Medien diesmal damit umgehen.

So schreibt ein Kommentator: “Zum Glueck ist keiner gestorben, das Ganze war ja mehr ein Anschlag denn ein Amoklauf. Aber in Emsdetten ist im November 2006 auch keiner gestorben und die Medien haben wochenlang ueber das Thema berichtet. Mal schaun, ob sich die Sensationslust diesmal in Grenzen haelt und man aus Winnenden gelernt hat.”

Nachdem es bis zum Mittag scheinbar relativ ruhig zuging, kommt ein Mitdiskutant zu dem Schluss: “Scheinbar etwas, unsere Gesellschaft hat es garantiert aber immer noch nicht.” Ein anderer ergänzt: “Wahrscheinlich interessiert sie das Ganze auch nicht so stark, da keiner gestorben ist. Aber es wird sicher noch genug toedliche Amoklaeufe an deutschen Schulen geben, bei denen die Medien dann wieder genau wie in Erfurt und Winnenden berichten werden…” Und ein Dritter versucht die Vorgehensweise in den Redaktionsstuben so zu erklären. Er sagt;: “Bei dem neuen Fall in Bayern ist ja in der Tat glücklicherweise niemand umgekommen, warum sollte das Thema künstlich aufgebauscht werden und anderen Nachrichten vorgezogen werden? Wichtiger ist, 1. die Gründe für die Tat zu ermitteln und 2. den Täter hart zu bestrafen.”

Von der Berichterstattung weg, wendet sich die Gruppe dann der Art der Bestrafung eines solchen Täters zu. Ist er in jedem Fall “hart zu bestrafen”? Einige sind sich da nicht so sicher. Zunächst käme es natürlich auf die Gründe für eine solche Tat an. Andere sehen das komplett anders. Die Motivation spielt hier keine Rolle. Es wird jedoch gemahnt: “(…) mit wegsperren (ist es nicht) getan (…), sondern oft auch andere Personen eine Mitschuld tragen und man darauf achten sollte, daraus zu lernen, um in Zukunft präventiv handeln zu können.
Zudem kommt vermutlich auch eine psychologische Betreuung. Ein Mensch ist nie von grund auf ein Mörder.”

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