Ein Gelbsucht-Virus geht anscheinend um in Deutschland und hat nun auch die SPD- und GRÜNEN-Zentrale erreicht.
Das, was Barack Obama in den USA verzweifelt versucht abzuschaffen, nämlich ein völlig überteuertes, privates Gesundheitswesen, will die FDP Schritt für Schritt in Deutschland einführen.
Das, was die Finanzkrise befeuert und was viele Anleger nun ins Nichts fallen lässt, nämlich die private Altersvorsorge auf Wertpapierbasis, will die FDP noch verstärken.
Das, was die Staatsverschuldung in schwindelne Höhen getrieben hat, nämlich Steuergeschenke an die Konzerne, Millionäre und Spitzenverdiener, will die FDP noch ausweiten.
Das, was die Arbeitslosigkeit, Verunsicherung und Verelendung vorläufig noch in Schach hält, – Kündigungschutz, Konjunkturprogramme, teilweise sogar Mindestlöhne – will die FDP einreissen.
Vor dieser Politik warnen und dagegen wettern Steinmeier und die SPD völlig zu Recht.
Schwarz-Gelb wäre eine soziale, ökonomische und ökologische Katastrophe, besonders wegen des Gelbanteils in einer Unions-FDP-Koalition. Das trichtern SPD und GRÜNE den Bürgern richtigerweise ein. Für diese klaren Worte finden sie in der Bevölkerung Zustimmung. Deshalb vor allem sind die Umfragewerte für Steinmeier und die SPD in letzter Zeit angestiegen.
Doch nun kommt der Salto mortale.
Gleichzeitig versucht die SPD-Spitze genau diese FDP, die Partei der sozialen Brandrodung und Steuer-Versenker also, in ihr Ampelboot zu locken. Dafür gibt es nur zwei Erklärungen. Entweder der SPD-Spitze sind alle ihre Vorhaben und Versprechen inzwischen völlig egal oder sie ist bereit, für den Kanzlerposten auch noch den spärlichen Rest an sozialdemokratischen Inhalten auf dem Altar der Macht zu opfern. Es könnte auch beides zutreffen.
Nicht viel besser verhält sich die Bundesspitze der GRÜNEN.
Die FDP vertritt nicht nur diametral entgegengesetzte Ansichten in der Bildungspolitik, sie will auch in der Energiepolitik zurück zur Kernkraft, will umweltveräglichen Energie-Alternativen den Geldhahn abdrehen, Mindest-Tempo 150 auf allen Autobahnen.
Um die Menschen nach der Wahl erfolgreich auf eine eventuelle Ampel einzustimmen, hat die SPD drei Feldversuche laufen. Einen in Hannover, einen in Kiel und einen Brandenburg. Dort werden SPD-Mitglieder und -Wähler in mehreren Testreihen auf die Ampel mit der FDP hin konditioniert.
In Kiel verabreichen die SPD-Labors hierzu allwöchentlich so genannte “Vergessenspillen”, die zum Ziel haben, jene Gehirngregionen zu blockiern, in denen die Wahlversprechen und Ziele der SPD gepeichert sind. In Hannover versucht man dasselbe mit Elektrosonden und in Brandenburg wenden die örtlichen SPD-Wissenschaftler eine ganz radikale Methode an. Totalverlust der Identität. Inzwischen wissen viele der Probanden nicht einmal mehr, dass sie in Deutschland leben, dass es eine SPD überhaupt gibt und haben in Testwahlen die FDP angekreuzt.
Sanfter gehen die GRÜNEN vor. Sie haben in Todtmoos bei Freiburg eine gruppendynamische Langzeitstudie für ihre Abgeordneten laufen. Durch Lichtnahrung, esoterische Kornkreiswanderungen, Reiki-Seminare und Zen-Meditationen werden neue politische Inhalte singend eingeübt.
Die autosuggestiven Haikus lauten:
Mehr Meiler mögen moderne Menschen.
Scheu Sonne und Wind, Atom komm geschwind!
Bildung bildet nur Eliten, Migranten sollen Schafe hüten.
Entsprechende Joghurtsorten sollen das unterstützen.
Wo bleibt Behle?
Sorry, ich meine natürlich Stichler.