“Die lustige Witwe” von Franz Lehár im Meiniger Theater
Die beliebte Operette von Franz Lehár, “Die lustige Witwe” steht am 27. September um 15 Uhr wieder im Großen Haus im Meiniger Theater auf dem Spielplan. Es handelt sich hierbei um eine Koproduktion zwischen dem Südthüringischen Staatstheater Meiningen und dem Landestheater Eisenach.
Die Uraufführung in Wien am 30. Dezember1905 war noch nicht der große Erfolg.
Mit Schuld daran war die Tatsache, dass die Wiener Librettisten das französische Lustspiel “Der Gesandtschaftsattaché” ohne Genehmigung des Verlages zur Grundlage für das Operettenlibretto nahmen. Die Aufmerksamkeit, die dieser Prozess erregte, verhalf der “Lustigen Witwe” zu größter Popularität, vor allem weil man sich den besten französischen Anwalt, den späteren französischen Staatspräsidenten Poincaré, genommen hatte. 1910 wurde die Operette in zehn verschiedenen Sprachen in 18.000 Aufführungen herausgebracht.
In Kürze zum Inhalt: Eine Witwe möchte gerne wieder eine Familie gründen, doch ihr vermeintlicher Reichtum schafft Probleme. Denn die Männer wollen die Ehe offensichtlich des Geldes wegen. Oder ist doch Liebe im Spiel? Lehár selbst meinte zu seinem Erfolg: “Ich glaube, dass eine possenhafte Operette gar nicht nach dem Geschmack des heutigen Publikums wäre. Ich kann es nicht einsehen, dass es der Zweck der Operette sein soll, alles Schöne und Erhabne ins Lächerliche herabzuziehen. Mein Ziel ist es, die Operette zu veredeln. Der Besucher soll ein Erlebnis haben.” Und das ist in Meinigen gewiss!
Weitere Termine: 10./22. Oktober, 14. November und 27. Dezember. Karten unter Telefon 03693.451-222 oder 03693.451-137.
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