Müntefering weg und Steinmeier halten: zu kurz gesprungen!

Die SPD hat verstanden, dass der Parteivorsitzende Müntefering nach dem tiefen Abrutsch der Partei in der Wählergunst keine bessere Zukunft erwarten lässt. Aber den aus dem Nichts der Bürokraten künstlich von Müntefering propagierten Steinmeier als Kandidaten für das Kanzleramt für das katastrophale Abschneiden nicht persönlich haftbar zu machen, ist die

Die SPD hat verstanden, dass der Parteivorsitzende Müntefering nach dem tiefen Abrutsch der Partei in der Wählergunst keine bessere Zukunft erwarten lässt. Aber den aus dem Nichts der Bürokraten künstlich von Müntefering propagierten Steinmeier als Kandidaten für das Kanzleramt für das katastrophale Abschneiden nicht persönlich haftbar zu machen, ist die reine Schizophrenie.

Die NRZ berichtet heute in ihrem Aufmacher “Müntefering vor Rückzug” die für die derzeitige Rückzugslinie der Partei typische Meinung. Nicht Steinmeier, sondern die Hartz-Reformen, insbesondere die Rente mit 67, aber auch die Mehrwertsteuererhöhung hätten “die Partei die Glaubwürdigkeit gekostet,” hat die NRZ von der SPD- Abgeordneten Ulla Burchardt gehört.

Wo bleibt denn da die Logik? Wie kann ein denkender Mensch so etwas laut sagen? Wie kann ein Massenblatt so etwas unkritsch weiter geben?

Ist das Selbstverblendung oder immer weiter die Meinung, dass man “der Bevölkerung” solchen Unsinn ruhig vorsetzen könnte?!

Steinmeier ist der Architekt der Agenda 2010, er hat mit Merkel die sozialen Grausamkeiten von der Mehrwertsteuererhöhung über Hartz IV bis zur Rente ab 67 beschlossen und steht noch immer voll dahinter! Wenn er über 2010 hinaus die SPD vertritt, ist das ein klares Signal an die Bevölkerung, dass die SPD weiter für diese Gemeinheiten steht. Geht die Partei jetzt nicht konsequent in sich und kehrt zu einer glaubhaften ethischen Einstellung zurück, kann man sie bald ganz vergessen.

Kommentare

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  1. Jeder Mitbürger, der zwischen den Ohren “noch”so etwas ähnliches wie ein Gehirn hat, kann sich nur voll umfänglich Ihrer Meinung anschliessen.

    Ich halte Herrn Frank Walter Steinmeier für einen integren Menschen, dem ich auch einen gutherzigen Charakter unterstelle. – Vermutlich ist er auch “nur” unter den Einflüsterungen der Troika, Schröder, Clement und Müntefering schwach geworden und hat sich als “Befehlsempfänger” an seinen Schreibtisch gesetzt um die Grundzüge der Agenda 1010 gepinselt. Wahrscheinlich hat er als Gutmensch all den anderen Gutmenschen die ihn umzingelt hatten geglaubt, Ihnen vertraut.

    Nur so wird verständlich, dass er den Steuerreformen von “Hans hat kein Glück” zugestimmt hat. Nur so wird verständlich, dass er in Kenntnis, der gegen Oskar Lafontaine (vor dessen Rücktritt) gerichteten Hass-Schreiben der Energieriesen dennoch zustimmte, dass EON, RWE, ENBW etc. Ihre Zinserträge aus Rücklagen (damals 17 Milliarden) nicht versteuern mussten.

    Sei es wie es sei. Der Politiker Frank Walter Steinmeier kann in gar keinem Fall für den Neuanfang einer sich an Ihre Wurzeln, Ihre Stammwählerschaft erinnernden sozial ausgerichteten Partei stehen.