Vegetarier, Tierschützer und Metzger in einem Boot
Am 1. Oktober ist Weltvegetariertag, am 4. Oktober Welttierschutztag. Anlass für Vegetarier- und Tierschutzorganisationen, halbherzig um etwas weniger Quälerei und Mord (oder zumindest Ablasszahlungen in Form von Spenden) zu betteln. Die Realität der Tierausbeutung wird dabei durch Euphemismen kaschiert: “Schlemmen Sie doch zur Abwechslung mal vegetarisch”, “Kein Ei mit der 3″ – als ob für Eier, gleich wie sie numeriert sind, ob Bio-, Boden- oder Freilandhaltung, keine Küken vergast oder vermust, keine Hennen nach einem Jahr Leiden durch Qualzucht und Gefangenschaft umgebracht würden.
Die belgische Stadt Gent beschloss im Mai dieses Jahres als erste Stadt der Welt, einen offiziellen fleischlosen Wochentag einzuführen. In der Schweiz zog Zürich im Rahmen der WWF-Aktion “Panda-Zmittag” am 15. September nach. In England forderte Paul McCartney den “fleischfreien Montag” (“Meatless Mondays“). In Deutschland soll es bald in Magdeburg einen “Vegi-Tag” geben.
Dass dies für notwendig gehalten wird ist doch recht merkwürdig angesichts der Kampagne “5 am Tag” der Bundesregierung. Diese empfiehlt täglich fünf Portionen (!) Gemüse und Obst. Selbst als Veganer ist das kaum zu schaffen, wie erst, wenn man Lebensmittel durch Käse, Eier oder Leichenteile ersetzt? Sogar die DGE (“Deutsche Gesellschaft für Ernährung”), eine Lobbyorganisation der “Fleisch”- und “Milchindustrie”, empfiehlt in ihren “Zehn Regeln” ähnliches – und höchstens “300-600g Fleisch und Wurst” (also drei bis sechs Leichenmahlzeiten) pro Woche. Sprich: 15-18 Mal pro Woche Frühstück, Mittag- und Abendessen vegetarisch, also 70-85 Prozent der Mahlzeiten “fleischfrei”.
Warum also muss nur ein Tag pro Woche ohne Leichen noch propagiert werden?
Dass dies statt tierrechtsethisch überwiegend mit Gesundheit oder Klimaschutz begründet wird nur am Rand.
Währenddessen schütten Bauern mal eben tausende Tonnen Milch weg, weil sie ein paar Cent mehr fürs Tierquälen haben wollen, wobei für jede Tonne eine qualgezüchtete Kuh monatelanglang gelitten hat, und das Landwirtschaftspropagandaministerium pusht Schulmilch – statt endlich die Tierausbeutung einzustellen und Hafer-, Mandel-, Reis- oder Sojamilch usw. zu verbreiten.
“Vegetarismus ist ethisch so wenig akzeptabel wie Kindermord statt Mord an Personen jeglichen Alters”, so Achim Stößer von der Tierrechtsinitiative Maqi. “Tierschutzreformen so wenig wie weichere Betten oder bunte Tapeten in Josef Fritzls Keller.”
Fazit: Vegetarier essen Tierprodukte, vorausgesetzt, die Leichen ihrer Opfer werden anderweitig verwertet oder entsorgt als in ihrem Magen (so werden männliche Küken für die Eierproduktion vergast, “Legehennen” landen nach einem Jahr Qual in der Suppe oder auf dem Müll). Tierschützer essen Tierprodukte, vorausgesetzt, sie können sich und/oder anderen vorgaukeln, ihre Opfer hätten noch mehr misshandelt werden können (kleinere Käfige, Verstümmelung ohne Betäubung, längere Todestransporte usw.). Auf der anderen Seite sind professionelle Tierausbeuter längst auf den Tierschutzzug aufgesprungen. So werben z.B. Metzger – den Tierschutz- und Vegetarierverbänden folgend – damit, “weniger Fleisch” zu essen oder “vom Tierschutz-Gedanken geradezu beseelt” zu sein.
“Und all das zeigt: Tierschützer, Vegetarier und Metzger sitzen in einem Boot – sie alle wollen weiterhin andere Tiere ‘nutzen’, ausbeuten, selbst wenn sie dabei getötet werden“, so Stößer weiter.
Dabei wäre die Lösung so einfach: Tierrechte und Veganismus statt Tierschutz und Vegetarismus. Jeder Mensch kann vegan werden, sofort und unabhängig von Geschlecht, Alter, Blutgruppe, Schuhgröße, Haarfarbe oder Wohnort.
Bilder zum Thema finden sie hier.
Das sind beachtenswerte Argumente. Es fällt schwer, etwas Gutes über die Tierhaltung in unseren Ländern zu sagen. Auch die Stillzeit der Kühe maßlos zu verlängern, um ihre Milch trinken zu können, ist auf Anhieb kaum verständlich.
Alle Welt komplett mit reiner Pflanzennahrung zu ernähren ist aber sehr schwierig.
Vitamin B 12 und Folsäure in ausreichender Menge zu beschaffen ist nicht leicht.
Die Probelem aber sind bekannt und könnten gelöst werden.
Zudem gelingt die Umstellung nur dann, wenn die Menschen ihre Pflanzenkost auch wirklich bis auf die Zellen der Pflanzenfasern herunter brechen, entweder mit ihren
Zähnen oder nach Trocknung mechanisch, soweit es um rohe Kost geht. Zu viele Menschen vertragen rohe Kost derzeit aber nur bedingt. Wird alle Pflanzenkost hitzebehandelt, reichen die nach dieser Behandlung verbliebenen Vitalstoffmengen kaum aus.
Der Haupthinderungsgrund für die Umstellung ist aber neben dem Widerstand der ganzen Inustrie und der Politik die Unbeweglichkeit der Menschen, die an ihren
eige”fleisch”ten Gewohnheiten kleben und Vorstellungen von Empathie mit den
lebenden Mitgeschöpfen einfach wegblenden.
Dabei wäre eine stärkere direkte Nutzung der Pflanzenkost die perfekte Lösung, den Hunger auf der Welt auszumerzen. Schließlich braucht es 9 kg Getreide, um
1 kg Fleisch zu erzeugen! Zudem könnten wir lernen, nach und nach immer mehr rohe Pflanzenkost zu verzehren. Man kann das lernen, wie Dr. Schnitzer das sein Leben lang gezeigt und auf diese Weise eine Unzahl von Krankheiten ohne alle Medikamente besiegt hat (s. http://www.drschnitzer.de).Wenn wir die rohe Pfanzenkost pulverfein vermahlen zu uns nehmen, brauchen wir nur ganz geringe Mengen, um uns bestens und vitalstark zu ernähren. Unsere schöne Esskultur brauchten wir nicht aufzugeben. Wir würden Lafer, Lichter Co. nur andere Rezepte mitgeben.