Gruppe FDP: Die Position der Liberalen zum Atomausstieg beunruhigt nicht nur die Grünen. Nun meldet sich auch ein VZ-Nuter zu Wort. Er fragt: “(…) gibt es irgendwo die moeglichkeit der fdp nahezulegen ihre position zum thema atomkraftwerke zu überdenken? (…)”
Seine Sorge wird jedoch von den allermeisten nicht geteilt. So schreibt ein Thread-Teilnehmer: Man möge mich korrigieren aber die Position ist doch die: Sobald der Strombedarf wirtschaftlich aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann ist eine Abschaltung von AKWs sinnvoll und erwünscht. Vorher gibt es wohl keine sinnvolle Alternative. Außer man möchte nen Euro für die Kilowattstunde zahlen…”
So sehen das auch andere Kommentatoren. Es gelte, in dieser Angelegenheit nichts übers Knie zu brechen, wie es etwa die Grünen wollen. Einige verweisen auf veraltete Techniken im Ausland und den sorgloseren Umgang dort mit dem Thema Atommüll. Andere führen drohende Abhängigkeiten etwa von Russland an. Eine Alternative sehen die meisten derzeit nicht. Neubauten werden allerdings nicht befürwortet. Es wird angeführt: “Besser als Atomstrom aus der Nachbarschaft ist das allemal. Und Windrädchen und Solarzellen werdens wohl so schnell nicht richten.” Hierzu schreibt ein weiterer: “Wenn Windrädchen und Solarzellen mich mit Strom versorgen, kann von mir aus alles abgeschaltet werden. Dass einer von uns das erlebt, bezweifle ich und ich hab auch keine Lust ein Vermögen für Energie zu zahlen, nur weil irgendwelche Grünen zuviel schlechte Bücher gelesen haben.” Das Fazit eines anderen lautet: “Ich bin absolut für einen Ausstieg aus der Atomenergie, aber erst wenn es auch möglich und sinnvoll ist!”
Es gibt jedoch auch Diskutanten, die die Sorgen teilen. “ich bin auch gegen den Austieg vom Austieg…, wenn es sowas gäbe würd ich das auch unterstützen”, ist da zu lesen. Ein weiterer erinnert an die Katastrophe von Tschernobyl: “Also ich (mit 30) kann mich noch erinnern wie wir nicht rausdurften und Wochen lang nicht auf den Spielplatz weil es Radioaktivität(!) geregnet hat.” Ein Dritter verweist auf ein vielversprechendes Projekt: “die regenerative energie ist mittlerweile doch schon recht wirtschaftlich, besonders wenn desertec gebaut wird, wo nach es ja im moment aussieht, die firmen stehn dahinter, vlt investiert der deutsche staat darin, 5% gegen eine bürgschaft von 20mrd wäre definitiv ne überlegung wert, da es uns wohl nix ksoten dürfte und jedes jahr mrd euro bringen dürfte… die bürgschaft drückt dazu die ksoten und entlastet die beteiligten unternehmen.”
Ca. 30 % des Volkses haben sich eine neue, eine rechtskonserative Regierung gewählt. Wir alle müssen nun damit leben, dass wir in den nächsten Jahren z. B. ein paar hundert Tonnen mehr an einem Müll, der mehrere hunderttausend Jahre überdauert bekommen werden.
Aber auch alln die anderen Volksgenossen, die Links oder Grün – oder gar nicht gewählt haben, dürfen sich ab sofort auf viele Transporte nach Gorleben auf all die finanziellen Sonderaufwendungen, die Krawalle und die grossen und kleinen Schlachten freuen.
Die dem Grundgesetz verpflichtete gehorsame Beamtenschaft wird die Hacken zusammen klappen und auftragsgemäss dafür sorgen, dass der Atommüll an den (un)geeignetesten Stellen (siehe Asse) verbuddelt wird.
Allerdings haben wir dann endlich billigen, und bombensicheren Strom. Sind endlich nicht mehr darauf angewiesen, den Strom von unsicheren Kraftwerken aus der Ukraine, aus der Tschechei, Weissrussland und sonstigen kommunistischen Ländern zu importieren.
Übrigens, mein Stromlieferant hat mir schon geschrieben, dass er sehr, sehr zuversichtlich ist, dass er mir künftighin meinen Strom für sage und schreibe die “HÄLFTE” liefern wird und er hat mir auch versprochen, dasss ich ab sofort jedes Jahr zu Weihnachten mit einem Bonus rechnen darf.
Ach wie ist das schön, dass niemand weiss, dass ich Rumpelstilzschen heiss, … oder so ähnlich!
Alles wird gut
O. W. H.