Die richtige Bildungsreform

Begreifen können statt Lernen müssen! Bildungsreform = Schulreform + Reformpädagogik! Die Grundlogik des Universums und unserer Welt ist die Dualität, die Einheit von Materie und Energie, auf den Menschen bezogen von Körper und Geist, auf die Wissenschaften bezogen Physik (qualitative Beschreibung der Natur – griech. physis) und Mathematik (quantitative Beschreibung).

Begreifen können statt Lernen müssen! Bildungsreform = Schulreform + Reformpädagogik!

Die Grundlogik des Universums und unserer Welt ist die Dualität, die Einheit von Materie und Energie, auf den Menschen bezogen von Körper und Geist, auf die Wissenschaften bezogen Physik (qualitative Beschreibung der Natur – griech. physis) und Mathematik (quantitative Beschreibung).

Genauso verhält es sich mit der Gesamtheit einer Bildungsreform, die nach PISA seit sieben Jahren angedacht, aber bisher noch keine wirklich relevanten Schritte voran gekommen ist! Veränderungen im Kleinen wie “neue” Lehrpläne, das Herumdoktern an einem alten Schulsystem oder der Populismus um die Ganztagsschule können nicht über die Stagnation in den Kultusministerien und wirklich zukunftsweisenden Ideen hinwegtäuschen. Ganztagsangebote sollte sowieso jede Schule haben, denn es sind zusätzliche Bildungsangebote zur Förderung der Interessen, der Kreativität, der Eigenständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung. Wo bleibt aber die wirklich qualitative Verbesserung nach den schulischen Bildungsstandards, wo bleibt die versprochene Bildungsreform?

Eine unverfrorene Behauptung ist, dass kaum jemand die Gemeinschaftsschule will, den ersten Schritt zum gemeinsamen, chancengleichen, effektivsten und erfolgsträchtigsten Lernen! Bei der Verbesserung des Bildungs- und Lernerfolgs ist leider immer nur auf Schülerseite geforscht worden, mit welchen Lernmethoden, Hilfsmitteln und Unterrichtsgestaltung sich Erfolge erzielen lassen und wie z.B. “lernschwache” Schüler besser gefördert werden können oder derzeit der übertriebene und maximal in der Grundschule zum Teil effiziente offene Unterricht. Die L e h r methodik bzw. Didaktik wird größtenteils als ausgereift betrachtet. Dabei sind es gerade diese beiden, die einer vollständig neuen pädagogischen Philosophie bedürfen, weil der Lehrstoff bei den wenigsten auch begreifbar ankommt. Um einen maximalen Wirkungsgrad zu erzielen, müsste der Lehrer 100 Prozent begreifbaren Lehrstoff liefern.

Um alle Schüler zu erreichen, müsste er eine Sache von mindestens zwei Seiten beleuchten und erklären sowie jeweils im größeren Sachzusammenhang einordnen. Letzteres ist unbedingte Voraussetzung zum Begreifen, der dritten Stufe des Erkenntnisprozesses, die meist fehlt. Im Zeitdruck wird dieses Prinzip zu oft ignoriert. Ich behaupte, dass kaum die Hälfte wirklich lernschwach sind und oft zu schnell LRS-”Krankheit” vorgeschoben wird. Statt dem vielen Lernen, Lernen nochmals Lernen sollte das einmal richtige Begreifen als Zielstellung im Vordergrund stehen. Wird ein technisches Gerät bedient, müssen alle Einzelheiten im Gesamtzusammenhang begriffen sein. Unsere Lehrpläne sind aber teils über Jahre so sachzerrissen aufgebaut, weil die Pädagogik der Meinung ist, dass komplexere Zusammenhänge nicht in jedem Alter begriffen werden könnten. Komplex heißt aber nicht gleich kompliziert. Hier irrt die Pädagogik. Jedes Kind und bereits das Baby ist wissbegierig und will alles erfassen und ergründen. Man lässt sie aber oft nicht. Die relativ abgehobene Wissenschaftssprache ist im normalen Schulbereich nicht immer unbedingt nötig, erhöht oft unnütz den Lernumfang und beeinträchtigt das Verstehen. Schüler müssen oft unnütze Begriffe lernen, die es im normalen Sprachgebrauch gar nicht gibt wie in der Mathematik Addition und Subtraktion, die Summe und Differenz bilden heißen und zudem die Sachzusammenhänge besser erklärt z.B. mit der Differenzialrechnung.

Je mehr Sinnesorgane angesprochen sind, um so besser

Zusammenhänge sollten allumfassend in der jeweiligen Kindes- /Schülersprache, in einfachen Gleichnissen, in ähnlichgelagerten Bildern, als “Futter für die Phantasie” herübergebracht werden. Die Bergpredigt aus dem meistgelesenen Buch, der Bibel, ist in Gleichnissen abgefasst und die Menschen haben vor 2000 Jahren wie heute ihren Inhalt leicht begriffen. Alle wörtlichen Erklärungen einer Sache müssen sich bei den Schülern leicht in Bilder vor dem “geistigen Auge” umformen lassen. Je mehr Sinnesorgane angesprochen sind, um so besser. Das Allerwichtigste ist dabei, dass auch sachlogisch gesamtzusammenhängend gelehrt wird. Wie soll ansonsten ein logisches Denkmuster entwickelt werden, das die Wirtschaft und die Wissenschaft braucht von unserer nächsten Generation? Leider sind auch die neuen Lehrpläne, zumindest was die Mathematik und Physik betrifft, meilenweit von dieser normalen Logik entfernt. Warum schaffen nur relativ wenige den qualitativen Sprung von der 10. Klasse in die Berufsausbildung, ohne leistungsmäßig abzufallen? Was nutzen selbst gute Noten, wenn das Wissen nicht umgesetzt werden kann – das K ö n n e n ist gefragt. Ich habe die Hoffnung, dass die Pädagogen wieder verstärkt auf diese dritte Stufe des Erkenntnisprozesses hinarbeiten.

Bildungsreform heißt auch begreifbare Schulbuchliteratur!

In Mathe hatte ich zwar immer die “1″, richtig verstehen tue ich sie aber erst heute, nachdem ich sie selber autodidaktisch studiert und meinen “Roten Leitfaden” aufgestellt habe. Die logische Folge war die Erkenntnis für die Notwendigkeit einer neuen Schulbildungsliteratur, Lehrbücher für Schüler zu schaffen, die eine konsequente Begreifbarkeit ermöglichen. Aus dem Bemühen der ausführlichen Beschreibung und Erklärung einer Sache zu dessen Verstehen wird leider der in Deutsch gelehrte Grundsatz “Fasse dich kurz und beschreibe das Wesen” oft ignoriert. Der Kern wird durch die Langatmigkeit nicht begriffen. In einigen Fächern ist ein reines Lehrbuch, das den zu vermittelnden Stoff besser konzentriert und damit sachzusammenhängend und übersichtlicher darstellt, viel günstiger zum Begreifen, dem einzig richtigen und bereits abgeschlossenen Lernvorgang. Zusatz- bzw. Übungsliteratur sollten das Festigen des Lehrstoffes abrunden, denn es kann nur gefestigt werden, was auch begriffen wurde. Ich selbst hatte als Ingenieurpädagoge mit Hochschul-und Universitätsabschluss beim Nachlesen in der Abiturstufe für die Erstellung meines “Leitfaden” große Schwierigkeiten, der dortigen Erklärung zu folgen, geschweige denn begreifen zu können.

Nur eigene logische Schlussfolgerungen führten mich dann zum Ziel. Unbegreiflich ist deshalb die (sächsische) Schulbuchzulassungsverordnung, die nur Schulbücher für Jahrgangsstufen zulässt und damit den Bildungsforschritt verhindert. Mein 2002 erschienenes Gesamtlehrbuch Physik, welches einen reformierten einfachen und logisch zusammenhängenden didaktischen Lehrstoffaufbau besitzt, wird trotz Verteilung an den Schulen von den Lehrern nicht angenommen, weil noch nach unlogisch aufgebauten und sachzerrissenen Lehrplänen unterrichtet werden muss. Ebenso geht es mir mit meinem neuen Mathematik-Gesamtlehrwerk “Leitfaden der Mathematik, 1. Klasse bis zum Abitur”, weil die derzeitige Fachdidaktik Mathematik der Universitäten nicht in der Lage ist, diese Wissenschaft einfach in Schülersprache herüber zu bringen und damit begreifbar zu machen. Die Professoren lassen sich aber wahrscheinlich nicht auf einfache Betrachtungsweisen ein, denn es widerspräche ja ihrer über Jahrhunderte entwickelten hoch theoretisierten Wissenschaft und der pädagogischen Didaktik. Anstatt sich mit Sachargumenten einer neuen pädagogischen Philosophie zu öffnen, in der die Logik, die folgerichtige Denkweise des normalen Menschen den Vorrang hat, beharren sie auf eingefahrenen wissenschaftstheoretischen Vorstellungen in teils sehr abgehobenem “Latein” und schwer begreifbarer Rhetorik. Von meinem an zwölf Universitäten eingesandten neuen Lehrbuch lud mich nur die Humboldt – Universität Berlin zur Diskussion ein. Warum werden es gerade in der Mathematik immer mehr Schüler, die nicht mehr durchsehen und Hilfe brauchen?

Es sind nicht nur die Schüler, dass sie von sich aus Lernprobleme haben. Sie müssen oft überflüssige Lehrsätze oder ~Regeln lernen, die nicht nötig wären, wenn der Lehrstoff hintergründig, durchsichtig und im Gesamtzusammenhang begreiflich gemacht würde. Dies geben aber leider die gelehrte Pädagogik und die Lehrpläne nicht her, die nach alten didaktischen Prinzipien Sachzusammenhänge auseinander ziehen.

Meine privaten Nachhilfeschüler führe ich in zwei bis vier Monaten wieder an gute Leistungen heran, warum brauchen andere Nachhilfeinstitute teils zwei bis drei Jahre? Eine kurze Einführung in meine Reformpädagogik, Sprachlehre, insbesondere Begriffsanalyse, eine einfache logische Denk- und Handlungsweise, in Schülersprache ausgedrückte Argumentationen und Begründungen, logische Algorithmen, die Methoden “nicht Lernen, sondern Begreifen!” und “nicht lesen, sondern studieren!” befähigen auch den nicht so aufnahmefähigen Schüler, im Umgang mit diesen neuartigen Gesamtlehrbüchern in kurzer Zeit sich um ein bis zwei Noten zu verbessern. Ich habe dennoch die Hoffnung, dass auch andere Pädagogen den neuen Gedanken aufgreifen, ihr Fachgebiet auf sachlogischen Aufbau zu überprüfen, neu zu interpretieren, insbesondere Gesamtübersichten und Strukturen besser herausarbeiten und kurzgefasste Lehrhilfen zu schaffen. So hoffe ich, dass es doch noch andere Mathematiklehrer mit Reform-Ideen gibt, in diesem Fachgebiet etwas zu bewegen.

Ich möchte deshalb an dieser Stelle noch einmal meine Forderungen für eine unbedingt notwendige Bildungsreform in drei Schritten bekräftigen:

1. Änderung der Schulstruktur:

Wiedereinführung der höheren Gesamt(Gemeinschafts-)schule
Voraussetzung: Ehemals hohes Niveau der Kindergartenerziehung mit Bildungsauftrag

Forderung: Gymnasiumgang erst ab 8. Klasse

1. Höhere Bildungsziele, 10klassen-Niveau muss wieder der Berufspraxis genügen! (Über Jahrzehnte bewährtes Schulsystem mit breitem und hohen Bildungsniveau!)
2. Durch Auffüllen der Mittelschulen keine Schulschließungen mehr nötig!

3. Leistungsförderung durch gute Schüler, Verantwortungsbewusstsein und damit Persönlichkeitsentwicklung, Mitziehen „bildungsbenachteiligter“ bzw. leistungsschwacher Schüler, dadurch Entlastung der Lehrer

2. Änderung der Qualität und Quantität der Lehrinhalte (Lehrpläne):

Gute Bildung ist nicht ausgiebig viel Stoffwissen, denn der größte Teil wird im Leben vollzogen. In allen Fächern sind Charaktere, soziale und gesellschaftliche Einstellungen, Normen und Werte zu formen. Nicht praxisrelevanter Stoff ist wegzulassen und Stoffvermittlung nur auf das Nötigste zu begrenzen, diese aber logisch durchdringend und vollständig im Ganzen zu lehren. Das hat mit einem roten Faden zu tun. Es bedingt, dass die einzelnen Sachbeziehungen in einer übersichtlichen Struktur jederzeit erkennbar, in der Untergliederung schneller zuordenbar und damit besser begreifbar gemacht werden können. Dies betrifft nicht nur eine Klassenstufe, denn in den folgenden sind es in der Regel Gliederungsteile des bisher Gelernten.

Forderung:

1. Begreifbarer Aufbau von Lehrinhalten in Lehrplänen, d.h. einzelne Sachgebiete nur einmal im Gesamtzusammenhang in logisch aufbauender Folge -; Begreifen statt Lernen. Spätere Vertiefungen sind dann kein Problem.

Lehrplanerarbeitung nur noch in Verbindung mit berufspraktischen Pädagogen; Erkennen von nicht mehr vertretbaren, falschen und Praxis unrelevanten Theorien.

2. Begrenzung auf nötiges Grundwissen und Schüler befähigen, anderes Wissen daraus abzuleiten. Nötig dazu ist inhaltlicher Gesamtüberblick und strukturelle Unterteilungen einesFaches!

3. Begriffsvielfalt reduzieren und mehr deutsche Begriffe wegen besserer Wortdeutung

3. Änderung der Lehrqualität (Lehrer):

Grundvoraussetzung ist eine effektive und verlustlose Bildungsvermittlung! Dazu gehören auch mehr Disziplinierungsrechte! Viele Lehrsätze lernen zu lassen zeigt die Unfähigkeit des Lehrers, den Schülern den Stoff begreiflich zu machen. Solange es noch keine logisch aufgebauten Lehrpläne gibt, muss den Lehrern mehr Eigenverantwortung in einem größeren Lehrstoffrahmen zugestanden werden.

Forderung:

1. Das Fach Logik muss in der Lehrerausbildung gelehrt werden. Damit entfallen veraltete pädagogische Grundsätze wie z.B. “vom Konkreten zum Allgemeinen”. Die reale Grundlogik der Welt, die Dualität, muss auch Bestandteil in der Lehrstoffvermittlung sein und Sachzusammenhänge nicht über Jahre hinaus zerrissen werden. Wenige Aufgaben, aber in aller Vielfältigkeit zusammenhängender verschiedener Stoffinhalte sowie damit verbunden das Üben von Ableitungen und Schlussfolgerungen ist die beste Lernmethodik!

Besonders Mathematik, Physik und Chemie sind in dieser Beziehung vollkommen neu aufzubauen. Die Mathematik ist dabei Schwerpunkt der unverständlichen Zergliederung und des nicht Verstehens. Dies bedingt auch eine neue Lehrbuchgeneration:

Zusammenhängende Gesamtlehrwerke mit zusätzlich einem Übungsbuch je Klassenstufe.

2. Lehren von Lernmethoden, Begriffsbedeutungen (darin steckt oft bereits die Erklärung der Sache) und Verwendung deutscher Begriffe (an MS’s) sowie logischem Denkens. Letzteres ist unbedingte Voraussetzung für eigenständigen Wissenserwerb. Lehrsätze und Regeln sind auf ein Minimum zu reduzieren und in Schülersprache abzufassen. Sie sind vom Lehrer nicht abzufragen, sondern interpretieren zu lassen. Pädagogik und Psychologie sollten neu bedacht werden für die Begreifbarkeit des Lehrstoffes.
3. Die Ausbildungspläne für Gymnasiallehrer dürfen nur zu mindestens 50% Beteiligung von Berufspädagogen (Praxis) erarbeitet werden. Die Abiturstufe verliert sich teils in unnützen Theorien, statt grundlegende reale Leistungsvoraussetzungen für den Hochschulbereich zu erbringen!

Die Trennung in Grund- und Leistungskurse bringt Nachteile für den weiteren Bildungsaufbau. Die Aufgabenfülle muss reduziert werden, dafür mit wenigen Komplexbeispielen die Anwendungsvielfalt ableiten.

4. Das Bachelor-Master-System sollte inhaltlich und schwerpunktmäßig bezüglich der Fach- und der Pädagogischen Wissenschaften überprüft werden. Die Lehrbefähigungen für die unterschiedlichen Schulstufen sollten reduziert werden, denn welche andere Qualität hat denn ein Gymnasiallehrer gegenüber dem Realschullehrer zu erbringen? Durch frühzeitigeren Praktika-Einsatz an Schulen kann auch die Studiumzeit verkürzt werden und dennoch ein gut qualifizierter Junglehrer seine vollwertige Arbeit aufnehmen.

Unbedingt notwendig ist auch eine duale und damit einfachere und übersichtlichere Aufbereitung der Fachwissenschaften für die Lehre und führt zur besseren Begreifbarkeit.

Reform der Mathematik und deren Didaktik

Die Mathematik ist ein über Jahrtausende gewachsenes Theoriesystem, das durch “neue” Bausteine der letzten Hunderte von Jahren immer mehr zerrissen und verkompliziert wurde (angebliche “Spezial”-Gebiete). Ihre Didaktik, beruhend auf pädagogischen Grundsätzen, bedarf mit diesen zusammen unbedingt einer neuen pädagogischen Philosophie.

Forderungen an die Universitäten: (Lehrerausbildung)

Bachelor und Master ist die falsche Richtung: Je mehr Mathe studiert wird, ist die Lehrersprache durch Fachtermini weit abgehoben von der Schülersprache und die Vermittlung schwieriger! Mathe selber ist abgehoben von der Realität: Angebliche “Spezialgebiete”, Fachbegriffe, zu viel Begriffe und “Regeln” sowie Definitionen; Überprüfung der Fachwissenschaft auf Realitätsnähe (besonders “Stochastik” und Vektorrechnung). Exaktheit und Klarheit ist weder in der Fachwissenschaft noch in den Lehrplänen vorhanden.

2 Wünsche/Ziele:

1. Das “Horror”- Fach Mathematik muss in seiner einfachen Struktur (roter Leitfaden) erkannt und den Schülern begreifbar vermittelt werden können!
2. Lehrerausbildung ist zu revolutionieren mit einer logisch orientierten Pädagogik / Didaktik. Derzeit klafft die Sprachschere zwischen Lehrern und Schülern immer mehr auseinander. Es wird zu viel “gelernt” und zu wenig begriffen! 90% der Schüler wollen ja lernen, nur die Vermittlung kommt nicht bei allen an -> Fach Logik einführen.

Forderungen an die Wissenschaft Mathematik:
(aus dem Vorwort zum “Leitfaden der Mathematik” 1.Klasse bis Abitur)

1. Klare duale Strukturierung, entsprechend Natur (Praxis) und Physik (Theorie) oder Physik (Qualität) und Mathematik (Quantität), genau wie die Natur, die Welt nach dem gleichen Prinzip einfach in ihrer atomaren bzw. molekularen Struktur aufgebaut sind und dennoch durch die Kombination ihrer einzelnen Elemente so sagenhaft vielgestaltig.
Algebra und Geometrie, Algebra in Zahlenlehre und Funktionslehre (Analysis, ab 8.Kl.). Die 8. -10.Klasse ist die 1. und 11./12. die 2. Wiederholung und Vertiefung der Arithmetik in der Funktionslehre, also das Gleiche aus weiteren und genaueren Blickwinkeln.
2. Der allgemeine Lösungsablauf (Algorithmus) ist immer der Gleiche.
Rechnen ist ein ständiges Zerlegen und Zusammensetzen, ein Umformen der verschiedensten Darstellungen der 2 Grundbausteine Ziffer und Grundrechnung in ihrer Dualität 0 und 1 sowie + und –. Alles Andere sind Codierungen oder Sonderfälle davon.
3. Mathematik-Note 1; mathematisches Können 5?; Noten sind oft Schall und Rauch!

Weniger Rechenaufgaben behandeln, diese dafür aber in aller Vielfalt der Rechentechnik, Potenzen als Summe, mit negativen Exponenten als Bruch rechnen oder eine Wurzel in alle anderen 5 Rechenarten umformen.

Sachaufgaben ab Klasse 4 nicht ausrechnen lassen (immer gleicher Ablauf), sondern von sehr vielen Aufgaben nur den Ansatz finden (wird oft in Abiturstufe noch nicht beherrscht!)
4. Starke Reduzierung von Begriffen, Regeln und Definitionen. Wer Regeln und Definitionen “lernen” lässt, macht die Mathematik nicht begreiflich!
5. Raum und Zeit für Begriffsdeutungen. Sie sind Erklärung genug und interdisziplinär. Mathe muss Durchdrungen und nicht nur von außen betrachtet werden!
6. Deutsche Sprache ist zur Nutte verkommen, die sich von jedem Ausländerbegriff besteigen lässt! Deutsche Begriffe assoziieren viel leichter die nötigen Bilder zum Begreifen!; lasst Bilder in der Bildung sprechen, je mehr Sinnesorgane angesprochen sind, um so begreiflicher!
7. In jeder Klassenstufe Verbindung herstellen zur Grundstufe.
Zahl als Element, als Matrix, als Funktion von Ziffern in Polynom-(Normal)-Form oder Produkt-Form (Primfaktoren bzw. Linearfaktoren), als Skalar oder Elementarvektor (zerlegter Skalar) auf den Zahlengeraden (den Koordinaten).

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  1. Lieber Herr Nagel,

    Sie sprechen mir aus der Seele. Ihr Verständnis für die Bedingungen des Lernens entspricht ganz den modernen Erkenntissen über richtiges Lernen. Ihre Vorschläge umgesetzt bedeuten das Ende des Krieges der Lehrer gegen die Schüler und das Ende ihre heimlichen Rebellion gegen die Besserwisser. Auf diesem Wege werden Schulen endlich Bildungseinrichtungen, die die Schüler nicht mit einem Trauma ins Leben schicken, sondern durch die sie verinnerlichen, dass Lernen ein wunderbarer und belohnender Prozess für das ganze Leben ist!

    Ein hervorragendes Beispiel für eine neue Art des Lernens habe ich in meinem Fach, der Rechtwissenschaft erlebt. Jura galt immer als trockenes Paukfach. Das stimmte so lange, bis die beiden Münsteraner Repetitoren Aplmann und Schmidt nach Beratung durch kluge Pädagogen den ganzen Lernestof bis zur Staatsprüfung
    in systematisch-induktiv erlernabare einfache Schritte aufteilten und durch einfache
    winrägsame Fälle und deren Variierung für jeden halbwegs gesunden Geist verfügbar machten. Seither gibt es nur noch Durchfaller, die gar nicht gelernt haben.

    Die Schulbücher müssen in diesem Sinne umgeschrieben werden, wie Sie es ja auch fordern. Wer heute noch Lehrbücher unter die Schüler bringt, die nach Form alter Lehrücher spröde den Wissensstoff herunterspulen, muss auf seinen Produkten sitzen bleiben!