Tjaden zickt: Von Stock- und von Bedenkenträgern

Mein Hund ist ein Stockträger. Sieht er einen, hat er ihn. Viele Zeitgenossen sind Bedenkenträger. Könnte es ein Problem geben, haben sie es. Besonders bei Ideen. Hat jemand eine, wird sie erst einmal daraufhin geprüft, ob diese Idee auch in 150 Jahren noch etwas taugt. Ist das möglich, wird eine

Mein Hund ist ein Stockträger. Sieht er einen, hat er ihn. Viele Zeitgenossen sind Bedenkenträger. Könnte es ein Problem geben, haben sie es. Besonders bei Ideen. Hat jemand eine, wird sie erst einmal daraufhin geprüft, ob diese Idee auch in 150 Jahren noch etwas taugt.

Ist das möglich, wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Bei einem Institut. Das verlangt immer einen Vorschuss. 100 000 Euro oder so. Dann dauert´s. Zwei Jahre sind drin. Dann ist die Studie endlich fertig.

Der Bedenkenträger schaut sich das Inhaltsverzeichnis an und sucht nach den Seiten mit Unwägbarkeiten. Sind bei Ideen keine Seltenheit. Die saugt der Bedenkenträger auf wie ein Schwamm. Schon wird ihm die Verantwortung zu schwer, leicht fällt die Idee zum Opfer.

Überlebt jedoch die Idee die Machbarkeitsstudie. kommen die Formularträger. Die schaffen Aktenberge, erklimmen sie und gewinnen von oben herab so manchen Papierkrieg. Der dauert. Zwei Jahre sind drin.

Überlebt die Idee auch den Papierkrieg, kommen die Geldträger. Die wollen eine neue Machbarkeitsstudie. Die erste ist inzwischen zu alt. Geht schnell. Wir leben in Zeiten der Globalisierung. Da haben auch Chinesen oder Japaner Ideen. Das nächste Institut verlangt einen Vorschuss. 100 000 Euro oder so. Dann dauert´s. Zwei Jahre sind drin. Endlich ist die Studie fertig.

Der Bedenkenträger schaut sich das Inhaltsverzeichnis an und sucht nach den Seiten mit Unwägbarkeiten. Sind bei inzwischen über sechs Jahre alten Ideen nicht selten. Die Verantwortung kann der Bedenkenträger nicht mehr übernehmen. Nicht mehr stattfinden: Papierkrieg und die nächste Machbarkeitsstudie.

Immerhin: Mein Hund bleibt ein Stockträger. Sieht er ihn, hat er ihn.

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  1. Mächtige & Ohnmächtige

    Alle Macht geht vom Volke aus” – dies verspricht zumindest unsere demokratische Verfassung. Aber wer Augen hat, um zu sehen, wer Ohren hat um zu hören, der weiß es spätestens seit der Machtergreifung der “so genannten Volksparteien” – wir sind umzingelt von Mächten, die sich nicht um die Macht des Volkes scheren. Die Wirtschaft (auch die angeblich soziale Marktwirtschaft), Industrie, Banken und der Staat haben unser Grundgesetz, alle demokratischen Verfassungstexte längst aus den Augen verloren.

    Die Macht der Mächtigen, die Herrschaft gegen den Willen des Volkes, wird immer dann besonders gefährlich, wenn mehrere Mächtige (Lobbyisten) ihre Interessen bündeln. Es wird gefährlich, wenn sich die “so genannten Volksvertreter” – also die von irgendwelchen Parteigremien, in irgendwelchen Hinterstübchen ausgekungelten “Auserwählten” und nur von einem prozentualen Bruchteil der Bevölkerung “Gewählten” – dem Willen und den Interessen des Volkes entziehen.

    Da hilft dann kein Stöckchen, keine Idee, ja selbst ein grosser Ast würde nichts mehr nutzen. Wir, also gemeint sind alle bundesdeutschen Bedenkenträger; nein noch genauer alle westdeutschen Bundesbürger, wir sind irgendwann zu Zeiten, des Oggersheimer Superkanzlers in einen Tiefschlaf gefallen. Nichts, wirklich gar nichts kann uns aus diesem Schlaf reissen.

    Es sei denn, Obama reist ein und beantragt die Deutsche Staatsangehörigkeit, die Streitereien, die bei den ersten Vorschlägen, die bei der Veröffentlichung seiner Visionen das Land überziehen würden, – ja – hoppla, da würden sämtliche Bedenkenträger, Formularträger und die Geldmafia sofort ihre Worthülsen-Kanonen laden.

    Alles wird gut
    O. W. H