Gruppe SPD: Ein VZ-Nutzer hat heute einen interessanten Vorschlag zu machen. Seiner Meinung nach sollte Politik in der Schule als Hauptfach wie Mathematik, Deutsch oder Englisch geführt werden. Die StudiVZler diskutieren leidenschaftlich über diese Idee.
Mehr als 60 Kommentare hat das Thema mittlerweile angezogen. (Stand 12.10. 21.50 Uhr). Der Thread-Eröffner argumentiert: “Das Fach währe dann für die Schüler wichtiger, da sie sich die Versetzung bzw. spezielle Abschlüsse wie den erweiterten sekundarabschluss 1 (…) nur durch eine gute note in diesem fach erreichen könnten. Ich möchte nicht die Schüler Deutschlands dazu zwingen sich für Politik zu interessieren, aber wenn ich mal daran denke wie unser Politikunterricht damals abgelaufen ist und wieviel jetzt noch bei meinen ehemaligen Klassenkameraden hängen geblieben ist, denke ich sollte dieses Fach wichtiger werden und auch die Anzahl der Unterrichtenden Stunden aufgestockt werden.”
Viele teilen seine Sorgen. Die derzeitige politische Bildung lasse vielfach zu wünschen übrig. Ein bildungspolitischer Fokus auf Naturwissenschaften wird ebenfalls kritisch betrachtet. Andererseits wird zu bedenken gegeben, dass auch hier der Erfolg von der Motivation der Schüler abhängen würde. Ein Garant für mehr Wissen sei Politik als Schulfach für einige daher nicht. Hierzu müsste dem Fach mehr Zeit eingeräumt werden. Also nicht nur bloßes Fakten pauken, sondern erfahrensorientiert arbeiten sei geboten. Schließlich solle Bewusstsein geschaffen werden. Ebenfalls vorgeschlagen wird der Ansatz die Fächer Politik und Geschichte Hand in Hand gehen zu lassen. Doch auch kritische Stimmen werden laut. Besteht hier die Gefahr einer Indoktrination? Schließlich sei der Lehrer auch nur ein Mensch.
Ein Mit-Diskutant fasst zusammen: “Ich glaube wichtiger als das Politische Wissen, ist das Politische Handeln das in den Schulen geschult werden sollte. Man sollte Schulen Eigenständiger mit teilweiser Selbstverwaltung, wo dann die Schüler auch mitzureden haben. Dadurch könnte man die Leute einfach besser für die Politischen Inhalte interessieren.”
Ein VZ-Nutzer gibt seine Zustimmung wie folgt wieder: “Es ist für das Funktionieren der Demokratie unerlässlich, dass jeder Bürger über ein solides politisches Basiswissen verfügt. Das unterscheidet den Politikunterricht von den meisten anderen Fächern, wo ein ordentliches Basiswissen zwar wünschenswert und nützlich, aber nicht elementar notwendig für das Funktionieren der Gesellschaft ist. Mit anderen Worten: Wenn ein Abiturient nicht weiß was Photosynthese ist, oder wann der Dreißigjährige Krieg begonnen hat, oder wie man eine lineare Gleichung löst, dann ist das unerfreulich. Wenn er aber nicht weiß was Erst- und Zweitstimme sind, wie der Bundeskanzler gewählt wird und welche politischen Parteien im Bundestag sitzen, dann ist das für die Demokratie eine Katastrophe.”
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