Grenzwertig oder noch legitim? Der Fall Sarrazin

Gruppe Piratenpartei: Nach der Teil-Entmachtung von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin meldet sich ein StudiVZler zu Wort, der folgende These ins Feld führt: “Der Fall Sarrazin zeigt wie sehr man in Deutschland in seiner Meinungs – und Redefreitheit eingeschränkt ist. Und das trotz Grundgesetz.” So ganz kann das sein Folgekommentator nicht unterschreiben.

Gruppe Piratenpartei: Nach der Teil-Entmachtung von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin meldet sich ein StudiVZler zu Wort, der folgende These ins Feld führt: “Der Fall Sarrazin zeigt wie sehr man in Deutschland in seiner Meinungs – und Redefreitheit eingeschränkt ist. Und das trotz Grundgesetz.”

So ganz kann das sein Folgekommentator nicht unterschreiben. Er sagt: “Naja, also die Aussagen von Sarrazin sind zwischen grenzwertig und rassistisch einzuordnen. (…) Davon abgesehen verletzt Sarrazin die Menschenwürde von diversen … sagen wir mal ‘Randgruppen’…. so wie er das sieht zumindest.” Zur Erklärung verlinkt er dieses Video. Daraufhin entgegenet der Eröffner wenig später: “das mag ja alles sein, aber gehört es nicht in unsere grundrechte, wenn jemand seine meinung äußert?? muss man dafür gleich als scheiß nazi beschimpft werden?? ich denke, auch deutschland hat das recht auf misstände durch migranten hinzuweisen ohne gleich ein land voller nazis zu sein. um aber auf die aussagen sarrazins zurückzukommen so denke ich es ist übertrieben bei diesem fall von volksverhetzung zu sprechen!!”

Ein Mitdiskutant kann das so nicht stehen lassen. Er schreibt: “Grundrechte sind kein Persilschein, denn die mit ihnen garantierte Freiheit reicht nur so weit, bis sie die Freiheit des anderen verletzt. Dass das so viele noch immer nicht geschnallt haben. (…) Sarrazin’s Äußerungen waren schlicht taktlos bis dümmlich. Damit hat er sich
in der Sache keinen Gefallen getan, denn was wollte er denn? Er wollte seine Position vermitteln. Und worüber diskutiert Deutschland jetzt? Über seine Position ? Nein, um seine unmögliche Wortfassung. Damit hat er sich einen rhetorischen und ideelen Griff ins Klo geleistet” Hierzu wird ergänzt: “man kann die diskussion um fehlgeschlagene integration wohl auch führen, ohne gleich am rechten rand zu fischen und polemisch zu werden und menschen zu beleidigen. dem mann gehts nur um medienpräsens, mehr nicht.”

Am Ende wird noch einmal der Schriftsteller Giordano zitiert, der sagt: “Sarrazin beschreibt die Wirklichkeit darin so, wie sie ist, und nicht wie seit vielen Jahren von der politischen Korrektheit dargestellt.”

Kommentare

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  1. Interessant, das sich die Autorin nicht traut, eine eigene Meinung zu vertreten. NUn ich tue es.

    Hier wird mal wieder unsauber Argumentiert. Thilo Sarrazin ist ncith etwas verboten worden, etwas zu sagen und sein Artikel ist immer noch an allen gut sortierten Kiosken der Bundesrepublik erhältlich.

    Insofern kann nicht von einer Einschränkung der Meinungs – und Redefreitheit gesprochen werden.

    Herr Sarrazin bekleidet jedoch ein öffentliches Amt und als solcher Amtsträger (wofür er sehr viel Geld erhält, das aus Steuermitteln finanziert wird) wird von ihm zu recht erwartet, dass er sich entsprechend den Anforderungen seines Amtes verhält. Als Vorstandsmitglied der Bundesbank muss er die Interessen ALLER Bundesbürger vertreten, nicht nur von denen, die ihm angenehm sind. Dazu gehören auch angemessene Formulierungen – primitive Stammtischparolen gehören nicht dazu. Das mag im 3. Reich anders gewesen sein, aber die Zeiten sind zum Glück vorbei.

    Wenn sich Herr Sarrazin an solche Regeln nicht halten will – was Offensichtlich ist, schließlich hat er den Text entgegen der Missbilligung seines Vorstandsvorsitzenden veröffentlicht – muss er zurücktreten, statt weiter auf Kosten der Steuerzahler seien privaten Fehden auszutragen.

    Inhaltlich: In ihrer primitiven Vereinfachung können die Aussagen von Herrn Sarrazin nur als rassistisch und aufwiegelnd wahrgenommen werden. Er sagt ja auch nichts überraschend neues, sondern wiederholt nur, was andere Rechtsradikale seit vielen Jahren hetzen. Insofern ist er nicht mal innovativ oder ein Tabu-Brecher.

    Siehe:
    http://direkteaktion.over-blog.de/article-36904445.html
    für mehr dazu.