Leipzig und UNICEF – ein Jahr lang sammeln!

Volly Tanner sprach mit der UNICEFbeauftragten der Stadt Leipzig Sabine Bolte über den Stand der Dinge: Volly Tanner: Hallo Sabine, Du bist ja die städtische Koordinatorin der UNICEFkampagne der Stadt Leipzig. Was genau machst Du denn da? Sabine Bolte: Ich überlege, wie man UNICEF in die Aktionen, die in der

sabine.JPGVolly Tanner sprach mit der UNICEFbeauftragten der Stadt Leipzig Sabine Bolte über den Stand der Dinge:

Volly Tanner: Hallo Sabine, Du bist ja die städtische Koordinatorin der UNICEFkampagne der Stadt Leipzig. Was genau machst Du denn da?
Sabine Bolte: Ich überlege, wie man UNICEF in die Aktionen, die in der Stadt das Jahr über laufen, einbinden kann. Dann nehme ich natürlich auch Vorschläge von Firmen und Einzelpersonen entgegen, die sich für UNICEF engagieren wollen. Diese Veranstaltungen müssen vorbereitet und durchgeführt werden. Auch da helfe ich mit. Nicht zuletzt ist auch die Pressearbeit ein wichtiger Teil dieses Aufgabenbereiches. Die Menschen sollen auch über die Medien erfahren, was für tolle Aktionen die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt für UNICEF auf die Beine stellen.

Volly Tanner: Es geht ja um eine halbe Million Euro, die Ihr für Kinderprojekte sammeln wollt, dieses Jahr – wie siehts dabei aus?
Sabine Bolte: Wir befinden uns in einer schwierigen wirtschaftlichen Zeit und das merkt man auch. Dennoch geben die Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas ab. Und das ist sehr zu schätzen. Es freut mich, wenn Kinder eines Schulhortes eine Tombola zu Gunsten von UNICEF veranstalten. Das dabei nicht die Riesensummen zusammenkommen ist klar. Aber was viel wichtiger ist, die Kinder haben sich damit beschäftigt, dass es anderen Kindern nicht so gut geht und zeigen ihre Anteilnahme, indem sie sich für das UNICEF Projekt engagieren. Das ist doch toll und mit Spendengeld nicht aufzuwiegen.

Volly Tanner: Welches waren bis jetzt Deine ganz persönlichen Favoriten?
Sabine Bolte: Es gab so viele Aktionen, die mir sehr gefallen haben. Eine hervorzuheben ist nicht möglich. Aber an dieser Stelle sei gesagt, dass mich immer freut, wenn Vereine, Firmen, Schulen etc. die ihnen eigenen Strukturen nutzen und so mit Ideen und Charme einen Beitrag für UNICEF leisten. Wenn sich so viele wie möglich mit unterschiedlichen Aktionen beteiligen, wird die Städtepartnerschaft mit Leben erfüllt.

Das Leid der Menschen und vor allem der Kinder in anderen Ländern darf nicht vergessen werden.

Volly Tanner: Leipzig als UNICEFpartnerstadt, Leipzig als Stadt des bürgerschaftlichen Engagements. Ziehen die Leute mit in Zeiten der Krise oder haben sie anderes zu tun?
Sabine Bolte: Es ist sicher nicht ganz so einfach wie davor, aber ich erlebe dennoch, dass die Menschen sich Gedanken machen, was sie tun können. Das betrifft in erster Linie die eigene Situation und die Situation der Kinder im eigenen Land. Das ist ja auch in Ordnung. Darüber hinaus darf aber nicht das Leid der Menschen und vor allem der Kinder in anderen Ländern vergessen werden.

Volly Tanner: Am 12ten September gab es in den Abschlussevent von “Körbe für Unicef” – was ist das denn für eine Idee?
Sabine Bolte: Persönlichkeiten aus Politik und Kultur, Künstler, Firmen und Institutionen sowie Kinder wurden gebeten, einen Korb für UNICEF originell zu gestalten und zu befüllen. Es gab keine Vorgaben, der Kreativität bei Gestaltung und Inhalt wurden keine Grenzen gesetzt. Herausgekommen sind ganz unterschiedliche Kreationen mit vielen spannenden Inhalten: Z.B. im Oberbürgermeisterkorb gab es unter anderem einen Gutschein für eine Sprechstunde mit Burkhard Jung, Michael Fischer-Art steuert Bücher, bemalte Tassen und einen Seidenschal und ein T-Shirt seiner Dalai Lama Kollektion bei, die Oper Leipzig hat, neben vielen anderen Dingen, original Spitzenschuhe und Freikarten für “Giselle” eingepackt, ungewöhnliche, im Handel selten erhältliche Pflanzen füllten den Korb des Botanischen Gartens oder das Museum der bildenden Künste lockte mit zwei Jahreskarten.

Unser Partner bei der Aktion Galeria Kaufhof hat diese Körbe eine Woche lang prominent in den Verkaufsräumen ausgestellt. Am Samstag, den 12. September, wurden die Körbe dann vor Galeria Kaufhof kurzweilig von Kaberettist Meigl Hoffmann versteigert. Eine rundum gelungene Aktion die über 1.500 Euro einbrachte.

Volly Tanner: Besonders witzig fand ich ja “Schlumpfeis für Unicef” – was war das denn – nur für die Nichtleipziger unter der Leserschaft?
Sabine Bolte: Das Stein-Café verkauft das blaue Schlumpfeis, das ja besonders Kinder mögen, bis Ende des Jahres zu Gunsten von UNICEF. Also, die Einnahmen jeder verkauften Kugel gehen 1:1 an UNICEF.

Danke, Sabine – und wir drücken natürlich die Daumen!

Kommentare

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  1. UNICEF, ist eine staatliche (UN)Einrichtung der gleichen Staaten, die jährlich hunderte von Milliarden Euro ausgeben um gegeneinander Krieg zu führen. Die Opfer, leider sehr oft Kinder, sollen dann durch Spenden ein Trostpflaster erhalten.

    Repräsentiert wird dieser “Verein” durch korrupte PolitikerInnen.

    Unsere Heide aus Kiel schon vergessen? Sie hat zwar selber kein Geld genommen durch ihre Inkompetenz aber vieles in diesem Sauhaufen ermöglicht.