3. Liga, Teil 1: Aue und Offenbach im Gleichschritt

Die Kickers aus Offenbach legten am Freitag bereits vor, am Sonntag reichte der FC Erzgebirge Aue sein Ausrufezeichen im Derby gegen Rot-Weiß Erfurt nach und siegte mit 2:0. Beide Teams stehen nach 13 Spieltagen mit 24 Punkten gleichauf an der Spitze. Die unglaubliche Ausgeglichenheit der Liga dokumentiert sich in der

Die Kickers aus Offenbach legten am Freitag bereits vor, am Sonntag reichte der FC Erzgebirge Aue sein Ausrufezeichen im Derby gegen Rot-Weiß Erfurt nach und siegte mit 2:0. Beide Teams stehen nach 13 Spieltagen mit 24 Punkten gleichauf an der Spitze. Die unglaubliche Ausgeglichenheit der Liga dokumentiert sich in der Tabelle, wo den Ersten und 13. (RW Erfurt) lediglich fünf Punkte trennen. Auch am Tabellenende deutet sich bereits jetzt ein Hauen und Stechen um die Nichtabstiegsplätze bis zum letzten Spieltag an.

Aue baut auf eine starke Achse

Eine tragende Rolle bei den “Veilchen” hat der erst 21-jährige Torhüter Martin Männel eingenommen, der zusammen mit Regensburgs Rouwen Sattelmaier als derzeit bester Keeper in der dritten Liga gilt. Vor ihm sorgt das erfahrene Innenverteidiger-Duo um Kapitän Tomasz Kos und Thomas Paulus für ein überragendes Defensiv-Bollwerk, an dem die Gegner mehr und mehr verzweifeln. Impulse im Mittelfeld setzt der 22-jährige Jan Hochscheidt, der auf allen Positionen einsetzbar ist und meist für Gefahr über die Außenbahnen sorgt. Das fehlende Puzzle im Mosaik scheint im tunesischen Stürmer Nadjeh Braham, vormals als Enfant terrible verschrien, der mit seinen bisher sechs Saisontoren die bis dato stockende Offensive belebt, gefunden.

Sandhausen mal hui, mal pfui

Den Relegationsplatz drei hat sich der SV Sandhausen zurückgeholt, der zu Saisonbeginn lange die Tabelle anführte, zuletzt aber schwächelte. Beim 3:2 gegen Dortmund II zeigte sich einmal mehr die überragende Offensive mit den ehemaligen Bundesligaprofis Regis Dorn (10 Saisontore), Sreto Ristic und Flügelflitzer Roberto Pinto in Galaform. Fehlende Konstanz und teils haarsträubende Fehler in der Defensive allerdings verhindern bislang einen Durchmarsch an die Spitze, für Trainer Gerd Dais bleibt also einiges zu verbessern, um den anvisierten Aufstieg am Hardtwald zu realisieren.

Breites Mittelfeld

Nachdem die Bayern-Klubs Regensburg und Burghausen wie erwartet ihren glänzenden Saisonstart nicht bestätigen konnten und zurück fielen, drängen die drei 2.Liga-Absteiger mit Macht nach vorne. Der FC Ingolstadt, VfL Osnabrück und Wehen/Wiesbaden belegen die Plätze 7,8 und 9 mit jeweils 20 Punkten, gerade mal drei hinter Sandhausen. Genau genommen reicht die Zone der um den Aufstieg kämpfenden Vereine derzeit bis zum 13., Rot-Weiß Erfurt, die nur fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz aufweisen und denen aufgrund des Potenzials im Kader durchaus eine Siegesserie zugetraut werden darf.

Marc Strasser arbeitet in einer Sportredaktion und bloggt für betfair.

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