3. Liga, Teil 2: Zweitvertretungen zahlen weiter Lehrgeld

Während sich also bis zu 13 Vereine Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga machen können, kämpfen die restlichen sieben Klubs um den Verbleib in Liga 3. Wie nicht anders zu erwarten war, haben sich die drei Aufsteiger aus der Regionalliga bereits nach einem Drittel der Saison am Ende

Während sich also bis zu 13 Vereine Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga machen können, kämpfen die restlichen sieben Klubs um den Verbleib in Liga 3. Wie nicht anders zu erwarten war, haben sich die drei Aufsteiger aus der Regionalliga bereits nach einem Drittel der Saison am Ende des Feldes eingereiht.

Heidenheim wirkt gefestigt

Der 1. FC Heidenheim zeigte sich dabei als 14. am Konstantesten und kann sich trotz der jüngsten 1:2-Pleite gegen Bremen II bisher auf seine Heimstärke verlassen. Die Mannschaft blieb weitestgehend unverändert und überzeugt vor allem durch Geschlossenheit und großes kämpferisches Engagement – ein unzweifelhafter Vorteil in der Knochenmühle Abstiegskampf.

Kiel auf dem Boden der Realität angekommen

Etwas enttäuschender dagegen verlief der Saisonverlauf für das hochambitionierte Holstein Kiel mit zwei finanzkräftigen Sponsoren im Rücken. Im hohen Norden hatte man insgeheim auf einen Durchmarsch à la Hoffenheim geträumt, die raue Realität jedoch machte dem Vorhaben vorerst einen Strich durch die Rechnung. Spielerisches Potenzial ist zweifellos vorhanden, doch im Gegensatz zu Heidenheim, traten die Kieler zu Saisonbeginn eher als Einzelkämpfer auf und machten eher durch Skandale von sich reden. So wurde der als Hoffnungsträger gehandelte Trainer Falko Götz wegen anhaltender Erfolglosigkeit und internen Zwistigkeiten vorzeitig entlassen. Mittlerweile wirkt die Mannschaft seit der Übernahme durch Christian Wück etwas stabilisiert und rangiert als 16. zumindest über dem Strich zur Abstiegszone.

Scholl nicht mehr unangreifbar

Dort tummeln sich derzeit der Wuppertaler SV, Bayern München II und Dynamo Dresden. Bayern-Trainer Mehmet Scholl verteilte unlängst verbale Ohrfeigen, indem er seinen jungen Nachwuchskickern das Potenzial für die Liga absprach und wird längst nicht mehr unkritisch gesehen. Denn eines ist klar: Ein Abstieg in die Regionalliga hätte fatale Auswirkungen auf die zukünftige Bindung von jungen Talenten und wäre auch dem Prestige des Rekordmeisters nicht zuträglich.

Tribut der Unerfahrenheit

Knapp über dem Strich befindet sich derzeit Borussia Dortmund II, das spielerisch und offensiv zu überzeugen weiß, das Schicksal aller Zweitvertretungen jedoch am Deutlichsten zu spüren bekommt: Von spielerischer Überlegenheit allein kann man sich nur selten was kaufen, wenn Unerfahrenheit und fehlende körperliche Robustheit zu individuellen Fehlern am Fließband führen. Für die Dortmunder Rasselbande wird es bis zum Ende eine Zittersaison bleiben.

Marc Strasser arbeitet in einer Sportredaktion und bloggt für betfair

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