Readers Edition http://www.buergerinfo09.de



Politik + Internetkultur

Wie war das mit den 100.000 DM, Frau Merkel?

Sonntag, den 25. Oktober 2009 um 13:27 Uhr von nicole oppelt

Vorweg: Er hat die Frage nicht in seiner Muttersprache Holländisch formuliert, sondern sein Anliegen bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des schwarz-gelben Koalitionsvertrages “brav” auf Deutsch zum Besten gegeben. Doch mit Wohlwollen konnte der Reporter der niederländischen Tageszeitung “De Telegraaf” nicht rechnen. Viel zu unbequem war das, worauf er von Angela Merkel eine klare Antwort bekommen wollte.

Von ihm auf die Rolle des künftigen Finanzministers Wolfgang Schäuble in der CDU-Spendenaffäre der Jahre 1999/2000 angesprochen, entfahren der Kanzlerin alles andere als befriedigende Sätze. Wie kann dieser junge Mann auch nur so frech sein und eine so “olle Kammelle” um 100.000 verschwundene D-Mark wieder ausgraben.

Der Youtube-User, der diese Szene eingestellt hat, findet für den Telegraaf-Mitarbeiter Rob Savelberg folgende Worte: “Ganz großes Lob an den Journalisten (bei dem man die Berufsbezeichnung nicht in Anführungszeichen schreiben muss) - solch beißend sarkastisches Nachbohren ist Merkel sichtlich nicht gewohnt.” Das sehen auch die derzeit rund 80 Kommentatoren so. Ein Nutzer bringt das Gesehene knapp auf den Punkt und schreibt: “Da muß schon jemand aus den Niederlanden kommen um richtige Fragen zu stellen! Die Springer- und Bertelsmannheuchler sind ja nicht in der Lage kritische Fragen zu stellen!”

Doch sehen Sie selbst, was sich zugetragen hat:

  • diesen Artikel drucken
  • E-Mail This Post/Page
4.7
  • derzeit 4.65 Sterne
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
 
 

Schlagwörter

Share it!

22 Reaktionen zu “Wie war das mit den 100.000 DM, Frau Merkel?”

Kommentare für diesen Artikel als RSS-Feed abonnieren.

  1. Nils

    am 25. Oktober 2009 um 14:43 Uhr | Link | Kommentar melden

    Damals… Schäuble und die 100.000 DM.

    http://www.youtube.com/watch?v=YB0HVYsw84k

    Endlich spricht mal jemand anderes das dämliche Mediendiktat von Springer und Bertelsmann aus!

  2. Twitter Trackbacks for Readers Edition » Wie war das mit den 100.000 DM, Frau Merkel? [readers-edition.de] on Topsy.com

    am 25. Oktober 2009 um 14:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Readers Edition » Wie war das mit den 100.000 DM, Frau Merkel? www.readers-edition.de/2009/10/25/wie-war-das-mit-den-100000-dm-frau-merkel – view page – cached Readers Edition ist ein Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland. Bürgerjournalisten schreiben über Politik, Wirtschaft, Web 2.0, Social Media, Klimawandel, Wissenschaft und Kultur. — From the page […]

  3. Rainer Hoffmann

    am 25. Oktober 2009 um 15:24 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ein deutsche Journalist wäre zu feige gewesen, diese Frage zu stellen…
    Es muss erst ein Holländer kommen…

    Klasse…diese Zivilcourage, dieses Journalisten…

  4. Perlita

    am 25. Oktober 2009 um 17:13 Uhr | Link | Kommentar melden

    heute waren diese 100.000 DM noch einmal ein aspekt bei der presseschau auf ard/phönix. jedenfalls hat sich eine journalistin der (financial times?) entblödet, zu behaupten daß das einzige, was man schäuble anlasten könne, die nichtmeldung des geldes als spende zu deklarieren. es sei ganz normale praxis gewesen, daß die parteien solcherart spenden bekommen hätten, und mit dem schwarzen kassen von kohl hätte das überhaupt nichts zu tun…………..

  5. AHaa

    am 25. Oktober 2009 um 17:45 Uhr | Link | Kommentar melden

    Rob Savelberg heisst der mutige Journalist, dem wir diese erhellende Frage zu verdanken haben.

  6. 100000 « Roberts Blog

    am 25. Oktober 2009 um 18:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Mehr… Die nächste Frage, bitte! Verfasst von Robert Koop Eingeordnet unter ganz was anderes ·Schlagworte: 100.000 DM, Angela Merkel, De Telegraaf, Rob Scharfenberg, Wolfgang Schäuble Kommentar schreiben » […]

  7. Nils

    am 25. Oktober 2009 um 19:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hahahaha! Hier geben sich ja einige Anhänger von Schwarz - Geld (b) alle Mühe die Beiträge mies zu bewerten. :) Super, so ist eigentlich klar, dass es ein SUPER-Artikel ist! Danke Nicole! Du hattest den richtigen Riecher!

  8. Martin Sachse

    am 25. Oktober 2009 um 19:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    Es ist richtig festzustellen, das einigen Journalisten der Biss und der Mut für wichtige Fragen hierzulande fehlt. Die Reaktion der Kanzlerin im Video zeigt, das sie solchen Fragen von Journalisten nicht gewachsen ist, weil sie Klarheit und Deutlichkeit der Fragestellung oft genug nicht erfährt. Ein Forum wie dieses, wo ich als Journalist auch schon Artikel einbrachte, kann hier als “Scharnier” gesehen werden. Damit eben auch in Zukunft die richtigen Fragen von aufrechten Menschen gestellt werden, um demokratische Verhältnisse zu erhalten oder da, wo sie bereits verloren gingen, wieder herzustellen.

    Martin Sachse
    Journalist

  9. nicole oppelt

    am 25. Oktober 2009 um 20:06 Uhr | Link | Kommentar melden

    @nils: danke für die blumen. :-) wie schon so oft, so ist die tatsache, dass dieses fundstück hier auftaucht, nicht nur meiner wenigkeit zu verdanken. unser RE-autor andreas grieß hat mich quasi drauf gestoßen. ihm gebührt deshalb mindestens genauso viel dank!

  10. volly tanner

    am 25. Oktober 2009 um 20:53 Uhr | Link | Kommentar melden

    sehr gut….

  11. M. Witte

    am 25. Oktober 2009 um 21:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wollen wir wetten, dass der gute Mann seine Zulassung zur Bundespressekonferenz entzogen bekommt? Zumindest würde ich das mal im Auge behalten….

  12. Rudolf Kipp

    am 25. Oktober 2009 um 22:15 Uhr | Link | Kommentar melden

    In der Tat, kritischen Journalismus muss man, zumindest im Mainstream, hierzulande mit der Lupe suchen.

    “Da muß schon jemand aus den Niederlanden kommen um richtige Fragen zu stellen! Die Springer- und Bertelsmannheuchler sind ja nicht in der Lage kritische Fragen zu stellen!”

    Genauso wenig, Stern, Spiegel, Süddeutsche, ARD, ZDF…

  13. dot tilde dot

    am 26. Oktober 2009 um 00:44 Uhr | Link | Kommentar melden

    was wären wir ohne die westmedien!

    .~.

  14. Joss

    am 26. Oktober 2009 um 07:27 Uhr | Link | Kommentar melden

    Punkto Presse gibt es die Gelegenheit, sich gleich mal die Seite vom BDZV.de
    direkt anzusehen. Das kann vielleicht auch interessant sein, ein bisschen weiter-
    klicken auf dieser Seite ist zu empfehlen:
    http://www.bdzv.de/

    Fall gescheiterter Medienpolitik: Steinmeier, gescheiterter Kanzler-Kandidat, der
    wollte sich ja stark machen für die Rechte der Medien, wie er das nannte:
    http://meedia.de/nc/details/article/steinmeiers-medien-schiffbruch_100023083.html

    und dann, um gleich auch mal ein Beispiel einer etwas fortgeschritteneren
    Medienkrise zu haben, die Medienkrise in den USA (wird in Deutschland wohl
    hin und erwähnt, da werden den Deutschen Scheuklappen verpasst, eigentlich
    ein Witz), hier “newspaper death watch”, da finden Zeitungen, die eingestellt
    werden, ihre letzte Ruhestätte, letzte Schlagzeile:
    http://www.newspaperdeathwatch.com/

    und dann gibt es noch “magazine death pool”, da gibt es den Nachruf, Grabrede,
    fuer eingestellte Magazine:
    http://www.magazinedeathpool.com/

    Wer ein wenig bei BDZV rumgesehen hat, weiss dann auch, dass man die
    letzteren beiden amerikanischen Seiten aufsucht, dies nur ganz heimlich
    macht. Pssst, don’t tell anyone.

    Ein Problem der Linken ist der oft fehlende Sinn fuer Humor, ebenso wie
    der nahezu zwanghafte Trieb des ewigen Jammerns, dass man oft genug
    aus einer Lappalie gleich ein riesiges unloesbares Problem konsturiert, und
    so weiter.

  15. Guillaume

    am 26. Oktober 2009 um 07:35 Uhr | Link | Kommentar melden

    Die Reaktion von Frau Merkel war extrem arrogant, so richtig im Stil der DDR BonzenInnen.

    Schlimm ist aus meiner Sicht auch, dass ausgerechnet ein niederländischer Journalist die Fragen stellt die unsere tollen MedienvertreterInnen eigentlich hätten stellen müssen.

  16. Nils

    am 26. Oktober 2009 um 13:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    +++Ein Problem der Linken ist der oft fehlende Sinn fuer Humor+++

    Ich maße mir an einen ziemlich viel Humor zu haben. Als Linker bleibt einem in diesem Land auch nicht mehr viel übrig. ;) Nun ja, Saraksmus und Ironie zähle ich mal zu Humor dazu.

    Schlechte Verallgemeinerung, aber interessante Links!

  17. „dem ist in seiner Hirnverbranntheit nicht zu helfen“ « Das_Tafel-Blog

    am 26. Oktober 2009 um 14:46 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Wie auch immer man zu Westerwelle oder neuen Regierung stehen möge, eine gelungener Umgang mit Medien und Öffentlichkeit gelingt ihnen bislang noch nicht. Schon gestern hatte die Kanzlerin (ich berichtete) die kritische Frage eines niederländischen Journalisten nur mit unwilligem Schulterzucken beantwortet und dafür vielfach ungläubiges Kopfschütteln geerntet (beispielsweise hier oder hier). Es bleibt zu hoffen, dass der Medienzirkus nun langsam vorbei ist und man endlich zum politischen Tagesgeschäft übergeht. […]

  18. Readers Edition » Journalist entblößt Merkel

    am 27. Oktober 2009 um 14:00 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Gruppe Die Linke: Auch in StudiVZ-Reihen ist das derzeit im Netz viel diskutierte Video um den holländischen Journalist Rob Savelberg von “De Telegraaf” angekommen. Die Nutzer debattieren lebhaft über diese von vielen als peinlich angesehene Szene. […]

  19. MrFasbender

    am 28. Oktober 2009 um 00:41 Uhr | Link | Kommentar melden

    Danke Herr Savelberg!

    Ich verneige mich vor Ihnen.

    Hut ab!

    Ein wunderbares Beispiel der “BANANENREPUBLIK DEUTSCHLAND.”

  20. Bernd Rainer Prutz

    am 28. Oktober 2009 um 17:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wenn das deutsche feige Lämmervolk mal endlich das Maul aufmachen würde, wüeden uns Gruselkabinete unter dem Vorsitz der Merkel erspart geblieben.
    Die Deutschen sind schon derart verblödet, daß sie nicht einmal erkennen das es den Staat DEUTSCH wie er im sogenannten Personalausweis nicht gibt.
    MfG Bernd Rainer Prutz

  21. Readers Edition » “Danke, Rob Savelberg”

    am 28. Oktober 2009 um 22:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Gruppe “Danke Rob Savelberg”: Mit seinem beherzten Nachfragen hat er über das vergangene Wochenende die Herzen der Youtube-User erobert. Der “De Telegraaf” Journalist Rob Savelberg hat etwas gewagt, wozu offensichtlich keiner seiner deutschen Kollegen in der Lage war, er hat bei Angela Merkel kritisch in Sachen Wolfgang Schäuble und einer gewissen Summe Bargeld nachgehakt (wir berichteten). Der StudiVZler Christian Leifeling hat ihm, dank dieses Vorstoßes, am 25. Oktober eine eigene Gruppe innerhalb des sozialen Netzwerkes gewidmet. […]

  22. Readers Edition » Die Macht der Lobbyisten

    am 29. Oktober 2009 um 14:00 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Gruppe “Danke Rob Savelberg”: Erst gestern wurde an dieser Stelle über den Zusammenschluss junger Leute berichtet, die in einer StudiVZ-Gruppe den holländischen Journalisten Rob Savelberg würdigen. Er hatte es “gewagt” der Kanzlerin und ihrem neuen Finanzminister Wolfgang Schäuble auf den Zahn zu fühlen. Die erst kürzlich gegründete Gruppe wächst derzeit unentwegt weiter. Immer mehr begeisterte Anhänger tauschen sich in verschiedenen Threads zum Thema aus. Heute morgen um kurz nach halb zwei ist ein weiterer hinzugekommen. Die engagierten VZ-Nutzer graben jedoch weiter und fördern zahlreiche Videos zu Tage, in welchen die Macht der Lobbyisten erwähnt wird. […]

Einen Kommentar schreiben

Kommentare für diesen Artikel als RSS-Feed abonnieren.

Hinweis: Alle Kommentare werden moderiert und müssen freigeschaltet werden.

Erlaubte Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>

Als Kommentator akzeptieren Sie die Teilnahmebedingungen der Readers Edition.