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Vermischtes + Internetkultur

Journalist entblößt Merkel

Dienstag, den 27. Oktober 2009 um 13:53 Uhr von nicole oppelt

Gruppe Die Linke: Auch in StudiVZ-Reihen ist das derzeit im Netz viel diskutierte Video um den holländischen Journalist Rob Savelberg von “De Telegraaf” angekommen. Die Nutzer debattieren lebhaft über diese von vielen als peinlich angesehene Szene.

“Der Typ hat Cohones… sehr sympathisch *gg* Schade, dass es solche Jounalisten in Deutschland nur sehr selten gibt… da müssen schon die Niederländer herkommen, um uns zu zeigen, wie man der Regierung kritische Fragen stellt…”, stellt einer der ersten Kommentatoren fest. Ein anderer Diskutant macht sich indessen Sorgen um unsere Außenwirkung und schreibt: “Mein Gott, für wie blöd muss der Journalist die Deutschen halten?” Ein Dritter lobt noch einmal mehr den Redakteur für so viel Mut. Er sagt: “Die Frage ist einfach Klasse und die Reaktion von Frau Merkel darauf ist einfach nur idiotisch. Kann sie denn schon garnicht mehr dagegen oder dafür argumentieren? ‘Ich habe alles dazu gesagt.’ Tolle Aussage, Frau Merkel!”

In diesen euphorischen Reigen stimmt auch ein weiterer Kommentator ein: “Ja, ihr Journalisten!!!! Nehmt euch so etwas mal zum Vorbild!!! Schön, dass Springer und Bertelsmann nicht verhindern können, dass dies den Leuten zugänglich gemacht wird. Mit ein bischen Geschick versteht man auch die niederländischen Kommentare:

http://www.telegraaf.nl/buitenland/5150689/__Merkel_belooft_laste nverlichting__.html”

Es gibt jedoch auch Stimmen, die das Verhalten von Merkel durch den Kakao ziehen. So schreibt ein VZ-Nutzer: “Merkels Vertrauen birgt eine gewisse Logik in sich, schließlich hat Schäuble sich als verschwiegener Kofferträger bewährt. Und: Was konnt er denn dafür, daß sein damaliger Chef so korrupt war?”

Im Zuge der Debatte wird auch ein Interview mit dem Holländer nach der Pressekonferenz eingestellt. Der Titel: “Journalist nervt Merkel und wird zum Youtube-Star“. Hierauf ein Diskutant: “Sensationell der Mann. Wesentlich mehr beunruhigt war ich von den deutschen Kollegen um ihn herum. Die hat das garnicht interessiert. Selbst das Welt Interview hatte so einen Touch von ‘is doch schon 10 Jahre her, was wollnse denn damit’.”

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