Kampf der Geschlechter

7. Filmnächte von der Filminitiative Würzburg im Hofkeller vom 10. bis 12. November Screwball-Comedy ist unterhaltsam, thematisiert meist Krieg der Geschlechter, zeichnet sich im Idealfall durch hohe Dialoglastigkeit, Wortwitz, ein rasantes Tempo und eine raffiniert konstruierte Handlung aus. Heute zum Beispiel in Serien wie “Sex and the city” realisiert. Diese

foilm.jpg7. Filmnächte von der Filminitiative Würzburg im Hofkeller vom 10. bis 12. November

Screwball-Comedy ist unterhaltsam, thematisiert meist Krieg der Geschlechter, zeichnet sich im Idealfall durch hohe Dialoglastigkeit, Wortwitz, ein rasantes Tempo und eine raffiniert konstruierte Handlung aus. Heute zum Beispiel in Serien wie “Sex and the city” realisiert. Diese spezielle Art von Komödien erlebte ihren Höhepunkt Mitte der 1930er bis Anfang der 1940er Jahre. Paradebeispiele aus dieser Zeit sind “Leoparden küsst man nicht” von Regisseur Howard Hawks’ (1938), zu sehen bei den Filmnächten am 12. November um 22 Uhr und “Die Nacht vor der Hochzeit” von George Cukor, zu sehen im Hofkeller am 10. November.

Ein weiteres Indiz für “Screwball-Komödien” sind skurrile Persönlichkeiten (Slangausdruck screw = skurril). Die Protagonisten stammen normalerweise aus gutem Hause (teilen somit nicht die finanziellen Nöte ihres damaligen Publikums) und stehen sich zunächst als Antagonisten gegenüber, um schließlich, nach Überwindung vieler Hindernisse, als Paar zu enden. Die selbstbewusste und intelligente weibliche Hauptperson agiert dabei in der Regel dem Mann überlegen. Und daraus resultiert, wie könnte es anderes sein, der Kampf der Geschlechter, den Katharine Hepburn und Spencer Tracy als Paar auf der Leinwand, aber nicht im Leben, meisterhaft zelebrierten. Der erste gemeinsame Film von Spencer Tracy und Katharine Hepburn war 1942 “Die Frau von der man spricht” – die erste Runde im Kampf der Geschlechter, der so oft den Stoff für die Komödien der beiden abgab. Spencer Tracy, Hepburns liebster Filmpartner, war auch ihr Lebenspartner. Obwohl nie miteinander verheiratet, waren sie eines der glücklichsten und beständigsten Paare Hollywoods, das insgesamt in zehn Filmen gemeinsam vor der Kamera stand. Katharine Hepburn verkörpert ein Frauenbild, das einer starken, einer intelligenten, mit einen nicht direkten, sondern hintergründigen Charme, den es zu sehen galt: spontan, direkt und doch beherrscht. Sie ist von der Ausstrahlung ihrer Persönlichkeit immer etwas spröde, immer etwas älter.

Ob an der Seite von Cary Grant oder James Stewart (“Die Nacht vor der Hochzeit”, “Leoparden küsst man nicht”) oder als Anwältin Amanda Bonner, die eine junge Frau vertritt, die angeblich ihren Gatten umgebracht hat, wo sie als Anklagevertreter auf ihren Gatten Adam Bonner alias Specer Tracy trifft, womit der Kampf der Geschlechter vor Gericht und vor Tisch und Bett beginnt. “Ehekrieg”, zu erleben bei den Filmnächten am 11. November um 19 Uhr.

Ein Film fehlt noch, der ohne Hepburn auskommen muss, da der damalige Studioboss, der auch für die Besetzung zuständig war, Katharine nicht besonders mochte. Dennoch darf dieser Film unter der Überschrift “Kampf der Geschlechter” im Genre “Screwball-Comedy” nicht fehlen: “Sein Mädchen für besondere Fälle” (1940) mit Rosalind Russel und Cary Crant. Die Regie hatte, wie könnte es anders sein, Howard Hawks. Zu sehen am 12. November im Hofkeller.

Alle Filme beginnen um 19.30 Uhr, mit Ausnahme der Spätvorstellung am 12. November um 22 Uhr. Einlass ist um 19 Uhr (Eingang linker Seitenflügel der Residenz). Der Eintritt pro Person beträgt 12 Euro (ein Glas Sekt und ein Glas Wein inklusive).

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