Österreichs Studenten organisieren sich virtuell – “Die Uni brennt”

Erst am gestrigen Montag berichtete der Autor Zbigniew Menschinski über die derzeitgen Proteste österreichischer Studenten, die sich nicht länger mit den derzeitigen Studienbedingungen abgeben wollen. Diese tun aber nicht nur im realen Leben ihre Meinung kund, sondern haben sich nun auch auf innerhalb des internationalen sozialen Netzwerks Facebook formiert. Rund

weine.jpgErst am gestrigen Montag berichtete der Autor Zbigniew Menschinski über die derzeitgen Proteste österreichischer Studenten, die sich nicht länger mit den derzeitigen Studienbedingungen abgeben wollen. Diese tun aber nicht nur im realen Leben ihre Meinung kund, sondern haben sich nun auch auf innerhalb des internationalen sozialen Netzwerks Facebook formiert.

Rund 12.500 Fans hat das Profil unter dem Titel “Audimax Besetzung in der Uni Wien – die Uni brennt!” mittlerweile um sich versammelt. Mit Hilfe eigener Fotoalben und Sammlungen ihrer Anhänger dokumentieren sie auf eindrucksvolle Weise das Geschehen vor Ort und knüpfen in einem eigenen Diskussionsforum weitere Debatten rund um das Thema an. Ein Hinweis auf Veranstaltungen, wie etwa der auf eine Demonstration am morgigen Dienstag von 17.00 bis 20.00 Uhr vor der Hauptuni ergänzt das Spektrum.

Den Studenten dieser Gruppe geht es unter anderem um “Bildung statt Ausbildung”. Das heißt in ihren Augen: “Bildung für eine mündige Gesellschaft und nicht bloße Ausbildung nach wirschaftlicher Verwertbarkeit!” Ihr Ziel sei es daher, “die Möglichkeit eines freien, selbstbestimmten Studiums für Alle!” zu gewährleisten. “Wir wollen keine Verschulung der Studienpläne! Daher fordern wir eine grundlegende Überarbeitung des BA/MA Systems.” Ihre Forderungen lauten deshalb: ” Schluss mit den STEPs als versteckten Zugangsbeschränkungen. (…) Freie Gestaltung des Studiums – Schluss mit der unnötigen Verzögerung durch Voraussetzungsketten (…) Freie Master und PhD Zugänge (…)” und vieles mehr.

Insgesamt sieben Punkte umfasst ihr Katalog, der neben oben genannten Aspekten “freien Hochschulzugang”, eine “Demokratisierung der Universitäten” sowie deren “Ausfinanzierung” ebenso beinhaltet wie die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes, die “Beendigung der prekären Dienstverhältnisse” und schließlich “50% Frauenquote in allen Bereichen des universitären Personals”.

Über die Email-Adresse unibrennt@gmail.com ist eine Kontaktaufnahme mit ihnen möglich. Weiterhin sind detaillierte Informationen auf folgenden Internetseiten und Diensten abrufbar:
http://twitter.com/unibrennt
http://freiebildung.at/wordpress/
http://unibrennt.at

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