Wieland Jürgens spürt den antiken Göttinnen nach
Nach seinen fotorealistischen Anfängen in den frühen 70igern und der sehr erfolgreichen Vogelbildserie (1992 – 1994) kam für Wieland Jürgens die, bis 2004 dauernde Phase fast völliger Abstraktion. 2004 hat sich der in Zellingen lebende Künstler wieder der Gegenständlichkeit, genauer gesagt, wieder dem Figürlichen zugewendet.
Was sich bereits bei den Vogelbildern andeutete, wird nun konsequent weiterverfolgt: die Besinnung auf die eigenen Wurzeln, nämlich das handwerkliche, malerische Vermögen, Wirklichkeit realistisch abbilden zu können. Dieses Handwerk paarte Jürgens in seinen aktuellen Arbeiten mit seiner Sehnsucht nach zeitloser Schönheit und seinem großen Interesse für Geschichte und Archäologie. So gelangte er zu seinem neuen Themenkreis, den Göttinnen und anderen weiblichen Gestaltern unserer Geschichte, Märchen und Mythen, in deren Kosmos er noch bis 8. November in seiner Zellinger Kunsthalle Einblick gewährt.
Doch sind die neuen Werke keine total gegenständlichen, realistischen Abbilder weiblicher Cover-Girls. Die Handschrift und die malerische Erfahrung aus dem bisherigen Schaffen lassen sich nicht verleugnen. “Das ist auch gut so”, meint Jürgens, denn nicht nur der neue Inhalt, sondern immer auch die Malerei selbst müsse spannend bleiben, denn die Formfindung bleibe die wichtigste Aufgabe der Bildenden Kunst.
Kunsthalle Zellingen, Sonnenstrasse 58,
neben Möbel Hornung, Sa und So jeweils
14 – 18 Uhr sowie nach Vereinbarung
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