Gedanken zu Jürgen Rieger

Gruppe Die Linke: Die Nachricht vom Tod des stellvertretenden NPD-Bundesvorsitzenden Jürgen Rieger beschäftigt heute auch die StudiVZler in der Gruppe Die Linke. Wie ist mit dieser Botschaft jetzt umzugehen? Welche Reaktionen sind angebracht? Einer der ersten Kommentatoren schreibt: “es ist zwar erfreulich, dass ein bekannter nazianwalt seinen machenschaften nun nicht

Gruppe Die Linke: Die Nachricht vom Tod des stellvertretenden NPD-Bundesvorsitzenden Jürgen Rieger beschäftigt heute auch die StudiVZler in der Gruppe Die Linke. Wie ist mit dieser Botschaft jetzt umzugehen? Welche Reaktionen sind angebracht?

Einer der ersten Kommentatoren schreibt: “es ist zwar erfreulich, dass ein bekannter nazianwalt seinen machenschaften nun nicht mehr nachgehen kann, trotzdem hoffe ich, das man keine freudentänze auf seiner leiche vollführt.” Dieser Ansicht schließt sich ein weiterer Schreiberling an und mahnt: “egal welcher politischen Weltanschauung der Herr war, ein Toter sollte in Frieden ruhen. Das sollte zivilisierten Menschen der moralische Anstand gebieten!” Woraufhin ihm entgegnet wird: “Und Du meinst, der Rieger wird nicht in Frieden ruhen können, wenn hier einige ihrer Freude Ausdruck verleihen? Ich werde zwar keinen Freudentanz aufführen, aber auch nicht so tun, als hätte der Rieger auf einmal durch sein Ableben Respekt verdient.” Ein anderer hegt indessen ganz andere Befürchtungen: “Nazis sind zwar Menschen, aber durch ihre Ideologie disqualifizieren sie sich für einen Behandlung nach der Menschenwürde. Vor dem Gesetz sind sie natürlich gleich. Ich hoffe nur, dass wir in Hamburg-Blankenese jetzt kein Jürgen Rieger Museum bekommen. Haider hat seines ja bekommen…” Diese Sorge wird von anderen Mit-Kommentatoren zerstreut. So ist zu lesen: “(…) ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Die Aktionen um den Thor Steinar Laden waren wirklich gut, und es hat super funktioniert, und in meinen Augen ist ein Riegermuseeum eine ganz andere Klasse. Ich weiß nicht, aber ich denke nicht, dass sich das jemand tatenlos anguckt.”

Nicht um ein Museum, sondern um die Neonazi-Szene selbst sorgt sich ein weiterer Diskutant der Runde, nachdem zuvor aus dem Nachruf auf der Homepage der NDP zitiert wurde. Er schreibt: “Mich beunruhigt jedoch etwas, dass die Nazis möglicherweise Verschwörungstheorien um Rieger’s Tod spinnen werden. Ich erinnere hier nur an Rudolph Hess oder Jörg Haider, die als Märtyrer gefeiert werden.” Hierauf wird entgegnet: “Da sind sie schon fleißig bei. Rieger war aber seit jeher in der breiten Bevölkerung unbeliebt und galt – Extra 3 sei Dank – den meisten als verballhornte Witzfigur. Der Personenkult dürfte sich auf die üblichen Verdächtigen erstrecken.” Daraufhin meint ein Autor: “Ich befürchte (…), dass die NPD ohne Rieger wieder stärker zusammenwachsen könnte, da Rieger schon ein erhebliches Spaltungspotential hatte. Vielleicht finden sich die richtig extremen nun aber in der NPD auch nicht mehr angemessen vertreten und die Zusammenarbeit mit den Kameradschaften erleidet einen Bruch – was sehr zu befürworten wäre… aber das kann nur die Zeit zeigen…”

Eine besorgniserregende Entdeckung macht ein VZ-Nutzer kurze Zeit später und führt vier so genannten “Jürgen Rieger Gedenkgruppen” auf StudiVZ auf. Er mahnt: “Bitte die Gruppen fleißig beim Support melden, danke.”

Kommentare

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  1. Über so viel ” demokratische ” Selbstgerechtigkeit ” kann ich mich nur wundern.

    Die Rieger’s / NPD und wie sie alle heissen sind alle bewusst gewollter Teil des Systems.

    Eine Handvoll Spinner wird mühsam mit dem Geld der Steuerzahler am Leben gehalten, wahrscheinlich sogar von unserer Staatssicherheit geführt.

    Wofür?

    Nun, der angeblich so gefährliche Rechtsradikalismus bringt für einige Leute viel Geld ein , die Presse, die öffentlich rechtlichen Sender, die sog. Holocaust Industrie, die Opfer der nunmehr dritten und vierten Generation, von dehnen viele noch nie einen Deutschen gesehen haben. Wie viele Leute in Deutschland wissen, dass sie ungefragt seit Jahrzehnten den” gerechten” Krieg in Palästina finanzieren.

    Gleichzeitig lenken die Rechten von den Machenschaften der radikalen Linken, die erheblichen Einfluss auf den Staat und seine Gesetze haben, ab. Deren Sympathisanten sind LehrerInnen, BeamteInnen, politische Mandatsträger, im Umfeld einer grünen/sozi Subkultur die ohne rechte Szene eingehen würden wie eine Primel ohne Wasser.