Readers Edition http://www.buergerinfo09.de



Politik + Wissenschaft + Nachhaltigkeit

Maisschädlinge würden Grün wählen!

Freitag, den 30. Oktober 2009 um 17:21 Uhr von Rudolf Kipp
Eindeutiger Befürworter grüner Politik: Der Maiszünsler Quelle: http://www.biosicherheit.de/de/fotos/556.doku.html

Der Landwirt Reinhard Dennerlein hat ein Problem. Dieses Problem ist der etwa 2 cm große Kleinschmetterling Ostrinia nubilalis, besser bekannt als Maiszünsler. Das nachtaktive Insekt beginnt Mitte bis Ende Juli damit, etwa 30 Eier auf der Blattunterseite der Maispflanzen abzulegen. Aus diesen schlüpfen die Raupen, die sich durch die Frucht hindurch in die Stängel fressen, und an ihren Wirtspflanzen, das sind Hopfen, Hanf, Kartoffeln und vor allem der Mais, erheblichen Schaden anrichten.

Dabei werden die Stängel der Pflanzen durch den Befraß der Schadinsekten durchlöchert und knicken so bei der kleinsten Belastung um. Das kann dazu führen, dass ganze Felder in sich zusammensacken. Die Raupen fressen sich bis zum Herbst durch die Stängel weiter nach unten, wo sie im Wurzelbereich überwintern und zerstören dadurch die Leiterbahnen der Pflanzen, wodurch diese nicht mehr ausreichend Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Die Ertragseinbußen können über 50 Prozent betragen. Bei besonders starkem Befall werden sogar ganze Ernten vernichtet.

Schimmelpilze setzten Giftstoffe frei

Ein weiteres gravierendes Problem ist der Befall mit dem Schimmelpilz Fusarium, der durch die Löcher, die die Raupen in den Mais fressen, in die Pflanzen eindringen kann und zu erheblichen Schäden führt. Dieser Pilz kann das Wachstum erheblich beeinträchtigen und sogar zum Absterben der Pflanzen führen. Aus diesem Grund wurden bestimmte Fusarium Arten auch als Mittel der biologischen Kriegsführung und auch Vernichtung von Koka-Plantagen in Kolumbien eingesetzt (Agent Green). Doch selbst wenn nicht die gesamte Pflanze vernichtet wird, stellt der Befall mit Fusarium ein erhebliches Problem dar, schließlich produziert dieser Pilz äußerst potente Giftstoffe, so genannte Mykotoxine.

In geringen Dosen führen diese Gifte im Futtermais dazu, dass das Futter für Tiere nahezu ungenießbar wird, höhere Mengen würden zu ernsthaften Vergiftungen führen, so dass stark befallener Mais sich allenfalls noch für Biogasanlagen eignet.

Schädlingsfrei ohne Pestizide

Nachdem Landwirt Reinhard Dennerlein im Jahr 2006 erhebliche Ertragseinbußen, verursacht durch den Maiszünsler, hinnehmen musste, hat er sich entschieden im Jahr 2007 einen großflächigen Versuch durchzuführen. Auf einem Drittel seiner Fläche ließ er der Natur ihren Lauf, auf dem zweiten spritzte er ein Pestizid gegen die gefräßigen Raupen, und auf dem dritten pflanzte er gentechnisch veränderten Bt-Mais. Der Bt-Mais ist eine Variante, bei der ein Gen des Bakteriums B. thuringiensis eingebaut wurde. Dieses, auf der ganzen Welt heimische, Bodenbakterium produziert einen Giftstoff (Bt-Toxin), der nur für bestimmte Insekten tödlich ist, weil das entscheidende Gift erst in deren Darm gebildet wird. Durch die Gen-Veränderung ist der Mais in der Lage, das Bt-Toxin selbst zu produzieren und so eine Resistenz gegen den Maiszünsler zu entwickeln. Auf den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln von außen kann dadurch verzichtet werden. Das Bt-Toxin selbst ist für andere Tiere und den Menschen völlig unschädlich und auch für den Ökolandbau zugelassen [BVL]. Allerdings werden beim Ausbringen des Bt-Toxins mehr Insektenarten abgetötet als beim Bt-Mais, wo nur solche betroffen sind die den Mais auch fressen.

Das Ergebnis des Experiments war eindeutig. Die unbehandelte Parzelle war völlig zerfressen, auf der mit Pestizid behandelten waren 38 Prozent befallen. Doch der gentechnisch veränderte Mais war komplett zünslerfrei. “Und das Beste”, sagt Dennerlein, “auf den Blättern krabbelte es. Überall lebten Käfer und andere harmlose Insekten. Es war wirklich nur der Maiszünsler verschwunden.”
Als er im Frühjahr 2008 Bt-Mais anbauen wollte, versammelten sich 1000 Demonstranten aus ganz Deutschland vor seinem Hof. Die Aktivisten gingen zu jedem seiner Verpächter, agitierten und drohten. Nachts zerstörten sie mit Motorsensen zwei Hektar Mais (allerdings den falschen). “Der Rummel hat mich nicht sehr beeindruckt”, sagt er. “Ich wollte gesünderes Futter für meine Schweine.” Doch im April 2009 untersagte Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Anbau von Bt-Mais. So musste Dennerlein dieses Jahr wohl oder übel wieder auf die Giftspritze zurückgreifen und dennoch mit mehr Pilzbefall im Futter rechnen [Welt.de].


In den letzten Jahren hat der Maiszünsler enorm davon profitiert, dass immer mehr Mais für Biogasanlagen in immer größeren Monokulturen angebaut wird. Im diesem Jahr beträgt die Fläche für Energiemais geschätzte 3700 km² [agrarheute.de], das sind drei Prozent der deutschen Ackerfläche und mehr als die Fläche des Saarlandes. Aufgrund der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird in den nächsten Jahren ein noch stärkerer Zuwachs erwartet.

Populismus ersetzt Rationalität

Jetzt sollte man meinen, eine Bundeslandwirtschaftsministerin aus der eher als bauernfreundlich angesehenen CSU würde sich auch für deren Interessen stark machen. Dass gerade Ilse Aigner aber dieses Verbot ausgesprochen hat, liegt unter anderem daran, dass konservative Bauernverbände und auch die in Bayern starken Kirchengruppen sich für das Verbot eingesetzt hatten. So ist ihre Entscheidung nicht rationalen Gründen geschuldet, der Bt-Mais ist nachweislich für Mensch und Umwelt weit weniger schädlich als der Pestizideinsatz, sondern kann als rein populistische Maßnahme angesehen werden. Es geht dabei um Wählerstimmen in einer verunsicherten Bevölkerung. Jahrzehntelange grüne Angstpropaganda hat in Deutschland dazu geführt, dass vielen schon der Angstschweiß auf die Stirn tritt, wenn sie nur das Wort Gen hören.

Dabei wissen die meisten Deutschen nicht einmal was Gene überhaupt sind und dass sie als elementarer Bestandteil in sämtlichen Lebewesen eine Schlüsselrolle einnehmen. Und auch, dass nahezu alle heute genutzten Kultursorten ebenfalls das Produkt einer genetischen Veränderung sind, ist kaum einem bekannt. Denn auch bei der konventionellen Züchtung geht es ja darum, aus bestimmten Pflanzen jeweils die Genvarianten herauszufischen, welche die nützlichsten Eigenschaften haben. Diese Variationen entstehen auch in der Natur durch Genmutationen. Allerdings kann dieser Vorgang äußerst langwierig sein und daher wurde schon früh nach Möglichkeiten gesucht, die Mutationsraten für Züchtungen zu beschleunigen.

Strahlende Züchtungserfolge

Diese wurde mit der Entdeckung der ionisierenden Strahlung gefunden, wie sie in Kernkraftwerken entsteht. Praktisch sah das so aus, dass Saatzuchtunternehmen ihr Saatgut säckeweise in Lieferwagen zu Atomkraftwerken schafften und es dort bestrahlen ließen. Die so behandelten Samen wurden anschließend in möglichst rauen Klimaten wie dem Fichtelgebirge ausgesäht, um sicherzustellen, dass nur die kräftigsten Pflanzen überlebten. Aus den unzähligen Mutationen wählten die Züchter dann jene seltenen Exemplare aus, die besondere Eigenschaften versprachen. Auf diese Weise sind die meisten unserer heute gängigen Obst- und Gemüsesorten “veredelt” worden und auch die meisten modernen Zierpflanzen wären ohne diese Technik nicht denkbar gewesen.

Nach wie vor bedeutend ist die Mutationszüchtung im Bereich der industriellen Mikrobiologie. Durch UV- und Röntgenstrahlung entstanden unter anderem unsere heutigen Bier- und Bäckerhefen, unsere Starterkulturen für Wurst und Käse sowie zahlreiche weitere Mikroben, die biotechnologisch zur Erzeugung von Zusatzstoffen wie Säuren, Vitaminen oder Enzymen, aber auch Antibiotika genutzt werden [EU.L.E.n-Spiegel 03/2004].

Unterstützung bekam Frau Aigner für ihren Vorstoß auch von Gruppierungen, die bislang nicht als erklärter Freunde der CSU Ministerin aufgetreten sind. Beifall kam von Umweltschutzgruppen wie BUND und Greenpeace, von der Linken und natürlich von den Grünen. Nun ist jedoch bekannt, dass gerader Vertreter dieser Gruppen sich selten um die Belange der Landwirte kümmern und meist noch weniger davon verstehen. Wie wenig ausgeprägt das Wissen grüner Politiker von den praktischen Problemen der Landwirte ist, hat Renate Künast in der SWR-Dokumentation “Abgeordnet - Der Politiker Praxistest” eindrucksvoll bewiesen (Hier treffend kommentiert von David Harnasch).


Dass Frau Künast in diesem Beitrag dem ohnehin arg gebeutelten Landwirt den schwarzen Peter zuschieben will und damit von einer jahrelangen verfehlten Agrarpolitik abzulenken versucht, grenzt schon an Zynismus. Ähnliche Beispiele für völlig praxisferne Vorschläge der grünen Politikerin finden sich in sämtlichen Folgen der Doku-Serie.

Technologiefeindliches Deutschland

In Deutschland ist, was die grüne Gentechnik anbelangt, die Diskussion inzwischen an einem Punkt angekommen wo Sachargumente kaum mehr zählen und politische Entscheidungen mehr und mehr von diffusen Ängsten beeinflusst werden. Wo Züchtungen, die durch Zufallsmutationen in Atomreaktoren entstanden sind, völlig ungeprüft überall angepflanzt werden dürfen, da wird Pflanzen die geplant und gezielt gentechnisch verändert wurden die Zulassung auch nach ausgiebigsten Studien die deren Unbedenklichkeit unter Beweis stellen verweigert. Das ganze erinnert stark an die Auseinandersetzungen um die sogenannte rote Gentechnik, als die Grünen zusammen mit Umweltschutzgruppen lange erfolgreich die Produktion von Insulin mit Hilfe von genetisch veränderten Bakterien verhindern konnten. Als die Produktion schließlich doch erlaubt wurde, hatten ausländische Hersteller ihren Wettbewerbsvorteil jedoch längst gewinnbringend umgesetzt. Der damals von den hessischen Grünen zum Feindbild erklärte Chemiekonzern Hoechst ist inzwischen ein Teil der französischen Sanofi-Aventis Gruppe.

Eine ähnliches Schicksal, nämlich das Verschwinden von Betrieben aufgrund von Wettbewerbsnachteilen wegen einer in Deutschland immer mehr um sich greifenden Technologiefeindlichkeit, könnte auch den deutschen Landwirten bevorstehen. Viele hochrangige Wissenschaftler haben die Konsequenzen aus dieser Entwicklung derweil schon lange gezogen. Sie forschen jetzt im Ausland.

Mehr zum Thema:

InnoPlanta
Welt.de: Die Feinde des Fortschritts

Zuerst erschienen im Science Skeptical Blog

  • diesen Artikel drucken
  • E-Mail This Post/Page
2.7
  • derzeit 2.73 Sterne
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
 
 

Schlagwörter

Share it!

22 Reaktionen zu “Maisschädlinge würden Grün wählen!”

Kommentare für diesen Artikel als RSS-Feed abonnieren.

  1. Michael Meinel

    am 30. Oktober 2009 um 18:27 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ach Herr Kipp,

    wagen Sie sich in nun ein Feld vor, wo Sie noch weniger Ahnung haben und Ihr Credo von der Technologie-Feindlichkeit von Grünen verbreiten meinen zu müssen.

    Dieses stimmt schon nicht bei den Technologien der Erneuerbaren Energien, wie Ihnen von mittelständischen Betrieben bis hin zu den großen Technologiekonzernen wie Siemens & Co unzählige Ingenieure und Wissenschaftler belegen können.

    Genausowenig ist dies in diesem Fall so, wie mir sehr lange und detailliert bekannt ist, von den Anfängen von Btt, den Bestrebungen von Monsanto bis heute.

    Vielleicht hätten Sie sich ein wenig über die Erfahrunge der Bauern weltweit mit Monsanto und seinen Produkten informieren sollen, um beurteilen zu können was es mit diesem Produkt auf sich hat.

    Vielleicht wäre Ihre einfaches Weltbild ins Schwanken gekommen, wenn Sie wneigstens zur Kenntnis genommen hätten, dass der Bauernverband das Genmais-Verbot von Agrarministerin Luise Aigner, CSU begrüßt hat.
    http://www.mdr.de/nachrichten/6284797.html

    Als Hintergrundinformation bitte ich sich mal bei dem Arte-Film zu informieren: http://www.arte.tv/de/1912794.html

    http://video.google.com/videoplay?docid=-7781121501979693623&ei=PDnaSanhFIPO-AbDzPmlAg&q=monsanto

    Weitere Informationen können Sie von den Landwirten in den USA und Indien erhalten. Auch dort gibt es ausführliche Dokumentationen über sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Auswirkungen der Geschäftspolitik von Monsanto. Aber auch den hiesigen Vertretern des Bauernverbandes ist mitlerweile die Problematik der Abhängigkeit von den Monsanto-Produkten bis hin zum ökonomischen Ruin bekannt, so dass sie nicht auf die kurzfristigen Verlockungen hereinfallen.

  2. Rudolf Kipp

    am 30. Oktober 2009 um 18:39 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Michael Meinel

    Was die Geschäftspraktiken von Monsanto angeht, da kann ich Ihnen teilweise zustimmen. Auch mir gefällt das Verhalten von Monopolisten meist nicht. Auch das Gebaren von Microsoft gefällt mir häufig ganz und gar nicht. Trotzdem läuft auf meinem Rechner Windows, weil es im großen und ganzen ein recht anständiges Produkt ist.

    Weitere Informationen können Sie von den Landwirten in den USA und Indien erhalten.

    Wenn die Landwirte in den USA und Indien alle so große Gegner der Gentechnik sind, warum bauen sie dann überhaupt genmodifizierte Pflanzen an? Es ist ja nicht so, dass sie keine alternative hätten.

  3. Krishna Gans

    am 30. Oktober 2009 um 19:04 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Michael Meinel

    wagen Sie sich in nun ein Feld vor, wo Sie noch weniger Ahnung haben

    Ei der Herr Meinel, jetzt maßt er sich auch hier zu diesem Thema schon an, den Autor kritisieren zu müssen, soll er doch bei seinen Schuhen bleiben, oder bei der Lokalpolitik, da könnte eine gewisse Kenntnis aus eigener Arbeit vorhanden sein, statt ggfs. Tertiärliteratur als Quelle…

  4. Michael Meinel

    am 30. Oktober 2009 um 19:16 Uhr | Link | Kommentar melden

    Tatsächlich, Herr Gans, das maß ich mir an.

    Ich habe das Vergnügen die Anfänge der Bazillus-thuringiensis-Toxin-Forschung aus eigener Anschauung und bescheidener Beteiligung zu kennen.

    Herr Kipp, Ihre Frage zeigt ja, dass Sie die Methoden nicht kennen, und dass meine Empfehlung sich über diese zu informieren, richtig war. Da dieser eine jahrzehntelange Strategie zugrundeliegt, sollten Sie die ausführlichen Dokumentationen hierzu zu Rate ziehen.

  5. Rudolf Kipp

    am 30. Oktober 2009 um 19:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Michael Meinel,

    Sie meinen also, damit ich mit Ihnen “auf Augenhöhe” diskutieren kann, soll ich mir zunächst einen Film ansehen? Lassen Sie uns doch so anfangen, dass Sie mir zunächst einmal schreiben, was für Methoden genau Sie anprangern wollen (oder der Film anprangert.

  6. Rudolf Kipp

    am 30. Oktober 2009 um 20:00 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Michael Meinel

    Oder fangen wir anders herum an. Sie sind also dagegen, dass Monsanto eine Monopolstellung bei Genmodizizierten Pflanzen hat. Das bin ich übrigens auch, darüber sollte man auch reden. Aber das bedeutet ja nicht, dass genmodifiziertes Saatgut per se schlecht ist.

    Der Trend, dass Saatguthersteller auf die von ihnen entwickelten Sorten Patente anmelden ist auch nicht erst mit der Gentechnik gekommen. Beim konventionellen Mais ist es schon seit langem so, dass Hybridsorten auch nicht zur Saatgutgewinnung geeignet sind, also diese jedes Jahr neu gekauft werden muss. Trotzdem sind diese Sorten unter Landwirten sehr beliebt, weil der Gesamtertrag (oder Profit) am Ende höher ist.

    Ich sehe es auch nicht kommen, dass aufgrund von genmodifizierten Sorten konventionelles Saatgut verschwinden wird. So lange die Nachfrage danach besteht, wird sich auch ein Hersteller dafür finden. Was ich jedenfalls gut fände, wäre eine echte Wahlfreiheit. Landwirte sollten selbst entscheiden können, ob sie genmodifizierte oder konventionelle Produkte anbauen. Diese Wahlfreiheit ist jedoch in der EU keinesfalls gegeben. Eine Tatsache mit der ich prinzipiell noch leben könnte, wenn nicht Europa anderen Ländern dies auch per Knebelvertrag vorschreiben würde.

    Wie etwa 2002, als in Sambia 2,5 Millionen Menschen kurz vor dem Verhungern standen und die EU dem Land verboten hatte, eine Lieferung mit 26.000 Tonnen Mais aus den USA anzunehmen, weil dieser genmodifiziert war.

    Oder nehmen Sie das Beispiel von “Golden Rice”, einer von Forschern aus Deutschland und der Schweiz entwickelten Reissorte, die einen erhöhten VitaminA-Gehalt hat und so hunderttausende Kinder in armen Ländern vor dem Verlust des Augenlichtes bewahren könnte. Das hat Greenpeace nicht davon abgehalten, eine groß angelegte Kampagne gegen den Reis aufzuziehen, obwohl keinerlei begründeten ökologischen Bedenken vorlagen. Man fürchtete wohl einfach, dass dadurch die Akzeptanz gegenüber genveränderten Produkten steigen könnte. Diese Kampagne wurde übrigens zum großen Teil aus Mitteln von Greenpeace Deutschland bezahlt.

    Mehr solcher Beispiele finden Sie übrigens in dem Buch “Öko-Imperialismus. Grüne Politik mit tödlichen Folgen” von Paul K. Driessen.

  7. Thorsten

    am 30. Oktober 2009 um 21:27 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Rudolf Kipp

    Wenn Sie nur halb so viel aus Monsanto Broschüren zitieren würden und doppelt so viel Sachverstand einsetzen würden, dann würden Sie derartigen Unsinn nicht schreiben.

    Es ist nun wirklich müssig, hier mit Ihnen über grüne Gentechnik zu diskutieren. Leider haben Sie die Hauptprobleme wissentlich verschwiegen. Fragen Sie mal den deutschen Imkerbund, wie der über BT-Mais denkt. Fragen Sie mal die Bodenkundler, welche Mengen an BT-Rückständen die nach mehrfachem Anbau von BT-Mais im Boden nachweisen. Fragen Sie mal Insektologen, was die zur angeblichen Unschädlichkeit von BT-Mais für heimische Insektearten sagen. Fragen Sie mal benachbarte Landwirte, was die von BT-Mais-Anbau neben ihren Feldern halten. Fragen Sie mal den Bauernverband, was der über BT-Mais sagt und welche Folgen der Anbau für die Landwirte hat. Fragen Sie mal Genetiker, was die zur Rückholbarkeit von BT-Mais sagen.

  8. Thorsten

    am 30. Oktober 2009 um 21:36 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Rudolf Kipp

    Ich sehe es auch nicht kommen, dass aufgrund von genmodifizierten Sorten konventionelles Saatgut verschwinden wird.

    Ach nee. Dann sagen Sie uns doch bitte mal, wie Sie Felder ohne BT-Mais vor der Einsaat von BT-Mais schützen wollen. Warum laufen in den USA zahllose Prozesse der Fa. Monsanto gegen unbeteiligte Landwirte, nur weil sich patentiertes Saatgut der Fa. Monsanto in ihren Feldern ungebeten ausgebreitet hat.

    Wer entschädigt die Landwirte, deren Agrarprodukte aufgrund der Durchmischung ihrer Feldfrüchte mit Genpflanzen nicht oder nur zu einem deutlichen Mindererlös in den Handel gebracht werden kann? Bisher hat sich Monsanto geweigert, diese Schäden zu bezahlen, weshalb inzwischen die Meerheit der Landwirte in den USA gegen grüne Gentechnik sind.

  9. Bibliothekar

    am 30. Oktober 2009 um 22:13 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Michael Meinel

    “Ich habe das Vergnügen die Anfänge der Bazillus-thuringiensis-Toxin-Forschung aus eigener Anschauung und bescheidener Beteiligung zu kennen.”

    Dann lassen Sie uns bitte an Ihrem Wissen teilhaben, statt gegen den Autoren, dieses sehr guten und interessanten Artikels zu polemisieren.
    Ist es die Methode generell oder nur die Vermarktung der grünen Gentechnik, die Ihnen gegen den Strich geht? Warum hat man eigentlich den großen Konzernen soviel Macht und Spielraum bei der Forschung auf diesem Gebiet eingeräumt? Gab es nicht mal mehr Potential dafür in der öffentlich finanzierten Forschung? Hätten nicht auch diese Ergebnisse zu einer Vermarktung führen können? Haben politische Gründe zu deren Behinderung geführt?
    Worin sehen Sie die Vorteile der Grünen Gentechnik oder bestreiten Sie diese generell?
    Warum sperrt sich Europa und speziell Deutschland gegen die Grüne Gentechnik, während sie international an Zuspruch gewinnt?
    Sie sehen es sind viele Fragen zu stellen. Vielleicht können Sie einige davon beantworten?

  10. Bibliothekar

    am 31. Oktober 2009 um 06:35 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Thorsten

    Wir hatten schon mehrfach Diskussionen über die Grüne Gentechnik, wo von Ihnen außer den üblichen, haltlosen Statements und Behauptungen der NGOs auch nicht mehr kam.
    Wenn Sie nicht an einer ernsthaften Diskussion über diese Problematik interessiert sind, und Sie sind es nicht, halten Sie sich zurück. Es zeugt von großer Ignoranz und Überheblichkeit, Dinge die international auf allen Ebenen heftig kontovers diskutiert werden, als unannehmbar beiseite zu schieben. Es muß ideologische Blindheit sein, die internationale Realitäten nicht wahrnehmen zu wollen.
    Ihre, durch die üblichen NGOs verbreiteten Zerrbilder der Grünen Gentechnik, taugen nicht als ernsthafte Diskussionsgrundlage.
    Die Vermarktungswege sind ein ökonomisches, politisches und soziales Problem, daß auf diesen Ebenen diskutiert werden muß. Mit den Kerninhalten der Grünen Gentechnik hat dies allerdings nur sekundär zu tun.
    Haben Sie denn keine besseren Argumente als die Verderbtheit großer Konzerne? Schwach!

  11. Michael Meinel

    am 31. Oktober 2009 um 11:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    @all

    Sie wissen, dass ich es für müßig halte, hier meine Zeit zu verplempern. Insofern werde ich keine m.E. sinnlosen Diskussionen hier führen. Die nun folgenden üblichen Anfeindungen kenne ich zur genüge.

    Wer es wirklich will, dem dürfte es nicht schwer fallen, sich kundig zu machen.
    Ich habe Ihnen Einstiegsmöglichkeiten hierzu angeboten. Wenn sowohl der Bauernverband, als auch Brot für die Welt und entsprechende Organsiationen weltweit vor dem Anbau des Genmaises warnen und dies aus einer Vielzahl von Gründen, sollte es Ihnen nicht schwer fallen, sich aus dem Für-und-Wider ein eigenes Urteil zu bilden.

    Auf die aktuelle Pressemitteilung des Verbandes der Berufsimker sei hier verwiesen
    http://www.berufsimker.de/?q=node/365 . Der Aspekt der Imkerei und der Bestäubung ist nur einer unter vielen, hat aber eine äußerst große Tragweite für die weltweite Ernährung. Der DBIB unterstützt auch diese Kampagne: http://www.bienen-gentechnik.de/

    Es geht um die Technologie und die Vermarktungsstrategie eines Konzerns, der u.a. sagte, dass PCB, Dioxin und Agent Orange sicher ist und es jetzt von seinem Boundle Gen-Saatgut und Roundup sagt. 30 Jahre hat Monsanto an der Strategie der Kopplung von Saatgut und Agrochemie gearbeitet, andere Konzepte systematisch zerstört, sowie strategische Partnerschaften aufgebaut, mit denen er weltweit ähnliche Abhängigkeiten von seinen Produkten schaffen will, wie in den USA. Ökonomische, ökologische und soziale Risiken für andere müssen dabei hintanstehen. http://www.zeit.de/2009/14/Monsanto

    “In den USA entwickelte sich Monsanto innerhalb zweier Jahrzehnte zu einem mächtigen Agrarkonzern, der in vielen Bereichen den Saatgut-Markt beherrscht: Über 90 Prozent aller Sojabohnen stammen von Monsanto. Mittlerweile bauen immer mehr große Agrarunternehmen und Farmer gentechnisch veränderte Produkte von Monsanto an. Vor allem durch Verwendung von schädlingsresistenten Genpflanzen wie dem Wundermais und Herbiziden aus der gleichen Produktionslinie versprechen sich viele Bauern niedrigere Anbaukosten. Seine marktbeherrschende Stellung festigt Monsanto mit seinen besonderen Saatgut-Verträgen. So dürfen die Bauern nicht – wie seit Jahrtausenden üblich – die eigene Ernte als Saatgut verwenden. Und sie müssen ihre Chemikalien ebenfalls bei Monsanto erwerben.

    Immer öfter allerdings geraten die von lokalen Farmern als „aggressiv“ beschriebenen Vermarktungsmethoden von Monsanto in die Kritik. In einem aufsehenerregenden Artikel der Zeitschrift „Vanity Fair“ aus dem Jahr 2008 beschreiben Landwirte ihre Erfahrungen mit der Monsanto-„Saat-Polizei“. Laut Vertrag dürfen die Saat-Detektive jederzeit ungefragt das Land des Vertragspartners betreten und die Saat kontrollieren. Es gibt eine „Hotline“, die die Landwirte aufforderte, ihre Kollegen anzuschwärzen, wenn sie illegal Saatgut wiederverwenden.
    [….]
    Schon seit längerem versucht Monsanto die Vermarktung seiner Produkte mit dem Kampf gegen den weltweiten Hunger zu verknüpfen und die Kritiker als „technik- und fortschrittsfeindlich“ darzustellen. In einer grundsätzlich fortschrittsgläubigen Gesellschaft wie der amerikanischen jedoch gibt es keine umfassende Diskussion über gentechnisch veränderte Lebensmittel.” (Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 19.04.2009) http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/MAis-Genmais-Monsanto;art271,2776926

    Auf Dauer klappt es nur nicht mit dem versprochenen Segen: Weder bei den Erträgen, noch geringeren Kosten für Spritzmittel. Resistenzen tauchen auf, das Saatgut muss 7x so teuer eingekauft werden, Nachbarflächen werden trotz gegenteiliger Versicherungen “verunreinigt” usw. Nicht zuletzt kommen dann noch die Millionenklagen von Monsanto gegen Bauern. http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/GID170_schimpf

    Besonders hart schlägt dies in Entwicklungsländern durch, wo die Bauern mit Vergünstigungen und Versprechen gelockt werden. Eine Weile geht dies meist auch gut.

    Besonders bezeichnend ist das Beispiel Indien. Es folgte eine Missernte nach der anderen und die Anfälligkeit der Genpflanzen wurden für Krankheiten und Schädlinge nahm zu. Monsanto hatte die Lösung: Es mussten nur immer mehr Spritzmittel hinzugekauft werden. Dadurch konnten die Bauern ihre Kredite nicht mehr bedienen. Die Schuldenberge wurden höher. Schließlich wurde die Lage so aussichtslos, dass viele der Landwirte nur noch einen Ausweg sahen: Selbstmord. In den letzten 7 Jahren brachten sich in Indien weit über 25.000 der “Gen-Bauern” um.

    Natürlich hat für Monsanto die Btt-Baumwolle damit nichts zu tun. Schließlich gab es schon vor 2002, als diese eingeführt wurde, Selbstmorde. Richtig, schon 1998 hatte Monsanto mit seiner Marktstrategie so viele Bauern in Abhängigkeit gebracht, dass sie überschuldet waren. Die Btt-Baumwolle war nur ein nächster Schritt der Versprechungen und Abhängigkeiten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,446922,00.html

    So, das muss als Hintergrundinformation und an weiteren Informationsmöglichkeiten reichen. Ich werde weder darüber diskutieren (s. o.) - da helfen auch nicht die üblichen Beschimpfungen und Provokationen, noch einen eigenen Artikel darüber schreiben - es gibt schon genügend hervorragend recherchierte Artikel über das Thema.

  12. Frank, 39

    am 31. Oktober 2009 um 11:41 Uhr | Link | Kommentar melden

    Vielen Dank, Herr Kipp,
    für ihren interessanten und spannenden Artikel. Auch mir sind diese Beispiele bekannt. Es gibt dazu eine gute Dokumentation: ‘Die Angstindustrie - Warum wir Risiken maßlos überschätzen’. Sie lief vor drei Jahren im, man höre und staune, Öffentlich-Rechtlichen. In Deutschland verbreiten mittlerweile Kampagnen-Konzerne wie GREENPEACE (diese Organisation sollte sich ehrlicherweise GREENWAR nennen), BUND, GERMANWATCH und auch die Kirchen (als Mutter der segensreichen Abzocke durch Angstkampagnen) ihr geistiges Gift. Da werden Chancen von Technologien und Erfindungen kleingeredet und vermeintliche Risiken aufgeblasen und seine sie noch so gering. Beispiel ist die grüne Gentechnik. Für deren Entwicklung erhielt Norman Borlaug den Friedensnobelpreis, weil dadurch Millionen Menschen vor dem Hungertod bewahrt und Anbauflächen nicht in dem Maße ausgeweitet werden mussten, wie das mit den veralteten, aber traditionellen Methoden möglich gewesen wäre. Leider findet diese Leistung in deutschen (gleichgeschaltet-ignoranten) Medien keine Erwähnung.
    Um so wichtiger sind Beiträge wie der Ihre hier an dieser Stelle. Er ist wie alle ihre Veröffentlichungen, die ich bisher gelesen habe, von großer Sachkenntnis geprägt (anders als viele andere Einlassungen zu diesen Themen). Machen Sie einfach weiter. Ich freue mich schon auf weitere Beiträge von Ihnen.

    Leider

  13. Thorsten

    am 31. Oktober 2009 um 12:40 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Bibliothekar

    Ist es die Methode generell oder nur die Vermarktung der grünen Gentechnik, die Ihnen gegen den Strich geht?

    Beides! BT-Präparate sind problematisch, weil sich deren Wirkung entgegen aller Verlautbarungen der Gen-tech-Industrie eben nicht auf eine species eingrenzen lassen.

    So sind BT-Wirkstoffe z.B. im Forst verboten. Früher wuren sie dort bei Eichenwickler- und Frostspannerkalamitäten eingesetzt. Laut Herrn Kipp wirken sie nur gegen Maiszünsler — wie kann das sein —.

    Der Maiszünsler ist keine unabwenbare Plage, er ist Folge der großindustriellen Landwirtschaft mit unzureichenden Fruchtfolgen, ect., ähnlich dem Borkenkäfer in Fichtenmonokulturen. Herr Kipp, warum plädieren Sie nicht für den Anbau von borkenkäferresistenten BT-Fichten?

    Wir sollten nicht an den Symptomen herumdoktern Herr Kipp, sondern an den Ursachen!

  14. Rudolf Kipp

    am 31. Oktober 2009 um 13:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Frank 39

    Vielen Dank für das Lob. Die von Ihnen angesprochene Dokumentation habe ich damals auch gesehen. Besonders der Auftritt von Professor Krämer hatte mir sehr gut gefallen. Sein Buch Die Panik-Macher.
    habe ich mir direkt im Anschluss an die Sendung gekauft.

    Da werden Chancen von Technologien und Erfindungen kleingeredet und vermeintliche Risiken aufgeblasen und seine sie noch so gering.

    Völlig richtig. So lange wir keine vernünftige Risikoabschätzung vornehmen, also Chancen und Risiken miteinander verrechnen, können wir keine vernünftigen Entscheidungen für die Zukunft treffen.

  15. Rudolf Kipp

    am 31. Oktober 2009 um 13:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Thorsten

    …warum plädieren Sie nicht für den Anbau von borkenkäferresistenten BT-Fichten?

    Wenn es die gäbe und deren Unbedenklichkeit geprüft wäre würde ich das vermutlich tun.

    Für das Problem des Maiszünslers gibt es Lösungen, die diese Kriterien erfüllen. Und für die setze ich mich ein. neben bei bemerkt: Eine effektive Schädlingsbekämpfung, die ganz ohne den Einsatz von Pestiziden auskommt müsste doch eigentlich auch in ihrem Sinne sein, oder?

  16. Michael Meinel

    am 31. Oktober 2009 um 14:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    Noch ein kurzer Nachtrag, Herr Kipp!

    Da es Ihnen ja so viel Spaß macht alles Böse in der Welt, insbesondere für die durch sie beschworene Technologiefeindlichkeit drohende Apokalypse, alles was irgendwie in Ihren Augen Grün erscheinen mag, verantwortlich zu machen, seien es in diesem Fall auch die konservativen Bauernverbände, die Kirchen, sowie Linke und was sonst noch in die große Schublade passt, möchte ich zu Ihrer Aussage, dass “Vertreter dieser Gruppen sich selten um die Belange der Landwirte kümmern und meist noch weniger davon verstehen” anmerken, dass die bis zuletzt amtierende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Landwirtin und Agraringenieurin Ulrike Höfken war: http://www.ulrike-hoefken.de/cms/ueber_mich/rubrik/2/2757.ueber_mich.html

    Die Grünen waren die einzigen, die zu den aktuellen Probleme der Landwirte dezidierte Aussagen gemacht haben und eine verbindlich Unterstützung der Milchbauern formuliert haben. Dies können Sie gerne in den Programmen nachlesen. Der einzige Landwirt, der Direktkandidat der FDP war, konnte sich in diesen Fragen nur von seiner Partei distanzieren.

    Dies ist nur ein Punkt, bei dem Sie oftmals polemische Behauptungen aufstellen, die sich bei näherem Hinsehen als falsch, weil ggf. schlecht recherchiert herausstellen. Der aufgeklärte, verständige Leser dürfte dies aber schnell erkennen.

  17. Rudolf Kipp

    am 31. Oktober 2009 um 15:21 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Thorsten

    So sind BT-Wirkstoffe z.B. im Forst verboten. Früher wuren sie dort bei Eichenwickler- und Frostspannerkalamitäten eingesetzt. Laut Herrn Kipp wirken sie nur gegen Maiszünsler — wie kann das sein

    Das BT-Toxin wirkt, wie ich in meinem Text geschrieben habe, gegen verschiedene Arten von Insekten. Unter anderem auch gegen Nützlinge. Deshalb ist es im Forst wohl verboten. Im Biolandbau ist es erlaubt. Baut man das Gen von B. thuringiensis in eine Maispflanze ein, so schadet es nur solchen Insekten, die den Mais auch fressen, also den Schädlingen. Das steht übrigens auch alles im Text. Einfach mal lesen…

  18. Gary7

    am 31. Oktober 2009 um 17:13 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ieh, hier stinkt es nach Monsanto Leuten.

  19. Günther Vennecke

    am 31. Oktober 2009 um 18:35 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Bibliothekar,

    “… gegen den Autoren [Kipp], dieses sehr guten und interessanten Artikels …”

    Der Herr Kipp kann den größten Unsinn schreiben - und in der Regel tut er das auch - Sie finden es immer “gut und interessant”.

    His Master’s voice -Ihre unterwürfige Lobhudelei ist schon ziemlich peinlich, aber für einen AGW-Zyniker ganz normal, da diese eigenständiges Denken schon vor geraumer Zeit abgeschaltet haben und nur noch das nachplappern, was ihnen von ihrer Seite vorgekaut serviert wird.

  20. Bibliothekar

    am 31. Oktober 2009 um 20:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Meinel

    Unter der aktuellen europäischen und besonders der deutschen Gesetzgebung zur Grünen Gentechnik, würde ich mich als Landwirt auch nicht für deren Einsatz entscheiden. Die Hindernisse und gesetzlichen Unwägbarkeiten sind einfach zu groß.

    Die alten schon x-mal diskutierten Stories über die Schandtaten der Grünen Gentechnik, zum Beispiel in Indien, können Sie in Ihrer Schublade lassen. Das hat mit ernsthafter Diskussion nun nichts mehr zu tun. Da könnte man ebenso Greenpeace zu einer wissenschaftlichen Instanz hochstufen.

  21. Guillaume

    am 1. November 2009 um 08:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wie immer an dieser Stelle, wird das unwesentliche und nebensächliche mit Inbrunst diskutiert.

    Meine Fragen wären wie folgt:

    1. Wie viel Nahrungsmittel/ Rohstoffe müssen in Deutschland überhaupt produziert werden?

    2. Ist Maisanbau, sind Monokulturen ( unter anderem zur Herstellung von sinnfreiem sog. Biodiesel aus Raps ) sinnvoll und notwendig?

    3. Inwieweit wird das Essverhalten der Deutschen auf Gesundheit und Nachhaltigkeit überprüft und positiv, z.b. durch neutrale Aufklärung beeinflusst?

    4.Ist Gentechnologie sind Chemiekeulen (s.o.) überhaupt notwendig.

    Wenn es die Politik schaffen würde sich ein neutrales Bild zu machen, d.h. ohne Chemie oder Grünen Lobby, wäre den Bauern und allen Menschen in diesem Lande geholfen.

    So wird aber nur versucht rhetorisch zu argumentieren, jeder mit einem Körnchen Wahrheit ohne an das große Ganze zu denken.

    Zeitgeist? Die ” Ich ” AG ler unter sich ?

  22. Bibliothekar

    am 1. November 2009 um 21:39 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Vennecke

    Ihr Kommentar zerschmettert mich am Boden. Sie haben gewonnen und ich werde mich aus dem nächsten Kellerfenster stürzen oder besser ein Kilo Gendreck essen und in wilden Zuckungen elendig verscheiden.
    Sie aber werden in Ihrer schwarzen Liste einen (hoffentlich dicken) Strich mit dem Lineal zeichnen und Ihren Schülern den Sieg über das Böse verkünden.
    Sie sind eben ein Held, ein Maulheld eben.

Einen Kommentar schreiben

Kommentare für diesen Artikel als RSS-Feed abonnieren.

Hinweis: Alle Kommentare werden moderiert und müssen freigeschaltet werden.

Erlaubte Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>

Als Kommentator akzeptieren Sie die Teilnahmebedingungen der Readers Edition.