…dann hätte die US-Armee ihren Vorsprung gegenüber anderen Streitkräften noch weiter ausgebaut. Dem britsichen Journalisten Jon Ronson zufogle, existiert(e) ein Programm des Pentagons, dass sich mit der Anwendung paranormaler Fähigkeiten in miltitärischen Operationen befasst. Dringt man tiefer in die Materie ein, so stößt man zwangsläufig auf den Namen Jim Channon.
LtCol Jim Channon war im Auftrag des US-Militärs in Vietnam “tätig” und kompensierte seine Eindrücke danach mit spiritueller Sinnsuche. Er spielte mit dem Gedanken, ein ‘First Earth Batallion’ zu gründen, eine Einheit, die sich auf völlig neue Aspekte der Kriegsführung konzentierte. Laut Ronson extistierte ein Konzept, in welchem Channon in den 70ern seine Vorstellungen von dieser New-Age-Armee konkretisierte. Unter anderem gehörte zur Grund-Kampfausrüstung des Mentalsoldaten ein Beutel mit Ginsengwurzeln, denen die Chinesen heilende Wirkung zusprechen, Wünschelruten, Lebensmittel, welche die Nachtsichtfähigkeit erhöhen und Lautsprecher, die automatisch einheimische Musik und Worte des Friedens erklingen lassen.
Statt direkt das Feuer zu eröffnen, sollten die Soldaten erstmal versuchen, die Herzen ihrer Gegner zu erobern – und zwar ausschließlich auf symbolische Weise. Dazu würde man sich niedlicher Tiere, wie Lämmer oder Hundewelpen bedienen, oder dem Feind mit freudestrahlenden Augen gegenübertreten. Sollte das alles nichts helfen (und man, nach der “automatisierten Umarmung”, selbst noch am Leben sein), dürfe man unkonventionelle, nicht tödliche Waffen verwenden, um die Interessen des amerikanischen Volkes durchzusetzen. Meditation und Yoga würde den Kriegsmönchen, wie Channon sie nannte, eine bessere Selbstbeherrschung verleihen die sogar soweit gehen soll, bei Bedarf den Herzschlag auszusetzen, ohne Schäden davonzutragen. Ronson verschweigt, ob man den naheliegenden Schritt in Betracht gezogen hat, auf dem Schlachtfeld Teletubbie-Uniformen zu tragen, um die Friedfertigkeit auf ein aufdringliches Maximum zu steigern.
Aktualität gewinnt das Thema durch den Film “The Men who stare at goats” (“Männer, die auf Ziegen starren“), der gestern in den amerikanischen Kinos anlief. Angesichts der Problematik handelt es sich selbstverständlich um eine Komödie, die unter anderem mit George Clooney (“Ocean´s Eleven”) und einem hervorragend besetzten Jeff Bridges (”The Big Lebowsky”) umgesetzt wurde.
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