Zwei Jahre ist es her, dass das iPhone den Mobilfunkmarkt revolutionierte. Inzwischen sind Smartphones massentauglich geworden und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Warum? Weil sie (fast) alles können und dabei schick aussehen.
Startschuss fiel 2007
Am 9. November 2007 war es soweit: Das iPhone feierte in Deutschland Premiere. Pünktlich um 00:01 Uhr öffnete der T-Punkt in Köln exklusiv seine Pforten und erste Käufer drängten in die Filiale, um ein Modell des begehrten Hightech-Handys zumergattern. Inzwischen hat das iPhone den Smartphonemarkt gehörig in Bewegung gebracht und das nicht ohne Grund: Das Gerät aus der Apple-Schmiede war das erste Smartphone, das nicht nur über Mediaplayer, Kamera, Spiele und Internetanbindung verfügte, sondern als Lifestyle-Accessoire auch konsequent auf die intuitive Finger-Bedienung eines Touchscreens setzte. Klar, dass nach dem großen Erfolg die Konkurrenz nicht lange auf sich warten ließ.
Computer für die Hosentasche
Seither erfreuen sich Smartphones zunehmender Beliebtheit, weil sie das Leben eines Jeden einfacher machen können. Sie erkennen das Lieblingslied im Radio, lotsen durch die Stadt, dienen als Wasserwaage und sagen ihrem Besitzer, wo er am günstigsten einkaufen kann. Selbstverständlich kann man mit den Minicomputern auch fotografieren, im Internet surfen und telefonieren. Kein Wunder also, dass die Verkaufszahlen von iPhone, Hero, Pulse und Co in die Höhe schießen – Wirtschaftskrise hin oder her. Die amerikanischen Marktforscher von Forward Concepts gehen davon aus, dass der Absatz von Smartphones in diesem Jahr weltweit um 13 Prozent auf 164 Millionen verkaufte Geräte steigen wird. Ab 2010 erwarten die Forscher sogar eine jährliche Wachstumsrate von durchschnittlich 22 Prozent.
Smartphones altern nicht
Allen Smartphones gemeinsam ist, dass sie über ein eigenes Betriebssystem verfügen. Dadurch gleichen sie eher einem kleinen Computer als einem Telefon. Für den Nutzer hat das einen entscheidenden Vorteil: Er kann sein Smartphone nach Belieben um zusätzliche Funktionen erweitern und das Gerät so speziell an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Das Zauberwort heißt „Apps“. Apps ist die Abkürzung für Applikationen (deutsch: Anwendungen), und dahinter verbergen sich kleine Programme, die der Nutzer sich ganz einfach via Internet auf sein Handy laden kann. Allein im Online-Shop „App Store“ von Apple finden sich über 100.000 dieser vielfach kostenlosen Anwendungen – von Gehirnjogging-Spielen, über Programme, die das iPhone zum Internetradio machen, bis hin zum Taxiruf mit automatischer Ermittlung der Fahrtkosten. Und sogar der Papst bietet inzwischen eine eigenes App an: Wer die Anwendung von der Seite www.pope2you.net herunter lädt, erhält regelmäßig neueste Nachrichten aus der Kirchenwelt. Aber nicht nur Apps lassen sich per Luftschnittstelle auf das Smartphone laden, sondern auch ganze Betriebssysteme. Statt sich beispielsweise das neue iPhone 3G S zu kaufen, können sich Besitzer des Vorgänger-Modells das neue Betriebssystem mit rund einhundert neuen Funktionen und Anwendungen auf ihr Smartphone laden. Auf diese Weise entwickelt sich das Gerät ständig weiter und ist – zumindest was die Software angeht – quasi alterslos.
Kampf der Betriebssysteme
Während das iPhone und viele andere Smartphones mit Betriebssystemen von Apple, Nokia, Palm oder Microsoft laufen, begann mit dem G1 von T-Mobile Anfang 2009 die neue Ära der so genannten „Google-Handys“. Diese basieren auf dem Betriebssystem Android, das von Google initiiert wurde. Das Besondere hierbei: Android ist offen. Das heißt, der Programmcode ist für Entwickler einsehbar und veränderbar. Jeder Hersteller kann Android nutzen, ohne dafür – wie sonst üblich – Lizenzgebühren zu zahlen. Zur Freude der Nutzer. Denn das wirkt sich letztlich auch auf den Endpreis des Gerätes aus.
Die Evolution des Smartphones geht weiter
Es gibt zwei große Trends in der Medienwelt, die alle anderen in den Schatten stellen: Konvergenz und Fragementierung. Für beide Trends sind Smartphones bestens gerüstet. Übers Smartphone kann ich im Internet surfen, mir Filme ansehen oder meine Mails bearbeiten. Ich kann außerdem meine sozialen Netzwerke (Facebook, Twitter & Co.) mobilisieren, weil ich meine Accounts jederzeit und überall pflegen kann. Und ich habe ein Gerät, das ich modular auf meine Bedürfnisse zuschneiden kann.
Neue Modelle, Applikationen und Übertragungswege werden auch in Zukunft den Markt für Smartphones in Bewegung halten. Doch sicher ist: Smartphones sind als mobile Alleskönner aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ihnen gehört die Zukunft.
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