Internet wegen Schweinegrippe sperren?

Gruppe Piratenpartei: “Die Schweinegrippe bedroht nach Ansicht von US-Behörden nun auch das Internet. Das U.S. General Accountability Office will das Internet in den USA im Falle einer Pandemie drosseln oder stark besuchte Seiten sogar sperren lassen. Begründung: Wenn zu viele Kranke im Net surfen, bricht es zusammen. Durchführen soll die

Gruppe Piratenpartei: “Die Schweinegrippe bedroht nach Ansicht von US-Behörden nun auch das Internet. Das U.S. General Accountability Office will das Internet in den USA im Falle einer Pandemie drosseln oder stark besuchte Seiten sogar sperren lassen. Begründung: Wenn zu viele Kranke im Net surfen, bricht es zusammen. Durchführen soll die Aktion die Heimatschutzbehörde”, lautete die Nachricht am gestrigen Montag auf mmnews.de. Die StudiVZler diskutieren die Botschaft.

Etwas irritiert zeigt sich der Finder dieser Meldung. Ist das ein Witz oder könnte das wirklich ernst gemeint sein? Der VZ-Nutzer ist sich nicht wirklich sicher. Er schreibt aber: “(…) wenn man sich das so durchliest, die könnten das wirklich ernst meinen!” Sein Mit-Diskutant meint hierauf: “Da sollten die Anbieter sich mal Gedanken machen. Wenn die schon Angst vor ner Epidemie haben, wieviel Angst müssen die dann vor einer Zukunft haben in der nicht nur 10% der Menschen täglich online sind, sondern 95% der Menschen in der westlichen Welt, weil das Internet in den nächsten 50 Jahren zum Dreh- Angelpunkt großer Teile der Wirtschaft, des Verkaufs, der Bildung und der Unterhaltung. Ich persönlich find mich ja hier schon eingeschränkt, weil bisher zu meinem Haus keine Kabel gelegt sind die mehr als eine 6k DSL Verbindung ermöglichen.” Ein Problem in der Aktion sieht er indessen weniger. Gerade mit Blick auf eine potentiell eingeschränkte Handlungsfähigkeit der Broker wirft er ein: “(…) wenn die miserablen Pokerspieler hier mal eine paar Tage nicht russisch Roulette spielen können, dann haben wir vllt wieder ein eplosionsartiges Wirtschaftswachstum.”

Ein Dritter in der Runde klärt darüber auf, wie einfach es für die USA eigentlich ist, das Internet weltweit lahmzulegen: “”Die Abschaltung funktioniert relativ simpel. Das Internet hat einen Flaschenhals und dieses nennt sich DNS-System. Jede Adresseingabe im Browser startet eine DNS-Kaskade über die die IP zu einer Adresse herausgefunden wird. Das gesamte Internet wird lediglich von 12 (meine letzte Info) DNS Rootservern gesteuert. Die Position dieser Server ist geheim, jedoch stehen die meisten in den Staaten (ich meine 8 von 12). Schaltet Amerika nun diese 8 ab, bricht der Datenstrom im Internet zusammen, weil die 4 übrigen die Anfragen nicht mehr bearbeiten können. Server wären danach nur noch über direkte IP erreichbar. Klar kann man diesen Umstand beheben, jedoch braucht das Zeit.” Ebenso mit einzubeziehen sei hier die Tatsache, dass das Internet durch eine einzige Tiefseeleitung von Amerika aus koordiniert werde – durch die so genannten ICANN-Server. Würden die abgeschaltet werden, sei das Internet aus.

Doch die USA, gehe sogar noch weiter. Ein StudiVZler verweist auf einen Artikel aus der Süddeutschen. Der Titel: “Netzaufsicht wird internationaler“. Kontrolle über die Privatwirtschaft? Wie solle das bitte funktionieren?

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