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	<title>Comments on: Scheitern als Karrieresprungbrett</title>
	<link>http://www.readers-edition.de/2009/11/10/scheitern-als-karrieresprungbrett/</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 22:08:21 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>by: Jan van Winried</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/11/10/scheitern-als-karrieresprungbrett/#comment-339473</link>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 15:12:36 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2009/11/10/scheitern-als-karrieresprungbrett/#comment-339473</guid>
					<description>Die gro&#223;e Freiheit - was f&#252;r ein d&#252;mmliches Medienspektakel. Freiheit war sozusagen der rote Faden, an dem die gestrige Veranstaltung aufgekn&#252;pft wurde. Nur nicht in die Tiefe gehen - schlie&#223;lich ging es den Ossis doch nur um die Freiheit, k&#252;nftig der D-Mark hinterherjagen zu m&#252;ssen. Die FDP muss f&#252;r diese Volksverbl&#246;dung Regie gef&#252;hrt haben - so inhaltsfrei wie das Ganze ausgerichtet war.

Ging es nicht auch um Menschenw&#252;rde, das Wir, Gerechtigkeit und die Freiheit, sich entfalten zu d&#252;rfen? Diese Inhalte wurden in Kommunikation und Dialog vermieden. Das w&#228;re auch peinlich geworden. Die Konsequenz h&#228;tte dann nur sein k&#246;nnen: Wir sind das Volk und m&#252;ssen wieder auf die Stra&#223;e!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die gro&#223;e Freiheit - was f&#252;r ein d&#252;mmliches Medienspektakel. Freiheit war sozusagen der rote Faden, an dem die gestrige Veranstaltung aufgekn&#252;pft wurde. Nur nicht in die Tiefe gehen - schlie&#223;lich ging es den Ossis doch nur um die Freiheit, k&#252;nftig der D-Mark hinterherjagen zu m&#252;ssen. Die FDP muss f&#252;r diese Volksverbl&#246;dung Regie gef&#252;hrt haben - so inhaltsfrei wie das Ganze ausgerichtet war.</p>
<p>Ging es nicht auch um Menschenw&#252;rde, das Wir, Gerechtigkeit und die Freiheit, sich entfalten zu d&#252;rfen? Diese Inhalte wurden in Kommunikation und Dialog vermieden. Das w&#228;re auch peinlich geworden. Die Konsequenz h&#228;tte dann nur sein k&#246;nnen: Wir sind das Volk und m&#252;ssen wieder auf die Stra&#223;e!
</p>
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	<item>
		<title>by: ppq</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/11/10/scheitern-als-karrieresprungbrett/#comment-339471</link>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 15:04:42 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2009/11/10/scheitern-als-karrieresprungbrett/#comment-339471</guid>
					<description>Auch interessant: 
 Nach Recherchen der beiden Luftfahrtspezialisten Stefan B&#252;ttner und Martin Ebert war bereits ab dem 7. Dezember 1988 klar, dass die DDR keine Zukunft haben w&#252;rde. Auf der UN-Vollversammlung in New York hatte der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow damals eine Abr&#252;stungsinitiative verk&#252;ndet. Die Sowjetunion habe beschlossen, ihre Truppen bis 1991 um 500 000 Mann zu verringern. Dazu w&#252;rden sechs Panzerdivisionen aus der DDR, der CSSR und Ungarn abgezogen und aufgel&#246;st. 

Die erste Reaktion des sowjetischen Milit&#228;rs erfolgte prompt: Der Stabschef der Streitkr&#228;fte trat zur&#252;ck. Walentin Falin, Au&#223;enpolitik-Chef der KPdSU, erl&#228;uterte, Gorbatschows Ank&#252;ndigung bedeute, dass &quot;die UdSSR beabsichtigt, sich aus Mittel- und Osteuropa zur&#252;ckzuziehen&quot;. Nach Ansicht von Ebert und B&#252;ttner musste sie das tun, weil das Imperium seine Auslandsstandorte einfach nicht mehr unterhalten konnte. 

Mit niemandem hatten Gorbatschow und seine Berater vorher gesprochen, erst eine Stunde vor der Rede des Generalsekret&#228;rs erhielten die Verb&#252;ndeten Kopien des Redetextes. Die DDR-F&#252;hrung muss konsterniert von der neuen Lage gewesen sein. In den folgenden Monaten versuchte das MfS, Informationen &#252;ber die langfristigen Planungen der Sowjets zu erhalten. In einem Geheim-Papier hei&#223;t es im Sommer 1989, &quot;dass die in der DDR stationierten sowjetischen Streitkr&#228;fte&quot; nach inoffiziellen Informationen &quot;bis 1995 in die Sowjetunion zur&#252;ckgef&#252;hrt&quot; w&#252;rden. Sp&#228;testens dann, das muss dem Politb&#252;ro der SED klar gewesen sein, w&#252;rde es die DDR der Vergangenheit nicht mehr geben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch interessant:<br />
 Nach Recherchen der beiden Luftfahrtspezialisten Stefan B&#252;ttner und Martin Ebert war bereits ab dem 7. Dezember 1988 klar, dass die DDR keine Zukunft haben w&#252;rde. Auf der UN-Vollversammlung in New York hatte der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow damals eine Abr&#252;stungsinitiative verk&#252;ndet. Die Sowjetunion habe beschlossen, ihre Truppen bis 1991 um 500 000 Mann zu verringern. Dazu w&#252;rden sechs Panzerdivisionen aus der DDR, der CSSR und Ungarn abgezogen und aufgel&#246;st. </p>
<p>Die erste Reaktion des sowjetischen Milit&#228;rs erfolgte prompt: Der Stabschef der Streitkr&#228;fte trat zur&#252;ck. Walentin Falin, Au&#223;enpolitik-Chef der KPdSU, erl&#228;uterte, Gorbatschows Ank&#252;ndigung bedeute, dass &#8220;die UdSSR beabsichtigt, sich aus Mittel- und Osteuropa zur&#252;ckzuziehen&#8221;. Nach Ansicht von Ebert und B&#252;ttner musste sie das tun, weil das Imperium seine Auslandsstandorte einfach nicht mehr unterhalten konnte. </p>
<p>Mit niemandem hatten Gorbatschow und seine Berater vorher gesprochen, erst eine Stunde vor der Rede des Generalsekret&#228;rs erhielten die Verb&#252;ndeten Kopien des Redetextes. Die DDR-F&#252;hrung muss konsterniert von der neuen Lage gewesen sein. In den folgenden Monaten versuchte das MfS, Informationen &#252;ber die langfristigen Planungen der Sowjets zu erhalten. In einem Geheim-Papier hei&#223;t es im Sommer 1989, &#8220;dass die in der DDR stationierten sowjetischen Streitkr&#228;fte&#8221; nach inoffiziellen Informationen &#8220;bis 1995 in die Sowjetunion zur&#252;ckgef&#252;hrt&#8221; w&#252;rden. Sp&#228;testens dann, das muss dem Politb&#252;ro der SED klar gewesen sein, w&#252;rde es die DDR der Vergangenheit nicht mehr geben.
</p>
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	<item>
		<title>by: ppq</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/11/10/scheitern-als-karrieresprungbrett/#comment-339458</link>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 13:20:09 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2009/11/10/scheitern-als-karrieresprungbrett/#comment-339458</guid>
					<description>Gorbatschow hat die Ver&#228;nderungen in der SU aber doch nicht eingeleitet, um den Sozialismus abzuschaffen, sondern um ihn neu zu erfinden. Sein Ziel war, die Sowjetunion und mit ihr das gesamte soz. Lager st&#228;rker zu machen, nicht die Mauer umzuwerfen.

Die milit&#228;rische R&#252;ckendeckung verweigern musste er gar nicht, weil er schon viel fr&#252;her mitgeteilt hatte, dass ein milit&#228;risches Eingreifen der Sowjettruppen nicht mehr denkbar sei. Das war der damals gefeierte &quot;Abschied von der Breshnew-Doktin&quot;, die nur eingeschr&#228;nkte Souver&#228;nit&#228;t der Satellitenstaaten vorsah.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gorbatschow hat die Ver&#228;nderungen in der SU aber doch nicht eingeleitet, um den Sozialismus abzuschaffen, sondern um ihn neu zu erfinden. Sein Ziel war, die Sowjetunion und mit ihr das gesamte soz. Lager st&#228;rker zu machen, nicht die Mauer umzuwerfen.</p>
<p>Die milit&#228;rische R&#252;ckendeckung verweigern musste er gar nicht, weil er schon viel fr&#252;her mitgeteilt hatte, dass ein milit&#228;risches Eingreifen der Sowjettruppen nicht mehr denkbar sei. Das war der damals gefeierte &#8220;Abschied von der Breshnew-Doktin&#8221;, die nur eingeschr&#228;nkte Souver&#228;nit&#228;t der Satellitenstaaten vorsah.
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	<item>
		<title>by: Rolf Ehlers</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/11/10/scheitern-als-karrieresprungbrett/#comment-339447</link>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 11:23:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.readers-edition.de/2009/11/10/scheitern-als-karrieresprungbrett/#comment-339447</guid>
					<description>Gorbatscho hat aber doch dem Politb&#252;ro die milit&#228;rische R&#252;ckendeckung f&#252;r ein Vorgehen gegen die Demonstanten verweigert, wenn ich mich an die damaligen Informationen richtig erinnere! Und Perestrioka und Glasnost waren auch keine hehren sozialistischen Prizipien.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gorbatscho hat aber doch dem Politb&#252;ro die milit&#228;rische R&#252;ckendeckung f&#252;r ein Vorgehen gegen die Demonstanten verweigert, wenn ich mich an die damaligen Informationen richtig erinnere! Und Perestrioka und Glasnost waren auch keine hehren sozialistischen Prizipien.
</p>
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