“No results for unibrennt” – Ein Lesetipp

In Wiener Audimax hat der Studentenprotest diesmal begonnen und dank Facebook weite Kreise auch hier auf der Readers Edition gezogen. “Die Uni brennt!” ist zum Schlachtruf des Herbstes geworden, der mittlerweile an zahlreichen deutschen Universitäten angekommen ist. Am 17. November ist auch in Deutschland ein bundesweiter Bildungsstreik geplant. Bis zum

unibwe.jpgIn Wiener Audimax hat der Studentenprotest diesmal begonnen und dank Facebook weite Kreise auch hier auf der Readers Edition gezogen. “Die Uni brennt!” ist zum Schlachtruf des Herbstes geworden, der mittlerweile an zahlreichen deutschen Universitäten angekommen ist. Am 17. November ist auch in Deutschland ein bundesweiter Bildungsstreik geplant. Bis zum 10. Dezember soll es Aktionen geben. Doch werden diese erfolgreich sein? Matthias Schwenk hat da so seine Zweifel.

“No results for unibrennt ilmenau” ist heute im Buschfunk des sozialen Netzwerks StudiVZ zu lesen und bestätigt damit wohl die These des Carta-Autors, der titelt: “Bildungsstreik analog statt digital: Studenten sind nicht über das Web zu mobilisieren”. Denn besetzte Hörsäle sind das eine, Aktivitäten im Internet das andere. Überraschend wenig sei hier zu finden und so lautet seine Frage: “Verstehen die ‘Digital Natives’ das Social Web nicht mehr?”

Kein gezielter Einsatz des Netzes

Mit Sorge beobachtet er das Geschehen auf Twitter und Co. Die Protestaktionen an den Universtitäten nehmen stetig zu, doch der gezielte Einsatz des Netzes ist nicht zu erkennen. Es sind zu wenige, die auf virtuellem Wege mobilisiert werden, ist er überzeugt. Manche Räumung etwa, hätte durch starke Präsenz sicher verhindert werden können. Gerade Twitter, sicherlich das schnellste Medium derzeit, werde hierfür kaum genutzt.

Werdet selbst aktiv!

Sein Urteil fällt daher ernüchternd aus: “Obwohl die Studenten von heute oft als ‘Digital Natives’ gesehen und ihnen daher eine hohe Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet zugeschrieben wird, zeigen die aktuellen Vorgänge rund um den Bildungsstreik im Grunde fast das Gegenteil. Die Studenten koordinieren sich ganz überwiegend offline und führen Blogs, Twitter und Fanseiten auf StudiVZ bzw. Facebook nur nebenher.” Viel zu lange werde sich etwa mit Pressetexten aufgehalten, Livestreams liefen ins Leere. Überhaupt sei das Schielen auf das “Vorbild” Presse hier fehl am Platz. Es gelte selbst Öffentlichkeit über das Internet zu schaffen, User direkt anzusprechen. Er fordert auf, selbst aktiv zu werden: filmen, fotografieren, schreiben und anschließend in die Welt hinaus tragen, sollte das Gebot der Stunde lauten.

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