Robert Enke – “Ganz Deutschland nimmt Abschied”

Gruppe “R.I.P. Robert Enke 10.11.09 – Ganz Deutschland nimmt Abschied”: Mit Fassungslosigkeit und tiefster Erschütterung wurde am vergangenen Dienstag die Nachricht vom Tod des Fußballspielers Robert Enke aufgenommen. Seitdem beherrschen die Tragödie als auch die Hintergründe die Medienlandschaft. Die Anteilnahme ist auch im sozialen Netzwerk StudiVZ/meinVZ gigantisch. 300 “Treffer” ergab

Gruppe “R.I.P. Robert Enke 10.11.09 – Ganz Deutschland nimmt Abschied”: Mit Fassungslosigkeit und tiefster Erschütterung wurde am vergangenen Dienstag die Nachricht vom Tod des Fußballspielers Robert Enke aufgenommen. Seitdem beherrschen die Tragödie als auch die Hintergründe die Medienlandschaft. Die Anteilnahme ist auch im sozialen Netzwerk StudiVZ/meinVZ gigantisch. 300 “Treffer” ergab die Suche nach entsprechenden Gruppen. Die größte unter ihnen ist “R.I.P. Robert Enke 10.11.09 – Ganz Deutschland nimmt Abschied”, noch am 10. November gegründent wurde und derzeit fast 70.000 Mitglieder zählt (Stand 13.40 Uhr).

“Ganz Deutschland bedankt sich bei Robert Enke und bedauert es zu tiefst, dass ein solch klasse Mensch von uns gegangen ist. Ganz besonders sind wir in Gedanken bei Roberts Familie. Auch tut es mir sehr leid für seinen letzten Verein Hannover 96, denen wir alle eine gute Erholungsphase von solch einer Schicksalsmeldung wünschen. R.I.P. Robert”, ist in der Gruppenbeschreibung zu lesen.

Auch hier werden die Mitglieder aufgefordert “Flagge zu zeigen” und sich mit dem Profilbild von Robert Enke zu vernetzen. Darüber hinaus gibt es einen Hinweis auf ein elektronisches Kondolenzbuch, das unter enke1.de zu erreichen ist. Zehn Threads wurden mittlerweile eröffnet. Die VZ-Nutzer möchten Beileidskarten an die Familie und den Verein senden, sie rätseln darüber, ob der Selbstmord eher als Hilferuf gewertet werden sollte, philosophieren über “Schuld” und auch darüber, welche Rolle der DFB innerhalb dieses Unglücks gespielt haben mag. Einige Themen erreichen bereits jetzt Top-Prioritäten. So sind am Mittag fast 1100 Wortmeldungen unter dem Stichwort “Kondolenz” zu finden, 218 Kommentare sind unter “Die etwas andere Meinung” zu lesen, an dritter Stelle steht das Thema “Beileidskarte” mit 128 Einträgen.

Der Sinn dieser Gruppe wird nach einigen verbalen “Ausfällen”, die es scheinbar gegeben hat, durch folgende Zeilen dargestellt: “Ich finde der Inhalt dieser Gruppe sollte sich darauf beschränken zu trauern, Erinnerungen zu sammeln, in einer großen Gruppe von Menschen die alle den gleichen Menschen bewundert haben und wollen, dass sein Angedenken erhalten bleibt.” Verurteilungen, da gehen zahlreiche Diskutanten mit der VZ-Nutzerin überein, seien hier fehl am Platze. “(…) niemand weiss was wirklich in ihm vorging…deswegen können wir uns alle auch nicht wirklich ein urteil darüber bilden”, schreibt ein Kommentator. Ein weiterer fügt hinzu: “also ich bin der gruppe in gedenken an robert enke beigetreten! und nicht um hier über das warum und ob es ok war oder nicht zu diskutieren! fakt ist er war ein herausragender sportler der auch viel für anderer getan hat!
den menschen robert enke kannten nur wenige und bevor hier einer schreibt es sei unverantwortlich was er getan hat sollte er sich mal bitte über die krankheit depression informieren! robert enke hat es durch seine sportlichen leistungen in die öffentlichkeit geschafft aber durch spenden hat er anderen menschen auch viel gegeben! wenn so ein mensch dann nur 2 tage nach einem bundesligaspiel als folge einer solchen krankheit sirbt ist es einfach nur richtig und menschlich anteilnahme zu zeigen und sich nicht darüber das maul zu zerreißen!!!”

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. verstehe die hysterie um den tod von robert enke nicht. tausende menschen in deutschland sterben jährlich an suizid. kaum jemand kümmert das.
    ist er der mensch, den uns jetzt presse und rundfunk verkaufen will.
    hat er jemals daran gedacht, was er demjenigen antut, den er zum werkzeug
    macht, um aus dem leben zu treten.