SPD – “Vergessen und Ignorieren”

Gruppe Die Linke: Euphorisch wurde die Rede von Sigmar Gabriel auf dem SPD-Parteitag in Dresden gefeiert. Andere sehen das Zusammentreffen der Sozialdemokraten als die “Chance für den Neuanfang”. Der Titel eines Threads in der Gruppe Die Linke strahlt jedoch ein anderes Bild aus. Er lautet: “Parteitag der SPD – Vergessen

Gruppe Die Linke: Euphorisch wurde die Rede von Sigmar Gabriel auf dem SPD-Parteitag in Dresden gefeiert. Andere sehen das Zusammentreffen der Sozialdemokraten als die “Chance für den Neuanfang”. Der Titel eines Threads in der Gruppe Die Linke strahlt jedoch ein anderes Bild aus. Er lautet: “Parteitag der SPD – Vergessen und Ignorieren der eigenen Geschichte”

Der Thread-Eröffner kann seinen Ärger kaum verbergen. Er schreibt: “Der dreitägige Parteitag der SPD ist vorbei. Was nimmt die SPD nach dem Debakel der Bundestagswahl als Erkenntnis mit? Scheinbar nicht viel. Trotz massiver Kritik von diversen Mitgliedern scheint die SPD an ihrer bisherigen Politik, die sie ins Tal gestürzt hat, weitestgehend festhalten zu wollen. Nicht anders sind ungeheuerliche Aussagen vom neuen Partei-Vize Klaus Wowereit zu deuten. Wowereit behauptete in einem Interview mit dem Sender Phoenix, dass die Agenda 2010 ja gar nicht so schlecht war. Auf den richtigen Einwand des Journalisten, dass viele Mitglieder der SPD sich lauthals über Hartz IV beschwert hätten und eine Abkehr forderten, behauptete Wowereit ernsthaft, dass Hartz IV gar nichts mit der Agenda 2010 zu tun gehabt hätte!
Herr Wowereit, Sie ignorieren Ihre eigene Geschichte! Hartz IV war und ist Kernbestandteil der Agenda 2010! Stehen Sie dazu und lernen Sie aus daraus!” Daneben kritisiert der VZ-Nutzer Folgendes: “Ein weiteres erstaunliches Ereignis stellt die geplante zukünftige Finanzpolitik der SPD dar. Die SPD fordert nun eine Vermögenssteuer und schärfere Regelungen für die Finanzmärkte. Die SPD tut so, als ob sie die vergangenen elf Jahre nicht den Bundesfinanzminister gestellt hätte. Das ist beinahe schon Geschichtsglättung. Wer hat denn die Finanzmärkte dereguliert, indem unkontrollierbare Hedge-Fonds zugelassen wurden? Wer hat in elf Jahren Regierung die Vermögenssteuer nicht wieder eingeführt? Das waren die Herren Eichel und Steinbrück!” Seine Hoffnung ruht nun auf der Opposition. Sie sei gefordert das zu tun, was die SPD “schon längst hätte durchsetzen können und müssen”.

Ganz so dramatisch mag das Ganze ein anderer VZ-Nutzer nicht sehen. Er sieht Handlungsbedarf eher an anderer Stelle und schreibt: “Lass die SPD mal machen… solange sie sich selber findet, kann sie keine vernünftige Oppositionspolitik machen. Allerdings vermisse ich von der Linken jetzt aber auch, dass sie den Raum mit Leben füllt, den die SPD zurückgelassen hat…Inhalte müssen her…” Hierauf wird später erwidert: “Nun ja, jetzt kann die SPD endlich versuchen, die bessere Linkspartei zu werden. Das Scheitern ist garantiert.
Die wirtschaftspolitische Vernunft hat sich mit dem Abgang eines Herrn Steinbrücks endgültig verabschiedet. Auf gehts, Oppositionelle, vereinigt euch! Wer das schönste linke Märchen erzählt, gewinnt! [Ich bitte etwaige Polemik zu entschuldigen ;-) ]” Ein Mit-Diskutant drückt es etwas härter aus: “Eine Partei, die sich um 180° dreht, sobald sie in die Opposition geht, ist einfach nicht glaubwürdig. Denn: Wer kann denn versichern, dass sie diesen Schwenk nicht wieder rückgängig macht, wenn sie wieder an der Macht ist? Ne, der SPD glaube ich kein Wort mehr.”

Kommentare

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  1. “Nun ja, jetzt kann die SPD endlich versuchen, die bessere Linkspartei zu werden. Das Scheitern ist garantiert. ”

    Das sind wahre Worte und genauso wird es kommen. Darauf freue ich mich schon jetzt, denn der endgültige Untergang der SPD bedeutet eine Stärkung der demokratischen Kräfte in unserem Lande.