Als hätte es noch eines Beweises dafür bedurft, wie weit weg die Illustrierte “Der Spiegel” inzwischen davon ist, ein “Nachrichtenmagazin” zu sein, lässt Linken-Chef Oskar Lafontaine gerade melden, dass er an Krebs erkrankt ist. Ein harter Schlag für den harten Hund aus dem Saarland, aber auch für die lüsternen Fantasten im Hamburger Spiegel-Hochhaus, die ihren Lesern gerade in eben noch nicht gerichtsverwertbaren Andeutungen bunt ausgemalt hatten, wie Lafontaine sich seit Jahren über die große, ranke Luxemburg-Reinkarnation Sarah Wagenknecht hermacht.
Nur wegen seiner “Affäre” (“Der Spiegel”) mit der Parteikollegin habe Lafontaine in den vergangenen Wochen mehrmals Änderungen an seiner politischen Karriereplanung vollzogen, ließ es das Blatt aus Hamburg nicht an Fantasie mangeln. Ehefrau Christa Müller habe dem Tunichtgut schließlich Beine gemacht und ihn zu häufigerer häuslicher Anwesenheit angehalten.
Dementiert wurde die schwiemelige “Spiegel”-Andeutung nicht. Sondern pulverisiert. Nein, es ist nicht Sex, sondern Krebs, Lafontaine hat keine Affäre, sondern eine angeschlagene Gesundheit, die eine “seit längerem geplante OP” erfordert. Die findet am Donnerstag statt, ab Anfang kommendes Jahres will der Arbeiterführer aus dem Saarland dann entscheiden, ob er noch einmal zurückkehrt auf die politische Bühne. Nach Berlin. Wo Sarah Wagenknecht sicher schon wartet – und vor ihrer Haustür im Gebüsch die Reporter aus Hamburg.
Quelle: politplatschquatsch.com
Deer Spiegel hat endgültig sein Niveau auf der Höhe der Bild und der Super-Illu gefunden. Solche vagen Berichte aus dem Privatleben wie die angebliche Affäre von Lafontaine mit Wagenknecht ohne jeden konkreten Bezugspunkt hat es früher nicht gegeben. Pfui Deibel!