Gruppe Die Linke: Am heutigen Dienstag greifen auch die StudiVZ-Nutzer den Beitrag des Spiegels über Oskar Lafontaine auf. Der Titel: “Der virtuelle Kandidat“. Seine Kandidatur für den Bundestag gerate nach Ansicht der Autoren derzeit in ein neues Licht. “Schon Anfang des Jahres galt sein Rückzug als Fraktionschef gleich nach der Bundestagswahl als ausgemachte Sache. Hat er seine Wähler getäuscht?” Die VZ-Nutzer diskutieren heftig über die Zeilen von Stefan Berg und Markus Deggerich.
Ein Kommentator meint: “Also dem Spiegel traue ich bei solchen Themen nicht weiter, als ich die Redakteure werfen könnte….als Ergänzung ist ja das Spiegel-Blog immer ganz gut.” Dort schreibt T. Engelbrecht: “Der SPIEGEL über Lafontaine: endgültig auf BUNTE Niveau angekommen“. Während die einen zweifeln – gerade auch mit Blick auf das Medium, in dem diese Zeilen erschienen sind -, fragen sich andere, ob nicht doch etwas an der Geschichte dran sein könnte. Vielleicht gibt es für seinen Rückzug jedoch auch ganz lapidare Gründe. Immerhin sei er über 60 Jahre alt. Mehr Zeit für die Familie wäre durchaus legitim.
Ein User ist sich jedenfalls sicher: “Der (…) hier so stolz verbreitete Artikel ist ein Sammelsurium an Gerüchten und Vermutungen. Konkretes sucht man da Vergebens.” Ein anderer sieht die Sache so: “Ich finde, wenn er seine Gründe für den Rückzug hatte, dann gehen die nicht unbedingt etwas jeden Menschen an. Er wird sich der Parteispitze erklärt haben und damit ist gut. Soll er denn einen Rundbrief an jede Ortsgruppe und für die Wähler in jeder Zeitung inserieren, warum er gegangen ist?” Er stimmt einem Vorredner zu, der schreibt: “Vielleicht weil dem ‘politischen Alphatier’ klar ist das eine Partei die sich nur auf eine einzelne Person gründet nicht besonders gute Politik machen kann? Vielleicht weil es doch noch vereinzelt Menschen gibt die Politik nicht wegen Geld und einem sicheren Posten betreiben, sondern weil sie wirklich etwas verändern wollen?”
Um kurz vor 16.00 Uhr erreicht den Thread dann die Meldung von der Krebserkrankung des Linken-Politikers. Bereits am kommenden Donnerstag müsse sich dieser einer Operation unterziehen. Erst zu Beginn des neuen Jahres könne entschieden werden, wie es auf der politischen Bühne weiter ginge. Hierzu ein StudiVZler: “Da erscheint manches vielleicht in einem anderen Licht.” Ein anderer merkt hierzu angesäuert an: “Dann können se ja bald wieder davon schreiben, dass er die Verantwortung einfach hingeschmissen hat…”
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