Der saarländische-Fraktionsvorsitzende der Linken, Oskar Lafontaine, ist an Krebs erkrankt. Laut der Nachrichtenagentur dpa, soll es Prostatakrebs sein. Schon seit längerer Zeit gab es Gerüchte um eine Erkrankung des 66-Jährigen. Vor allem wegen dessen Rückzug als Fraktionsvorsitzender, aus der Linksfraktion im Bundestag, nach der Bundestagswahl im September.
Nächste Wahlen ohne Lafontaine?
Gestern ließ er die Nachricht per Pressemitteilung durch. Nun ist ein Kampf um seine Postion entbrannt. Der Vollblutpolitiker will sich erst Anfang des nächsten Jahres entscheiden, ob und wie er wieder zur Politik zurückkehrt. Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linken, “hofft auf Rückkehr” und, dass er die “Operation gut übersteht, und wieder gesund zürckkommt”. Unterdessen goss der thüringsche- Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Bodo Ramelow nur weiter Öl ins Feuer: ” In die nächsten Bundestagswahlen werden wir ohne Lafontaine gehen”, sagte der 53-Jährige Spiegel Online. Es liege “aber schlicht am Alter und nicht an der neuen Krankheit. Klaus Ernst, Vize- Vorsitzender der Linken, “warnte vor Personaldebatten”. Wir brauchen einen Generationswechsel, so wiederum Ramelow.
“Der eingeschlagene Weg führt in die Katastrophe”
Doch trotz des Schicksalschlags, lässt sich der Ex-SPD-Minister Lafontaine nicht aus der Ruhe bringen. Im Landtag von Saarbrücken, ergriff er gestern (Dienstag) gleich zdas Wort, und warf der neuen Jamaika-Regierung vor, “sie sei den Herausforderungen des Landes nicht gewachsen”. “Der eingeschlagene Weg führt in die Katastrophe”. Das war der letzte Auftritt für Lafontaine. Zumindest vorerst. Und hoffen wir, dass nicht Lafontaine in einer Katastrophe endet.
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