“Ja, ist denn heit scho Weihnachten?” Nein, Herr Beckenbauer, leider nicht. Aber genauso fühlen können sich alle Musikfans, die sich für das Außergewöhnliche begeistern, schon jetzt. Denn wer den jüngsten “Streich” des PopCamps – Meisterkurs für Populäre Musik in Händen hält, dem zaubert sich unweigerlich ein Lächeln aufs Gesicht. Bekommt er doch mit der Doppel-CD zum PopCamp-Projekt 2005 bis 2009, die geballte Ladung unverwechselbarer Sounds in den heimischen CD-Player.
Unter dem Motto “‘Vielfalt statt Mainstream’ – Best of PopCamp” steht der nicht nur äußerlich bunte Tonträger, der pünktlich zum Abschluss der fünften Staffel, die sich am 4. Dezember 2009 im Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin die Ehre geben wird, erschienen ist. Der Deutsche Musikrat hat sich für diese musikalische Zeitreise durch fünf “Generationen” erneut mit dem Deutschlandfunk zusammengetan, um gemeinsam das über allem stehende Ziel noch einmal zu verdeutlichen: Die Förderung von Nachwuchsbands.
Und diese können sich durchwegs hören lassen: Mit Jupiter Jones etwa, die 2005 das Spitzenförderprojekt besuchten, geht es an den “Nordpol”. Mit Alin Coen, die mit ihrer Band 2008 dabei war, schwebt der Zuhörer anschließend über den “Wolken“, um sich zwischendurch von der Nürnberger Band My New Zoo, Teilnehmer im Jahr 2007, ein “Kiss you” abzuholen. Kein Wunder, dass die aktuellen Mannheimer Teilnehmer Luis & Laserpower hier ein “Gib mir mehr” einwerfen und aus Weimar indessen schon ein “Next Time” zu vernehmen ist. Bevor The Intersphere (ehemals “Hesslers”) zum fulminanten “Prodigy Composers” ausholen. Insgesamt 24 abwechslungsreiche Tracks haben Projektleiter Michael Teilkemeier und sein Team herausgesucht. Natürlich stellvertretend für viele herausragende Stücke, die in den intensiven Arbeitsphasen unter der künstlerischen Leitung von Henning Rümenapp entstanden oder optimiert worden sind. Die Doppel-CD in Händen stellt der Hörer schnell fest. Die Mühen, die so manche Nacht zum Tag werden ließen, haben sich gelohnt. Hier gibt es mehr als platte Pop-Schemata, angereichert mit immer gleichen nichtssagenden Texten.
Seit fünf Jahren begleitet das PopCamp junge Bands in die Professionalität
Seit fünf Jahren fördert der Deutsche Musikrat in Kooperation mit dem Deutschlandfunk nun schon besonders talentierte Nachwuchsbands aus den Segmenten Pop, Rock und Jazz. Das Konzept zum PopCamp sieht als erste Auswahlstufe Nominatoren vor, die Bands vorschlagen. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren ziehen schließlich fünf Bands in das PopCamp ein. Diese nehmen an gemeinsamen Arbeitsphasen teil, in denen sie von hochqualifizierten Dozenten auf dem Weg in die Professionalität begleitet werden. Unterstützt wird das Projekt auch durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann.
“Vielfalt statt Mainstream” lautet der Leitsatz des mittlerweile fest in der Szene etablierten Projekts. Von den Charts, die nach Ideengeber Prof. Udo Dahmen, dem Vizepräsidenten des Deutschen Musikrats, nicht mehr besonders aussagekräftig seien, grenzt es sich deutlich ab. Das Ergebnis spiegelt sich auch auf der Doppel-CD wider: Die bunte Mischung verschiedenster Stilrichtungen aus fünf Jahren PopCamp überzeugen den Hörer davon, dass “Pop” nicht gleich “Pop” ist.
Neuem und Unbekanntem ein Forum geben
Seit Jahren bieten die zahlreichen Musiksendungen des Deutschlandfunks, wie zum Beispiel “On Stage” oder “CORSO – Kultur nach 3″, Neuem und Unbekanntem ein Forum. Getreu dem Motto “Musik ist Information” hat der Deutschlandfunk nun auch die Produktion der PopCamp-CD unterstützt.
Wer sich selbst davon überzeugen möchte, hat in den nächsten Wochen noch vielfältig Gelegenheit dazu:
Am 26.11.09 ist die Doppel-CD “Best of PopCamp 2005-2009″ als Beilage im Branchenmagazin “Musikmarkt” enhalten.
Am 04.12.09 heißt es dann auf zum Live-Check mit “PopCamp on stage”, dem Abschluss-Konzert der fünften Staffel im Kesselhaus der Kulturbrauerei in Berlin.
Am 29.01.10 ist Zeit für eine ausführliche Nachbetrachtung bei “On Stage”, der Sendung des Konzertmitschnittes im Deutschlandfunk.
Mehr Informationen gibt es wie immer unter www.popcamp.de
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