Der erfolgreiche Maler David Andernach lebt mit seiner attraktiven Frau Maja und seiner siebenjährigen Tochter Leonie in einer Villa am Rand einer Großstadt. Er hat seiner Tochter versprochen, mit ihr Schmetterlinge zu fangen, doch vorher muss er noch etwas erledigen. David stattet seiner Nachbarin, der exzentrischen Musikerin Gia einen Besuch ab – eigentlich, um die Affäre mit ihr zu beenden. Doch so einfach lässt Gia sich nicht abwimmeln…
Als David nach Hause kommt, sieht er das Schmetterlingsnetz am Rande des Swimmingpools. Voller Panik springt er ins Wasser – zu spät. Seine Tochter ist ertrunken. Jahre später. Maja, die ihrem Mann nicht verzeihen kann, hat sich von ihm getrennt. David ist die Kontrolle über sein Leben vollständig entglitten. Am Ende seiner Kraft, von Schuldgefühlen zerfressen, will er seiner Qual ein Ende machen. Allein stolpert er durch die eiskalte Winternacht – und steht plötzlich vor einer Tür im Gestrüpp einer Wiese. Durch diese Tür gelangt David in eine andere Zeit. Er findet sich plötzlich auf der Straße vor seinem früheren Haus wieder, sieht das Schmetterlingsnetz am Rand des
Schwimmbeckens. Er stürzt sich in den Pool und kann Leonie in letzter Sekunde retten.
Verblüfft erkennt David, dass er an den entscheidenden Wendepunkt seines Lebens zurückgekehrt ist. Leonie lebt, und das gibt ihm die Chance, die Zukunft anders zu gestalten. Als er auf den alten, lebendigen und ein paar Jahre jüngeren David trifft, endet das Handgemenge für diesen tödlich. David muss nun noch sein Äußeres seinem früheren Ich angleichen. In seiner neuen “alten” Rolle als Ehemann und Familienvater gibt er sich alle Mühe. Er ist wie ausgewechselt, rücksichts- und liebevoll und entdeckt längst vergessen geglaubte Gefühle für Maja wieder. Doch die Idylle währt nicht lange. Irrtum, wenn David dachte, er könne sein altes Leben wieder aufnehmen, als sei nichts geschehen. Wie hoch der Preis für das vermeintliche Paradies allerdings ist, wird ihm erst langsam klar: als ausgerechnet sein Freund Max das frisch aufgeschüttete Grab im Garten entdeckt, der sonderbare Nachbar Siggi unmissverständlich
klarmacht, dass eine Rückkehr ins reale Leben ausgeschlossen ist.
David will nur noch eines – seine Familie retten. Mit ungeheurer Anstrengung gelingt es ihm, Maja und Leonie in allerletzter Sekunde durch die Tür zurück in die Gegenwart zu schleusen. Ein Akt, für den er einen hohen Preis bezahlen muss.
Was wäre wenn…
… ich eine zweite Chance bekäme und ein Unheil ungeschehen machen könnte? Eine Frage, die sich bestimmt schon viele Menschen gestellt haben. Der 1959 in Istanbul geborene Schriftsteller Akif Pirinçci, der sich mit dem Katzenkrimi “Felidae” weltweit in die Herzen vieler Fans schrieb, hat sich diesem theoretischen Ansatz in seinem 2001 erschienenen Roman “Die Damalstür” gestellt. Ein Mann verliert sein Kind und bekommt durch einen “Zufall” die Chance, an den damals kritischen Punkt in sein Leben zurückzukehren und das Unglück zu verhindern.
Doch ist es damit getan? Für den erfolgreichen Krimiautor natürlich nicht. Dieser Stoff ist geradezu prädestiniert für eine Verfilmung. Zu diesem Anlass hat der Goldmann Verlag die Sonderedition “Die Tür” als Filmbuch herausgebracht.
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